Tipps für die Aufstellung eines Sichtschutzzauns

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Wenn Sie einen Sichtschutzzaun aus Holz, WPC, Kunststoff oder Metall kaufen, stellt Ihnen der Hersteller meist eine Montageanleitung zur Verfügung. Trotz der großen Auswahl, die der Handel mittlerweile bietet, ist die Aufstellung bei diesen Zäunen jedoch fast identisch. Im Folgenden deshalb einige Tipps für den Aufbau.

Schon allein bei den Sichtschutzzäunen aus Holz ist die Auswahl riesig © Thomas Aumann, stock.adobe.com
Schon allein bei den Sichtschutzzäunen aus Holz ist die Auswahl riesig © Thomas Aumann, stock.adobe.com

Achten Sie außerdem schon beim Kauf eines Sichtschutzzauns darauf, dass er zu den Maßen Ihres Grundstücks passt, denn das Einkürzen einzelner Elemente ist oft schwierig bis unmöglich.

Durch Schnüre legen Sie den Verlauf Ihres Gartenzauns fest

Eine gespannte Schnur sorgt dafür, dass Ihr Gartenzaun gerade wird. Diese Schnur können Sie nach Belieben zwischen Holzpflöcken, Metallstäben oder Erdankern spannen. Hilfreich ist es jedoch, wenn Sie diese außerhalb der Grundstücksgrenze in den Boden schlagen, denn dort stören sie bei der Aufstellung des Zauns nicht. Verläuft Ihr Sichtschutzzaun um eine Ecke, benötigen Sie zusätzlich einen großen Winkel, um zu überprüfen, ob die Ecke rechtwinklig ist.

Die gespannten Schnüre dienen Ihnen auch im Hinblick auf die Höhe der einzelnen Elemente als Orientierung. Überprüfen Sie deshalb mit einer Wasserwaage, ob sie absolut waagerecht verlaufen. Auf diese Weise stellen Sie gleichzeitig fest, ob Ihr Grundstück eventuell ein leichtes Gefälle hat. Dies müssen Sie beim Setzen der Pfosten berücksichtigen, damit die Oberkante des Zauns waagerecht verläuft. Bei einem starken Gefälle bietet es sich an, den Sichtschutzzaun stufenförmig anzulegen. Hierfür brauchen Sie längere Pfosten, die Sie vor Ort auf das nötige Maß schneiden.

Für Grundstücke in Hanglage: der stufenförmige Sichtschutzzaun © Ruckszio, stock.adobe.com
Für Grundstücke in Hanglage: der stufenförmige Sichtschutzzaun © Ruckszio, stock.adobe.com
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Entlang der gespannten Schnur legen Sie die Position der Pfosten fest. Vergessen Sie hierbei nicht, zur Breite der Sichtschutzelemente zweimal die halbe Pfostenbreite hinzuzurechnen. Der Abstand von der Mitte eines Pfostens bis zum nächsten und damit auch der Abstand zwischen den Mittelpunkten der Erdlöcher beträgt daher: Breite des Sichtschutzelements plus Pfostenbreite.

Einbetonierte Pfosten bilden ein stabiles Grundgerüst

Prägnante Pfosten – oder auch kleine anders gemusterte Unterbrechungen – lockern lange Zäune auf © archideaphoto, stock.adobe.com
Prägnante Pfosten – oder auch kleine anders gemusterte Unterbrechungen – lockern lange Zäune auf © archideaphoto, stock.adobe.com

Ab einer Zaunhöhe von 1,20 Meter sollten Sie die Pfosten, an denen Sie die Sichtschutzelemente befestigen, einbetonieren. Bei kleineren leichten Gartenzäunen reichen Einschlagbodenhülsen, die Sie – wie der Name schon sagt – in den Boden schlagen. Selbst bei niedrigen Zäunen sorgt das Einbetonieren der Pfosten jedoch für eine höhere Standsicherheit.

Zum Einbetonieren der Pfosten legen Sie für jeden einzelnen Pfosten ein Punktfundament an. Hierzu graben Sie mit dem Spaten Löcher oder Sie leihen sich in einem Baumarkt einen Erdbohrer aus. Die Löcher können rund oder quadratisch sein, sollten eine Kantenlänge beziehungsweise einen Durchmesser von etwa 40 Zentimetern haben und rund 80 Zentimeter tief sein.

Rundungen und abgeschrägte Elemente lockern einen Sichtschutzzaun ebenfalls auf © zeralein, stock.adobe.com
Rundungen und abgeschrägte Elemente lockern einen Sichtschutzzaun ebenfalls auf © zeralein, stock.adobe.com

Nachdem Sie den Boden der Erdlöcher mit einem Erdstampfer verdichtet haben, füllen Sie eine Schicht Kies ein. Sie sollte mindestens zehn Zentimeter hoch sein. Die Kiesschicht dient als Drainage, denn durch die vielen Zwischenräume kann Regenwasser schnell versickern und damit dem Beton nicht schaden. Den übrigen Teil der Erdlöcher befüllen Sie mit Beton. Verwenden Sie hierfür am besten einen schnell abbindenden Beton, damit Sie nach der Aufstellung des ersten Pfostens zügig mit der Arbeit fortfahren können. Schnell abbindender Beton ist oft schon nach etwa zehn Minuten belastbar. Damit keine Luftlöcher verbleiben, stochern Sie beim Einfüllen einige Male in den Beton und stampfen ihn zum Schluss fest.

H-Pfostenträger verankern die Pfosten in den Fundamenten

H-Pfostenträger sorgen gleichzeitig für den nötigen Abstand zum Boden © Tobias, stock.adobe.com
H-Pfostenträger sorgen gleichzeitig für den nötigen Abstand zum Boden © Tobias, stock.adobe.com

An H-Pfostenträgern lassen sich die Pfosten sicher befestigen. Sie bekamen ihren Namen, weil sie wie ein H aussehen und werden zur Hälfte in den Beton eingelassen. Wenn Sie möchten, können Sie vorab schon die Pfosten an den Trägern montieren. Dies erleichtert Ihnen das Ausrichten, denn Sie können die Wasserwaage an die Pfosten legen. Die Pfosten stehen allerdings erst nach dem Aushärten des Betons sicher. Sie benötigen daher einige Stützen in Form von Dachlatten, die Sie schräg an die Pfosten stellen und mit Schraubzwingen fixieren.

Für eine feste Verbindung zwischen Pfosten und H-Pfostenträgern sorgen Durchgangsschrauben, die Sie auf der gegenüberliegenden Seite mit Unterlegscheiben und Muttern fixieren. Die nötigen Löcher bohren Sie mit einem geeigneten Bohrer vor. Beachten Sie hierbei, dass die Pfosten nicht direkt auf den Querverstrebungen stehen sollten. Dadurch könnte sich unter ihnen Feuchtigkeit sammeln, die vor allem Holz und Metall schadet.

Mit kleinen Holzkeilen bringen Sie die Sichtschutzelemente auf die richtige Höhe

Bei der Montage der Zaunelemente helfen Ihnen Holzkeile, die Sie unter das jeweilige Sichtschutzelement legen. Mit solch einer Stütze lässt es sich leicht festschrauben. Überprüfen Sie jedoch vorher mit der Wasserwaage, ob die Oberkante waagerecht verläuft. Sollte dies nicht der Fall sein, schlagen Sie die Keile auf der entsprechenden Seite noch etwas weiter unter das Zaunelement. Achten Sie außerdem darauf, dass die Abstände zwischen den Sichtschutzelementen und den Pfosten immer gleich groß sein sollten.

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