Eine Steinterrasse auf ein Splittbett bauen

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Eine Anleitung in acht Schritten

Ein Splittbett anzulegen ist relativ einfach und daher auch für den weniger geübten Heimwerker zu empfehlen. Die lose Verlegung auf Splitt hat außerdem den Vorteil, dass sich eine beschädigte Platte leicht austauschen lässt, wenn Sie die beim Verlegen übrig gebliebenen Platten an einem sicheren Ort aufbewahren. Im Unterschied zu einem Betonfundament ist ein Splittbett außerdem wasserdurchlässig. Bei ihm lassen viele kleine Zwischenräume Regenwasser zügig abfließen. Dadurch besteht eine geringere Gefahr, dass sich auf oder rund um die Terrasse Wasser sammelt.

Auf einem Splittbett werden die Platten lose verlegt © Marlon Bönisch, stock.adobe.com
Auf einem Splittbett werden die Platten lose verlegt © Marlon Bönisch, stock.adobe.com

Das Splittbett – für dichte Untergründe vollkommen ausreichend

Ein einfaches Splittbett bietet sich an, wenn der Untergrund relativ dicht ist und bei einer Belastung nicht oder kaum nachgibt. Dies ist häufig bei einem gewachsenen Boden, der in den letzten Jahren nicht umgegraben oder auf andere Weise bearbeitet wurde, der Fall. Der Untergrund sollte außerdem eben sein, damit der Splitt an Ort und Stelle verbleibt. Dennoch ist eine Einfassung aus beispielsweise passenden Randsteinen zu empfehlen. Möchten Sie auf solch eine Einfassung verzichten, können Sie das Schotter- und Splittbett aber auch durch etwas Beton an den Außenseiten stützen.

Mit Randeinfassungen können Sie Ihre Terrassenplatten stabilisieren
Mit Randeinfassungen können Sie Ihre Terrassenplatten stabilisieren

Ein Splittbett legen Sie folgendermaßen an:

1. Als Erstes stecken Sie die Fläche ab, auf der Ihre neue Terrasse entstehen soll. Schlagen Sie hierzu Holzpflöcke oder Metallstäbe an den Ecken der Terrasse in den Boden und verbinden Sie diese mit Schnüren. Durch die Schnüre, an denen Sie sich bei allen folgenden Arbeiten orientieren, legen Sie gleichzeitig die endgültige Höhe der Terrasse fest.

Denken Sie beim Spannen der Schnüre an das notwendige Gefälle. Pro laufenden Meter sollte ein Terrassenfußboden auf der Gartenseite zwei bis drei Zentimeter niedriger sein als auf der Hausseite. Dadurch fließt Regenwasser zügig in Richtung des Gartens und staut sich nicht auf den Platten oder vor der Terrassentür. Möchten Sie Platten mit glatten Oberflächen verlegen, reicht ein Gefälle von zwei Prozent, also zwei Zentimeter pro laufenden Meter. Bei Platten mit rauen Oberflächen ist dagegen ein Gefälle von drei Prozent zu empfehlen.

Ein langes Brett hilft bei der Ausrichtung größerer Flächen © Udo Bojahr, stock.adobe.com
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2. Innerhalb der abgesteckten Fläche heben Sie mit Spaten und Schaufel die Erde aus. Berücksichtigen Sie schon hierbei das Gefälle.

Bei einer Terrasse im Splittbett sieht der Aufbau folgendermaßen aus:

  • eine 10 bis 20 Zentimeter hohe Schicht Schotter
  • eine mindestens 3 bis 5 Zentimeter hohe Schicht Splitt
  • die gewählten Terrassenplatten

Die Tiefe der Ausschachtung ergibt sich daher durch die endgültige Höhe Ihrer Terrasse, von der Sie die Stärke der Platten, mindestens drei bis fünf Zentimeter für die Splittschicht und weitere zehn bis zwanzig Zentimeter für die Schotterschicht abziehen.

3. Den Boden der entstandenen Grube glätten Sie zunächst mit einer Harke. Danach verdichten Sie ihn mithilfe einer Rüttelplatte, die Sie in einem Baumarkt ausleihen können. Mit ihr fahren Sie mehrmals über die gesamte Fläche.

Auf einem sorgfältig erstellten Schotterbett lässt sich der Splitt leicht verteilen © Irina Reifschneider, stock.adobe.com
Auf einem sorgfältig erstellten Schotterbett lässt sich der Splitt leicht verteilen © Irina Reifschneider, stock.adobe.com

4. Nun füllen Sie den Schotter ein. Auch er muss verdichtet werden, deshalb empfiehlt es sich, ihn in mehreren Lagen in die Grube zu schütten und diese einzeln zu verdichten. Die Höhe einer Lage sollte nicht mehr als zehn Zentimeter betragen.

Überprüfen Sie nach Fertigstellung der Schotterschicht, ob Sie das Gefälle eingehalten haben.

Mit einem Vierkantrohr oder einem anderen langen Gegenstand glätten Sie die Splittschicht © Marlon Bönisch, stock.adobe.com
Mit einem Vierkantrohr oder einem anderen langen Gegenstand glätten Sie die Splittschicht © Marlon Bönisch, stock.adobe.com

5. Auf die Schotterschicht geben Sie eine mindestens drei bis fünf Zentimeter hohe Schicht Splitt. Diese Lage ziehen Sie mit einem Richtscheit, einer langen Wasserwaage oder einem langen, geraden Brett glatt. Vollkommen akkurat wird die Splittschicht, wenn Sie vor dem Einfüllen des Splitts Metallschienen hochkant auf die Schotterschicht setzen. Haben ihre Oberkanten die gleiche Höhe wie die gewünschte Endhöhe der Splittschicht, können Sie die Richtlatte beim Abziehen über die Metallschienen ziehen. Danach entfernen Sie die Metallschienen aus dem Splittbett und füllen die Löcher vorsichtig mit Splitt.

Möchten Sie Natursteinplatten verlegen, sollten Sie Edelsplitt aus Granit oder Basalt verwenden. Er enthält keinerlei Substanzen, die zu einer Verfärbung der Natursteine führen könnten. Sie werden durch lösbare Mineralien und Eisenverbindungen verursacht.

Randsteine stützen das Splittbett und die Platten von den Seiten © mahey, stock.adobe.com
Randsteine stützen das Splittbett und die Platten von den Seiten © mahey, stock.adobe.com

6. Mit der Aufbringung des Splitts ist die Vorbereitung des Untergrunds abgeschlossen. Nun verlegen Sie zunächst die Steine, die als Einfassung dienen. Alternativ entfernen Sie an den Außenseiten den Splitt und einen Teil des Schotters und geben Beton hinein. Dieser Rahmen aus Beton stützt die Terrasse zu allen Seiten.

Mit Fugenkreuzen werden die Abstände gleichmäßig © Udo Bojahr, stock.adobe.com
Mit Fugenkreuzen werden die Abstände gleichmäßig © Udo Bojahr, stock.adobe.com

7. Ist die Einfassung fertig beziehungsweise der Beton ausgehärtet, verlegen Sie die Platten, die Sie sich als Bodenbelag ausgesucht haben. Beachten Sie hierbei, dass Sie das Splittbett nicht betreten sollten und beginnen Sie mit dem Verlegen der Platten an einem Rand der Terrasse. Die Fugen zwischen den einzelnen Platten sollten eine Breite von drei bis fünf Millimetern haben. Berücksichtigen Sie aber auch die Empfehlung des Herstellers der Platten. Durch die Verwendung von Fugenkreuzen stellen Sie sicher, dass alle Fugen gleich breit sind und eine einheitliche Optik entsteht.

Schlagen Sie mit einem Gummihammer auf jede einzelne Platte. Dadurch fixieren Sie die Platten auf dem Untergrund. Durch die Schläge mit dem Gummihammer verringert sich die Höhe der Platten um einige Millimeter. Achten Sie deshalb darauf, dass alle Platten gleichmäßig absinken, damit keine Stolperkanten entstehen, und überprüfen Sie die Fläche in der Richtung, in der sie kein Gefälle hat, immer wieder mit der Wasserwaage.

Fugen auf der Terrasse werden oft mit Quarzsand gefüllt © maho, stock.adobe.com
Fugen auf der Terrasse werden oft mit Quarzsand gefüllt © maho, stock.adobe.com

8. Sind alle Platten verlegt, füllen Sie die Fugen mit einem Pflasterfugenmörtel. Er lässt sich mit einem Besen in die Fugen fegen und wird eingeschlämmt. Ein Pflasterfugenmörtel verhindert oder reduziert Unkraut in den Fugen und erleichtert dadurch die Pflege der Terrasse. Sie können die Fugen aber auch mit anderen Materialien wie Quarzsand oder feinem Ziersplitt füllen. Welches Fugenmaterial das beste ist, hängt vor allem von den gewünschten Platten und natürlich von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Haben Sie sich für einen Pflasterfugenmörtel entschieden, geben Sie Wasser auf den Terrassenfußboden, um die Fugen einzuschlämmen. Dieses Wasser fegen Sie einfach mit einem Besen in Richtung der Fugen. Eventuell müssen Sie im Anschluss noch einmal etwas Pflasterfugenmörtel in die Fugen geben, damit diese ausreichend gefüllt sind.

Bei der Verwendung von Quarzsand, den Sie ebenfalls mit dem Besen in die Fugen fegen, kann es vorkommen, dass der Sand durch Regen in die tieferen Schichten der Fugen geschwemmt wird. Auch bei diesem Fugenmaterial müssen Sie daher eventuell noch einmal nacharbeiten und weiteren Quarzsand in die Fugen kehren.

Mit dem Gummihammer klopfen Sie die Platten vorsichtig in den Mörtel © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
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