Wann darf es mit dem Rohbau losgehen?

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Die Grundlage dafür, dass ein Haus gebaut werden darf, ist eine vorliegende Baugenehmigung. Ist diese erteilt, müssen jedoch noch einige Aufgaben erledigt werden, bevor es mit der Errichtung des Rohbaus losgehen kann. Einige davon liegen in Ihrer Verantwortung, andere übernimmt das Bauunternehmen.

Ohne geht es nicht – die Baugenehmigung ist Voraussetzung für den Baubeginn © MQ-Illustrations, stock.adobe.com
Ohne geht es nicht – die Baugenehmigung ist Voraussetzung für den Baubeginn © MQ-Illustrations, stock.adobe.com

Baugenehmigung – rechtliche Grundlage für den Hausbau

In den allermeisten Fällen muss vor dem Bau eines Hauses eine Baugenehmigung von der zuständigen Baubehörde eingeholt werden. Erst wenn diese Genehmigung vorliegt, sind überhaupt die Voraussetzungen für den Beginn der Bauausführung geschaffen. Neben vielen weiteren Unterlagen gehören auch die Baupläne zu diesem Antrag. Das fertige Gebäude muss den Angaben in der Planung entsprechen.

Beantragung einer Baugenehmigung im Überblick
Beantragung einer Baugenehmigung im Überblick

Tipp: In Einzelfällen kann ein vorzeitiger Baubeginn beantragt und genehmigt werden. Dann darf bereits vor der Erteilung der Baugenehmigung mit den ersten Arbeiten, insbesondere dem Aushub der Baugrube, begonnen werden.

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Baubeginnsanzeige – Information für die Behörde

Mit der Baubeginnsanzeige melden Sie der Baubehörde, dass die Bauausführung beginnt. Nach Landesbauordnung muss diese Information spätestens eine Woche vor dem eigentlichen Baubeginn beim Amt vorliegen. Beginnen Sie mit der Bauausführung, ohne eine Baubeginnsanzeige verschickt zu haben, kann das zu einem Bußgeld führen.

Die Formulare für die Baubeginnsanzeige erhalten Sie vom Bauamt oder online per Download. Dort werden folgende Angaben verlangt:

  • Name und Anschrift des Bauherrn
  • Genaue Bezeichnung des Bauvorhabens
  • Datum des Baubeginns
  • Bauphysikalische Nachweise
  • Benannter Bauleiter
  • Unterschrift des Bauherrn
Einreichung einer Baubeginnsanzeige ist Pflicht
Einreichung einer Baubeginnsanzeige ist Pflicht

Tipp: Sie müssen nicht auf eine Bestätigung der Behörde warten. Haben Sie die Baubeginnsanzeige rechtzeitig verschickt, können Sie zum dort angegebenen Datum des Baubeginns loslegen.

Der Baustromkasten liefert den nötigen Strom für die Bauarbeiten © fefufoto, stock.adobe.com
Der Baustromkasten liefert den nötigen Strom für die Bauarbeiten © fefufoto, stock.adobe.com

Baustrom und Bauwasser – entscheidend für den rechtzeitigen Baubeginn

Rechtzeitig zum Baubeginn werden auf der Baustelle Strom und Wasser benötigt, erst dann kann es mit dem Rohbau losgehen. Dazu muss beim Energieversorger ein Baustromkasten beantragt und vom Wasserversorger der Wasseranschluss beauftragt werden. Wer diese Aufgaben sowie auch den fachgerechten Anschluss übernimmt, hängt vom Baupartner und den Festlegungen im Bauvertrag ab. Bauen Sie mit einem Bauträger oder einem Generalunternehmer, übernehmen diese meist die Antragstellung und Installation.

Anschlüsse rechtzeitig beantragen
Anschlüsse rechtzeitig beantragen

Tipp: Nicht erlaubt ist die Abnahme von Wasser und Strom vom nächsten Nachbarn, denn dieser macht sich damit strafbar: Strom und Wasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz dürfen nicht weiterverkauft werden.

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Baustellenzufahrt – Bahn frei für die Baufahrzeuge

Auf einer Baustelle wird jede Menge schweres Material benötigt. Für die Anlieferung des Betons für die Bodenplatte, der Mauersteine und des Dachstuhls wird eine stabile und tragfähige Zufahrtsstraße benötigt. Wie aufwendig das Anlegen dieser Straße ist, hängt von den örtlichen Bedingungen ab. Im städtischen Raum können dafür erhebliche Kosten anfallen, zudem muss die Zufahrt von einem qualifizierten Unternehmen errichtet und anschließend wieder rückstands- und schadensfrei abgebaut werden. Entscheidend ist in allen Fällen: Ohne die stabile Zufahrt geht es nicht. Sie können unter normalen Bedingungen mit Kosten um die 1.000 EUR für diese Behelfsstraße rechnen.

Aufgaben und Vorschriften für eine Baustellenzufahrt
Aufgaben und Vorschriften für eine Baustellenzufahrt

In den meisten Bauverträgen ist festgelegt, dass der Bauherr sich um diese Zufahrt kümmern muss. Wer mit dem Bauträger baut, ist damit fein heraus. Denn dieser fungiert als Bauherr bis zur Fertigstellung und Abnahme des Wohnhauses.

Der Betonmischer ist nur eines der schweren Fahrzeuge, die die Baustelle anfahren müssen © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
Der Betonmischer ist nur eines der schweren Fahrzeuge, die die Baustelle anfahren müssen © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com

Baustelleneinrichtung

Sind alle vorbereitenden Arbeiten erledigt, fällt mit der Einrichtung der Baustelle der eigentliche Startschuss für den Baubeginn. Diese Aufgabe übernimmt in der Regel das Bauunternehmen, dass Erd- und Betonarbeiten sowie die Maurerarbeiten übernimmt. Teilweise wird ein entsprechender Plan erstellt. Der Baustelleinrichtungsplan enthält folgende Angaben:

  • Zufahrts- und Transportwege
  • Abfallentsorgung
  • Verlauf von Wasser- und Stromleitungen
  • Aufstellorte für Baumaschinen
  • Lagerplätze für Baumaterialien
  • Nötige Absperrungen
  • Standort von Bauwagen und WC

Zuständigkeiten für die Einrichtung sind im Bauvertrag geregelt. Doch unabhängig davon, wer sich um die Einrichtung der Baustelle kümmert – die Verantwortung bleibt beim Bauherrn. Dies regelt die Baustellenverordnung im § 3. Das heißt auch, dass auf der Baustelle verschiedene Sicherheitsvorschriften eingehalten werden müssen. Dazu gehören die Verkehrssicherung, die Einhaltung der Vorgaben aus dem Arbeitsschutzgesetz sowie die aus der Arbeitsstättenverordnung.

Beispiel für einen Baustelleneinrichtungsplan
Beispiel für einen Baustelleneinrichtungsplan
Das Richtfest wird nach der Fertigstellung des Dachstuhls gefeiert und markiert den Abschluss der Rohbauarbeiten © Horst Schmidt, stock.adobe.com
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