Hausbauanbieter im Vergleich

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Wer ein Haus bauen möchte, steht vor vielen wichtigen Entscheidungen. Neben der Frage nach dem Wohnort, dem geeigneten Grundstück und der maßgeschneiderten Finanzierung geht es natürlich auch um das passende Haus. Doch die Auswahl an Anbietern ist groß und für Laien kaum zu überblicken.

Die angepriesenen Musterhäuser auf Immobilienportalen erscheinen zunächst verlockend günstig – ein Vergleich ist oftmals aber schwierig © artiemedvedev, stock.adobe.com
Die angepriesenen Musterhäuser auf Immobilienportalen erscheinen zunächst verlockend günstig – ein Vergleich ist oftmals aber schwierig © artiemedvedev, stock.adobe.com

Wer im Internet nach einem passenden Partner für sein Bauvorhaben sucht, findet dort Dutzende an Anbietern, die mit viel Werbung auf sich aufmerksam machen. Der beste Preis, die schnellste Bauzeit oder die längste Garantie gehören zu den gängigsten Versprechen. Auch auf den einschlägigen Immobilienportalen preisen die Anbieter schicke Musterhäuser an, die auf den ersten Blick oftmals verhältnismäßig günstig erscheinen. Ein Vergleich der Angebote ist schwierig.

Wer ein Haus bauen möchte, solle sich deshalb eine Strategie überlegen, wie er den für sich passenden Anbieter finden kann.

Im ersten Schritt sollte sich der künftige Bauherr überlegen, ob ein Fertighaus oder ein Massivhaus bevorzugt wird. Damit lässt sich die Auswahl bereits erheblich einschränken, da sich die meisten Anbieter auf einen der beiden Haustypen spezialisiert haben.

Fertighaus: Schnelle Bauzeit, lange Vorlaufphase

Ein Fertighaus wird zu einem großen Teil nicht direkt auf der Baustelle, sondern in Werkhallen vorproduziert. Meistens bestehen die vorgefertigten Teile des Hauses aus Holz und werden auf der Baustelle nur noch richtig zusammengesetzt, ähnlich wie bei einem Puzzle. Ist die Bodenplatte bereits gesetzt, dauert der Aufbau des Hauses vor Ort nur noch wenige Tage. Auch wenn die Bauphase bei einem Fertighaus in der Regel deutlich kürzer ist als bei einem Massivhaus, vergeht vom Auftragseingang bis zur Bauabnahme nicht grundsätzlich weniger Zeit. Ein Hauptgrund sind die langen Vorlaufzeiten der Fertighausanbieter, aufgrund einer allgemein steigenden Nachfrage nach diesem Haustyp in den vergangenen Jahren. Verlängert werden die Lieferzeiten für ein Fertighaus aktuell zudem von Materialengpässen für diverse Baustoffe, wie etwa Holz.

Witterungsunabhängige Fertigung, kurze Bauzeiten und Festpreisgarantie – Das Fertighaus bringt viele Vorteile mit und stellt mittlerweile rund ein Viertel aller Neubauten im Ein- und Zweifamilienhausbau © KB3, stock.adobe.com
Witterungsunabhängige Fertigung, kurze Bauzeiten und Festpreisgarantie – Das Fertighaus bringt viele Vorteile mit und stellt mittlerweile rund ein Viertel aller Neubauten im Ein- und Zweifamilienhausbau © KB3, stock.adobe.com

Für ein Fertighaus kann zudem der Preis sprechen. Aufgrund der stark standardisierten Bauweise mit vielen vorgefertigten Bauteilen ist dieser Haustyp in der Regel günstiger als ein Massivhaus. Allerdings wird der Immobilienwert eines Fertighauses von den Banken auch oftmals niedriger angesetzt. Ein Grund ist die Lebensdauer eines Fertighauses gegenüber dem Massivhaus. Sie wird von Experten mit etwa 90 Jahren angesetzt, gegenüber rund 120 Jahren für das Massivhaus. Zudem ist das Fertighaus meist ein Standardhaus und damit weniger individuell als frei geplante Massivhäuser. Auch das kann den Preis bei einem Wiederkauf der Immobilie drücken.

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Massivhaus: Mehr Freiheiten, höhere Kosten

Das Massivhaus gilt hingegen immer noch als der Klassiker. Das Haus wird in der Regel Stein auf Stein gebaut. Gegenüber einem Fertighaus wird das Massivhaus komplett vor Ort auf dem Grundstück des Bauherren errichtet. Der Bauherr kann bei einem frei geplanten Haus mehr eigene Ideen in die Gestaltung einfließen lassen und mit dem Massivhaus in der aktuell angespannten Situation am Immobilienmarkt sehr gute Wiederkaufswerte erzielen. Allerdings sind inzwischen auch viele Massivhäuser „von der Stange“, da immer mehr Anbieter einen festgelegten Katalog an Musterhäusern haben, aus dem der Kunde seine Auswahl trifft.

Nachdem sich der Bauherr für ein Fertighaus oder ein Musterhaus entschieden hat, steht die Auswahl des Hauspartners an. Da sich die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum erstreckt – teilweise mehr als ein Jahr – und die meisten Bauherren mit dem Hauskauf die größte Investition ihres Lebens tätigen, ist ein Grundvertrauen zum Anbieter die Basis für einen erfolgreichen Hausbau.

Mehr Gestaltungsfreiheit geht mit höheren Kosten einher © Horst Schmidt, stock.adobe.com
Mehr Gestaltungsfreiheit geht mit höheren Kosten einher © Horst Schmidt, stock.adobe.com

Fünf Hausanbieter im Vergleich

Die Übersicht zeigt fünf ausgewählte Beispiele von bekannten Anbietern am Markt und ihr Leistungsangebot.

Allkauf Haus

Ein Fertighaus-Spezialist mit verschiedenen Musterhäusern wie Ein- und Zweifamilienhaus, Doppelhaus oder Bungalow. Der Bauherr hat hier die Möglichkeit den Innenausbau selbst zu übernehmen, was gegenüber einem Komplettpaket Kosten sparen kann, aber auch mit Mehraufwand und fehlender Gewährleistung für die Eigenleistungen verbunden ist. Allkauf Haus wirbt damit, die Außenhülle inklusive Dach, Wänden und Fenstern innerhalb weniger Tage zu errichten.

Augusta Massivhaus

Wie der Name vermuten lässt, baut das Unternehmen Massivhäuser und wirbt mit seinem großen Netzwerk zu regional ansässigen Handwerkern. Der Bauherr kann sich aus einem großen Katalog an Musterhäusern seinen Favoriten aussuchen, der sich laut Anbieter durch hauseigene Architekten nach eigenen Wünschen (teilweise) individualisieren lässt. Besonders wirbt das Unternehmen mit wohngesundem Bauen und arbeitet in diesem Bereich mit einem Institut zusammen, dass die Baumaterialien z. B. auf Schadstoffe prüft.

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Fullwood  

Auf Häuser aus Vollholz ist das 1956 gegründete Familienunternehmen Fullwood spezialisiert. Jedes der Blockhäuser wird individuell nach Auftrag gefertigt. Der Kunde wählt aus einer Reihe von Musterstücken die bevorzugte Bauform aus und die Planung und Ausführung erfolgt nach Maß. Der Anbieter wirbt mit dem besonderen Raumklima der Häuser dank der Vollholz-Konstruktion und den hohen Energiestandards, die das Holz aufgrund der geringeren Leitfähigkeit gegenüber Stein von Natur aus ermöglicht.

Town & Country Haus

Einer der größten Massivhausanbieter am Markt ist Town & Country Haus. Das Unternehmen wirbt für seinen Komplett-Service aus einer Hand, sodass der Kunde keine Eigenleistung erbringen muss. Kunden können aus circa 40 Musterhäusern auswählen, die sich sowohl nach Haustyp wie Einfamilienhaus, Doppelhaus oder Bungalow als auch in ihrer Wohnfläche unterscheiden. Town & Country lockt zudem mit Pauschalpreisen, Festpreisgarantie und besonderen Gewährleistungsrechten für den Bauherren.

Future Haus

Digitales Bauen mittels Building Information Modeling ist eine Besonderheit dieses Anbieters. Über eine Schnittstelle sollen nicht nur die einzelnen Gewerke Zugriff auf das Bauprojekt haben, sondern auch die Bauherren. So verspricht Future Haus Informationen in Echtzeit zum aktuellen Arbeitsstand und den Terminen der Gewerke bis zum Einzugstermin. Der Grundriss des Hauses kann von den Bauherren frei geplant werden. Gebaut wird mit in der Fabrik vorgefertigten Holzspansteinwänden.

Ein Beratungsgespräch mit Anbietern ist nicht nur sinnvoll, um individuelle Fragen zu klären, sondern auch um die tatsächlichen Kosten zu erfahren © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Ein Beratungsgespräch mit Anbietern ist nicht nur sinnvoll, um individuelle Fragen zu klären, sondern auch um die tatsächlichen Kosten zu erfahren © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Angebote vergleichen und Beratungsgespräche vereinbaren

Wer sich über Suchmaschinen oder Immobilienportale selbst über die Hausanbieter informiert, findet noch zahlreiche weitere Unternehmen am Markt, deren Angebote sich aber häufig nur in Nuancen voneinander unterscheidet. Für viele Bauherren dürften im Zuge der steigenden Immobilienpreise vor allem die Kosten eine ausschlaggebende Rolle spielen. Hier gilt es, sich nicht von den verlockend wirkenden Basispreisen mancher Anbieter blenden zu lassen. Leistungen wie Rollläden, Fußbodenheizung oder auch eine zum Haus zugehörige Garage sind in den genannten Preisen nämlich in den seltensten Fällen enthalten, sodass Bauherren noch mit einigen Zehntausenden Euro an Sonderausstattung rechnen müssen.

Es empfiehlt sich deshalb unbedingt ein unverbindliches Beratungsgespräch mit dem Anbieter zu vereinbaren, um individuelle Fragen zu klären und die tatsächlichen Kosten für das Traumhaus abzuklopfen.

Alle seriösen Anbieter am Markt bieten diese Erstgespräche kostenlos an, ohne dass gleich ein Vertrag unterschrieben werden muss. Hier sollten sich angehende Bauherren nicht unter Druck setzen lassen, sondern mehrere Angebote einholen und vergleichen. Schließlich geht es um die wichtigste Investition des Lebens. 

Vergleichen Sie die Angebote auf Herz und Nieren – es geht schließlich um Ihr persönliches Traumhaus © Kalim, stock.adobe.com
Vergleichen Sie die Angebote auf Herz und Nieren – es geht schließlich um Ihr persönliches Traumhaus © Kalim, stock.adobe.com
Fertighausmontage auf der Baustelle © benik.at, stock.adobe.com
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