Gartenzäune aus Holz – ein Überblick

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Aus Holz lassen sich die unterschiedlichsten Gartenzäune herstellen. Wenn Sie sich eine Grundstückseinfassung aus Holz wünschen, finden Sie bei den Holzzäunen daher sicherlich einen, der Ihnen gefällt und perfekt zu Ihrem Grundstück passt.

Ursprünglich ein Schutz vor Wildverbiss: der Jägerzaun © kristina rütten, stock.adobe.com
Ursprünglich ein Schutz vor Wildverbiss: der Jägerzaun © kristina rütten, stock.adobe.com

Der Jägerzaun

Einer der Klassiker aus der Rubrik der Holzzäune ist der Jägerzaun. Sein typisches Merkmal ist das Rautenmuster, das durch die kreuzweise angebrachten Latten entsteht. Hierbei handelt es sich meist um halbrunde Hölzer, die an ihren oberen Enden gekegelt sind. Ein Jägerzaun hat außerdem für gewöhnlich nur eine geringe Höhe. Er wird vor allem für den Vorgarten genutzt, wo er Menschen und Tiere vom Grundstück fernhält.

Der Jägerzaun wird auch Scherenzaun genannt, denn die kreuzweise vernagelten Latten lassen sich zusammenschieben, solange sie noch nicht an den waagerecht verlaufenden Hölzern festgeschraubt sind. Dies erleichtert den Transport der Zaunelemente. Eine weitere Bezeichnung ist Försterzaun, denn früher schützte man mit diesem Zaun Gärten und Felder vor dem Wild aus den Wäldern.

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Palisaden

Eine noch längere Geschichte haben die Palisaden, denn aus diesen dünnen Holzstämmen, die unten angespitzt sind, bauten schon die Römer den Limes. Palisaden boten in früheren Zeiten einen guten Schutz vor Feinden. In einer entsprechenden Höhe lassen sich auch Grundstücke mit ihnen sichern. Heutzutage sind sie jedoch meist ein gestalterisches Element, deshalb bekommen Sie in den Baumärkten Palisaden in zahlreichen Höhen.

Oben angespitzt bieten Palisaden einen noch besseren Schutz © Svetlana Tikhonova, stock.adobe.com
Oben angespitzt bieten Palisaden einen noch besseren Schutz © Svetlana Tikhonova, stock.adobe.com

Soll Ihr Zaun möglichst natürlich aussehen, wählen Sie am besten Palisaden, die nur geschält wurden und dadurch unterschiedliche Dicken haben. Wünschen Sie sich eine gleichmäßige Optik, können Sie aber auch Palisaden kaufen, bei denen der Durchmesser stets gleich ist. Neben den runden Palisaden finden Sie im Handel außerdem halbrunde und viereckige Palisaden. Weitere Unterschiede bestehen im Hinblick auf die oberen Kanten, die gerade, gefast, angekegelt oder spitz zulaufend sein können.

Mit Palisaden bekommt Ihr Gartenzaun jeden beliebigen Verlauf, denn Sie müssen die einzelnen Palisaden nicht zwangsläufig in einer geraden Reihe setzen. Niedrige Palisaden werden deshalb auch gern zum Einfassen von bestimmten Flächen wie zum Beispiel Blumenbeeten oder des Rasens genutzt. Palisaden lassen sich außerdem unterschiedlich tief in den Boden setzen, falls die Oberkante Ihres Zauns nicht schnurgerade sein soll. Die meisten bestehen aus kesseldruckimprägniertem Fichten- oder Kiefernholz oder einer Holzart wie der Eiche oder der Lärche, die von Natur aus eine gute Witterungsbeständigkeit aufweisen.

Der Lattenzaun

Ein wenig nostalgisch: der Lattenzaun © Hermann, stock.adobe.com
Ein wenig nostalgisch: der Lattenzaun © Hermann, stock.adobe.com

Ein weiterer Klassiker aus der Rubrik der Holzzäune ist der Lattenzaun. Bei ihm sind die Latten senkrecht an den Querriegeln angebracht. Sie können jede beliebige Breite und Höhe haben und sind oben oft gerundet, abgeschrägt, zugespitzt oder auf andere Weise bearbeitet. Durch eine Abschrägung oder das Zuspitzen der Hölzer lässt sich gleichzeitig das Übersteigen des Zauns erschweren. Die Latten können außerdem in Richtung der Mitte eines Zaunelements immer höher oder niedriger werden. Dadurch entsteht eine wellenförmige Linie.

Typisch für den Bonanza-Zaun: die unbesäumten Bohlen © Leonardo Franko, stock.adobe.com
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Für Liebhaber organischer Formen: der wellenförmige Lattenzaun © leeyiutung, stock.adobe.com
Für Liebhaber organischer Formen: der wellenförmige Lattenzaun © leeyiutung, stock.adobe.com

Der Sichtschutzzaun

Ein Sichtschutzzaun aus Holz ist blickdicht und damit ideal, wenn Ihr Grundstück von der Straße und den Nachbargrundstücken nicht einsehbar sein soll. Er kann senkrecht, waagerecht oder diagonal angebrachte Holzleisten besitzen.

Ein hoher Sichtschutzzaun sorgt im Garten für Privatsphäre © archideaphoto, stock.adobe.com
Ein hoher Sichtschutzzaun sorgt im Garten für Privatsphäre © archideaphoto, stock.adobe.com

Zur optischen Auflockerung besitzen manche Sichtschutzzäune oben ein Gitter oder sind mit einem Rundbogen versehen. Beide Details lassen den Sichtschutz weniger streng wirken. Sie können einen Sichtschutzzaun aber auch durch ein Element auflockern, das komplett gitterförmig ist. Bei vielen Herstellern haben Sie die Möglichkeit, sich Ihren Zaun aus verschiedenen Elementen zusammenzustellen. Ein Sichtschutzelement, dessen gesamte Füllung aus einem Gitter besteht, lässt sich sehr gut mit Kletterpflanzen begrünen.

Sichtschutzzäune aus Holz können einen natürlichen braunen Farbton oder eine andere Farbe haben. Werden sie mit einer Lasur gestrichen, bleibt die Holzmaserung weiterhin sichtbar.

Mit Sichtschutzelementen ist ein Gartenzaun relativ schnell fertig. Nachteilig ist allerdings, dass sich die Zaunelemente nicht oder nur schwerlich auf die nötige Breite schneiden lassen. Sie müssen daher genau planen und eventuell einen Kompromiss eingehen.

Der Zaun aus WPC

Pflegeleicht und witterungsbeständig: Sichtschutzwände aus WPC © schulzfoto, stock.adobe.com
Pflegeleicht und witterungsbeständig: Sichtschutzwände aus WPC © schulzfoto, stock.adobe.com

Neben den Sichtschutzzäunen aus Echtholz finden Sie im Handel Sichtschutze aus WPC. Diese bestehen aus feinen Holzfasern, die mit Kunststoff verpresst werden. Der Kunststoff verleiht den Zäunen eine hohe Witterungsbeständigkeit und Formstabilität. Einen WPC-Zaun müssen Sie außerdem im Unterschied zu einem Holzzaun nicht streichen.

Der Staketenzaun

Aus naturbelassenen Ästen: der Staketenzaun © lichtbildmaster, stock.adobe.com
Aus naturbelassenen Ästen: der Staketenzaun © lichtbildmaster, stock.adobe.com

Ein Staketenzaun wird aus dünnen Ästen hergestellt, die zuvor von ihrer Rinde befreit wurden. Ansonsten bleiben die Äste jedoch weitestgehend unverändert und behalten ihre ursprüngliche Form. Ein Staketenzaun wirkt dadurch etwas unregelmäßig und sehr natürlich. Die einzelnen Staketen, also die Äste, werden an mehreren Stellen durch Draht miteinander verbunden. Ihn wickelt man meist mithilfe einer Maschine um jede einzelne Stakete. Weil ein Staketenzaun aus kompletten Ästen besteht, ist er sehr witterungsbeständig und entsprechend langlebig.

Der Weidenzaun

Sehr natürlich: der aus Weidenruten geflochtene Zaun © adisa, stock.adobe.com
Sehr natürlich: der aus Weidenruten geflochtene Zaun © adisa, stock.adobe.com

Aus dünnen Zweigen oder Ruten bestehen die Weidenzäune. Diese Ruten werden meist in einen Holzrahmen oder ein Metallgerüst eingewoben und bleiben oft naturbelassen. Auch solch ein Zaun wirkt sehr natürlich und passt bestens in einen naturnah gestalteten Garten.

Für ein Flechtwerk eignen sich nicht nur die Zweige von Weiden, sondern auch die anderer Bäume und Sträucher wie der Haselnuss. Aus ihnen entstehen selbst Sichtschutze mit Rundbögen und Zäune in anderen besonderen Formen. Ein weiteres Produkt in einer besonders natürlichen Optik ist der Sichtschutz aus Bambus.

Für einen niedrigen Zaun brauchen Sie nur selten eine Genehmigung © spuno, stock.adobe.com
Zaun am Vorgarten

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