Matsch-Spielplatz im eigenen Garten. So geht’s

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Kleine Kinder sind neugierig auf alles. Wenn sie im Sommer im Freien spielen, versuchen sie ihre gesamte Umgebung zu entdecken, zu ertasten, erriechen und erschmecken. Das fördert die Kreativität, die Sinneswahrnehmungen und die sensomotorischen Fähigkeiten der Kinder. Doch vielen Eltern ist es ein Graus, die Kinder im Dreck spielen zu lassen. Sie haben Angst, Schmutz und Bakterien könnten ihre Kinder krank machen. Doch meist ist das Gegenteil der Fall. Wenn die Kinder im Freien mit Erde, Sand, Gras, Rinde und Gänseblümchen spielen, stärkt das sogar noch das Immunsystem und macht sie widerstandsfähiger gegen Viren und Bakterien. Im Freien mit dem zu spielen, was die Natur zu bieten hat, war bis vor wenigen Generationen noch ganz selbstverständlich für Kinder.

Kinder spielen im Matsch sehr fantasievoll. Aus Erde, Blüten, Wasser und noch ein paar anderen Zutaten wird das leckere Mahl für die Familie. Sie kochen, bauen und buddeln und können dabei alles um sich herum vergessen © kristall, stock.adobe.com
Kinder spielen im Matsch sehr fantasievoll. Aus Erde, Blüten, Wasser und noch ein paar anderen Zutaten wird das leckere Mahl für die Familie. Sie kochen, bauen und buddeln und können dabei alles um sich herum vergessen © kristall, stock.adobe.com

Beim Spielen in Sand und Matsch trainieren Kinder vor allem ihren Tastsinn sehr gut. Wenn sie mit bloßen Händen spielen, lernen sie verschiedene Texturen zu ertasten. Ist das Angefasste warm und feucht? Wie stark lässt es sich zusammendrücken? Ist es rau oder weich? Kinder lernen so, alles besser wahrzunehmen und auf unterschiedliche Empfindungen und Fähigkeiten zu vertrauen. Das Matschen fördert die fein- und grobmotorischen Fähigkeiten. Aber vor allem fördert es den Spaß am Spielen und regt die Fantasie an.

Kinder brauchen nicht viel für das Spiel mit Sand, Steinen und Wasser. Mit bloßen Händen schulen sie dabei ihren Tastsinn © Ekaterina, stock.adobe.com
Kinder brauchen nicht viel für das Spiel mit Sand, Steinen und Wasser. Mit bloßen Händen schulen sie dabei ihren Tastsinn © Ekaterina, stock.adobe.com

Wie können Kinder sich im Garten mit Wasser beschäftigen?

BeschäftigungMerkmale
Schütten und umfüllen– Kinder können sich stundenlang damit beschäftigen, Wasser hin und her zu schütten. Sie gießen und kochen.
– Das geht auch ganz ohne Wassermühlen, Wasserbahnen oder ähnliches Spielzeug.
– Kinder brauchen dafür nur ein paar Behälter, beispielsweise aus der Küche oder aus der Kinderküche. Für kleinere Kinder genügen zwei Behälter dafür.
Waschen und wischen– Kinder lieben es zu putzen.
– Sie arbeiten gerne mit nassen Schwämmen oder Lappen und einem Besen.
– Sie schrubben dabei alles, sogar die Hauswand.
Angeln und fischen– Kinder fischen bei diesem Spiel Gegenstände aus einem Gefäß mit Wasser.
– Hilfsmittel können einfach die Hände sein oder auch Kochlöffel, Sieb, Magnet, Netz oder Kescher.
– Durch die Wassertiefe und die verschiedenen Hilfsmittel ist dieses Spiel unterschiedlich schwierig und eignet sich daher für verschiedene Altersstufen.
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Ein Matsch-Platz im Garten

Kinder lieben es, im Garten ausgiebig zu matschen. Dafür genügt ihnen häufig schon ein Sandhaufen mit einer Wasserquelle in der Nähe. Denn mit Wasser, Sand und ein paar weiteren Zutaten, wie Rinde, Blüten, Stöcken, Zapfen, Samen oder Gras lässt es sich kochen und backen. Beim fantasievollen Spielen entstehen so ganz unterschiedliche Spielwelten. Ganz nebenbei fördert das Matschen die sensomotorischen Fähigkeiten.

Etwas eleganter ist eine Matschküche, die es fertig zu kaufen gibt oder sich schnell selbst bauen lassen. Sie lassen sich beispielsweise aus Paletten schnell und unkompliziert ganz nach den eigenen Wünschen gestalten. Dabei muss die Matschküche gar nicht so detailgetreu einer richtigen Küche ähneln. Wichtig ist, dass die Kinder damit schön matschen können und sie sich anschließend einfach reinigen lässt.

Tipp: Je einfacher die Matschküche gestaltet ist, umso mehr regt sie die Fantasie an. Je mehr Vorgaben es gibt, umso mehr schränkt sie das kreative Spiel ein. Schlicht und naturbelassen, aus FSC-zertifiziertem Holz, ist am besten.

Worauf ist bei der Auswahl einer Matschküche zu achten?

Matschküchen gibt es im Handel in verschiedenen Ausführungen, teilweise mit direktem Wasseranschluss, mit einem Wassertank oder in einfacher Ausführung ganz ohne Wasseranschluss.

Als Material eignet sich etwas, das hochwertig und witterungsbeständig ist. Das kann Kunststoff sein oder auch Holz. Wer sich für eine Matschküche aus Holz entscheidet, muss darauf achten, ob das Holz bereits behandelt ist. Ist das nicht der Fall, ist es wichtig, das noch nachzuholen.

Es gibt sie mit nur einem Becken oder auch mit zwei. Wie viel Platz zum Matschen notwendig ist, hängt davon ab, wie viele Kinder gleichzeitig an der Matschküche spielen. Wenn mehrere Kinder auf zu engem Raum und mit nur wenigen Spielsachen spielen, kommt es häufig zu Streitereien. Für mehr Harmonie im Garten ist eine größere Matschküche bei mehreren Kindern zu empfehlen.

In einer Matschküche können Kinder auch herummatschen und mit Wasser spielen, wenn das Wetter nicht mehr so warm ist © Marc Wiegelmann, stock.adobe.com
In einer Matschküche können Kinder auch herummatschen und mit Wasser spielen, wenn das Wetter nicht mehr so warm ist © Marc Wiegelmann, stock.adobe.com

Ob die Küche einen Wasseranschluss haben soll, hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn die Kinder selbst entscheiden sollen, wie viel sie matschen, ist ein Wasseranschluss sinnvoll. Dann können die Kinder, immer wenn sie Wasser brauchen, einfach den Hahn aufdrehen. Allerdings lehnen das viele Eltern ab, weil sie befürchten, dass die Kinder dann das Wasser zu verschwenderisch benutzen. Mit einer Wasserwanne haben die Eltern eine bessere Kontrolle, wie viel Wasser die Kinder nutzen.

Die Matschküche benötigt gelegentlich eine Generalreinigung. Dann ist es vorteilhaft, wenn sich die Becken oder Schüsseln einfach herausnehmen lassen. Einige Matschküchen haben auch einen Stöpsel und einen Abfluss.

Da die Kinder zum Spielen auch verschiedene Utensilien benötigen, ist es sinnvoll, wenn die Matschküche über Stauraum verfügt. Das kann ein Regal sein oder Schrank. Darin lassen sich Spielzeug, Küchenutensilien, Werkzeuge und anderes Zubehör ordentlich verstauen.

Welche anderen Matsch-Materialien gibt es noch?

Wer an kühleren Tagen nicht möchte, dass sich die Kinder von Kopf bis Fuß zumatschen und nass machen, oder wer keinen Platz für eine Matsch-Ecke oder Matschküche hat, kann seinen Kindern auch andere Materialien anbieten.

  • Sand, Erde und kleine Steine in kleinen Mengen in Verbindung mit Wasser machen den Kindern ebenfalls Spaß und sie machen sich nicht von Kopf bis Fuß nass damit. Bei kleinen Kindern sollten Eltern darauf achten, dass sie nicht allzu viel von den Matsch-Materialien in den Mund stecken.
  • Mehl oder Haferflocken in Verbindung mit Wasser ergibt ebenfalls eine schöne Pampe zum Spielen. Dieses Gemisch lässt sich am einfachsten wieder entfernen, wenn es noch feucht ist. Ist es eingetrocknet, ist das Entfernen nicht mehr ganz so einfach.
  • Knete oder Glibber-Schleim sind ebenfalls schöne Materialien, um bei Regenwetter mit den Händen zu spielen.

Als Zubehör haben sich die verschiedensten Gefäße, Behälter und Werkzeuge bewährt. Häufig handelt es sich dabei um Alltagsgegenstände, etwa Becher, Suppenlöffel, Kellen, Siebe, Schüsseln, Ausstechförmchen, den Putzeimer oder die Babybadewanne.

Schon die Kleinsten lieben es, im Sand zu spielen. Wenn der Sandkasten im eigenen Garten steht, können Kinder sich jederzeit ihre eigene Sandwelt kreieren © alenka2194, stock.adobe.com
Spielen mit Sand: Muschel, Kasten und Co.

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