Terrassenplatten reinigen

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Mit diesen Mitteln wird Ihre Terrasse wieder sauber

Selbst auf einer überdachten Terrasse wird der Fußboden im Laufe der Zeit schmutzig. Oft reicht es aus, ihn zu fegen. Hin und wieder benötigt er jedoch eine umfassende Reinigung, damit er wieder gepflegt aussieht. Ein guter Zeitpunkt für diese Arbeit ist der Beginn des Frühlings, wenn die Außentemperaturen allmählich ansteigen und Sie es sich auf Ihrer Terrasse wieder gemütlich machen möchten.

Nach einer gründlichen Reinigung kann der Sommer kommen © Photographee.eu, stock.adobe.com
Nach einer gründlichen Reinigung kann der Sommer kommen © Photographee.eu, stock.adobe.com

Für die einfache Reinigung: warmes Wasser und Schmierseife

Für herkömmliche Verschmutzungen reicht etwas Schmierseife, die Sie in warmes Wasser geben, oft aus. Diese Lösung lassen Sie am besten eine halbe Stunde einwirken, bevor Sie den Terrassenfußboden mit klarem Wasser nachspülen. Wenn Sie das Wasser mit einem Schrubber von der Terrasse entfernen, löst sich auch der Schmutz, der noch etwas fester auf der Oberfläche sitzt.

Reichlich Wasser und ein Schrubber lösen die meisten Verschmutzungen © andrey gonchar, stock.adobe.com
Reichlich Wasser und ein Schrubber lösen die meisten Verschmutzungen © andrey gonchar, stock.adobe.com

Als Alternative zu Schmierseife bieten sich die Plattenreiniger an, die Sie in vielen Ausführungen für die verschiedenen Plattenarten wie zum Beispiel für Natursteinplatten bekommen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Reiniger unbedenklich für die Pflanzen und die Natur im Allgemeinen ist, denn von Terrassen fließt das Wasser meist in Richtung des Gartens.

Ideal für Betonplatten: die Säuberung mit Fugensand

Bestehen Ihre Terrassenplatten aus Beton und sind recht stark verschmutzt, kann Fugensand, Scheuersand oder anderer feiner Sand bei der Reinigung helfen. Er schmirgelt und poliert die Oberflächen und entfernt auch hartnäckige Verschmutzungen, wenn Sie ihn mit einem Besen über die Platten fegen.

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So lösen Sie Grünbeläge von den Platten

Algen und Moose siedeln sich vor allem auf Terrassenplatten an, die häufig nass sind. Diese Grünbeläge finden sich außerdem oft auf Platten mit strukturierten Oberflächen. Sie beeinträchtigen nicht nur die Optik des Fußbodens, sondern können ihn auch rutschig machen.

Damit Ihr Terrassenboden richtig sauber wird
Damit Ihr Terrassenboden richtig sauber wird

Grünbeläge lassen sich mit einem Schrubber und reichlich warmem Wasser entfernen. Wenn Sie sich die Arbeit erleichtern möchten, geben Sie etwas Soda in das Wasser. Es ist in Drogerien auch unter der Bezeichnung Waschsoda erhältlich und kostet nur wenig Geld. Sollte sich ein hartnäckiger Grünbelag auf diese Weise nicht lösen lassen, können Sie das Soda mit etwas Wasser zu einem Brei vermischen, diesen Brei auf die Platten auftragen und für einige Stunden einwirken lassen. Beim abschließenden Abspülen nehmen Sie am besten ebenfalls einen Schrubber zu Hilfe. Soda eignet sich für die Reinigung fast aller Beläge von den Betonplatten über Feinsteinzeugfliesen bis hin zu den Platten aus Natursteinen.

Selbst eine Holzterrasse können Sie mit einer Wasser-Soda-Mischung säubern. Im Handel bekommen Sie aber auch Grünbelagentferner. Achten Sie beim Kauf solch eines Mittels aber unbedingt darauf, dass es für Ihre Terrassenplatten zugelassen ist. Sonst kann es Schäden verursachen, die unter Umständen irreparabel sind. Probieren Sie das Mittel außerdem zuerst an einer unauffälligen Stelle aus.

So säubern Sie die Fugen

Ein praktisches Werkzeug: die Fugenbürste © Osterland, stock.adobe.com
Ein praktisches Werkzeug: die Fugenbürste © Osterland, stock.adobe.com

Aus den Fugen sprießt häufig Unkraut. Ihm reicht schon eine kleine Ritze und ein wenig Erde, um zwischen den Platten zu gedeihen. Gleiches gilt für das Moos, das im Unterschied zu Unkraut jedoch nur flache Wurzeln bildet und sich dadurch oft schon mit einem Besen entfernen lässt. Sind bereits dicke Moospolster entstanden, können Sie wie beim Grünbelag eine Mischung aus Wasser und Soda auftragen und diese eine Weile einwirken lassen.

Mit dem Fugenkratzer lässt sich Unkraut mitsamt seiner Wurzeln entfernen © luili, stock.adobe.com
Mit dem Fugenkratzer lässt sich Unkraut mitsamt seiner Wurzeln entfernen © luili, stock.adobe.com

Für die Reinigung von Fugen gibt es Fugenbürsten und Fugenkratzer. Fugenbürsten sind sogar in Ausführungen mit Motor und langem Stiel erhältlich. Mit solch einer Bürste reinigen Sie die Fugen bequem im Stehen und ohne Kraftaufwand. Ein Fugenkratzer hat allerdings den Vorteil, dass er auch die Wurzeln entfernt. Dadurch verhindert er ein erneutes Austreiben des Unkrauts und lässt Ihre Terrasse länger sauber aussehen. Möchten Sie keinen Fugenkratzer kaufen, können Sie auch ein altes Messer und bei etwas breiteren Fugen ein Stecheisen verwenden.

Hinweis: Harte Borsten können einen Terrassenbelag verkratzen. Probieren Sie eine Bürste deshalb zunächst an einer Stelle aus, an der Kratzer nicht ganz so schlimm sind.

Ein Gasbrenner tötet das Unkraut komplett © gabort, stock.adobe.com
Ein Gasbrenner tötet das Unkraut komplett © gabort, stock.adobe.com

Besteht Ihr Terrassenbelag aus einem hitzeunempfindlichen Material, können Sie außerdem einen Unkrautbrenner mit offener Flamme verwenden. Etwas schonender ist die Unkrautbeseitigung mit dem Dampfreiniger. Damit er das Unkraut auch unterirdisch zerstört, muss der Dampf eine Temperatur von mindestens 170 °C haben. Alternativ schütten Sie einfach kochendes Wasser auf das Unkraut. Beachten Sie bei allen drei Methoden, dass Sie die Arbeit nicht im Winter durchführen sollten. Dann sind die Platten kalt und die plötzliche Einwirkung von Hitze kann zu Rissen und Sprüngen in den Platten führen.

Der Einsatz von Unkrautvernichtern ist auf befestigten Flächen übrigens verboten, denn die enthaltenen Substanzen könnten in die Kanalisation gespült werden. Gleiches gilt für selbst angemischte Hausmittel, die Salz oder Essig enthalten.

Tipp: Zum Verfugen von Terrassenplatten mit Sand gibt es inzwischen unkrauthemmenden Fugensand. Er verhindert die Keimung von Unkräutern, weil er so gut wie kein Wasser aufnimmt.

Die Arbeit mit dem Hochdruckreiniger – bequem, aber nicht unbedenklich

Bei der Verwendung eines Hochdruckreinigers ist stets Vorsicht geboten © Markus Bormann, stock.adobe.com
Bei der Verwendung eines Hochdruckreinigers ist stets Vorsicht geboten © Markus Bormann, stock.adobe.com

Die Terrasse mit einem Hochdruckreiniger zu säubern, ist zwar bequem, kann ihre Pflege in den folgenden Jahren jedoch erschweren. Grund hierfür ist der hohe Druck, der die Oberfläche aufrauen sowie kleine Risse und andere Beschädigungen verursachen kann. Dadurch entsteht noch schneller ein Grünbelag oder ein Bewuchs mit Moos und Unkraut. Zudem bleibt in einer aufgerauten Oberfläche leichter Schmutz haften. Ein weiteres Problem sind die Fugen, die ausgespült werden, wenn sie zum Beispiel aus Quarzsand bestehen. Möchten Sie dennoch einen Hochdruckreiniger verwenden, sollten Sie den Wasserdruck möglichst niedrig einstellen.

Tipp: Möchten Sie sich die zukünftige Reinigung Ihrer Terrasse erleichtern, empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber „Den Terrassenfußboden schützen – von Versiegelungen bis Imprägnierungen“.

Ob Terrasse, Gartenwege oder Einfahrt: saubere Fugen wirken immer gepflegt © Ozgur Coskun, stock.adobe.com
Schutzschicht für den Terrassenboden

Von Versiegelungen bis Imprägnierungen Möchten Sie sich die Reinigung und Pflege Ihrer Terrasse erleichtern und die Lebensdauer des Fußbodens noch… weiterlesen

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