Einen Lattenzaun selbst bauen

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Ideen und eine Anleitung

Aus Holzpfosten, etwas dickeren Hölzern für die Querriegel und Latten bauen Sie einen Lattenzaun für Ihr Grundstück leicht selbst. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass Ihr Gartenzaun genauso aussehen wird, wie Sie es sich vorstellen und sich auf keinem anderen Grundstück in exakt der gleichen Bauweise finden wird.

Ein Klassiker: der Holzzaun aus Latten © Hermann, stock.adobe.com
Ein Klassiker: der Holzzaun aus Latten © Hermann, stock.adobe.com

Der Lattenzaun: Pfosten, Querriegel und Latten

Ein Lattenzaun besteht aus Pfosten, die Sie durch kleine Betonfundamente im Boden verankern. An diesen Pfosten befestigen Sie die Querriegel, an denen Sie wiederum die einzelnen Latten festschrauben. Sie können nur auf einer Seite oder auf beiden Seiten des Zauns montiert werden. Bei letzterer Variante werden die Latten oft versetzt festgeschraubt. Dadurch bietet der Zaun einen guten Sichtschutz, wirkt aber weniger streng als ein Gartenzaun mit komplett geschlossenen Elementen. Wenn Sie auf beiden Seiten Latten montieren, sieht der Zaun außerdem sowohl von der Straße als auch vom Haus gut aus.

Die Latten: fertig aus dem Handel oder selbst zugeschnitten

In den Baumärkten und im Internet finden Sie fertige Zaunlatten, die zum Beispiel an ihren oberen Enden gerundet sind, einen halbrunden Querschnitt haben oder eine gefräste Kontur besitzen. Diese Latten sind oft kesseldruckimprägniert und verfügen daher über eine gute Witterungsbeständigkeit. Sie können aber auch herkömmliche Holzbretter verwenden und diese selbst bearbeiten. Das verursacht zwar zusätzliche Arbeit, ermöglicht es Ihnen jedoch, Ihrem Gartenzaun eine einzigartige Optik zu verleihen. Neben Latten, die alle die gleiche Form haben, können Sie Ihren Zaun mit relativ naturbelassenen Hölzern versehen. Durch sie wirkt Ihr Gartenzaun natürlich und bietet dem Auge reichlich Abwechslung. Etwas Schwung bekommt ein Zaun außerdem durch Latten in unterschiedlichen Längen. Durch sie entsteht zum Beispiel eine zickzack- oder wellenförmige Oberkante. Weiteren Gestaltungsspielraum bietet die anschließende Behandlung mit einer Lasur oder einer Holzschutzfarbe.

Durch die Form der Latten verleihen Sie Ihrem Zaun eine individuelle Note © kobra78, stock.adobe.com
Durch die Form der Latten verleihen Sie Ihrem Zaun eine individuelle Note © kobra78, stock.adobe.com

Mit einem guten Wetterschutz eignen sich selbst weniger witterungsbeständige Holzarten wie die Fichte für einen Gartenzaun. Noch langlebiger, allerdings auch teurer sind Pfosten und Latten aus besonders witterungsbeständigen Holzarten wie der Lärche oder der Douglasie.

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Eine Skizze erleichtert die Planung und die spätere Aufstellung des Zauns

Damit Ihr Gartenzaun perfekt wird, planen Sie ihn am besten auf Papier und erstellen eine maßstabsgerechte Skizze. Auf ihr legen Sie die Position der Pfosten fest, die untereinander stets den gleichen Abstand haben sollten. Danach zeichnen Sie die Querriegel in der gewünschten Höhe und zum Schluss die Latten ein. Durch eine maßstabsgerechte Skizze ermitteln Sie sämtliche Maße, sodass die spätere Ausführung der Arbeiten recht zügig vonstattengeht. Darüber hinaus kennen Sie den exakten Materialbedarf und damit die Kosten, zu denen Sie noch ein wenig Geld für die Schrauben, Erdanker und anderes Zubehör hinzurechnen müssen.

Für die Aufstellung eines Lattenzauns benötigen Sie:

  • Pflöcke und Schnur
  • Wasserwaage
  • Erdbohrer oder Spaten
  • Kies
  • Erdstampfer
  • Fertigbeton
  • Kelle, Rührer und einen Behälter für den Beton
  • H-Anker, passende Schrauben und Muttern
  • Holzleisten
  • Bohrmaschine
  • Akkuschrauber
  • Schraubzwingen
  • Winkel für die Befestigung der Querriegel
  • Schrauben für die Befestigung der Querriegel und Latten
  • Holzschutzmittel und Pinsel

So stellen Sie einen Lattenzaun auf

Durch einen Anstrich bekommt Ihr Gartenzaun jede beliebige Farbe © ferkelraggae, stock.adobe.com
Durch einen Anstrich bekommt Ihr Gartenzaun jede beliebige Farbe © ferkelraggae, stock.adobe.com

1. Damit der Lattenzaun absolut gerade wird und alle Pfosten in einer Flucht stehen, spannen Sie eine Richtschnur zwischen zwei Metallstäben, Holzpflöcken oder anderen Hilfsmitteln. Schlagen Sie diese ein Stück vor und hinter den Zaun in den Boden, damit sie Ihnen beim Setzen der äußeren Pfosten nicht im Weg sind. Wenn Sie möchten, können Sie die Schnur gleich in der Höhe spannen, die der Unterkante der Latten entspricht. Dies erleichtert und beschleunigt die Anbringung der Latten. In diesem Fall muss sie allerdings absolut waagerecht verlaufen. Nehmen Sie deshalb eine Wasserwaage zu Hilfe. Sie können die Schnur aber auch später zwischen den Pfosten spannen. Dadurch ist sie Ihnen beim Einbetonieren der Pfosten weniger im Weg.

2. Entlang der Schnur markieren Sie die Stellen, an denen Sie die Pfosten aufstellen möchten. Dort graben Sie mit dem Erdbohrer oder dem Spaten 80 Zentimeter tiefe Löcher, die einen Durchmesser von etwa 40 Zentimetern haben sollten.

Tipp: Für einen niedrigen Lattenzaun reichen unter Umständen Bodenhülsen. Sie lassen sich wie Schrauben in den Boden drehen oder in die Erde schlagen und besitzen Aufnahmen für die Holzpfosten.

Kleine Abstände zwischen den Latten sorgen für einen guten Sichtschutz © Hermann, stock.adobe.com
Kleine Abstände zwischen den Latten sorgen für einen guten Sichtschutz © Hermann, stock.adobe.com

3. Die Erdlöcher befüllen Sie zur Hälfte mit Kies und zur Hälfte mit Beton. Bevor Sie den Beton hineinschütten, verdichten Sie den Kies mit einem Erdstampfer und legen lange Leisten auf die Löcher. Auf diese Leisten stellen Sie die H-Anker, an denen Sie die Pfosten später festschrauben. Die Leisten sorgen dafür, dass die Erdanker an den richtigen Stellen bleiben, während die Betonfundamente aushärten. Vor dem Einfüllen des Betons richten Sie die Erdanker daher mithilfe einer Wasserwaage aus.

4. Nach einem bis zwei Tagen sind die Betonfundamente ausgehärtet. Dann schrauben Sie die Zaunpfosten mit langen Schrauben und Muttern an den H-Ankern fest. Bohren Sie das Holz jedoch vor, damit es nicht reißt. Achten Sie außerdem darauf, dass die Pfosten einen kleinen Abstand zur Auflagefläche des Erdankers haben sollten. Ein direkter Kontakt könnte zu einer Ansammlung von Feuchtigkeit führen, die das Holz verrotten lässt. Am besten fixieren Sie die Pfosten mit Schraubzwingen an den H-Ankern. Dadurch ist es gleichzeitig leichter, die Pfosten in der Höhe und exakt senkrecht auszurichten.

5. Zwischen den Pfosten befestigen Sie die Querriegel mit Metallwinkeln. Schrauben Sie diese zunächst an einer Seite fest und nehmen Sie danach eine Wasserwaage zu Hilfe, damit die Querriegel absolut waagerecht verlaufen.

6. Auf die Querriegel schrauben Sie die Holzlatten, die Sie ebenfalls vorbohren sollten. Damit Sie nicht jedes Mal den Abstand messen müssen, schneiden Sie zwei Holzbretter zu und verwenden diese als Abstandshalter.

Ein regelmäßiger Anstrich sorgt für eine lange Lebensdauer © encierro, stock.adobe.com
Ein regelmäßiger Anstrich sorgt für eine lange Lebensdauer © encierro, stock.adobe.com

7. Zum Schluss benötigt Ihr neuer Gartenzaun noch einen guten Schutz vor Witterungseinflüssen. Hierfür können Sie ganz nach Geschmack eine Lasur oder eine Holzfarbe verwenden. Eine weitere Möglichkeit ist ein farbloser Schutzanstrich, der das Holz optisch kaum verändert. Unabhängig von Ihrer Entscheidung müssen Sie den Schutz in regelmäßigen Abständen erneuern. Alle ein bis zwei Jahre sollten Sie Ihren selbst gebauten Holzzaun deshalb streichen.

Eine Einfriedung macht die Grenzen Ihres Grundstücks sichtbar © orensila, stock.adobe.com
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