Aufstellung der Spielgeräte: In Eigenregie oder vom Fachmann?

Teilen:

Viele Heimwerker und Hobbybastler fragen sich, ob sie den Spielturm oder das Spielhaus für ihre Kinder lieber in Eigenregie bauen und aufstellen sollen oder ob sie einen Fachmann hinzuziehen.

Einen solchen Spielturm aufzustellen, ist nicht unbedingt die einfachste Sache der Welt, vor allem nicht für ungeübte Handwerker. Wer gar kein handwerkliches Geschick hat, sollte sich lieber von einem Fachmann helfen lassen – für die Sicherheit der Kinder © 2nix, stock.adobe.com
Einen solchen Spielturm aufzustellen, ist nicht unbedingt die einfachste Sache der Welt, vor allem nicht für ungeübte Handwerker. Wer gar kein handwerkliches Geschick hat, sollte sich lieber von einem Fachmann helfen lassen – für die Sicherheit der Kinder © 2nix, stock.adobe.com

Bei dieser Entscheidung spielen gleich mehrere Faktoren eine wichtige Rolle:

  • die Kosten – ist es wirklich billiger, den Spielturm selbst zu bauen?
  • die Kreativität – sind die fertigen Spieltürme individuell genug?
  • handwerkliches Geschick – ist das überhaupt ein Projekt, das ein Heimwerker selbst machen sollte?
  • die Zeit – den Faktor Zeit vergessen viele Hobbyheimwerker.
  • die Sicherheit der Kinder – das ist eigentlich der allerwichtigste Faktor. Ist ein selbst gebautes Spielgerät auch wirklich sicher? Hält es den Anforderungen stand, auch wenn mehrere Kinder gleichzeitig das Spielgerät benutzen?

Die Kosten sind für viele der Hauptgrund

Viele führen den Faktor Kosten als wichtigsten Grund für den Selbstbau an. Doch ist es wirklich kostengünstiger, selbst Hand anzulegen? Es ist tatsächlich so, dass es kesseldruckimprägniertes Holz fertig zugeschnitten zu einem günstigen Preis im Baumarkt gibt. Doch meistens handelt es sich dabei um einfaches Fichten- oder Kiefernholz, das mit hochwertigem Holz nicht vergleichbar ist. Oft finden sich nur gerissene oder verdrehte Stücke, die für den Bau eines Kletterturms nicht geeignet sind. Kammergetrocknetes und qualitativ hochwertiges Holz ist viel teurer.

Wer schon Erfahrung hat mit größeren Projekten, kann sich daran wagen, das Spielgerät selbst aufzustellen oder vielleicht sogar eines selbst zu bauen © Monkey Business, stock.adobe.com
Wer schon Erfahrung hat mit größeren Projekten, kann sich daran wagen, das Spielgerät selbst aufzustellen oder vielleicht sogar eines selbst zu bauen © Monkey Business, stock.adobe.com

Hinzu kommt, dass am Beginn eines solchen Projekts oft noch gar nicht klar ist, wie viel Holz in welchem Zuschnitt notwendig ist, um das Projekt fertigzustellen. Dann gibt es genau zwei Möglichkeiten: das Holz länger kaufen und selbst kürzen, was Zeit und auch Geld kostet. Die Frage ist dann oft auch, ob dafür das richtige Werkzeug vorhanden ist, wie beispielsweise eine Kappsäge. Die andere Möglichkeit besteht darin, immer wieder zum Holzhändler zu fahren und den Nachschub auf Maß kaufen. Aber auch das kostet Zeit und Geld. Oft sind dann die Transportmöglichkeiten eingeschränkt, weil die 3 Meter langen Balken nicht auf den Anhänger oder in das Auto passen.

Ein Faktor, der die Kosten wirklich in die Höhe treibt, sind die Schrauben. Je nach Modell sind bei einem Spielturm mehrere Hundert Schrauben verbaut. Schrauben von guter Qualität kosten dann richtig Geld. Allerdings sind die billigen Schrauben aus dem Baumarkt keine Alternative. Sie fangen an zu rosten, wenn sie längere Zeit der Witterung ausgesetzt sind.

Tipp: Es ist wichtig, regelmäßig den Sitz der Schrauben zu prüfen und sie eventuelle nachzuziehen. Bei billigen Schrauben leiert allerdings sehr schnell der Schraubenkopf aus, was das Nachziehen wesentlich erschwert.

bis zu 30% sparen

Regionale Handwerker
Günstige Angebote

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos

Lassen sich fertig gekaufte Spielgeräte oder Bausätze nicht individualisieren?

Wenn Eltern einen Spielturm suchen, werden sie bei den meisten Anbietern Basisausführungen finden, für die es verschiedene Anbauten gibt, die sich leicht kombinieren lassen. Damit kann jeder sich ein individuell passendes Spielgerät zusammenstellen, auch beispielsweise eine Kombination von mehreren Basistürmen. Die verschiedenen Hersteller haben dabei ganz unterschiedliche Basistürme, sodass jeder für seinen Garten eine flexible Lösung finden kann.

Tipp: Wer wirklich einen ganz individuellen Spielturm sucht und Selbstgebautes liebt, muss sich sein Spielgerät selbst aufbauen.

Ungeübte sollte sich Hilfe holen

Für ungeübte Heimwerker ist es fast unmöglich, selbst ein sicheres Spielgerät für ihre Kinder zu bauen. Für sie stellt schon das Aufstellen eines Bausatzes eine enorme Herausforderung dar. Allein ist es fast unmöglich für sie. Sie benötigen Hilfe von anderen – vielleicht erfahreneren – Heimwerkern. Besser wäre es, das Spielgerät von geübten Monteuren aufstellen zu lassen, wenn die eigenen Kenntnisse und Fähigkeit in diesem Bereich sehr gering sind.

Beim Aufstellen eines Spielgeräts hat die Sicherheit höchste Priorität

Spielgeräte, die Hersteller zum Verkauf anbieten, müssen in Deutschland nach bestimmen DIN-Normen konstruiert sein, um eine Zulassung für den Handel zu bekommen. Darin sind beispielsweise die Abstände von Leitersprossen geregelt oder der maximale Abstand von Bauteilen, damit Kinder nicht den Kopf hindurchstecken können. Hier gibt es eine lange Liste an Vorschriften, die die Sicherheit der Kinder gewährleisten sollen.

Wenn es darum geht, Bretter für ein Spielgerät festzuschrauben, ist unbedingt auf den richtigen Abstand zu achten. Die Abstände dürfen nicht zu groß sein, damit die Kinder nicht herunterfallen © jackfrog, stock.adobe.com
Wenn es darum geht, Bretter für ein Spielgerät festzuschrauben, ist unbedingt auf den richtigen Abstand zu achten. Die Abstände dürfen nicht zu groß sein, damit die Kinder nicht herunterfallen © jackfrog, stock.adobe.com

Bei selbst gebauten oder selbst aufgestellten Spielgeräten ist die Einhaltung dieser Vorschriften nicht immer gewährleistet. Viele kennen die ganzen Vorschriften überhaupt nicht. Kommt es dann zu einem Unfall, ist der Schuldige schnell gefunden, auch wenn sich das Kind aus eigener Schusseligkeit verletzt hat.

Was ist beim Aufbau von Spielgeräten zu beachten?

Kinderspielgeräte, beispielsweise Schaukel, Sandkasten, Spielhaus oder Klettergerüst müssen vor allem eines sein: sicher für die Kinder. Damit beim Aufbau nichts schiefgeht, sind die folgenden Punkte zu beachten:

  • Spielgeräte lassen sich am besten die mindestens 60 cm tief im Boden verankerten Pfosten dauerhaft fixieren.
  • Die Bodenanker sollten Querstreben haben, die mit in den Zement eingegossen sind. Damit ist sichergestellt, dass die Spielgeräte auch dauerhaft den Belastungen beim Spielen oder beim nächsten Sturm standhalten.
  • Es ist wichtig, dass alle Holzbauteile stabil verleimt sind. Auch sollten keine Späne überstehen. Die Bauteile dürfen keine harten Kanten haben, alles muss abgerundet sein. Damit es keine Verletzungen durch die Schrauben gibt, ist es erforderlich sie vertieft und geschützt anzubringen.
  • Wenn das Spielgerät steht, ist die Arbeit noch lange nicht getan. Für die langfristige Sicherheit ist eine regelmäßige Wartung notwendig. Durch die Witterung und die Abnutzung kann es zu Schwachstellen kommen, die sogleich zu beheben sind.
  • Damit es bei Stürzen nicht zu schweren Verletzungen kommt, ist ein Fallschutz rund um das Spielgerät und darunter notwendig.
Eine Nestschaukel kann – mit einem entsprechend robusten Gestell – eine maximale Belastung von 100 oder gar 200 kg stemmen © Lena May, stock.adobe.com
Prüfsiegel für Spielgeräte: Welche gibt es und was bedeuten sie?

Eltern zahlen für nachhaltiges und hochwertiges Spielzeug gerne etwas mehr. Sehr beliebt ist allerdings auch Billig-Spielzeug. Dabei sollten Eltern wissen,… weiterlesen

bis zu 30% sparen

Regionale Handwerker
Angebote vergleichen

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Artikel teilen: