Die 8 wichtigsten Punkte bei der Küchenplanung

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Eine neue Küche ist ein schönes und aufregendes Projekt. Sie ist weit mehr als ein Raum zum Kochen. In der Küche trifft sich die ganze Familie, sie ist ein zentraler Treffpunkt. Umso wichtiger ist es, dass der Planung viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Bevor man in ein Küchenstudio geht, um eine Küche zu kaufen und sie planen zu lassen, sollten folgende Punkte geklärt sein.

Wer sich im Vorfeld Gedanken über die Anforderungen und Abläufe in der Küche gemacht hat, kann diese nach seinen Vorstellungen realisieren © hakinmhan, stock.adobe.com
Wer sich im Vorfeld Gedanken über die Anforderungen und Abläufe in der Küche gemacht hat, kann diese nach seinen Vorstellungen realisieren © hakinmhan, stock.adobe.com

1. Budget für den Küchenkauf festlegen

Die Kosten für eine Küche können stark variieren. Zum einen gibt es Küchen in verschiedenen Preiskategorien und zum anderen hängen die Kosten von der Ausstattung und den persönlichen Ansprüchen ab. Bevor man sich im Küchenstudio umschaut, sollte das zur Verfügung stehende Budget festgelegt sein.

Tipp: Lassen Sie sich nur Küchen zeigen, die in ihrem Budget liegen.

Auch der Küchenplaner benötigt ein konkretes Budget, um einen realistischen Entwurf zu erstellen. Was bringt der schönste Plan, wenn er hinterher aus Kostengründen wieder völlig umgestellt werden muss.

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2. Nutzung der Küche überlegen

Es ist wichtig, dass man vor der Küchenplanung überlegt, was in der Küche alles stattfinden soll. Machen Sie sich Gedanken, wie häufig die Küche wofür genutzt wird. Wird darin allein oder auch einmal in der Gruppe gekocht? Soll es eine Kochinsel mit viel Platz rundum sein? Dient die Küche mehr zum Aufwärmen eines Fertiggerichts oder wird jeden Tag frisch gekocht? Das ist auch für die Wahl der Elektrogeräte entscheidend. Dann kommt noch hinzu, ob in der Küche eine Sitzmöglichkeit integriert werden soll. Wie soll diese genutzt werden? Wird nur ein schneller Kaffee getrunken oder will die Familie in der Küche Mahlzeiten einnehmen?

Tipp: Gehen Sie Ihren Alltag durch und überlegen sich, wie Sie die Küche im Optimalfall nutzen möchten.

Vor der Küchenplanung sollte auch geklärt werden, ob die Besitzer lieber eine offene Küche haben möchten oder nicht. Die Fragestellungen dazu wären beispielsweise: Wie koche ich gern, wenn Gäste da sind? Möchte ich während des Kochens Kontakt mit meinen Kindern haben?

Küchenplanung Punkte 1 bis 4: Budget, Nutzung, Stauraum und Anschlüsse
Küchenplanung Punkte 1 bis 4: Budget, Nutzung, Stauraum und Anschlüsse

3. Ausreichend Stauraum einplanen

Eine große Arbeitsfläche ist wunderbar, was eine Küche allerdings ebenso benötigt, ist ausreichend Stauraum für Geschirr, Töpfe und Vorräte. Dies alles sollte griffbereit sein, wenn gekocht wird. Deshalb sollten genügend hohe Schränke, Schubladen und Hängeschränke eingeplant werden. Ausziehschränke sind besonders platzsparend und übersichtlich. Darin finden auch kleinere Dinge wie Gewürze, Tees oder Backzutaten übersichtlich ihren Platz.

Vor der Planung ist es wichtig, sich Gedanken zu machen, was alles in der Küche Platz finden soll. Wie viele Töpfe, Pfannen, Gläser und Besteck sind vorhanden? Wird das Geschirr in der Küche oder vielleicht im Esszimmer aufbewahrt? Wie viele Vorräte werden in der Küche verstaut?

Tipp: Beachten Sie, dass offene Regale und durchsichtige Fronten zwar schön aussehen, manche Utensilien sich hinter geschlossenen Fronten allerdings besser verstecken lassen.

Gehen Sie auch die Abläufe beim Kochen durch. Was soll direkt am Herd platziert sein, was an der Spüle und welche Gerätschaften und Dinge werden nicht so oft benötigt und können deshalb auch in einer entlegeneren Ecke der Küche untergebracht werden.

Toter Raum in Ecken kann durch clevere Eckschränke oder Drehkarusselle geschickt genutzt werden. Mit speziellen Auszügen und Eckentechniken kommt man auch hier bequem an alle Utensilien heran.

Ausreichend Arbeitsfläche

4. Elektrische Anschlüsse planen

Anschlüsse für die elektrischen Geräte plant der Fachmann. Darüber hinaus ist es jedoch ratsam, sich zu überlegen, wie viele Küchengeräte immer auf der Arbeitsfläche stehen sollen und wo der beste Platz für sie ist. Wie viele Geräte werden sonst noch genutzt und kommen immer wieder einmal zum Einsatz?

Es ist sinnvoll, an verschiedenen Stellen in der Küche elektrische Anschlüsse einzuplanen, um bei Bedarf flexibel zu sein und auch wenn mehrere kochen, ausreichend Platz zu haben. Bei der Planung sollten Sie das Küchenradio oder Ähnliches nicht vergessen.

Tipp: Planen Sie lieber eine Steckdose zu viel als zu wenig ein. Meist werden in der Praxis mehr gebraucht als bei der Planung gedacht.

Steckdosen können geschickt eingebaut oder platziert werden, sodass sie kaum ins Auge fallen und die Optik der Küche nicht stören.

Jeder Arbeitsbereich sollte gut durchdacht und beleuchtet werden © Iriana Shiyan, stock.adobe.com
Jeder Arbeitsbereich sollte gut durchdacht und beleuchtet werden © Iriana Shiyan, stock.adobe.com

5. Arbeitswege planen und Abläufe beachten

Die Größe der Küche variiert nach Platzangebot. Steht viel Platz zur Verfügung, hat man bei der Küchenplanung mehr Möglichkeiten. Bei Küchen mit wenig Grundfläche braucht es oft mehr Kreativität, um zu guten Lösungen zu kommen.

Egal, ob groß oder klein, die Arbeitswege zwischen Herd, Backofen, Spüle und Kühlschrank sollten möglichst kurz sein. Je nach Grundriss eignen sich verschiedene Küchenformen wie beispielsweise ein- oder zweizeilig, U- oder L-Form oder mit Kochinsel.

Um bequem kochen zu können, ist es wichtig, dass alles Nötige möglichst griffbereit untergebracht ist. Neben dem Herd sollte also zum einen ausreichend Arbeitsfläche zur Verfügung stehen und zum anderen Regale sowie praktische Auszüge vorhanden sein, die Gewürze, Öle und Kochutensilien aufnehmen.

Zum komfortablen Arbeiten in der Küche gehört auch, dass genug Bewegungsfreiraum vorhanden ist. Zwischen Unter- und Oberschränken empfehlen Experten, einen Mindestabstand von mindestens 50 Zentimeter, noch besser 65 Zentimeter. Die Dunstabzugshaube sollte ebenfalls 65 Zentimeter über dem Kochfeld platziert werden, bei Gasherden werden sogar 90 Zentimeter Luft empfohlen.

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6. Arbeitshöhe festlegen

Die Arbeitshöhe in der Küche ist ebenso wichtig wie die Höhe des Schreibtisches im Büro. Wer jeden Tag in der Küche Essen zubereitet, weiß eine ergonomisch passende Arbeitsfläche zu schätzen. Deshalb sollte sich die Arbeitshöhe auch an der Person orientieren, die am meisten in der Küche ist. Eine zu niedrig oder zu hohe Arbeitsfläche führt schnell zu Verspannungen und Rückenschmerzen und machen das Kochen zur Qual. Grundsätzlich sollte der Herd niedriger als die Spüle eingebaut sein.

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Tipp: Um vieles Bücken zu vermeiden, können Geschirrspüler, Backöfen und Kühlschränke in höherer Lage eingebaut werden und sind so bequem zu erreichen.

Küchenplanung Punkte 5 bis 8: Arbeitswege, Arbeitshöhe, Beleuchtung und Abfallkonzept
Küchenplanung Punkte 5 bis 8: Arbeitswege, Arbeitshöhe, Beleuchtung und Abfallkonzept

7. Auf ausreichend Beleuchtung achten

In der Küche reicht eine Deckenbeleuchtung meist nicht aus. Jeder Arbeitsplatz sollte einzeln auf seine Beleuchtungssituation hin betrachtet werden. Gute Lichtverhältnisse verbessern die Arbeitsbedingungen in der Küche sehr und steigern damit auch das Wohlbefinden. Eine helle Ausleuchtung der Arbeitsfläche ist außerdem für ein sicheres Arbeiten wichtig.

Die LED-Technologie bietet vielfältige Möglichkeiten, Lichtquellen in Leisten, Schrankunterseiten oder Ähnlichem unauffällig unterzubringen. Auch punktuellen Lichtlösungen können für spezielle Situationen oder Objekte nützlich sein.

Tipp: Zusätzlich zum Arbeitslicht, braucht es in der Küche auch ein stimmungsvolles Licht für geselliges Beisammensein. Neben entsprechender Deckenleuchten kommt hier auch indirekte Beleuchtung in Form von hinterleuchteten Griff- oder Fußleisten infrage.

Wer an Beleuchtung denkt, sollte auch die Schränke miteinbeziehen. Dunkle Ecken in Schränken sind wenig erfreulich und unübersichtlich. Zudem werden sie wie dunkle Ecken in Räumen gern gemieden, was dazu führt, dass wertvoller Stauraum ungenutzt bleibt.

Eine komfortable Küche ist optimal auf die Größe und Bedürfnisse der Personen, die sie nutzen, abgestimmt © Seventyfour, stock.adobe.com
Eine komfortable Küche ist optimal auf die Größe und Bedürfnisse der Personen, die sie nutzen, abgestimmt © Seventyfour, stock.adobe.com

8. Abfallkonzept durchdenken

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. So auch in der Küche: Beim Kochen wird Abfall unterschiedlichster Art produziert. Eine gute Küchenplanung bezieht auch den Müll mit ein. Am besten wird gleich in der Küche nach Wertstoffen getrennt.

Meist reichen die herkömmlichen Müllbehälter unter der Spüle dafür nicht aus. Es gilt auch für Altpapier, Altglas oder Biomüll geeignete Behälter und Lagerflächen einzuplanen. Wichtig ist dabei, dass der Abfall unauffällig gesammelt wird und nicht das Gesamtbild der Küche stört. Das ist nicht nur für die Abläufe in der Küche sinnvoll, sondern auch um sich gern dort aufzuhalten.

Exakte Maße sind bei der Küchenplanung grundlegend wichtig © Andy Dean, stock.adobe.com
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