Die Küche selbst montieren – lohnt sich das?

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Die Küche ist das kommunikative Herzstück jedes Hauses und jeder Wohnung. Hier verbringen die Besitzer täglich viel Zeit. Wichtig ist, dass sie für das Zubereiten der Speisen optimale Arbeitsbedingungen haben und sich darüber hinaus auch noch gerne in dem Raum aufhalten.

Arbeitsabläufe spielen hier ebenso eine Rolle wie ausreichend Stauraum, die Ergonomie und die Atmosphäre in der Küche. Solch eine Traumküche gibt es nicht nur im Küchenstudio mit Voll-Betreuung. Wer Geld sparen will, kann die Küche auch selbst aufbauen.

Mit handwerklichem Talenten und guten Werkzeug lohnt es sich, über die Selbstmontage der Küche nachzudenken © ungvar, stock.adobe.com
Mit handwerklichen Talenten und gutem Werkzeug lohnt es sich, über die Selbstmontage der Küche nachzudenken © ungvar, stock.adobe.com

Die Montagekosten sind ein beträchtlicher Teil der Gesamtkosten einer Küche. Eigenleistung in diesem Bereich führt zu deutlich geringeren Kosten. Die Voraussetzung für eine Einsparung ist, dass das Aufstellen der Küche gut verläuft und es ohne Folgeschäden bleibt. Wir beschäftigen uns in diesem Artikel damit, was Sie bei der Eigenmontage ihrer Küche beachten sollten und ob sich das am Ende auch lohnt.

Planung der Küche

Wer kein Komplettangebot eines Küchenstudios in Anspruch nehmen will, übernimmt auch die Planung seiner Küche in Eigenregie. Entscheidungen über die Küchenform, die Oberflächen und Dekore der Küchenfronten sowie das Material der Arbeitsflächen gilt es zu treffen. Zudem ist es für die Planung wichtig zu entscheiden, welche Elektrogeräte von den Kochfeldern, dem Backofen, dem Geschirrspüler über die Dunstabzugshaube bis hin zu Kühlgeräten, Dampfgarern und Multigeräten angeschafft werden sollen.

Tipp: Machen Sie eine Liste mit allem, was Ihre neue Küche haben soll. Diese Liste kann sich ruhig entwickeln und verändern. Nehmen Sie sich Zeit für diese wichtige Vorarbeit.

Wird die Küche für einen Neubau geplant, ist die Grundrissgestaltung freier. Hier ist es ratsam, früh mit der Küchenplanung anzufangen und sich gleich mit dem Architekten abzusprechen. Bei einer bestehenden Küche sind die Vorgaben klar und es gilt, den vorhanden Raum optimal zu nutzen.

Wer die wichtigsten Punkte der Küchenplanung beachtet, ist hier gut beraten. Mit einer cleveren Planung lassen sich auch die Kosten einer Küche im Rahmen halten. Wichtig ist, dass Sie sich im Vorfeld Gedanken gemacht haben, welche Ausstattung Sie wollen und was ihre Traumküche auf jeden Fall haben soll. Je gründlicher diese Fragen im Vorfeld geklärt werden, umso einfacher klappt die Küchenplanung. So vermeiden Sie Fehler beim Küchenkauf.

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Checkliste Planung

  • Liste anfertigen, wie die Traumküche sein soll.
  • Welche Elektrogeräte sollen angeschafft oder untergebracht werden?
  • Welche Küchenform soll realisiert werden?
  • Ausmessen der Küche.
  • Steckdosen und Anschlüsse beachten.
  • Kindersichere Küche planen
  • Arbeitswege zwischen Herd, Spüle und Kühlschrank sollten kurz sein.
  • Öffnungsradius von Fenster beachten.
  • Herd und Dunstabzugshaube nicht in Ecken planen.
  • Ausreichend Beleuchtung einplanen.
  • Genügend Arbeitsfläche schaffen.
Diese Faktoren gehören auf die Checkliste der Küchenplanung
Diese Faktoren gehören auf die Checkliste der Küchenplanung

Montage der Küchenmöbel

Wer seine Küche selbst aufbauen möchte, braucht handwerkliches Geschick. Der Selbstaufbau erfordert mehr Fähigkeiten als beispielsweise das Aufbauen von einzelnen Schränken. Eine Herausforderung stellt das Aufhängen der Oberschränke dar oder auch das Zuschneiden der Arbeitsplatte sowie anfallende Anpassungsarbeiten.

Wer hier wenig Erfahrung und keine Unterstützung aus der Familie oder dem Freundeskreis hat, sollte sich gut überlegen, ob er die Küche selbst montieren will. Hinzu kommt, dass geübte Fachleute schneller in der Montage einer Küche sind. Es kommt also auch auf den Faktor Zeit an. Wie schnell soll die neue Küche stehen und funktionstüchtig sein?

Bei der Montage einer Küche ist es sinnvoll, strukturiert vorzugehen © New Africa, stock.adobe.com
Bei der Montage einer Küche ist es sinnvoll, strukturiert vorzugehen © New Africa, stock.adobe.com

Für einfache gerade Küchenzeilen kann ein halber Tag für den Küchenaufbau ausreichen. Je komplexer die Küche aufgebaut ist und je mehr Elektrogeräte eingebaut werden, desto zeitintensiver wird die Montage. Zwei Tage sollten dann für den Aufbau der Küche eingeplant werden. Bei der Selbstmontage sollten immer auch Überraschungen und Verzögerungen eingerechnet werden. Wenn es dann reibungslos klappt, ist gut. Tauchen Schwierigkeiten auf, ist es schön, wenn man sich in Ruhe darum kümmern kann.

Wer die nötigen handwerklichen Fähigkeiten und die Zeit für die Selbstmontage seiner Küche hat, spart über die Montagekosten viel Geld ein. Die Montagekosten variieren zwischen den Anbietern, mit einigen hundert Euro müssen Sie jedoch auf jeden Fall rechnen.

So gehen Sie bei der Selbstmontage vor:

  • Auspacken

Packen Sie die Pakete mit den Küchenmöbeln strukturiert nach Vorgehensweise aus. Das hilft, den Überblick zu bewahren. Legen Sie sich alles Notwendige zurecht, sodass Sie bei der Montage alles parat haben. Behalten Sie die Verpackungen bis zum Abschluss des Aufbaus auf. So können eventuell im Karton verbleibende Kleinteile wieder gefunden werden.

Montage von Küchenunterschränken: Schritte 1 bis 3
Montage von Küchenunterschränken: Schritte 1 bis 3
  • Montage aller Küchen-Unterschränke

Zuerst montieren Sie alle Korpusse der Unterschränke. Beginnen Sie mit dem Spülenschrank und schauen Sie provisorisch nach den Anschlüssen. Danach stellen sie die Schränke gemäß dem Küchenplan auf. Dann bringen Sie alle Schränke auf Höhe und in die Waage. Wenn alles stimmt und ausgerichtet ist, können Sie die einzelnen Schränke miteinander verbinden. Schraubzwingen verhindern ein Verrutschen der Teile.

Montage von Küchenunterschränken: Schritte 4 und 5
Montage von Küchenunterschränken: Schritte 4 und 5
  • Nun markieren Sie die Ausschnitte auf der Arbeitsplatte und schneiden diese zu. Montieren Sie die Arbeitsplatte und verschrauben Sie diese gegebenenfalls mit den Unterschränken.
  • Jetzt werden die Anschlüsse der Spüle montiert und angeschlossen.
  • Danach werden Herd und Backofen eingebaut.
  • Zuletzt werden die Oberschränke montiert. Wenn Sie einen Schrank mit Dunstabzugshaube haben, beginnen Sie mit diesem.
  • Zum Abschluss dichten Sie den Herd, die Spüle und eventuell andere Stellen ab.

Tipp: Schützen Sie bei der Montage der Küche die Oberflächen mit alten Decken oder Laken.

Schritte 6 bis 9: Montage von Küchenunterschränken
Schritte 6 bis 9: Montage von Küchenunterschränken
Umso genauer der Küchenplan ist, desto reibungsloser läuft die Umsetzung ab © Who is Danny, stock.adobe.com
Die Küche richtig ausmessen

Wer die Küchenplanung selbst übernimmt, startet mit der Vermessung der Küche. Exakte Maße sind die Grundlage für weitere Planungen. Fehler… weiterlesen

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