Holzarten für den Terrassenboden

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Ein Holzfußboden lässt eine Terrasse sehr gemütlich wirken. Er hat außerdem bei jedem Wetter eine angenehme Temperatur, denn er heizt sich selbst bei längerer Sonneneinstrahlung nicht auf. Holz ist allerdings weniger witterungsbeständig als andere Bodenbeläge wie zum Beispiel Fliesen oder Betonplatten. Wählen Sie deshalb eine möglichst wetterfeste Holzart, damit Sie lange Freude an Ihrer neuen Terrasse haben.

Schön und natürlich: ein Holzfußboden auf der Terrasse © Marco2811, stock.adobe.com
Schön und natürlich: ein Holzfußboden auf der Terrasse © Marco2811, stock.adobe.com

Von Natur aus witterungsbeständig: Hölzer aus tropischen Regionen

Über eine hohe Witterungsbeständigkeit verfügen vor allem Tropenhölzer. Sie stammen aus Ländern, in denen häufig oder dauerhaft eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Dementsprechend sind sie weniger empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, die vielen heimischen Holzarten schadet. Nicht wenige kommen im Außenbereich sogar ohne jeden Schutz aus. Sie können einen Holzfußboden aus einem Tropenholz jedoch ölen, wenn er eine schöne braune Farbe haben soll. Durch ein Öl bleibt das Holz außerdem geschmeidig, sodass weniger schnell Risse entstehen.

Für Terrassenfußböden werden vor allem folgende Tropenhölzer genutzt:

  • Bangkirai
  • Cumaru
  • Garapa
  • Ipé
  • Teak
Für einen dunklen Fußboden: Bangkirai © Christian Schwier, stock.adobe.com
Für einen dunklen Fußboden: Bangkirai © Christian Schwier, stock.adobe.com

Bangkirai hat eine mittelbraune bis rötlich-braune Farbe, eine gleichmäßige Maserung und besitzt kaum Asteinschlüsse. Dieses Holz ist daher ideal für einen relativ dunklen Fußboden in einer ruhigen Optik. Es enthält viel Öl und besitzt dadurch einen natürlichen Schutz vor Feuchtigkeit. Bangkirai ist außerdem resistent gegenüber Schädlingen und Pilzen.

Auch das Cumaru ist braun bis rotbraun und besitzt eine dezente Maserung. Wie das Bangkirai eignet sich dieses Holz daher bestens für einen Fußboden in einer gleichmäßigen Optik. Es glänzt jedoch stärker, sofern das Holz glatt geschliffen ist. Cumaru ist besonders dauerhaft und wird in die höchste Dauerhaftigkeitsklasse 1 eingestuft. Damit hat es bei einer fachgerechten Verlegung im Außenbereich eine Lebensdauer von mehr als 25 Jahren.

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Wünschen Sie sich einen hellen Holzfußboden, ist das Garapa eine gute Wahl. Es enthält kaum Äste, sodass ein Fußboden aus Garapa gleichzeitig sehr ruhig wirkt. Auch dieses Holz ist unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen, Schädlingen und Pilzen. Es nimmt kaum Wasser auf und wird deshalb sogar für die Einfassung von Pools verwendet.

Die Sonne verleiht dem Ipé eine schöne braune Farbe © Jérôme Rommé, stock.adobe.com
Die Sonne verleiht dem Ipé eine schöne braune Farbe © Jérôme Rommé, stock.adobe.com

Ebenfalls relativ hell bis olivgrün ist das Ipé. Bei diesem Holz besteht die Maserung aus helleren und dunkleren Bereichen. Eine größere Fläche wirkt daher oft wie gestreift. Sie dunkelt wie bei den meisten Holzarten nach und bekommt im Laufe der Zeit eine braune Farbe. Wie Garapa ist das Ipé sehr unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit.

Passend zu den Gartenmöbeln: Terrassendielen aus Teak © Alexey Seafarer, stock.adobe.com
Passend zu den Gartenmöbeln: Terrassendielen aus Teak © Alexey Seafarer, stock.adobe.com

Auch das Teakholz, das häufig zu Gartenmöbeln verarbeitet wird, ist für den Terrassenfußboden bestens geeignet. Es ist dauerhaft, verblasst im Freien jedoch. Möchten Sie dies verhindern, sollten Sie den Holzfußboden in regelmäßigen Abständen ölen.

Hinweis: Achten Sie beim Kauf von Tropenholz darauf, dass das Holz aus nachhaltigem Anbau stammt. Eine gute Hilfe sind Zertifikate wie das FSC-Siegel.

Heimisches Holz für den Terrassenfußboden

Möchten Sie lieber eine heimische Holzart verwenden, sind Nadelhölzer wie die Lärche oder die Douglasie eine gute Wahl. Bei diesem Holz können Sie relativ sicher sein, dass es nicht aus Raubbau stammt. Es ist zudem in der Regel deutlich günstiger als Tropenholz. Die geringere Lebensdauer heimischer Holzarten führt daher dazu, dass Sie Ihren Terrassenboden früher erneuern müssen, hat über einen längeren Zeitraum betrachtet jedoch keinen großen Einfluss auf die Kosten.

Abwechslungsreich gemasert: Lärchenholz © TH Datenplattform, stock.adobe.com
Abwechslungsreich gemasert: Lärchenholz © TH Datenplattform, stock.adobe.com

Das Holz von Lärchen und Douglasien hat eine rötliche Farbe und besitzt eine lebendige Maserung mit Asteinschlüssen. Solch ein Fußboden wirkt daher natürlich und bietet dem Auge reichlich Abwechslung.

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Von den Laubhölzern eignet sich für den Terrassenbau vor allem das Holz von Eichen. Es ist relativ hart und entsprechend widerstandsfähig. Eichenholz hat auch im Außenbereich eine lange Lebensdauer und wurde deshalb früher unter anderem beim Bau von Fachwerkhäusern genutzt.

Ein Klassiker: das heimische Eichenholz © familie-eisenlohr.de, stock.adobe.com
Ein Klassiker: das heimische Eichenholz © familie-eisenlohr.de, stock.adobe.com

Heimische Holzarten mit zusätzlichem Schutz: Thermoholz und imprägniertes Holz

Durch spezielle Verfahren lässt sich die Witterungsbeständigkeit vieler heimischer Holzarten erhöhen. Sehr wirksam sind vor allem eine Imprägnierung und eine Behandlung mit Hitze. Beide Verfahren machen einen zusätzlichen Holzschutz überflüssig. Sowohl imprägniertes Holz als auch Thermoholz können Sie jedoch ölen, um dem Fußboden den gewünschten Farbton zu verleihen oder eine Vergrauung des Holzes zu verhindern.

Bei der Imprägnierung presst man mit Druck Imprägniersalze in das Holz. Sie schützen das Holz von innen vor Feuchtigkeit, Holzschädlingen und Pilzen. Imprägniertes Holz ist oft an einem leicht grünlichen Farbton zu erkennen. Dieser Grünstich verblasst jedoch mit der Zeit und verschwindet bei einem Anstrich mit einem Holzschutzmittel sofort.

Vorteile von Thermoholz im Überblick
Vorteile von Thermoholz im Überblick

Durch eine Hitzebehandlung entsteht das Thermoholz. Bei diesem Verfahren erhitzt man das Holz auf mindestens 160 °C. Dadurch wird ein Teil der im Holz enthaltenen Zellulose und des Lignins abgebaut. Dies führt zu einer höheren Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzen und Insekten. Die Veränderungen haben außerdem zur Folge, dass Thermoholz weniger Feuchtigkeit aufnimmt. Es neigt daher weniger zum Quellen und Schwinden. Durch eine Hitzebehandlung wird Holz etwas dunkler. Es kann außerdem einen leicht rauchigen Geruch haben.

Als Thermoholz werden vor allem die folgenden Holzarten angeboten:

  • Ahorn
  • Birke
  • Buche
  • Eiche
  • Erle
  • Esche
  • Fichte
  • Kiefer
  • Robinie

Praktisch: vorgefertigte Holzdielen und Holzfliesen für die Terrasse

Möchten Sie beim Bau Ihrer Terrasse auf vorgefertigte Produkte zurückgreifen, haben Sie bei den meisten Holzarten die Wahl zwischen Dielen und Fliesen. Beide werden von vielen Herstellern mit Klicksystemen ausgestattet, die das Verlegen entsprechend leicht machen.

Leicht zu verlegen: Holzfliesen mit Klicksystem © Ralf Geithe, stock.adobe.com
Leicht zu verlegen: Holzfliesen mit Klicksystem © Ralf Geithe, stock.adobe.com
Der Terrassenaufbau mit Klickfliesen ist simpel
Der Terrassenaufbau mit Klickfliesen ist simpel

Eine mögliche Alternative zu Echtholz sind die Dielen und Fliesen aus WPC (Wood-Plastic-Composites), die aus Holz und Kunststoff gefertigt werden. Sie sind witterungsbeständig, pflegeleicht und verziehen sich nicht. Durch spezielle Herstellungsverfahren sind Dielen und Fliesen aus WPC echtem Holz optisch oft sogar sehr ähnlich.

Auf den Platten liegen die Kanthölzer, an denen Sie die Dielen festschrauben © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
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