Stein auf Stein – Bauen mit Massivhausanbieter

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Klassische Häuser in Massivbauweise werden Stein auf Stein vor Ort gesetzt, ebenso gehören Fertighäuser aus Beton oder Leichtbeton zu den Massivhäusern. Wenn Sie sich für einen Massivhausanbieter entscheiden, wird der in der Regel die erste Variante anbieten, für Massivhäuser aus Fertigteilen sind die Fertighausanbieter zuständig. In Deutschland bevorzugen die meisten Bauherrn immer noch die Massivbauweise, allerdings steigt die Tendenz zum Fertighaus.

Das Massivhaus wird Stein auf Stein gesetzt, hier wird als Material Poroton verwendet © Gina Sanders, stock.adobe.com
Das Massivhaus wird Stein auf Stein gesetzt, hier wird als Material Poroton verwendet © Gina Sanders, stock.adobe.com

Das Massivhaus

Bei der klassischen Massivbauweise wird Stein auf Stein aus Mauerziegeln, Porenbeton oder auch Kalksandstein der Rohbau erstellt. Anschließend folgen die Dachkonstruktion, die ebenfalls häufig vor Ort aufgestellt wird und der Innenausbau. Ein entscheidendes Merkmal der Massivbauweise ist, dass die Wände das Tragwerk des Gebäudes bilden und auch zum großen Teil den Wärmeschutz übernehmen. Damit unterscheidet sich die Bauweise von der Ständer- oder Rahmenbauweise, wie sie häufig bei Fertighäusern zum Einsatz kommt.

Massivhäuser stehen nach wie vor für Qualität: Optionen und Vorteile
Massivhäuser stehen nach wie vor für Qualität: Optionen und Vorteile

Vor- und Nachteile beim Massivhaus

  • individuelle Planung möglich
  • gutes Raumklima
  • speicherfähige Wände
  • Wertsteigerung
  • langlebig und robust
  • lange Bauzeiten
  • Hausbau stockt in den Wintermonaten (Rohbau)
  • hohe Baukosten
Massivhäuser sind robust, langlebig und ihr Wert steigert sich im Laufe der Zeit © schulzfoto, stock.adobe.com
Massivhäuser sind robust, langlebig und ihr Wert steigert sich im Laufe der Zeit © schulzfoto, stock.adobe.com

In 9 Schritten zum Massivbau

Beim Massivhausanbieter erhalten Sie Ihr schlüsselfertiges Haus von einem Anbieter, viele Firmen liefern das Grundstück häufig gleich mit und fungieren somit als Bauträger. Grundsätzlich kümmert sich ein guter Massivhausanbieter von der Planung bis zur Schlüsselübergabe um alle Leistungen rund um Ihr neues Haus. Auch der Vertragsabschluss erfolgt mit dem Anbieter, der wiederum den Planer wie auch die ausführenden Firmen mit dem Hausbau beauftragt.

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Ein Weg zum klassischen Massivhaus
Ein Weg zum klassischen Massivhaus

Der Hausbau erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Am Anfang sollten Sie die Finanzierung Ihres Bauvorhabens klären. Dies können Sie zusammen mit einem Finanzberater oder Ihrer Hausbank erledigen, teilweise bieten auch die Anbieter eine Finanzierungsberatung mit an.
  2. Wenn Sie noch kein Baugrundstück zur Hand haben, sollten Sie sich anschließend um diesen Punkt kümmern und das Grundstück mit passender Größe, in der richtigen Lage und in Übereinstimmung mit Ihrem Budget finden. Dabei können Sie sich von einem Makler unterstützen lassen oder selbstständig auf die Suche gehen. Vor dem Kauf sollten Sie sich – zum Beispiel mit einer Bauvoranfrage – vergewissern, dass Sie Ihr Traumhaus auch auf diesem Grundstück bauen dürfen.
  3. Als dritten Schritt wird der Massivhausanbieter gewählt. Bei der Auswahl sollten Sie auf ein Festpreisangebot Wert legen und darauf, dass das Angebot alle Leistungsphasen enthält sowie verständlich und transparent ist. Ideal ist es, wenn Sie ein Musterhaus besichtigen können, ebenfalls hilfreich sind Referenzen. Die verschiedenen angebotenen Haustypen können Sie in den Produktkatalogen oder auf der Webseite des Anbieters ansehen.
  4. Nach der Entscheidung für einen Anbieter erfolgt der Vertragsabschluss. Dabei handelt es sich um einen Werkvertrag, das heißt, der Anbieter verpflichtet sich, ein mängelfreies schlüsselfertiges Bauwerk zu übergeben. Mit dem Vertragsabschluss erfolgt ein erstes Gespräch mit dem Fachberater, der Sie zu Ihren konkreten Wünschen befragt und Sie bei der Entscheidung für Ihren Haustyp unterstützt.
  5. Massivhausanbieter kooperieren mit Architekten oder verfügen über eigenes Personal. Je nach Anbieter können Sie mit dem Planer ein vorhandenes Hausmodell individuell gestalten oder auch einen komplett eigenen Entwurf erarbeiten. Der Architekt erstellt die Pläne und stellt nach Ihrer Freigabe den Bauantrag.
Der Architekt des Massivhausanbieters übernimmt die Planung und stellt den Bauantrag © snowing12, stock.adobe.com
Der Architekt des Massivhausanbieters übernimmt die Planung und stellt den Bauantrag © snowing12, stock.adobe.com
  1. Anschließend wird mit dem Planer oder dem Fachberater die Bemusterung durchgeführt. In diesem Schritt wählen Sie alle Details von der Türklinke bis zum Fußbodenbelag aus. Gegebenenfalls wird der vereinbarte Preis noch einmal angepasst, wenn Sie sich für höhere Ausstattungsstandards entscheiden.
  2. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, in der Regel zwei Monate nach Antragsstellung, beginnt die Bauphase. Vertraglich wurde bereits eine verbindliche Bauzeit festgelegt, innerhalb der der Massivhausanbieter Ihr Haus errichtet und an Sie übergibt.
  3. Ist das Bauvorhaben abgeschlossen – in der Regel ist dies nach vier bis fünf Monaten der Fall – erfolgt eine Schlussabnahme durch Sie als Bauherrn. Diese Abnahme wird protokolliert und Sie bestätigen entweder die mängelfreie Ausführung oder halten Mängel fest, die der Anbieter anschließend beseitigen muss.
  4. Nach der Abnahme erfolgt die Schlüsselübergabe und Sie können mit dem Einzug beginnen.
Mit der Schlüsselübergabe ist das Bauvorhaben abgeschlossen und Sie können in Ihr neues Massivhaus einziehen © fizkes, stock.adobe.com
Mit der Schlüsselübergabe ist das Bauvorhaben abgeschlossen und Sie können in Ihr neues Massivhaus einziehen © fizkes, stock.adobe.com

Tipp: Empfehlenswert ist es, zur Schlussabnahme des Hauses einen Sachverständigen mitzubringen, der alle Leistungen genau prüft. So werden keine Mängel übersehen.

Vertrag und Zahlungsweisen

Der Bauvertrag, den Sie mit dem Massivhausanbieter abschließen, ist ein Werkvertrag. Je nachdem, ob dieser auf den Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) oder der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) basiert, unterscheidet sich die Verjährungsfrist für Mängelansprüche. Diese beträgt beim Vertrag nach BGB 5, bei VOB-Verträgen 4 Jahre.

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Wichtig: Beachten Sie unbedingt die Verjährungsfristen für Ansprüche bei Baumängeln
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Im Vertrag ist auch die Zahlweise festgelegt, die beim Massivhaus in der Regel nach Bauabschnitten erfolgt. So eine Zahlungsvereinbarung auf Basis der Makler- und Bauträgerverordnung kann zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

  • 40 % nach Rohbaufertigstellung + Zimmererarbeiten
  • 8 % nach Herstellung der Dachflächen und –rinnen
  • 3 % nach Rohinstallation Heizungsanlagen
  • 3 % nach Rohinstallation Sanitäranlagen
  • 3 % nach Rohinstallation Elektroanlagen
  • 10 % nach Fenstereinbau
  • 6 % nach Fertigstellung Innenputz
  • 3 % nach Einbau Estrich
  • 4 % nach Fertigstellung der Fliesenarbeiten im Sanitärbereich
  • 12 % bei Bezugsfertigkeit
  • 3 % nach Fertigstellung der Fassadenarbeiten
  • 5 % mit der vollständigen Fertigstellung (Schlüsselfertig, zur Übergabe bereit)
Den Bauvertrag sollten Sie vor der Unterzeichnung genau prüfen oder von einem Experten prüfen lassen © Freedomz, stock.adobe.com
Den Bauvertrag sollten Sie vor der Unterzeichnung genau prüfen oder von einem Experten prüfen lassen © Freedomz, stock.adobe.com

Tipp: Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie 5 % der Netto-Herstellungskosten bei jeder Zahlung einbehalten. Dieser Restbetrag wird nach Ablauf der Gewährleistungsfrist fällig.

Was kostet Ihr Massivhaus?

Die Gesamtkosten für den Hausbau setzen sich aus Grundstückskosten, Baukosten sowie den Nebenkosten für den Erwerb des Grundstücks und den Hausbau zusammen. Wie teuer das fertige Haus am Ende tatsächlich wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So zum Beispiel von der Grundstückslage und -größe, der Hausgröße sowie dem Ausstattungsstandard des Hauses. Durchschnittlich können Sie mit einem Quadratmeterpreis zwischen 1.400 Euro/ (Sachsen-Anhalt) und 2.200 Euro/ m² (Bayern)für ein Einfamilienhaus mit mittlerem Ausstattungsstandard rechnen, die Baunebenkosten machen 10 bis 15 % der Herstellungskosten für das Haus aus. Bauen Sie in strukturschwachen oder ländlichen Gegenden, können die Preise auch niedriger ausfallen, in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München dagegen durchaus auch höher.

Wie viel Ihr Haus kostet, hängt von vielen verschiedenen Faktoren wie Größe, Standort und Ausstattungsstandard ab © joyfotoliakid, stock.adobe.com
Wie viel Ihr Haus kostet, hängt von vielen verschiedenen Faktoren wie Größe, Standort und Ausstattungsstandard ab © joyfotoliakid, stock.adobe.com

Massivhaus oder Fertighaus?

Im Vergleich zum Fertighaus bietet ein Massivhaus einige Vorzüge, aber auch Nachteile. Während Sie beim Bauen mit dem Fertighausanbieter von kurzen Bauzeiten und zum Teil niedrigeren Herstellungskosten profitieren, bietet ein Massivhaus in der Regel vielfältigere Gestaltungsmöglichkeiten sowie bessere bauphysikalische Werte für Wärme-, Brand- und Schallschutz. Hinzu kommt, dass sich durch die höhere Wertbeständigkeit von Massivhäusern meist auch bessere Verkaufspreise erzielen lassen.

Fertighausmontage auf der Baustelle © benik.at, stock.adobe.com
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