Materialauswahl für Spielgeräte: Holz, Stahl, Kunststoff

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Bei Spielgeräten für den Garten haben Eltern die Qual der Wahl. Dabei gibt es nicht nur viele verschiedene Spielgeräte in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Denn Kinder sollen durch das Spielen nicht nur Bewegung haben. Die Spielgeräte sollen sie auch herausfordern, anregen, beschäftigen und ihre Neugier wecken. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Kinder sich nicht an minderwertigen Materialien oder aufgrund schlechter Verarbeitungsqualität verletzen können.

Viele Spielgeräte bestehen nicht nur aus einem Material. Jedes Material kann bei einem solchen Mix seine Vorteile ausspielen © Stuart Monk, stock.adobe.com
Viele Spielgeräte bestehen nicht nur aus einem Material. Jedes Material kann bei einem solchen Mix seine Vorteile ausspielen © Stuart Monk, stock.adobe.com

Spannender Spielraum im Garten

Auf öffentlichen Spielplätzen sind die Spielmöglichkeiten vorgegeben. Oft gibt es neben den Spielgeräten keine weiteren Herausforderungen für die Kinder. Das können Eltern für ihren privaten Kinderspielplatz anders machen. Die Zusammenstellung der verschiedenen Spielgeräte bleibt den Eltern überlassen. Als Material bei selbst gebauten Spielgeräten ist Holz besonders beliebt. So ist unbehandeltes Holz beispielsweise besonders umweltfreundlich und nachhaltig, eignet sich jedoch nicht für die Verwendung im Freien, da es sehr empfindlich auf Witterungseinflüsse reagiert. Gekaufte Spielgeräte gibt es auch aus anderen Materialien:

  • Holz,
  • Kunststoff und
  • Metall.

Es gibt auch große Unterschiede bei den verwendeten Materialien. Je nachdem, wo die Spiellandschaft entstehen soll, kommen ganz unterschiedliche Materialien infrage: Holz, Kunststoff oder Metall.

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Welche Vor- und Nachteile haben Spielgeräte aus Holz?

Holz hat sehr viele positive Eigenschaften. Holz ist besonders ökologisch und nachhaltig, da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt. Eine seiner besten Eigenschaften ist die Fähigkeit, Temperaturen auszugleichen. Holz wird im Winter nie extrem kalt und im Sommer nie extrem heiß. Spielgeräte aus Holz sind das ganze Jahr über zum Spielen geeignet. Darüber hinaus fügt sich der natürliche Rohstoff auch optisch sehr gut in den Garten ein und wirkt nicht wie ein Fremdkörper. Wichtig ist eine stabile Konstruktion mit ausreichend dicken Brettern und Balken.

Doch Holz hat auch Nachteile. Es besteht die Gefahr, dass das Holz splittert. Wie groß diese Gefahr ist, hängt vom verwendeten Holz ab. Es gibt Holzsorten, die mehr zum Splittern neigen und welche, die weniger splittern. Auch die Verarbeitungsqualität spielt dabei eine wichtige Rolle. Hochwertig verarbeitete Hölzer splittern nicht so leicht. Ist das Holz gehobelt, entstehen weniger Splitter als bei ungehobeltem Holz.

Holz ist ein Naturmaterial, das Wind und Wetter nicht so ohne Weiteres trotzt. Ungeschützt beginnt die natürliche Verwitterung. Durch Feuchtigkeit geht dieser Prozess schneller vonstatten und die Spielgeräte verrotten. Mit der Zeit macht die Witterung die Spielgeräte aus Holz instabil. Im schlimmsten Fall sind sie dann nicht mehr nutzbar.

Tipp: Holzspielgeräte immer auf Bodenniveau aufbauen und die Holzpfosten nicht einfach in die Erde eingraben. Ist ein in den Boden eingebauter Pfosten nicht zu vermeiden, sind Pfostenschuhe zu empfehlen.

Wasser läuft von Rundhölzern besser ab als von Kanthölzern. Bei waagerecht montierten Hölzern können sich auf waagerechten Flächen kleine Pfützen bilden, die dann langsamer trocknen und die Verwitterung begünstigen.

Vorteile

  • ökologisch
  • nachhaltig
  • temperaturausgleichend

Nachteile

  • kann splittern
  • verwittert leicht

Hinweis: Hochwertige Kinderspielgeräte aus Holz benötigen Holzschutz und -pflege. Dann sorgen sie lange für Spielspaß im Garten.

Welche Vor- und Nachteile haben Spielgeräte aus Metall?

Spielgeräte für Kinder aus Metall sind sehr robust. Das ist gut an öffentlichen Spielplätzen erkennbar, die oft mit Metall-Spielgeräten ausgestattet sind, die auch nach Jahren ohne viel Pflege schön sind.

Spielgeräte aus Metall sehen nicht so wuchtig aus wie Holz-Spielgeräte. Sie sind kompakter und sehen schlanker aus © Dr. N. Lange, stock.adobe.com
Spielgeräte aus Metall sehen nicht so wuchtig aus wie Holz-Spielgeräte. Sie sind kompakter und sehen schlanker aus © Dr. N. Lange, stock.adobe.com

Die Spielgeräte wirken viel leichter durch ihre schlanke Optik, im Gegensatz zu den robusten und kompakten Holzbalken und -pfosten bei Holzspielgeräten. Oft haben sie einen bunten Anstrich, der sie im Garten zu einem auffälligen Blickfang macht.

Allerdings kann Metall die Temperaturen nicht ausgleichen, wie Holz das kann. Ist es im Sommer sehr heiß, heizen sich auch die Spielgeräte auf. Stehen die Spielgeräte voll in der Sonne, besteht sogar Verbrennungsgefahr. Im Winter können die Spielgeräte sehr kalt werden, so kalt, dass die Haut daran festfriert.

Tipp: Ein schattiges Plätzchen für die Spielgeräte aus Metall verhindert, dass Kinder sich im Sommer daran verbrennen können.

Auch Metall ist nicht witterungsbeständig und kann anfangen zu rosten. Sobald erste Roststellen sichtbar werden, beginnt die Korrosion sich auszubreiten und das Spielgerät zu zerfressen. Das macht Spielgeräte unsicher. Bei ersten Anzeichen von Rost ist es wichtig, direkt etwas zu unternehmen und die rostigen Stellen mit einem entsprechenden Mittel zu behandeln.

Darüber hinaus ist es wichtig, die Schraubverbindungen der einzelnen Teile regelmäßig zu überprüfen, ob sie noch sicher sitzen. Das gilt übrigens nicht nur für Metallkonstruktionen, sondern auch für Holzkonstruktionen, die verschraubt sind.

Vorteile

  • robust
  • schlanke Optik

Nachteile

  • können sehr heiß oder kalt werden

Welche Vor- und Nachteile haben Kinderspielgeräte aus Kunststoff?

Viele Spielgeräte aus Kunststoff sind für Kleinkinder besonders gut geeignet. Es gibt sie in leuchtenden Farben, was sie besonders attraktiv für kleinere Kinder macht. Deshalb bestehen die meisten Wasserspielzeuge, beispielsweise auch Planschbecken, aus Kunststoff. Dabei sollten Eltern immer bedenken, dass die Sonne die schönen Farben der bunten Spielgeräte ausbleichen kann, sodass die Farbe dann nicht mehr so schön aussieht.

Eine kleine Kunststoff-Rutschbahn lässt sich leicht bewegen und ist auch für drinnen geeignet. Allerdings wachsen die Kinder schnell heraus © Kwit, stock.adobe.com
Eine kleine Kunststoff-Rutschbahn lässt sich leicht bewegen und ist auch für drinnen geeignet. Allerdings wachsen die Kinder schnell heraus © Kwit, stock.adobe.com

Kunststoffe haben eine sehr schlechte Ökobilanz, da sie aus Erdöl hergestellt sind. Darüber hinaus wachsen die Kinder schnell aus den Spielgeräten heraus, denn bei Kunststoff-Spielgeräten handelt es sich meistens um eine Mini-Version der großen Spielgeräte. Sie sind außerdem sehr preiswert. Viele Eltern nehmen die schlechtere Ökobilanz daher in Kauf. Zumal die kleinen Spielgeräte sich an vielen Plätzen aufstellen lassen, beispielsweise auch im Wohn- oder Kinderzimmer, wenn ausreichend Platz vorhanden ist.

Tipp: Es gibt auch nachhaltigere Spielgeräte aus Kunststoff. Sie sind aus recyceltem Kunststoff hergestellt und haben dadurch eine wesentlich bessere Klimabilanz.

Kunststoff hat den großen Vorteil, dass das Material elastisch ist. Wenn Kinder stürzen oder sich daran stoßen, können sie sich nicht so schwer verletzen, wie beispielsweise an einer harten Metallstange.

Vorteile

  • Leicht
  • Pflegeleicht
  • Preiswert
  • elastisch

Nachteile

  • Sonnenlicht bleicht die Farben aus
Wer eine Holz- oder Metallrutsche im Garten hat, kann die Kinder darauf meist bis über das Grundschulalter hinaus rutschen lassen © Monkey Business, stock.adobe.com
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