Malerarbeiten: selbst erledigen versus Profi beauftragen

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Wer bei Renovierungs- und/oder Sanierungsprojekten sparen möchte, versucht, möglichst viele Aufgaben in Eigenregie zu erledigen. Warum viel Geld für einen Handwerker ausgeben, wenn man einfache Arbeiten ebenso gut selbst verrichten kann? Die Idee ist gut, doch leider überschätzen viele Hobby-Heimwerker die Anforderungen einiger Handwerksarbeiten gewaltig. So gibt es bestimmte Bereiche, von denen man als Laie lieber die Finger lassen sollte – die Elektrik gehört beispielsweise oft dazu. Doch wie ist es mit Malerarbeiten? Kann man diese selbst erledigen oder sollte man hier auch besser einen Profi ans Werk lassen? Der folgende Ratgeber klärt auf, welche Vorteile es haben kann, Malerarbeiten selbst durchzuführen und wann man lieber auf Fachexpertise setzt. Außerdem verraten wir, worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen passenden Handwerksbetrieb finden möchten.

Professionell durchgeführte Malerarbeiten überzeugen qualitativ © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Professionell durchgeführte Malerarbeiten überzeugen qualitativ © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Einsparpotenzial vs. Verlässlichkeit: Gründe für und gegen Malerarbeiten vom Profi

Wenn es um die Frage geht, ob man Malerarbeiten selbst erledigen oder lieber von einem Profi durchführen lassen sollte, gibt es mehr als eine Meinung. Während die einen sagen, dass sich vor allem Streichen und Tapezieren problemlos in Eigenregie erledigen lassen, argumentieren die anderen mit den deutlichen Zeitvorteilen, die man gewinnen kann, wenn man einen Fachbetrieb beauftragt. Wie schwer Immobilienbesitzer die unterschiedlichen Vor- und Nachteile gewichten, muss jeder selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass man die Pros und Contras überhaupt kennt. Dafür sorgen wir – nachfolgend gibt es einen umfassenden Überblick über die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Vorteile: Malerarbeiten selbst erledigen

Der größte Vorteil, den es bietet, wenn man Malerarbeiten selbst erledigt, ist sicher der finanzielle Aspekt: Machen Hobby-Handwerker sich selbst die Mühe, alte Tapeten zu entfernen, neu zu tapezieren, Holzdecken zu streichen oder Wände zu verputzen, können sie dadurch viel Geld sparen. Schließlich müssen sie die eigene Arbeitsleistung nicht bezahlen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass solche Arbeiten auch kurzfristig umgesetzt werden können – professionelle Handwerksbetriebe sind oft Monate im Voraus ausgebucht, sodass spontane Renovierungsarbeiten nur selten möglich sind.

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Vorteile: Malerarbeiten vom Profi

Neben den soeben genannten Vorteilen gibt es auch einige Nachteile. Allem voran: Erledigt man die Malerarbeiten selbst, kostet das Zeit – viel Zeit. Während sich die Wände in einem einzigen Raum vielleicht noch an einem Wochenende neu streichen lassen, dauert kombiniertes Tapezieren, Verputzen und Streichen schon wesentlich länger. Vor allem, wenn nicht nur ein Zimmer, sondern womöglich ein ganzes Haus renoviert werden soll.

Selbst zu streichen, kann große Kostenvorteile bieten © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Selbst zu streichen, kann große Kostenvorteile bieten © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Hinzu kommt, dass man für verschiedene Arbeiten spezielles Equipment benötigt: Einige Putzarten beispielsweise sollten nur mit entsprechender Schutzkleidung an die Wand gebracht werden. Vom allgemeinen Werkzeug für Malerarbeiten ganz zu schweigen – ist dieses nicht bereits vorrätig, müssen zusätzliche Kosten eingeplant werden. Handwerker sind hier klar im Vorteil, denn sie bringen das nötige Werkzeug direkt mit. Ähnliches gilt für das Material: Bei Tapeten, Putz oder Wandfarbe nutzen Profis genau die richtigen Produkte mit höchster Qualität.

Last but not least eines der wichtigsten Argumente, die für die Beauftragung eines Profis für Malerarbeiten sprechen: die Qualität. Während Laien oft nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“ arbeiten, haben Profis ihr Handwerk gelernt. Bei ihnen sitzt jeder Handgriff und das Ergebnis kann auf ganzer Linie überzeugen. Da muss man sich keine Sorgen machen, dass die Tapete nach ein paar Tagen wieder von der Wand fällt oder die frisch gestrichenen Wände streifig und fleckig aussehen.

Zur besseren Übersicht haben wir die Vorteile noch einmal kompakt in einer Tabelle zusammengestellt:

VorteileMalerarbeiten selbst erledigenMalerarbeiten vom Profi
Kostenersparnis✓✓✓
zeitliche Flexibilität✓✓✓
Zeitersparnis✓✓✓
Investitionskosten in Material und Werkzeug✓✓✓
Qualität ✓✓✓

Handwerksbetrieb für Malerarbeiten finden: 3 hilfreiche Tipps für die Handwerkersuche

Sie haben sich dazu entschieden, für die Renovierung Ihrer Wände und Decken lieber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, dafür aber beim Zeitfaktor zu sparen und von verlässlicher Qualität zu profitieren? Dann müssen Sie jetzt nur noch den passenden Handwerksbetrieb finden. Das ist manchmal leichter gesagt als getan. Denn neben vielen professionellen Betrieben gibt es auch reichlich schwarze Schafe, bei denen weder Preis noch Qualität überzeugen können. Überdies besteht immer die Gefahr, dass ein Betrieb Ihnen unnötig Geld aus der Tasche zieht. Doch davor können Sie sich schützen – indem Sie sich an den folgenden 3 Tipps orientieren.

Professionelle Handwerker übernehmen auch das Tapezieren © Anselm, stock.adobe.com
Professionelle Handwerker übernehmen auch das Tapezieren © Anselm, stock.adobe.com

TIPP

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Tipp 1: Erfahrungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis einholen

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Handwerker mit verschiedenen Arbeiten betraut und sind mit seiner Leistung zufrieden. Würden Sie ihn einem Freund empfehlen? Und wie steht es mit einem schlechten Handwerker – dieser würde wohl kaum eine Empfehlung von Ihnen bekommen. Sie merken: Auf Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis kann man sich in der Regel verlassen. Deshalb sollte die Suche nach einem Profi für Malerarbeiten am besten hier beginnen. Hören Sie sich um und kontaktieren Sie Betriebe, mit denen Menschen, denen Sie vertrauen, gute Erfahrungen gemacht haben.

Tipp: Bei der Malersuche im Branchenverzeichnis rät die Verbraucherzentrale, Abstand von Betrieben zu nehmen, die mit „AAA“ beginnen. Hierbei handelt es sich um einen leicht zu durchschauenden Trick, um im Verzeichnis weiter vorn gelistet zu werden. Häufig stecken dahinter unseriöse Firmen.

Tipp 2: Qualifikationen und Seriosität prüfen – vor allem online

Online auf verschiedenen Portalen sowie in speziellen Branchenverzeichnissen finden sich allerhand Betriebe, die ihre Handwerksleistungen oft sogar zu einem überraschend günstigen Preis anbieten. Doch kann man denen trauen? Das können Sie überprüfen: Professionelle Fachbetriebe sind idealerweise ein Meisterbetrieb und in der Innung vertreten. Zudem verfügen sie über gut sichtbare Referenzen, an denen Sie sich ein Bild von ihrer Arbeit machen können. Eine eigene Website mit lokaler Telefonnummer ist ebenfalls ein gutes Indiz für einen seriösen Betrieb.

Auch beim Verputzen kann sich professionelle Hilfe lohnen © niko_cingaryuk, stock.adobe.com
Auch beim Verputzen kann sich professionelle Hilfe lohnen © niko_cingaryuk, stock.adobe.com

Vorsicht: Webseiten lassen sich heute für kleines Geld im professionellen Look bauen. Dahinter stecken teilweise Abzockfirmen, die nicht lokal ansässig sind, sondern deutschlandweit mit Subunternehmen kooperieren. Von diesen Betrieben sollten Sie unbedingt die Finger lassen.

Tipp 3: Angebote einholen und vergleichen

Haben Sie einen Handwerker ausgewählt, sollten Sie sich ein Angebot oder einen Kostenvoranschlag geben lassen. So können Sie relativ gut abschätzen, wie teuer die Malerarbeiten werden. Entscheiden Sie sich nicht gleich für das erstbeste Angebot, holen Sie sich die nötigen Vorabinformationen von unterschiedlichen Betrieben ein. So können Sie ordentlich Geld sparen. Vergessen Sie aber nicht, sich die entsprechenden Angebote und Kostenvoranschläge schriftlich zukommen zu lassen.

Wichtig: Immer wieder kommt es vor, dass Handwerker einen „Spezialpreis“ anbieten, für den sie aber weder ein Angebot noch eine Rechnung erstellen. Soll heißen: Ihnen wird Schwarzarbeit angeboten. Das ist nicht nur höchst unseriös, sondern kann Sie rechtlich womöglich in Teufels Küche bringen. Daher die ganz klare Empfehlung: Finger weg von allen Angeboten, die „unter der Hand“ laufen sollen.

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