Den Jägerzaun gekonnt aufstellen

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So wird’s gemacht

Ein Jägerzaun, der auch Scherenzaun genannt wird, lässt sich relativ leicht aufstellen, denn er besteht aus fertigen Zaunfeldern, die Sie an Pfosten montieren. Diese Felder lassen sich wie eine Ziehharmonika auseinanderziehen und zusammenschieben, sodass auch der Transport recht einfach ist. Etwas aufwendig ist allerdings die Erstellung von Punktfundamenten für die einzelnen Pfosten oder eines Streifenfundaments über die gesamte Länge. Das Fundament verhindert, dass die Pfosten in der Erde verrotten und verleiht dem Gartenzaun gleichzeitig eine hohe Standsicherheit.

Schon seit langer Zeit bekannt: der Jägerzaun – hier kombiniert mit Hecke © kristina rütten, stock.adobe.com
Schon seit langer Zeit bekannt: der Jägerzaun – hier kombiniert mit Hecke © kristina rütten, stock.adobe.com

Tipp: Auch in Kombination mit einer Hecke sieht ein Jägerzaun gut aus. Er verhindert, dass kleine Hunde und andere Tiere in den Garten gelangen.

Für die Montage eines Jägerzauns brauchen Sie folgende Materialien und Werkzeuge:

  • Maßband oder Zollstock
  • Wasserwaage
  • Schnur und Pflöcke zum Spannen
  • Spaten und Schaufel
  • Handstampfer oder Rüttelplatte
  • Kies oder Schotter
  • Beton sowie Werkzeug und Behälter zum Anmischen
  • Schalung und Abziehbrett für ein Streifenfundament oder PVC-Rohre für Punktfundamente
  • Pfostenträger zum Einbetonieren oder Aufschrauben
  • Runde oder eckige, circa acht Zentimeter dicke Pfosten
  • Bohrmaschine
  • Akkuschrauber
  • Hammer
  • Schrauben, Nägel und eventuell Dübel
  • Halbrunde Querriegel mit einer Breite von etwa sieben Zentimetern
  • Zaunelemente

Tipp: Mit Pfostenträgern zum Aufdübeln, die sich nach der Montage noch einstellen lassen, gleichen Sie kleine Höhenunterschiede im Fundament aus.

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1. Damit Ihr Gartenzaun gerade wird, spannen Sie zunächst eine Schnur. Entlang dieser Schnur markieren Sie die Stellen, an denen Sie die Pfosten setzen möchten, sofern Sie sich für Punktfundamente entschieden haben. Achten Sie hierbei darauf, dass die Abstände zwischen den Pfosten gleich groß sind und denken Sie daran, dass im Unterschied zu vielen anderen Gartenzäunen bei einem Jägerzaun die Pfosten nicht zwischen den einzelnen Zaunelementen, sondern dahinter montiert werden. An ihnen befestigen Sie später auf der Seite, die der Straße zugewandt ist, zunächst die Querriegel und danach die Zaunelemente. Damit der Zaun nicht auf die Straße ragt, müssen Sie deren Dicken bei der Aufstellung der Pfosten berücksichtigen.

2. Das Streifenfundament beziehungsweise die Punktfundamente sollten bis in die frostsichere Tiefe von 80 Zentimetern reichen. Als Nächstes graben Sie daher an den zuvor markierten Stellen 80 Zentimeter tiefe Löcher mit einem Durchmesser von 20 bis 25 Zentimetern beziehungsweise heben einen 80 Zentimeter tiefen Graben aus. Den Boden des Grabens oder der Löcher verdichten Sie. Dies kann von Hand mit einem Erdstampfer oder mit einer Maschine erfolgen.

3. Den unteren Teil der Löcher oder des Grabens befüllen Sie mit Kies oder Schotter und verdichten auch diese Schicht.

Der Jägerzaun kann auch auf einem Betonsockel stehen © zeralein, stock.adobe.com
Der Jägerzaun kann auch auf einem Betonsockel stehen © zeralein, stock.adobe.com

4. Auf die Schotter- oder Kiesschicht geben Sie Beton. Legen Sie ein Streifenfundament an, gießen Sie den Beton in eine Schalung aus Brettern. Sie muss gut ausgerichtet sein, damit das Fundament gerade wird. Wenn Sie die Schalung bis zur Oberkante füllen, können Sie den Beton mit einem Abziehbrett glätten. Ein Streifenfundament kann an der Erdoberfläche oder auch ein Stück darüber enden, sodass ein sichtbarer Sockel entsteht. Durch ihn bleibt Ihnen das Unkraut jäten unter dem Zaun erspart.

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Das Erstellen von Punktfundamenten erleichtern Sie sich, wenn Sie ein PVC-Rohr in 80 Zentimeter lange Stücke schneiden und diese in die zuvor gegrabenen Löcher stecken. Achten Sie auch hierbei auf eine sorgfältige Ausrichtung.

In Beton eingelassene Pfostenträger sorgen für einen stabilen Stand © giopixel, stock.adobe.com
In Beton eingelassene Pfostenträger sorgen für einen stabilen Stand © giopixel, stock.adobe.com

5. Möchten Sie die Pfostenträger einbetonieren, setzen Sie die Träger in den noch feuchten Beton. Um sicherzustellen, dass alle die gleiche Höhe haben, legen Sie eine lange Metallschiene oder ein anderes Hilfsmittel auf die Träger. Auf diese Schiene können Sie Ihre Wasserwaage legen.

Möchten Sie die Träger aufdübeln, lassen Sie den Beton zunächst aushärten. Das dauert abhängig vom Wetter einen bis zwei Tage. Dann bohren Sie mit einem Steinbohrer die Löcher, stecken die Dübel hinein und fixieren die Träger mit Schrauben.

6. Nun schrauben Sie die Pfosten an den Trägern fest. Verwenden Sie hierfür und auch für alle anderen Arbeiten möglichst Edelstahlschrauben, denn diese Schrauben rosten nicht.

Eine mögliche Alternative: die Montage zwischen Pfeilern © Artalis-Kartographie, stock.adobe.com
Eine mögliche Alternative: die Montage zwischen Pfeilern © Artalis-Kartographie, stock.adobe.com

7. Auf die Pfosten nageln oder schrauben Sie die Querriegel, sodass sie auf der Außenseite des Zauns verlaufen. Sie sollten vom Boden und von der Oberkante des Zauns einen Abstand von mindestens zehn Zentimetern haben. Möchten Sie schrauben, empfiehlt sich ein Vorbohren, damit das Holz nicht reißt.

8. Die Zaunelemente befestigen Sie mit Nägeln auf den Querriegeln. Oben nageln Sie jeden Riegel fest, der auf dem Querriegel aufliegt. Unten reicht es dagegen aus, jeden zweiten Riegel festzunageln.

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