Küchenmontage – Was beachten?

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Vom Küchentraum zur Traumküche

Die passende Küche für sein Zuhause zu finden, kann herausfordernd sein. Gerade, wenn der vorgesehene Raum ungünstig geschnitten ist oder man besondere Ansprüche hat. Haben Sie Ihre Wunschküche endlich gefunden und bestellt, können viele den Einbau kaum erwarten. Doch es ist wichtig, den Ablauf von Lieferung und Montage sorgfältig zu planen und darauf zu achten, dass alles professionell umgesetzt wird. Sonst kann das Projekt zum stressigen Kraftakt werden oder damit enden, dass die Küche nicht so sauber verarbeitet und funktional ist, wie man sich das wünscht. Damit alles reibungslos läuft, empfiehlt es sich, einiges zu beachten.   

In die Küchenplanung fließt viel Zeit – auch die Montage will gut durchdacht sein © Andrey Popov, stock.adobe.com
In die Küchenplanung fließt viel Zeit – auch die Montage will gut durchdacht sein © Andrey Popov, stock.adobe.com

Küchenmontage erfordert viel Know-how

Für eine gelungene Küchenmontage bedarf es Spezialwissen und einer gewissen Routine. Das gilt besonders für moderne Einbauküchen, deren Einzel-Elemente teils millimetergenau angepasst und fachgerecht montiert werden müssen, damit alles wie gewünscht funktioniert. Dazu kommen handwerklich anspruchsvolle Tätigkeiten, wie Tischler- bzw. Schreinerarbeiten oder der Anschluss von Elektrogeräten an Strom-, Gas- und Wasserleitungen.

Vorsicht, Lebensgefahr – Das Anschließen eines Gasherdes ist Profi-Sache © Alsu, stock.adobe.com
Vorsicht, Lebensgefahr – Das Anschließen eines Gasherdes ist Profi-Sache © Alsu, stock.adobe.com

Selbst Hand anzulegen, um Kosten zu sparen, empfiehlt sich daher nur bei ausreichendem Know-how und mit passender Ausrüstung. Sonst droht ein Montage-Desaster. So kann es zum Beispiel teuer werden, wenn Küchen-Bauteile irreparabel beschädigt oder Leitungen angebohrt werden. Für Arbeiten an Gas- und Stromleitungen, die lebensgefährlich sein können, ist die Installation durch einen Fachmann sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wird die Küche unsachgemäß montiert, zahlen Versicherungen im Schadensfall nicht. Hier ist also in jedem Fall das Anheuern eines Fachmanns angezeigt. Und auch an sich empfehlen sich Profis, wenn man kein Heimwerkerkönig ist, der mit Spaß an die Sache geht. Letztlich ersparen sie viel Zeit, Nerven und im Zweifelsfall Geld.

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Gute Vorplanung ist essenziell

Das Engagement des richtigen Monteurs ist nicht alles. Auch sonst heißt es gut vorplanen. Das beginnt mit dem Liefer- und Montage-Termin. Sie sollten so gelegt werden, dass man sicher vor Ort sein kann, um die Lieferung entgegenzunehmen und zu inspizieren, beziehungsweise den Küchen-Monteur zu empfangen und zu instruieren. Da Lieferverzögerungen auftreten können, ist es sinnvoll, die Termine mit etwas Zeitpuffer zu planen – gerade wenn Küche und Montage nicht aus einer Hand stammen.

Exakte Maße sind bei der Küchenplanung grundlegend wichtig © Andy Dean, stock.adobe.com
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Darüber hinaus müssen alle nötigen Vorarbeiten im Vorfeld erledigt werden können. Für den Küchen-Einbau selbst, gilt es ebenfalls genügend Zeit einzurechnen. Wie lange er dauert, hängt von Faktoren, wie Küchengröße, -ausstattung und Material ab. In der Regel müssen 1 bis 4 Arbeitstage angesetzt werden.

Mit professioneller Routine geht der Einbau schnell. Dennoch heißt es vorplanen © Kadmy, stock.adobe.com
Mit professioneller Routine geht der Einbau schnell. Dennoch heißt es vorplanen © Kadmy, stock.adobe.com

Um sicherzugehen, dass man zeitlich richtig kalkuliert hat und am großen Tag alle benötigten Arbeitsmittel vorhanden sind, heißt es, alle Tätigkeiten im Detail durchzugehen. Am besten macht man das gemeinsam mit dem angeheuerten Profi bei einer Ortsbegehung. So lässt sich vermeiden, dass es an Arbeitszeit oder -gerätschaften mangelt und komplexe Tätigkeiten, wie das Verlegen neuer Leitungen oder die Kopplung Smart-Home-fähiger Küchengeräte mit dem Haussystem nicht erfolgen können. 

Vorbereitung nicht vergessen

Damit Küchenlieferung und -montage möglichst reibungslos vonstattengehen können, muss alles entsprechend präpariert sein. Für den Liefertermin sollte ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stehen, um den Transportweg der schweren Kücheneinrichtung möglichst kurzzuhalten. Ihn heißt es gegebenenfalls reservieren. Gleiches kann auch für den Montagezeitraum sinnvoll sein.

Kücheneinrichtung ist schwer – da heißt es, Transportwege kurz und freizuhalten © romaset, stock.adobe.com
Kücheneinrichtung ist schwer – da heißt es, Transportwege kurz und freizuhalten © romaset, stock.adobe.com

Darüber hinaus gilt es, die Räumlichkeiten vorzubereiten. Im Einzelnen bedeutet das etwa:

  • Für freie Zugangswege und ausreichend Platz zur Lagerung der Küchenmaterialien sorgen
  • Andere Küchen-Bauarbeiten wie das Verlegen des Bodens oder das Anbringen eines Fliesenspiegels vor dem Kücheneinbau erledigen
  • Sicherstellen, dass die Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser gelegt sind und funktionieren
  • Alte Küchenmöbel, soweit vorhanden, unbedingt im Vorfeld abbauen und entsorgen
  • Den Arbeitsbereich von möglichen Hindernissen befreien und empfindliche Einrichtungselemente, wie einen Parkettboden, durch Abdeckung schützen
  • Den Küchen-Aufstellort grundreinigen

Wenn alle relevanten Vorarbeiten geleistet wurden, kann der Aufbau unkompliziert und zügig ablaufen, ohne dass spontan unvorhergesehene Zusatzaufgaben anfallen.

Lieferung und Aufbau

Am Tag der Lieferung empfiehlt es sich, zu Hause zu sein, um die Küche persönlich in Empfang zu nehmen. Das hat den Vorteil, dass man direkt prüfen kann, dass beim Transport nichts beschädigt wurde und alle Küchen-Elemente vorhanden sind. So besteht die Chance, fehlende oder kaputte Teile sofort zu reklamieren und somit hoffentlich noch vor Montage-Termin nachliefern zu lassen. Entdeckte Mängel sollten mittels eines Vermerks auf dem Lieferschein dokumentiert werden, um Ersatzansprüche zu sichern.

Den Aufbauzeitraum muss man sich nicht unbedingt komplett freinehmen. Es ist jedoch ratsam, zumindest beim Eintreffen des Monteurs vor Ort zu sein, um das Vorgehen zu besprechen und Instruktionen geben zu können. Auch ist es sinnvoll, die Unversehrtheit und Vollständigkeit der Küche vor Aufbaubeginn nochmals fachkundig kontrollieren zu lassen.

Wenn man nicht persönlich anwesend bleibt, sollte man unbedingt sicherstellen, dass man während der Montage jederzeit telefonisch für dringende Rückfragen erreichbar ist. Wichtig ist auch, sich vorab zu erkundigen, wie lange der Einbau voraussichtlich dauert, um auf jeden Fall pünktlich zur Abnahme wieder zurück zu sein. Für sie sollte man sich unbedingt ausreichend Zeit nehmen. Sonst kann es passieren, dass man Einbaufehler, Funktionsdefizite oder im Zuge der Montage entstandene Schäden an Küchen-Mobiliar oder Rauminterieur übersieht.

Ob mit Wasserwaage oder ohne – bei der Küchenabnahme heißt es genau hinsehen © stockphoto-graf, stock.adobe.com
Ob mit Wasserwaage oder ohne – bei der Küchenabnahme heißt es genau hinsehen © stockphoto-graf, stock.adobe.com

Montagequalität eingehend prüfen

Es gibt Dinge, die unmittelbar ins Auge stechen – wie ein großer Kratzer im Parkett oder fehlende Schranktürgriffe. Andere Mankos sind weniger offensichtlich.

Einige der wichtigsten Punkte, die es zu kontrollieren gilt, werden im Folgenden aufgeführt:

  • Bei einer professionell montierten Küche sind Schränke, Regale und Geräte horizontal und vertikal im Lot und die Fronten exakt ausgerichtet. Prüfen kann man das mit einer Wasserwaage.
  • Wenn keine Freiräume geplant wurden, sollten die Möbel der Küchenzeile lückenlos aneinander anschließen.
  • Küchenschränke müssen sicher montiert sein. Bei Oberschränken bedeutet das etwa die Anbringung mittels Montageleisten, da so das Gewicht besser verteilt ist. Hochschränke sollten kippsicher stehen und bei Bedarf zusätzlich mit Stahlwinkeln befestigt werden.
  • Die Arbeitsplatte muss sauber zugeschnitten sein und fest sitzen. Übergänge zwischen Plattenabschnitten müssen ordentlich abgedichtet sein. Dasselbe gilt für in die Platte eingelassene Kochfelder und Spülbecken.
  • Die Wandabschlussleisten sollten plan an der Wand aufliegen. Sockelleisten beziehungsweise -blenden müssen fest verankert sein.
  • Türen und Schubladen sollten sich einwandfrei öffnen und schließen lassen. Es darf weder Reibung noch Widerstand spürbar sein. Funktionen, wie Einzugsverzögerungen oder Softanschläge sollten einwandfrei funktionieren.
  • Wurden Lichtquellen neu montiert, ist es ratsam, sie auszuprobieren. Dabei heißt es auch das Licht im Dunstabzug nicht vergessen. Die Elektrogeräte der Einbauküche sollten testhalber eingeschaltet werden.
  • Es ist wichtig, dass Wasserzu- und -abläufe vollkommen dicht sind und Spülbecken und Armatur sorgfältig eingebaut wurden. Zur Kontrolle dreht man am besten den Hahn auf. Um sicherzugehen, dass nichts tropft, empfiehlt sich auch ein Blick in den Unterschrank.

Den Qualitätscheck noch in Anwesenheit des Monteurs durchzuführen, empfiehlt sich, da Mängel und Schäden so sofort kommuniziert und im Idealfall noch am gleichen Tag behoben werden können.

Ein versierter Monteur kann kleine Mängel direkt nachbessern © Svitlana, stock.adobe.com
Ein versierter Monteur kann kleine Mängel direkt nachbessern © Svitlana, stock.adobe.com
Bei der Montage einer Küche ist es sinnvoll, strukturiert vorzugehen © New Africa, stock.adobe.com
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