Bunte Wände gekonnt überstreichen

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Wie lassen sich farbige Wände überstreichen?

Dunkelrot, türkisblau oder sonnengelb – farbige Wände sind bei Weitem nicht jedermanns Geschmack. Und selbst wenn man sie einst mit viel Liebe gestrichen hat, können sie mit der Zeit an Reiz verlieren. Was dann bei den Renovierungsarbeiten ganz oben auf der To-do-Liste steht: Die bunten Wände neu zu streichen. Doch das ist mitunter gar nicht so leicht. Deshalb geben wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie farbige Wände überstreichen und dazu noch praktische Tipps, mit denen Sie schnell das gewünschte Ergebnis erzielen.

Beim Überstreichen farbiger Wände kommt es auf die Deckkraft der Farbe an © Sandro Götze, stock.adobe.com
Beim Überstreichen farbiger Wände kommt es auf die Deckkraft der Farbe an © Sandro Götze, stock.adobe.com

Farbige Wände überstreichen – Das sollten Sie vorab bedenken

Eine sorgfältige Vorbereitung ist das A und O für alle Malerarbeiten – also auch wenn Sie farbige Wände überstreichen möchten. Deshalb sollten Sie die Streichaktion nicht überstürzt angehen, sondern zuerst eine gute Basis schaffen. Dazu gehört: Achten Sie darauf, alles, was Sie an Material benötigen, vorrätig zu haben. Um garantiert nichts zu vergessen, machen Sie sich ggf. vorab eine Checkliste.   

Zur Standard-Ausrüstung für Malerarbeiten gehören:

  • Abdeckmaterial (Malervlies, Folien etc.)
  • Kreppband
  • Wandfarbe
  • Streichwerkzeug (Pinsel, Farbrollen etc.)
  • Abrollgitter
  • ggf. Spachtelmasse zum Ausbessern von Löchern und Rissen
  • ggf. Grundierungsfarbe
  • Leiter

Beim Überstreichen von farbigen Wänden sollten Sie eines unbedingt bedenken: Gegebenenfalls müssen Sie einen zweiten Anstrich einkalkulieren. Das gilt ganz besonders, wenn die Ausgangsfarbe dunkler ist als die neue Wandfarbe. Denn streichen Sie eine helle Farbe auf einen dunklen Untergrund, kann es sein, dass die alte Wandfarbe später durchscheint. Den zweiten Anstrich können Sie mitunter umgehen, wenn Sie eine Farbe mit hoher Deckkraft kaufen. Darauf sollten Sie demnach beim Auswählen der Wandfarben-Art unbedingt ebenfalls achten.

Tipp: Wenn Sie nicht weiß streichen wollen, sondern Ihnen ein ganz bestimmter Farbton vorschwebt, lohnt es sich, die Wandfarbe im Baumarkt anmischen zu lassen, anstatt zu versuchen, selbst das richtige Mischungsverhältnis zu treffen. Haben Sie die passende Menge Ihrer Wunschfarbe gekauft, gehen Sie sicher jederzeit genug Farbe mit dem richtigen Farbton vorrätig zu haben. Das wird Ihnen äußerst gelegen kommen, wenn Sie später etwas nachbessern müssen.   

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Anleitung zum Überstreichen farbiger Wände

Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann das Projekt starten. Befolgen Sie einfach unsere 7 Schritte, in denen wir Ihnen erklären, wie Sie farbige Wände überstreichen.

Schritt 1: Raum vorbereiten

Zum Malern und Überstreichen farbiger Wände benötigen Sie vor allem eines: Platz! Deshalb müssen Sie zuallererst sämtliche Möbel und Dekorationen von und entlang der Wände entfernen. Große Möbelstücke bringen Sie idealerweise in einem anderen Zimmer unter. Geht das nicht, schieben Sie die Möbel in die Mitte des Raumes. Beachten Sie: In diesem Fall müssen die Möbel abgedeckt werden – am besten mit Malervlies oder einer Plastikfolie. Schließlich sollen Schränke, Tische und Co. nichts vom neuen Anstrich abbekommen, sondern schön sauber bleiben.

Steckdosen und Co. sollten vor dem Überstreichen der farbigen Wand abgeklebt werden © Sandro Götze, stock.adobe.com
Steckdosen und Co. sollten vor dem Überstreichen der farbigen Wand abgeklebt werden © Sandro Götze, stock.adobe.com

Schritt 2: Wände sauber machen

Nicht nur der Raum, auch die Wände selbst müssen für den Anstrich vorbereitet werden. Denn nur wenn der Untergrund entsprechend präpariert ist, kann die neue Farbe tatsächlich darauf halten. Daher besonders wichtig: Die Wände müssen sauber, trocken und fettfrei sein. Deshalb empfehlen wir Ihnen, die Wände vor dem Streichen abzufegen und dabei lose Verschmutzungen, wie Staub oder Krümel zu entfernen.

Sofern vorhanden, müssen Anstriche mit Leimfarbe abgewaschen, andere nicht tragfähige Wandbeläge wiederum sogar komplett abgenommen werden. Darüber hinaus sollten Sie Nägel und Dübel aus den Wänden holen und etwaige Löcher, Risse oder Unebenheiten ausbessern. Je nachdem, wie es um den Untergrund bestellt ist, muss dieser zusätzlich mit einer Grundierung versehen werden. Beispielsweise bei sandenden Untergründen sollten Sie die Wände für den anstehenden Anstrich grundieren.

Schritt 3: Abkleben

Nicht alles, was sich an bzw. entlang der Wand befindet, soll auch einen neuen Farblook erhalten. Solche Partien müssen Sie dementsprechend vor Anstrich schützen. So sollten Sie Steckdosen, Fußleisten, Fenster- und Türrahmen mit Malerkrepp abkleben. Gleiches gilt für die Ecken und Außenkanten der Wände – beides sollten Sie mit Kreppband versehen, um am Ende einen klaren, geraden Abschluss zu erzielen. Eine weitere Schutzmaßnahme widmet sich dem Fußboden, der ebenfalls mit einem Malervlies oder einer Folie abgedeckt werden sollte.

Schritt 4: Kanten vorstreichen

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Sie können mit dem Streichen beginnen. Dafür zuallererst die Wandfarbe richtig anmischen bzw. gründlich umrühren, damit sich die Farbpartikel gut miteinander verbinden. Ist das erledigt, fangen Sie am besten mit den Ecken, Kanten und schwer zugänglichen Stellen an. Mit einer kleinen Farbrolle oder einem Flachpinsel kommen Sie hier prima voran.

Tipp: Weniger ist mehr!Farbrollen sollten Sie nie ganz in den Farbeimer hineintunken. Tauchen Sie stattdessen maximal die Hälfte des Flors ein und rollen Sie das Streichgerät danach über das Abstreifgitter, um die Farbe gleichmäßig zu verteilen.

Schritt 5: Große Flächen streichen

Haben Sie den Rahmen farbig angemalt, können Sie sich nach dem Prinzip „von außen nach innen“ vorarbeitenund nun die großen Flächen streichen. Dafür verwenden Sie am besten eine mittlere oder große Farbrolle. Diese feuchten Sie vorher leicht an, ehe Sie sie in den Farbeimer eintauchen. Damit das Ergebnis später schön gleichmäßig wird, streichen Sie nass in nass. Diese Technik hat sich beim richtigen Streichen von Wänden und Decken bewährt.

Nach dem Überstreichen sollte die frisch gestrichene Wand ausreichend lang trocknen © christophe papke, stock.adobe.com
Nach dem Überstreichen sollte die frisch gestrichene Wand ausreichend lang trocknen © christophe papke, stock.adobe.com

Schritt 6: Trocknen lassen

Sind Sie mit dem Überstreichen der farbigen Wände fertig, muss das Ganze schließlich trocknen. Gönnen Sie dem neuen Anstrich ruhig eine Nacht, mindestens jedoch einige Stunden Zeit, um gut durchzutrocknen. Nach Ablauf der Trocknungsphase prüfen Sie das Ergebnis Ihres Malerprojektes – möglichst bei Tageslicht, denn dann können Sie besser sehen, ob ein zweiter Anstrich nötig ist oder nicht. Wichtig: Ist die Farbe an der Wand noch feucht, entfaltet sie noch nicht ihre volle Deckkraft. Um wirklich feststellen zu können, ob die farbige Wand deckend überstrichen wurde, müssen sie also warten, bis die neue Farbe vollends trocken ist.

Schritt 7: Ausbessern, Nachstreichen oder Feierabend?

Scheint die Ausgangsfarbe großflächig bzw. an vielen Stellen durch, müssen Sie notgedrungen noch einmal ran an die Farbrolle und einen zweiten Anstrich durchführen. Sind hingegen nur kleine bzw. wenige Farbunebenheiten erkennbar, genügt es oftmals mit einem Pinsel bzw. einer Mini-Farbrolle nachzubessern. Der Idealfall: Das Ergebnis ist makellos und Sie müssen nirgendwo nachstreichen. Dann sind sie mit dem Überstreichen der farbigen Wändefertig.

Tipps, wie sich farbige Wände gut überstreichen lassen

Wie das Überstreichen bunter Wände funktioniert, wissen Sie dank unserer Anleitung jetzt. Die nachfolgenden Tipps und Tricks sind eine prima Ergänzung, die Sie noch schneller zum Ziel führen.

Teilweise wird beim Überstreichen farbiger Wände ein zweiter Anstrich notwendig © vulcanus, stock.adobe.com
Teilweise wird beim Überstreichen farbiger Wände ein zweiter Anstrich notwendig © vulcanus, stock.adobe.com

Tipp 1: Die richtige Farbrolle zum Überstreichen farbiger Wände

Malerprofis wissen nur zu gut: Farbrolle ist nicht gleich Farbrolle! Es gibt Lang- und Kurzflorrollen, Lammfellrollen, Schaumrollen – und alle in klein, mittel oder groß. Welche Sie wählen sollten, richtet sich danach, ob Sie auf einem glatten oder rauen Untergrund streichen wollen und welche Farbe Sie verwenden. Informieren Sie sich daher vorab, welche Farbrolle sich zum Streichen Ihrer Wände am besten eignet.

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Tipp 2: Die passende Farbmenge berechnen

Um zu vermeiden, dass Sie zu wenig oder zu viel Wandfarbe kaufen, sollten Sie vorab berechnen, wie viel Farbe Sie zum Überstreichen der farbigen Wände benötigen. Grundsätzlich lohnt es sich eher etwas mehr Farbe zu kaufen. Denn solange die Gebinde ungeöffnet sind, können Sie diese beim Händler zurückgeben – zumindest, wenn Sie keine eigens angemischten Farben gekauft haben.

Tipp 3: Nass-in-Nass-Technik nonstop durchführen

Der Name legt es bereits nahe: Führen Sie die Nass-in-Nass-Technik ohne Unterbrechung durch! Sind die Farben erst einmal (an-) getrocknet, wäre schließlich das ganze Prinzip dahinter nicht mehr realisierbar.  

Tipp 4: Aufräumen und sauber machen nicht vergessen

Nach dem Streichen ist die Arbeit leider noch nicht ganz erledigt. Schließlich muss noch aufgeräumt und sauber gemacht werden. Vor allem Pinsel, Farbrollen und Co. sollten Sie sofort von Farbresten befreien. Auch etwaige Flecken an Möbeln und Fußboden gilt es direkt wegzuwischen. Denn ist die Farbe erst einmal getrocknet, lässt sie sich umso schwerer entfernen.

Tipp 5: Auf Qualität setzen

Bei der Wandfarbe Geld zu sparen, empfiehlt sich beim Überstreichen farbiger Wände keinesfalls! Im Gegenteil: Wer günstige Produkte (mit geringer Deckkraft) kauft, zahlt meist doppelt. So kommen Sie vermutlich nicht umhin nachzustreichen, wodurch Sie wiederum mehr Farbe benötigen. Anders gesagt: Kaufen Sie eine hochwertige Farbe mit hoher Deckkraft, können Sie sich Arbeit, Geld und Zeit eines zweiten Anstrichs sparen. Allein angesichts dessen ist Qualität beim Überstreichen farbiger Wände enorm wichtig.

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