So berechnen Sie das notwendige Gefälle einer Terrasse

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Ist ein Terrassenfußboden absolut waagerecht, kann es leicht passieren, dass Regenwasser in Richtung des Hauses strömt und sich vor dem Mauerwerk oder der Terrassentür sammelt. Solch eine Pfütze vor der Tür ist unangenehm und auch das Mauerwerk nimmt leicht Schaden. Nicht zuletzt leidet aber auch der Fußbodenbelag, wenn auf ihm ständig Wasser steht. Ein Terrassenfußboden sollte deshalb immer ein Gefälle haben und an der Hausseite ein klein wenig höher als an der Gartenseite sein. Diese leichte Neigung berechnen Sie folgendermaßen:

Angrenzende Beete und Rasenflächen können das Regenwasser von der Terrasse gut gebrauchen © agmacolor, stock.adobe.com
Angrenzende Beete und Rasenflächen können das Regenwasser von der Terrasse gut gebrauchen © agmacolor, stock.adobe.com

Das optimale Gefälle einer Terrasse beträgt zwei bis drei Prozent. Bei einem sehr glatten Bodenbelag wie zum Beispiel Fliesen reichen zwei Prozent, denn von ihm fließt Wasser schon bei einer leichten Neigung ab. Zudem besitzen Fliesen Fugen, durch die das Wasser ablaufen kann. Ist die Oberfläche stark strukturiert oder rau, sollte die Neigung dagegen drei Prozent betragen, denn die niedrigeren Stellen behindern einen zügigen Abfluss.

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Die Richtung des Gefälles festlegen

Durch ein Gefälle leiten Sie Regenwasser und anderes Wasser wie zum Beispiel das Wasser, das aus dem Planschbecken Ihrer Kinder spritzt, in eine Richtung, in der es keinen Schaden anrichtet. Dies ist in den meisten Fällen der Garten. Besteht Ihr Terrassenfußboden aus Holzdielen, die möglicherweise sogar geriffelt sind, sollte das Gefälle allerdings stets in Längsrichtung der Dielen verlaufen. Berücksichtigen Sie dies schon bei der Planung, denn Sie können die Dielen längs oder quer verlegen.

Ohne Gefälle bilden sich schnell Pfützen © Satoshi, stock.adobe.com
Ohne Gefälle bilden sich schnell Pfützen © Satoshi, stock.adobe.com

2 oder 3 Prozent Gefälle = 2 beziehungsweise 3 Zentimeter pro laufenden Meter

Ein Gefälle von zwei oder drei Prozent bedeutet, dass Ihre Terrasse pro laufenden Meter auf der Gartenseite zwei beziehungsweise drei Zentimeter niedriger ist als auf der Hausseite. Soll Ihre Terrasse beispielsweise eine Tiefe von drei Metern haben, beträgt der Höhenunterschied bei einem Gefälle von zwei Prozent also sechs und bei einem Gefälle von drei Prozent neun Zentimeter.

Hinweis: Das notwendige Gefälle müssen Sie schon bei der Vorbereitung des Untergrunds wie zum Beispiel beim Anlegen eines Fundaments oder beim Bau einer Unterkonstruktion für einen Holzfußboden berücksichtigen.

Das ideale Gefälle für Ihre Terrasse ist wichtig
Das ideale Gefälle für Ihre Terrasse ist wichtig

Dies gelingt Ihnen am besten, wenn Sie vor den jeweiligen Arbeiten an den Ecken der Terrasse Holzpflöcke in den Boden schlagen und Schnüre spannen. Diese Schnüre spannen Sie mithilfe einer Wasserwaage zunächst waagerecht. Danach nehmen Sie einen Zollstock, legen ihn bei den Pflöcken auf der Gartenseite von unten an die Schnur, zeichnen mit einem Bleistift die richtige Höhe an und ziehen im Anschluss die Schnur bis auf die Markierung. Noch einfacher ausgedrückt müssen Sie die Schnur pro laufenden Meter Terrasse nur zwei beziehungsweise drei Zentimeter nach unten versetzen.

Mit dem Gummihammer klopfen Sie die Platten vorsichtig in den Mörtel © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
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