Verschiedene Küchenformen im Überblick

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Die klassische Form der Küche ist die Einbauküche. Die meisten Haushalte leben mit diesem Konzept, das sich viele Jahrzehnte lang bewährt hat. Doch die Menschen sind mobiler geworden und die Lebenssituationen ändern sich, sodass flexiblere Küchenmodelle an Beliebtheit gewinnen. Lesen Sie hier, welche Küchenformen es gibt und welche Vor- und Nachteile sie jeweils haben.

Kompakte Küchenzeilen eignen sich für kleine und schmale sowie offenen Küchen gut © Pixel-Shot, stock.adobe.com
Kompakte Küchenzeilen eignen sich für kleine und schmale sowie offene Küchen gut © Pixel-Shot, stock.adobe.com

Die klassische Einbauküche

Eine Einbauküche ist passgenau an die räumlichen Gegebenheiten angepasst. Wenn die 8 wichtigsten Punkte bei der Küchenplanung beachtet wurden und die Planung von Profis durchgeführt wurde, nutzt die Einbauküche den Raum optimal aus. Zudem ist die Küche an die individuellen Abläufe und Vorlieben angepasst. Das heißt, die einzelnen Schränke und Geräte sind sinnvoll angeordnet und die Küchenarbeit geht reibungslos vonstatten. Die Montage wird in der Regel von einem Fachmann ausgeführt, der für eine optimale Einpassung sorgt.

Gleichzeitig ist diese Passgenauigkeit auch der größte Nachteil der Einbauküche. Sie ist nämlich schwer wieder auszubauen und noch schwerer an einen anderen Raum anzupassen. Wer also schon absehen kann, dass noch weitere Umzüge anstehen und die Küche mitgenommen werden soll, ist mit einer flexibleren Modulküche unter Umständen besser beraten.

Tipp: Der Platzbedarf für eine geschlossene Küche liegt zwischen sehr kleinen 10 m2 und großzügigen 20 m2.

Nicht bei jedem Umzug wird allerdings die Küche mitgenommen, sie kann auch vom Nachbesitzer übernommen werden. Dies ist mit einem gewissen Risiko behaftet, da die Geschmäcker in puncto Küche stark auseinandergehen und jeder eine möglichst neue Küche haben möchte.

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Die flexible Modulküche

Modulküchen bestehen aus einzelnen Elementen und liegen momentan ganz im Trend. Ihr großer Vorteil: Sie können je nach Raumgröße und Lebenssituation individuell konfiguriert und später jederzeit erweitert werden. Ideal für Singles oder Paare ohne Kind, die mit wenigen Modulen anfangen können und die Küche später nach Bedarf ausbauen können. Modulküchen funktionieren im Baukastenprinzip und sind deshalb besonders flexibel.

Nach einem Umzug werden die einzelnen Module einfach so wieder aufgebaut und kombiniert, wie es in der neuen Küche praktisch ist. Kommt Familienzuwachs hinzu, wird die Modulküche entsprechend angepasst. Diese Küchenform kann unabhängig von Grundrissen und ursprünglicher Planung immer wieder neu zusammengestellt werden.

Auch hier ist der größte Vorteil gleichzeitig der Nachteil: Aufgrund der großen Flexibilität kann die Modulküche niemals ganz perfekt an den jeweiligen Raum angepasst werden. So bleibt manche Ecke ungenutzt und damit wird wertvoller Nutzraum verschwendet.

Klassische Einbauküche vs. flexible Modulküche: Vor- und Nachteile im Vergleich
Klassische Einbauküche vs. flexible Modulküche: Vor- und Nachteile im Vergleich

Die offene Küche

Eine offene Küche ist Teil des Wohnraums. Wohnen, Essen und Kochen bilden eine Einheit. Die offene Situation ermöglicht, dass über die Bereiche hinweg Sichtkontakte bestehen und kommuniziert werden kann. Beim Kochen die Kinder beobachten oder sich mit den Gästen unterhalten ist leicht möglich. Es entsteht ein großzügiges Raumgefühl. Die offene Küche erfreut sich großer Beliebtheit und ist besonders in Neubauten zu finden.

Bei offenen Küchen gehen die Bereiche Kochen und Wohnen harmonisch ineinander über © Slavun, stock.adobe.com
Bei offenen Küchen gehen die Bereiche Kochen und Wohnen harmonisch ineinander über © slavun, stock.adobe.com

Tipp: Aufgrund der offenen Raumsituation können auch kleine offene Küchen bis 8 m2 realisiert werden.

Die Offenheit verbannt die Köchin oder den Koch nicht in die Küche, sondern integriert die Küchenarbeit gesellig ins Familienleben. Die Kehrseite ist, dass benutztes Geschirr, Töpfe und Pfannen zu sehen sind. Zudem ziehen die Küchengerüche durch den ganzen Wohnbereich, begleitet vom Geräuschpegel der einzelnen Elektrogeräte.

Wen diese Aspekte nicht stören oder wer im Kochbereich leicht Ordnung hält, der wird die offene, kommunikative Art zu kochen sicher lieben. Für andere ist es besser, eine geschlossene Küche zu wählen. Ein Kompromiss kann auch eine Schiebe- oder Falttür sein, die teilweise geöffnet werden kann.

Die gemütliche Wohnküche

Eine Wohnküche ist baulich vom Wohnbereich abgetrennt. Allerdings bietet sie so viel Raum, dass ein Sitzplatz integriert werden kann. In der Wohnküche wird also nicht nur gekocht, sondern auch beisammen gesessen. Damit entspricht sie der ursprünglichen Nutzungsform als Arbeitsraum und zugleich Mittelpunkt des Familienlebens.

Da man sich in einer Wohnküche auch über die Zeit des Kochens und Abwaschens hinaus aufhält, wird sie in der Regel wohnlicher gestaltet. Ob rustikaler Country-Look oder modernen Loft-Charakter, der wohnliche Aspekt entsteht durch den Mix von Materialien und Farben sowie Möbeln und Geräten. Natürlich dürfen auch ein paar Accessoires nicht fehlen, die die Gemütlichkeit noch unterstreichen.

Klinker wirken rustikal. Je nach Küchenstil wird ein Landhaus- oder Loftstil daraus © Tatyana Sidyukova, stock.adobe.com
Wandgestaltung in der Küche

Die Wandgestaltung in der Küche trägt viel zu einer wohnlichen und gemütlichen Atmosphäre bei. Mit stilvollen Farben, verschiedene Materialien und… weiterlesen

Eine Wohnküche mit Platz zum Zusammensitzen ist Treffpunkt für die ganze Familie © 2mmedia, stock.adobe.com
Eine Wohnküche mit Platz zum Zusammensitzen ist Treffpunkt für die ganze Familie © 2mmedia, stock.adobe.com

Damit das Konzept Wohnküche im Alltag funktioniert, ist die Raumplanung entscheidend. Der Essplatz ist das Kernstück. Er muss nicht groß sein, dafür einladend und an einer sinnvollen Stelle platziert sein. Auch Klapptische können eine platzsparende Alternative sein. So kann der volle Raum ohne Tisch genutzt werden und bei Bedarf ist ein Tisch vorhanden. Wichtig dabei ist, dass in der Küche auch noch bei heruntergeklapptem Tisch genügend Platz ist und reibungslos gearbeitet werden kann.

Tipp: Platzieren Sie den Tisch in der Nähe des Herdes, können Sie diesen auch einmal als verlängerte Arbeitsfläche nutzen.

Wer gerne eine Familienküche und gleichzeitig den Wohnbereich getrennt haben möchte, für den ist die Wohnküche eine praktikable Variante.

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Die kompakte Küchenzeile

Bei der Küchenzeile reihen sich Schränke, Arbeitsfläche und Geräte an einer Raumwand auf. Diese kompakte Küchenform eignet sich für kleine oder schmale Räume. Gerne wird sie auch in offenen Küchen genutzt und die Küchenzeile mit einer Kochinsel kombiniert.

Durch gute Planung entfaltet sich die Küchenzeile zu einer vielseitigen Koch-Oase, die den gleichen Komfort bietet wie eine klassische, beidseitige Küchenform. Wichtig ist, auf ausreichend Stauraum zu achten. Das Platzangebot wird mit einer guten Kombination aus Hoch- und Hängeschränken optimal ausgenutzt. Hängeschränke bieten weniger Stauraum, dafür Platz für Arbeitsflächen, die ebenfalls genügend vorhanden sein müssen.

Tipp: Wenn die räumlichen Gegebenheiten vorhanden sind, wächst eine Küchenzeile auch mit der Lebenssituation mit. Sie kann prima auch über Eck erweitert werden.

Die Küchenzeile hat folgende Vorteile:

  • sie benötigt nur eine Wand
  • sie wächst mit der Lebenssituation mit
  • platzsparend auch für kleine Räume
  • viel Bewegungsfreiheit beim Kochen
Die Vorteile der kompakten Küchenzeile im Überblick
Die Vorteile der kompakten Küchenzeile im Überblick

Die minimale Pantryküche

Für Singles, Büros oder Ferienwohnungen sind die Küchen im Mini-Format, auch Pantryküchen genannt, praktisch. Meist sind sie höchstens 1,20 Meter breit und minimal ausgestattet. In der Regel besitzt die Pantryküche eine Kochstelle mit Spüle und einen Kühlschrank.

Doch für Minimalisten bieten manche Modelle als Verwandlungskünstler und Raumwunder Potenzial. So kann sich die Pantryküche zum Beispiel in einem Schrank verstecken, als Raumteiler fungieren oder eine Nische optimal nutzen.

Tipp: Auch bei einer Pantryküche zahlt sich Qualität aus. Sparen Sie nicht an Details wie beispielsweise einer Dunstabzugshaube.

Eine gut durchdachte Küchenplanung ermöglicht hinterher flüssige Arbeitsabläufe beim Kochen © StudioDin, stock.adobe.com
Tipps zur Grundrissplanung einer Küche

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