Die Terrasse planen

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An diese sieben Punkte sollten Sie denken

Durch eine gute Planung sorgen Sie dafür, dass Ihre neue Terrasse perfekt wird. Unabhängig von der Frage, ob Sie sich eine moderne, elegante, naturnahe oder urige Terrasse wünschen, sollten Sie bei Ihren Überlegungen deshalb mit der Klärung der folgenden Punkte beginnen.

Die Terrasse stellt die Verbindung zwischen Wohnhaus und Garten dar © Ralph Brunswick, stock.adobe.com
Die Terrasse stellt die Verbindung zwischen Wohnhaus und Garten dar © Ralph Brunswick, stock.adobe.com

1. Lage

Die Ausrichtung der Terrasse nach Norden, Süden, Westen oder Osten entscheidet darüber, zu welchen Zeiten Sie in der Sonne beziehungsweise im Schatten sitzen. Möchten Sie zum Beispiel am Feierabend noch ein wenig Sonne tanken, ist eine Terrasse auf der Westseite des Gebäudes ideal. Eine Ausrichtung nach Westen sorgt außerdem dafür, dass es an Sommertagen auf der Terrasse nicht zu heiß wird. Gehören Sie zu den besonders sonnenhungrigen Menschen, die gern ein Sonnenbad auf der Terrasse nehmen, ist die Südseite zu empfehlen. Für alle, die lieber im Schatten sitzen oder bei schönem Wetter auf der Terrasse frühstücken möchten, ist dagegen eine Ausrichtung nach Osten optimal.

Mit Blick in den Garten lässt es sich besonders gut entspannen © agmacolor, stock.adobe.com
Mit Blick in den Garten lässt es sich besonders gut entspannen © agmacolor, stock.adobe.com

2. Größe

Wie groß eine Terrasse sein sollte, hängt von der Anzahl der Hausbewohner, aber auch von der geplanten Nutzung ab. Feiern Sie gern Gartenpartys mit vielen Gästen, planen Sie am besten großzügig, damit Sie bei Bedarf weitere Stühle aufstellen können. Entspannen Sie lieber in ganz privater Runde, kann die Fläche dagegen kleiner sein. Sie sollte jedoch ausreichend Platz für die Gartenmöbel bieten. Überlegen Sie deshalb, wie Sie Ihre Terrasse möblieren möchten und planen Sie etwas Luft ein. Oft kommt zu einem späteren Zeitpunkt noch ein weiteres Möbelstück wie zum Beispiel eine Truhe für die Kissen hinzu. Weiteren Platz benötigt ein Sonnenschirm, den Sie nur bei Bedarf öffnen.

Wie Sie Ihre Terrasse vorwiegend nutzen möchten, beeinflusst die geplante Größe
Wie Sie Ihre Terrasse vorwiegend nutzen möchten, beeinflusst die geplante Größe

Unterschätzen Sie außerdem nicht den Platzbedarf von Pflanzen, sofern Sie auf Ihrer Terrasse Kübelpflanzen aufstellen möchten. Sie kommen am besten zur Geltung, wenn sie zu allen Seiten genügend Abstand zu den Möbeln und anderen Gegenständen haben.

Eine große Terrasse bietet selbst für die Sonnenliegen genügend Platz © mariesacha, stock.adobe.com
Eine große Terrasse bietet selbst für die Sonnenliegen genügend Platz © mariesacha, stock.adobe.com

Für einen Gartentisch mit sechs Stühlen, an dem Sie gemütlich essen können, benötigen Sie eine Stellfläche von etwa 25 Quadratmetern. Bei einem quadratischen Tisch mit vier Stühlen sind es circa 20 Quadratmeter. Bei diesen Maßen bleibt auch für andere Gegenstände wie den Grill noch genügend Platz. Möchten Sie auf der Terrasse Loungemöbel aufstellen, brauchen Sie noch mehr Stellfläche, denn diese Möbel sind in der Regel nicht nur besonders breit, sondern auch sehr tief.

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3. Form

Die einfachsten Formen sind das Rechteck und das Quadrat. Grundsätzlich kann eine Terrasse aber auch jede andere Form haben, vorn gerundet sein oder sogar um eine Hausecke verlaufen. Denken Sie jedoch daran, dass der Bau einer Terrasse umso schwieriger wird, je unregelmäßiger ihre Form ist. Dies kann bei Bodenbelägen, die sich nicht ganz so einfach auf das nötige Maß schneiden lassen, zu einem hohen Arbeitsaufwand führen.

Aufwändiger, aber schön: Terrassen mit Rundungen © Ozgur Coskun, stock.adobe.com
Aufwändiger, aber schön: Terrassen mit Rundungen © Ozgur Coskun, stock.adobe.com

Hinweis: Mit den Bodenbelägen, die für einen Terrassenfußboden infrage kommen, befassen wir uns in unserem Ratgeber „Die Terrasse selbst bauen – diese Materialien eignen sich für den Fußboden“.

4. Einfassung

Eine Terrasse kann zum Garten hin offen sein. Sie können jedoch auch eine kleine Mauer oder einen kleinen Zaun setzen. Solch eine Einfassung ist vor allem für Haushalte mit kleinen Kindern zu empfehlen, die von der Terrasse fallen könnten. Zudem trennt sie die Terrasse optisch vom Rest des Gartens, ohne den Blick ins Grüne zu beeinträchtigen. Ist sie etwas höher, kann sie dagegen gleichzeitig als Windschutz sowie als Sichtschutz zum Nachbargrundstück oder zur Straße dienen.

Für kleine Kinder nicht ganz ungefährlich: höhergelegene Terrassen ohne Einfassung © Marco2811, stock.adobe.com
Für kleine Kinder nicht ganz ungefährlich: höhergelegene Terrassen ohne Einfassung © Marco2811, stock.adobe.com

Tipp: Ein mit Kletterpflanzen begrüntes Rankgitter sieht schön aus und sorgt gleichzeitig für die nötige Privatsphäre. Ein grüner Sichtschutz lässt sich außerdem durch höhere Sträucher oder Heckenpflanzen realisieren. Beide benötigen allerdings eine gewisse Zeit, bis sie die gewünschte Höhe erreicht haben.

Liegt die Terrasse auf der gleichen Höhe wie der Garten, ist eine Einfassung aus Blumenbeeten eine gute Lösung. Sie können aber auch Kies und viele andere Materialien verwenden. Möchten Sie gleichzeitig für eine ausreichende Beleuchtung sorgen, stecken Sie rund um die Terrasse kleine Strahler mit Spießen in den Boden.

Es gibt verschiedene Optionen den Übergang der Terrasse zum restlichen Garten zu gestalten
Es gibt verschiedene Optionen den Übergang der Terrasse zum restlichen Garten zu gestalten

5. Treppe

Auf vielen Grundstücken liegt die Terrasse etwas oberhalb des Gartens. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, benötigen Sie eine Treppe. Sie besteht im Idealfall aus dem gleichen Material wie der Terrassenfußboden, damit eine einheitliche Optik entsteht. Eine Treppe kann zum Beispiel auf einen Gartenweg oder auf eine Rasenfläche führen. Bei ihrer Planung spielt daher auch die Gestaltung des Gartens eine entscheidende Rolle.

Höher gelegene Terrasse © Dariusz Jarzabek, stock.adobe.com
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6. Stromanschlüsse

Eine Beleuchtung ermöglicht die Nutzung der Terrasse bis in die Nacht © murattellioglu, stock.adobe.com
Eine Beleuchtung ermöglicht die Nutzung der Terrasse bis in die Nacht © murattellioglu, stock.adobe.com

Eine Beleuchtung soll auf Ihrer Terrasse sicherlich nicht fehlen. Praktisch ist außerdem eine Steckdose für das Radio, den Elektrogrill und andere Geräte. Überlegen Sie daher bei der Planung, an welchen Stellen Sie sich eine Lampe oder eine Steckdose wünschen, damit Sie die nötigen Stromkabel rechtzeitig verlegen lassen können.

7. Überdachung

Ein moderner Sonnenschutz: das Sonnensegel © Delphotostock, stock.adobe.com
Ein moderner Sonnenschutz: das Sonnensegel © Delphotostock, stock.adobe.com

Ein fest montiertes Dach bietet Ihnen und Ihren Gartenmöbeln einen dauerhaften Schutz vor Regen. Zudem spendet es an heißen Sommertagen Schatten. Vielleicht sitzen oder liegen Sie aber auch gern in der Sonne. In diesem Fall wäre eine Markise für die Tage, an denen es Ihnen in der Sonne zu heiß ist, eine gute Lösung. Noch einfacher ist die Aufstellung eines Sonnenschirms. Er kann einen Fuß besitzen oder in eine fest installierte Bodenhülse gesteckt werden. Letztere Variante ist ideal, wenn Sie den Schirm immer an der selben Stelle wie zum Beispiel an einer Sitzgarnitur aufstellen möchten. Ein weiterer möglicher Schattenspender ist das Sonnensegel. Es wirkt modern, ist allerdings recht windanfällig. Es wäre daher zu überlegen, ob Sie es im Herbst abnehmen und für die Wintermonate einlagern.

Tipp: Bei einer teilweise überdachten Terrasse haben Sie stets die Wahl, ob Sie lieber in der Sonne oder im Schatten sitzen.

Formstabil und durch Rillen rutschfest: Terrassendielen aus WPC © ronstik, stock.adobe.com
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