Farbauswahl für Wände

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Welcher Farbton eignet sich für welchen Raum?

Ob man im Arbeitszimmer motiviert ans Werk geht oder im Schlafzimmer wohlig entspannen kann, hängt unter anderem von der Wandfarbe im jeweiligen Raum ab. Denn die Farbauswahl beeinflusst die Raumwirkung maßgeblich. Die Wahl zwischen einem kräftigen Rotton oder einem kühlen Blau sollte also nicht gänzlich unbedarft getroffen werden. Wie es Ihnen gelingt, mit der richtigen Farbauswahl für Wände überall in Ihrem Zuhause ein Ambiente zum Wohlfühlen zu kreieren, und welche Farben sich für welche Räume eignen, erklärt der folgende Ratgeber.

Wandfarben wecken unterschiedliche Emotionen und Stimmungen © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Wandfarben wecken unterschiedliche Emotionen und Stimmungen © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Farbpsychologie – die Wirkung von Farben auf unsere Stimmung

Fröhliches Sonnengelb, mystisches Blau oder knalliges Pink – Farben wecken Assoziationen und können dadurch Ihre Gefühlslage und Ihr Erleben beeinflussen. Zur Wirkung von Farben gibt es zahlreiche Studien: Sowohl in der Psychologie als auch im Marketing setzen sich Experten intensiv damit auseinander, was Farben im Menschen bewirken können. Dabei spielen persönliche Erfahrungen eine wesentliche Rolle. In Bezug auf Wandfarben lässt sich daraus schließen, dass die Farbwirkung eines Raumes sich zumindest teilweise aus dem ergibt, was ganz individuell über Farben erlernt wurde.

Doch die Farbauswahl der Wandfarbe prägt nicht nur das Raumflair. Sie kann auch dazu beitragen, ob ein Raum als groß oder klein, offen oder gedrungen, strukturiert oder unruhig empfunden wird. Dadurch wird es möglich, die Raumwirkung durch den gezielten Einsatz von Farben positiv zu verändern.

Zusatzinfo: Die Farbwahrnehmung ist (zumindest in Teilen) von Alter und Geschlecht abhängig. So können beispielsweise Babys in den ersten Lebensmonaten nur eine begrenzte Farbpalette erkennen, während Frauen gegenüber Männern Studien zufolge eine bessere Farbwahrnehmung besitzen.

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Welche Farben lassen Räume optisch größer wirken?

In beinahe jedem Zuhause sind sie zu finden: kleine Räume, die irgendwie beengt wirken. Gut, dass man mit der richtigen Farbauswahl für die Wände ganz einfach tricksen kann. Grundsätzlich gilt: Dunkle Farben sind für kleine Räume eher ungünstig. Sie absorbieren mehr Licht und lassen den Raum dadurch noch kleiner erscheinen, als er ohnehin schon ist. Wer eine optische Vergrößerung erzielen möchte, greift daher am besten zu hellen Farben oder streicht die Wände gleich weiß. Vorsicht ist auch bei Mustern und mehrfarbigen Strukturen geboten – wenn an den Wänden zu viel los ist, kann dies den Raum kleiner wirken lassen.

Tipp: Räume mit niedrigen Decken lassen sich optisch strecken, indem man für die Decken eine hellere Farbe als für die Wände wählt. Außerdem sollten die Wände idealerweise bis hoch zur Deckenkante gestrichen werden.

Welche Farben lassen Räume gemütlich wirken?

Sehr große oder länglich geschnittene Räume können schnell ungemütlich und fehlproportioniert anmuten. Mit dunkleren Farben und Akzenten lässt sich Abhilfe schaffen: Wer die Stirnseite in einem länglichen Raum in einer kräftigen, eher dunklen Farbe streicht, minimiert optisch die Tiefenwirkung. Dadurch fühlt man sich im großen Raum gleich weniger verloren. Überdies schaffen warme Farben ein Gefühl von Geborgenheit – perfekt für die Wohlfühlatmosphäre im Wohnzimmer, aber auch für lange, schmale Flure.

Tipp: Nicht nur allzu großzügig geschnittene Räume, sondern auch übermäßig hohe Decken können die Komfortzone stören, wenn sie fehlproportioniert wirken. Hier empfiehlt es sich, die Decken dunkler als die Wände zu streichen. Wer mag, tüncht die dunkle Deckenfarbe sogar ein paar Zentimeter weit über die Deckenkante hinaus auf die Wände.

Farbkarten können bei der Farbauswahl für Wände helfen © namaw, stock.adobe.com
Farbkarten können bei der Farbauswahl für Wände helfen © namaw, stock.adobe.com

Welche Wandfarbe eignet sich für welches Zimmer?

Wie Sie Farben wahrnehmen und bewerten, hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab. Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen, welche Farbe in welchem Zimmer am meisten empfohlen werden kann. Da jeder von uns Farben anders wahrnimmt und erlebt, sollten die ganz persönlichen Vorlieben bei der Farbauswahl für Wände immer berücksichtigt werden. Wer die Wissenschaft trotzdem nicht außer Acht lassen möchte, kann sich an den folgenden Empfehlungen orientieren.

Tipp: Sie müssen sich nicht sofort entscheiden: Bevor Sie in den Baumarkt gehen und Wandfarbe kaufen, lohnt es sich, einen Probelauf zu planen. Hängen Sie hierfür einfach ein Tuch oder ein DIN-A3-Papier in der angedachten Farbe an die Wand und lassen Sie dieses für ein paar Tage auf sich wirken. So werden Sie schnell merken, ob sich die Farbauswahl richtig anfühlt oder nicht. Vergessen Sie im Baumarkt außerdem nicht das richtige Werkzeug für Malerarbeiten, damit das Ergebnis überzeugend wird.

Die richtige Wandfarbe fürs Schlafzimmer

Im Schlafzimmer möchten Sie sich nach einem ereignisreichen Arbeitstag möglichst gut entspannen können. Schließlich ist es der Ort in Ihrem Zuhause, an dem Sie neue Energien tanken, sich erholen und zur Ruhe kommen. Deshalb empfehlen Farbberater oft blaue, grüne oder braune Farbtöne fürs Schlafzimmer. Diese werden oft als beruhigend, erdend und besonders harmonisch empfunden. Als eher ungünstig werden aktivierende Farben wie Rot beschrieben.

Blaue Wandfarbe wirkt im Schlafzimmer beruhigend © LEKSTOCK 3D, stock.adobe.com
Blaue Wandfarbe wirkt im Schlafzimmer beruhigend © LEKSTOCK 3D, stock.adobe.com

Die richtige Wandfarbe für die Küche

In der Küche wünschen Sie sich eine Farbe, die Appetit und Lust aufs Kochen macht? Zudem möchten Sie hier gern gemütlich mit der Familie und Freunden zusammensitzen, angeregte Gespräche führen und sich rundum wohlfühlen? Dann stehen Ihnen viele Farboptionen zur Auswahl: Besonders gern werden Rot- und Gelbtöne für die Küche verwendet. Diese wirken warm und lebendig und verbreiten gute Stimmung. Etwas ruhiger und dezenter wird es mit sanften Erdtönen wie Braun oder Beige – hier verwandelt sich die Küche schnell zum Ruhepol in Ihrem Zuhause.

Die richtige Wandfarbe fürs Wohnzimmer

Im Wohnzimmer haben Sie grundsätzlich viel Spielraum, was die farbliche Gestaltung angeht. Schließlich wird dieser Raum meist auch sehr vielseitig genutzt: Zum Entspannen, für Hobbys oder als Treffpunkt für Familie und Freunde – entscheiden Sie sich also für eine Farbe, die bestmöglich zu jeder Situation passt. Grundsätzlich liegen Sie hier mit Grau- und Brauntönen richtig. Denn die passen auch zu (fast) jedem Einrichtungsstil. Mindestens ebenso beliebt sind Grün und Rot im Wohnzimmer – hier stehen vitalisierende und warme Nuancen im Fokus. Wer im Wohnzimmer am liebsten entspannt, kann unbedarft zu blauer Wandfarbe greifen.

Tipp: Rot ist eine Farbe, die allgemein als sehr warm empfunden wird. Dieser Effekt kann so stark sein, dass man dazu tendiert, die Heizung in rot gestrichenen Zimmern weniger aufzudrehen. Wer gerade im Wohnzimmer kräftig heizt, kann durch eine rote Wandfarbe womöglich seine Heizkosten etwas senken.

Die richtige Wandfarbe fürs Kinderzimmer

Kinder nehmen Farben anders wahr als Erwachsene. Hier gilt die Devise – weniger ist mehr. Experten raten deshalb vor allem bei Babys und Kleinkindern zu gedeckten Farben in sanften Pastelltönen – ob blau, rosa oder gelb ist dabei (fast) nebensächlich. Sobald Ihre Kids älter werden, dürfen auch ein paar knallige Wandfarben Einzug halten. Zu bunt sollte es allerdings nicht werden, denn das fördert Unruhe und Konzentrationsprobleme. Dies wiederum kann sich beispielsweise negativ auf die Hausaufgaben auswirken.

Pastelltöne sind als Wandfarbe im Kinderzimmer besonders zu empfehlen © Vanit่jan, stock.adobe.com
Pastelltöne sind als Wandfarbe im Kinderzimmer besonders zu empfehlen © Vanit่jan, stock.adobe.com

Die richtige Wandfarbe fürs Badezimmer

Bei der Farbauswahl im Badezimmer dürfen Sie sich über eine große Bandbreite freuen. Denn bei der Gestaltung der heimischen Wohlfühloase hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Während manch einer hier am liebsten entspannt, konzentrieren andere sich vor allem auf den Frischekick am Morgen. Weiße Farben im Bad wirken clean und hygienisch, mit farbigen Accessoires und Möbeln setzt man stilvolle Akzente. Blaue Farben wirken im Badezimmer maritim und steigern den Wohlfühl-Faktor, während Grün eine vitalisierende Stimmung ausüben kann. Edel und aufregend wird es mit Schwarz und Rot – ungewöhnlich, elegant und ausdrucksstark. Tipp: Wenn Sie Badezimmer und Feuchträume streichen, sollten Sie darauf achten, dass die Farbe hierfür ausgelegt ist.

Die richtige Wandfarbe fürs Homeoffice

Im Homeoffice kann die Wandfarbe helfen, Produktivität, Konzentration und Kreativität zu beflügeln. Deshalb lohnt es sich, der Farbauswahl hier besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Grundsätzlich für alle Arbeitszimmer geeignet: warme Grüntöne, denn diese wirken sowohl belebend als auch konzentrationsfördernd. Mindestens ebenso gut geeignet ist ein dezentes Blau, weil es beruhigend wirkt und dadurch den Stressabbau fördern kann. Vorsicht ist bei sehr knalligen Farben geboten – sie können das Ambiente schnell unruhig scheinen lassen. Wer allerdings bei der Arbeit oft müde ist, kann sich durch kräftige Rot- und Gelbtöne einen zusätzlichen Power-Boost sichern.

Tipp: Versuchen Sie bei der Farbauswahl immer auch die Einrichtung zu berücksichtigen. Besonders harmonisch wirken Räume, in denen Farben aus nicht allzu vielen verschiedenen Farbfamilien gemixt werden.  

Naturfarben werden immer beliebter und die Auswahl immer größer © amedeoemaja, stock.adobe.com
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