Spielgeräte mit Versteck: Häuser, Schlösser und Co.

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Kinder mögen es, sich Verstecke zu bauen. Sie „errichten“ im Wohnzimmer eine Burg aus Stühlen, gespannten Schnüren, Decken und Tüchern. Sie spannen die Schnüre auf, wo es ihnen in den Sinn kommt, beispielsweise zwischen Regal und Heizung, unter dem Wäscheständer, zwischen zwei Stühlen, hinter der Couch. Jedes Guckloch muss dabei geschlossen sein und es gibt nur einen einzigen Eingang. Die Höhle ist erst fertig, wenn darin Kissen, Decken, Kuscheltiere, die Taschenlampe und etwas Essbares ihren Platz gefunden haben. Dann ist das Höhlenglück perfekt.

Kinder lieben Verstecke. Zum Spielen eignen sich viele Möbelstücke. Sehr gut geeignet sind Tische und Stühle. Besonders toll wird es, wenn die Kinder ein eigenes kleines Haus haben © Konstantin Yuganov, stock.adobe.com
Kinder lieben Verstecke. Zum Spielen eignen sich viele Möbelstücke. Sehr gut geeignet sind Tische und Stühle. Besonders toll wird es, wenn die Kinder ein eigenes kleines Haus haben © Konstantin Yuganov, stock.adobe.com

Eine Höhle zu bauen, ein eigenes kleines Reich zu haben, ist ein Urbedürfnis der Menschen. In einem geschützten Raum fühlen Menschen sich geborgen und sicher. Sie schirmen sich von der Außenwelt ab. Schon Babys fühlen sich wohl, wenn sie in einem abgeschirmten Kinderwagen unter dem Verdeck liegen oder wenn sie sich mit Mama oder Papa unter einer Decke verkriechen können. Kleine Kinder leben diesen Trieb aus. Dazu hocken sie sich in selbst gebaute Höhlen und Verstecke oder sie nutzen dafür Verstecke, Spielhäuser und Co.

Mini-Häuser regen die Fantasie an

Wenn Kinder in Gruppen ihre kleinen Häuser bauen, entwickeln sie soziale Fähigkeiten. Das fördert die Teamarbeit und das soziale Miteinander. Aber auch allein gestalten Kinder sich ihren idealen Rückzugsort, an den sie ihre Lieblingsspielsachen bringen.

In ihren Mini-Häusern schlüpfen die Kinder auch gerne in andere Rollen, werden zum Burgherrn, zur Mutter oder zum Pirat. Dabei bestimmen sie selbst die Regeln.

Was sollten Eltern dabei beachten?

Eltern sollten angesichts von selbst gebauten Höhlen gelassen bleiben und die Konstruktion ruhig ein paar Tage stehen lassen. Wichtig ist, dass es noch möglich ist, die Höhle zu erreichen. Noch mehr helfen Eltern, wenn sie den Kindern eine Ecke anlegen, in denen sie dann ungestört spielen können, ohne in der Wohnung allzu sehr zu stören. Besonders freut es die Kinder, wenn Eltern akzeptieren, dass die Kinder die Regeln machen und selbst bestimmen, wer in das Häuschen darf und wer nicht. Meistens laden die Kinder ihre Eltern sehr schnell in ihre Höhle ein, um sie ihnen stolz zu präsentieren.

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Was ist der besondere Reiz an Verstecken?

Eine Höhle ist für ein Kind ein wichtiger Ort, vor allem wenn das Kind den ganzen Tag unter Leuten ist. Dort hat es die Möglichkeit, sich räumlich von den anderen abzugrenzen, auch mal von den Eltern. Es kann sich einkuscheln und ganz in Ruhe alles verarbeiten, was es im Laufe des Tages alles erlebt hat. Es kann dort allein sein, ohne Angst haben zu müssen.

Kinder haben in einer Höhle die Möglichkeit, sich nicht nur gedanklich, sondern auch physisch abzugrenzen. Sie können dort Dinge tun, die den Erwachsenen verborgen bleiben und sich so selbst ausprobieren. Es ist für sie ein spannendes Gefühl, versteckt zu sein.

Ein Spielhaus als Versteck

Spielhäuser gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Oft sehen sie aus wie die Mini-Version eines Einfamilienhauses. Viele Eltern sind überrascht, wie groß die Auswahl an verschiedenen Spielhäusern ist.

Es gibt

  • das Spielhaus mit Rutsche,
  • das Spielhaus mit Sandkasten,
  • das Spielschloss oder die Spielburg.
Ein schönes Spielhaus regt die Fantasie an. Bei einem Holzhaus haben die Kinder eigene Gestaltungsmöglichkeiten © matousekfoto, stock.adobe.com
Ein schönes Spielhaus regt die Fantasie an. Bei einem Holzhaus haben die Kinder eigene Gestaltungsmöglichkeiten © matousekfoto, stock.adobe.com

Welche Vor- und Nachteile haben Spielhäuser?

Spielhäuser regen die Fantasie der Kinder an, weil sie viele verschiedene Spielmöglichkeiten bieten. Sie haben in ihrem Spielhaus einen Ort, an den sie sich ungestört zurückziehen können. Es gibt sie als Spielhaus für drinnen und als Gartenspielhaus für draußen. Der einzige Nachteil der Spielhäuser: Sie sind meist teuer.

Vorteile

  • regen die Fantasie an
  • viele Spielmöglichkeiten
  • ungestörtes Spielen möglich
  • gibt es für drinnen und draußen

Nachteile

  • hoher Preis

Welche Arten von Spielhaus gibt es?

Spielhaus-TypEigenschaften
Stelzenhaus– Alternative zum Baumhaus
– steht auf Stelzen
– als Alternative zu einem Baumhaus
– Nutzung im Garten
– gibt es in verschiedenen Größen und unterschiedlich hoch
– meist mit viel Zubehör ausgestattet, wie Leiter, Schaukel oder Rutsche
– für Kinder ab drei Jahren geeignet
– langlebig
Kletterturm– Spielturm mit Rutsche
– erweiterbar mit Schaukel
– haben meist schlanke Abmessungen und eignen sich für einen kleinen Garten
Themenspielhaus– machen viele Rollenspiele möglich
– auf dem Schiff werden die Kinder zum Piraten
– auf der Burg werden die Kinder zum Ritter
– auf dem Schloss gibt es Prinzessinnen und Prinzen
– weitere beliebte Themen sind Cowboy und Indianer, Feuerwehr, Polizei
– hier können verschiedene Altersstufen schöne zusammen spielen
– gibt es oft als Spielzelt
Ein solches Spielzelt ist ideal für alle kleinen Prinzessinnen © Konstantin Yuganov, stock.adobe.com
Ein solches Spielzelt ist ideal für alle kleinen Prinzessinnen © Konstantin Yuganov, stock.adobe.com

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Wie auch bei anderen Spielgeräten, wie Rutsche oder Schaukel, ist es wichtig beim Kauf eines Spielhauses vor allem die Sicherheitsaspekte genau zu beachten. Das gewählte Haus sollte nicht nur den Eltern gut gefallen, sondern vor allem die Wünsche der Kinder berücksichtigen.

Altersempfehlung der Hersteller

Bei Spielhäusern machen die Hersteller immer Angaben, für welches Alter die Häuser geeignet sind. Meist ist eine gewisse Altersspanne angegeben, beispielsweise von zwei bis zehn Jahren. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass Spielhäuser für Kleinkinder deutlich kleiner sind als die Modelle für größere Kinder. In einem kleinen Spielhaus fühlen sich größere Kinder eher unwohl, weil sie keinen Raum haben, um sich richtig zu bewegen. Sie können darin noch nicht einmal aufrecht stehen. Oft sind die Häuser für kleinere Kinder auch sicherer.

Nicht jedes Spielgerät ist für alle Altersstufen gleichermaßen gut geeignet. Für manche sind die Kinder noch zu klein, aus anderen wachsen sie schnell heraus. Eltern stehen vor der Herausforderung ein gesundes Maß zu finden zwischen langweilig und zu schwierig © Patryk Kosmider, stock.adobe.com
Welches Spielgerät für welche Altersgruppe?

Mit dem Alter verändern sich die Anforderungen der Kinder an ein Spielgerät. Sie entwickeln andere Bedürfnisse und Interessen. Was vorher… weiterlesen

Woraus sind Spielhäuser hergestellt?

Am beliebtesten sind Holz und Kunststoff für ein schönes Spielgerät mit Versteck. Die bunten Kunststoffhäuser sind eher für kleinere Kinder geeignet. Die Teile sind sehr bunt und haben abgerundete Ecken, sodass die Kleinen sich nicht so leicht verletzen können.

Holzhäuser sind in der Regel für Kinder ab drei Jahren geeignet. Sie sind meist massiver gebaut und größer als die Häuser aus Plastik. Das Holz sollte dabei unbedingt unbehandelt sein.

Tipp: Kunststoff-Spielhäuser eignen sich besonders gut, wenn die Platzverhältnisse eingeschränkt sind. Sie leicht und dadurch lassen sie sich einfach transportieren. Holz-Spielhäuser stehen gut in einem größeren Garten. Sie benötigen einen ebenen Untergrund. Beide Arten sind für draußen geeignet. Holz wie auch Kunststoff sind witterungsbeständig. Das Holz sollte dabei allerdings mit einem Holzschutzmittel geschützt sein.

Pappe ist auch ein mögliches Material für ein schönes Spielhaus. Das können die Kinder ganz einfach selbst gestalten und bemalen. Ein Papp-Spielhaus ist beispielsweise eine schöne Idee, um eine Kindergeburtstags-Motto-Party zu veranstalten.

Aus einem großen Karton kann alles werden, was die Kinder sich vorstellen können, beispielsweise ein tolles Piratenschiff, mit dem die Kleinen auf große Fahrt gehen © kuzmichstudio, stock.adobe.com
Aus einem großen Karton kann alles werden, was die Kinder sich vorstellen können, beispielsweise ein tolles Piratenschiff, mit dem die Kleinen auf große Fahrt gehen © kuzmichstudio, stock.adobe.com

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Welche anderen Rückzugsorte gibt es noch?

Die bereits vorgefertigten Kinderhäuser, insbesondere solche aus Kunststoff, lassen sich nur wenig verändern. Um die Fantasie der Kinder anzuregen, bieten sich Gegenstände an, die eine Basis bilden, um ein eigenes Spielhaus selbst zu bauen.

  • Große Kartons, beispielsweise die Umverpackung der Waschmaschine, können Kinder dekorieren, mit Türen und Fenstern versehen und einrichten, wie es ihnen gefällt.
  • Ein kleines Zelt lässt sich drinnen und draußen einfach aufbauen. Sie eignen sich für eigene Spiele oder als Anbau an eine andere Höhle.
  • Ein großer Tisch ist ideal, um darunter eine schöne Höhle einzurichten. Sind genug Möbel vorhanden, können die Kinder mit zwei Tischen und weiteren Möbeln einen Tunnel gestalten, mit dem sich zwei Tischhäuser miteinander verbinden lassen.
  • Ein stabiles Hochbett eignet sich zum doppelstöckigen Bauen. Unten entsteht eine richtige Höhle und oben lässt sich das Bett mit einem Stoffhimmel verhängen.
  • Ein Baumhaus ist der absolute Traum vieler Kinder. Allein bauen können die Kinder so ein Baumhaus meistens noch nicht. Aber sie können bei der Planung dabei sein und beim Bau helfen.
  • Wenn es unter der Treppe einen Abstellraum gibt, wird daraus auch sehr leicht ein kleines Versteck und ein Rückzugsort für die Kinder. Die Harry-Potter-Kammer lässt sich kreativ einrichten und es entstehen reichlich Spielmöglichkeiten.
Ein Traum von einem Baumhaus © benschonewille, stock.adobe.com
Ein Traum von einem Baumhaus © benschonewille, stock.adobe.com

Früh übt sich, was ein Baumeister werden will

Schon sehr kleine Kinder bauen sich mit zwei bis drei Jahren einfache Verstecke selbst. Dafür sind ganz einfache Materialien ausreichend, beispielsweise eine Decke. Ältere Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter sind dabei schon erfinderischer. Sie lassen Einzelhöhlen mit einfachen Mitteln entstehen und bauen sich schon Zwei-Raum-Höhlen. Schulkinder errichten fantasievolle Bauwerke, oft nicht in der unmittelbaren Nähe der Eltern, beispielsweise im Hobbykeller, im Gästezimmer, auf dem Dachboden oder in einer verborgenen Ecke im Garten.

Das hilft Kindern dabei, ihre Kreativität zu entwickeln und hat wichtige Funktionen. Kinder lernen so, dass Materialien nicht nur einen Zweck haben. Sie lassen sich umfunktionieren und immer wieder neu einsetzen. Möbel und Decken bilden dabei die Basis. Zudem benötigen die Kinder viel Platz, um sich zu bewegen. Wichtig ist, dass nicht so viel anderes Spielzeug dabei eine Rolle spielt, das lenkt nur ab. So entstehen perfekte Spielmöglichkeiten, die die Kinder glücklich machen. Als Basis eignen sich halbhohe Hochbetten besonders gut. Darunter schaffen sich die Kinder kleine Rückzugsräume in ihrem eigenen Zimmer.

Ein Baumhaus ist der Traum vieler Kinder © Alina, stock.adobe.com
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