Den Wunschfarbton für die Wand anmischen

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Anleitung, Technik und Tipps

Sie wollen zu Hause Malerarbeiten durchführen und die Farben dafür selbst anmischen? Das geht leichter als Sie zunächst vielleicht denken mögen – sofern Sie wissen, wie Sie beim Mischen von Wandfarbe vorgehen sollten. Unsere nachfolgende Anleitung erklärt Ihnen, wie Sie schnell und einfach das perfekte Mischungsverhältnis erzielen. Dazu erhalten Sie nützliche Tipps, die Sie zu Ihrem persönlichen Wunschfarbton führen.

Den richtigen Farbton für Wände und Decken zu mischen, ist nicht immer leicht © Racle Fotodesign, stock.adobe.com
Den richtigen Farbton für Wände und Decken zu mischen, ist nicht immer leicht © Racle Fotodesign, stock.adobe.com

Für einen gelungenen Einstieg: Das 1 × 1 der Farbenlehre

Ganz gleich, ob Sie Flur, Küche oder Badezimmer streichen wollen, eins ist für alle Malerarbeiten essenziell: eine gelungene Farbauswahl. Immerhin bestimmen nicht nur Bodenbelag, Möbel, Deko und Co. das Raumambiente – auch Farben prägen das Wohnerlebnis nachhaltig. So wirken dunkle Rottöne warm und energetisierend, wohingegen Blau und Grün als kühl, entspannend und beruhigend empfunden werden.

Wichtige Informationen darüber, wie sich Farben optimal anmischen lassen, liefert auch die Farbenlehre. Sie basiert auf dem sogenannten Farbkreis, bei dem zwischen primären, sekundären und tertiären Farben unterschieden wird. Zu den drei Primärfarben gehören Rot, Blau und Gelb. Aus ihnen lassen sich die drei Sekundärfarben – Orange, Grün und Lila – mischen. Die Tertiärfarben wiederum werden durch das Mischen von primären und sekundären Farben erstellt, darunter Blau-Grün oder Lila-Rot.

Die wichtigsten Farbmischungen:

FarbkombinationFarbergebnis
Rot + GelbOrange
Rot + BlauLila
Rot + WeißRosa
Blau + GrünTürkis
Blau + GelbGrün

Selbstverständlich lassen sich noch viele weitere Farbkombinationen und feine Nuancen kreieren. Geben Sie beispielsweise Weiß oder Schwarz hinzu, können Sie die jeweiligen Farbtöne aufhellen bzw. verdunkeln. So lässt sich beim Mischen von Wandfarbe ein breit gefächertes Farbspektrum erzielen – von sanften Pastelltönen bis zu schrillen Knallerfarben.

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Material zum Farben anmischen: Das brauchen Sie

Haben Sie sich für einen Farbton entschieden, gilt es, das richtige Werkzeug für die Malerarbeiten parat zu haben. Neben Pinsel, Abdeckfolie, Farbroller und Co. sind das natürlich die Wandfarben. Mischen Sie diese selbst an, brauchen Sie zwei Sorten: Grundfarbe und Abtönfarbe. Weitere Materialien, die Sie zum Anmischen von Wandfarbe benötigen, sind: Eimer, Farbrührer und ggf. ein Lappen – falls mal etwas daneben geht.

Farbe mit einem Rührgerät anzumischen, erleichtert die Arbeit © Fotolyse, stock.adobe.com
Farbe mit einem Rührgerät anzumischen, erleichtert die Arbeit © Fotolyse, stock.adobe.com

Material zum Anmischen von Wandfarbe:

  • (weiße) Dispersionsfarbe
  • Abtönfarbe
  • Abdeckfolie
  • großer Eimer
  • Farbrührer
  • ggf. Lappen zum Aufwischen

Wandfarbe richtig anmischen – in 5 Schritten zum Wunschton

Wer Wände und Decken richtig streichen möchte, muss hierfür einiges beachten. Das gilt umso mehr, wenn Sie die Farbe für Ihre Malerarbeiten selbst mischen möchten. Doch keine Sorge, wir leiten Sie Schritt für Schritt durch den Ablauf und zeigen Ihnen, wie Sie Wandfarbe richtig anmischen.

Schritt 1: Farbton bestimmen

Zuallererst müssen Sie festlegen, welchen Farbton Sie anmischen möchten. Beachten Sie bei Ihrer Auswahl unbedingt, welche Wirkung Sie mit der Farbe erzielen wollen und ob Ihr Wunschton hierfür tatsächlich perfekt geeignet ist. Wollen Sie farbige Wände überstreichen, ist außerdem die Deckkraft entscheidend. Denn nur, wenn diese hoch genug ausfällt, kann das Ergebnis am Ende wirklich überzeugen.

Tipp: Brauchen Sie noch etwas Inspiration zum Auswählen des perfekten Farbtons? Dann holen Sie sich doch eine Farbkarte oder einen Farbfächer kostenlos aus dem Baumarkt. Mit deren Hilfe können Sie exakt den Farbton auswählen, den Sie beim Anmischen der Farbe erzielenmöchten. Alternativ lohnt sich ein Blick ins Internet, wo Farbhersteller, Wohn- und Einrichtungsprofis regelmäßig neue Trends präsentieren.

Beim Anmischen von Farbe müssen sich die Pigmente gut verbinden © andrea lehmkuhl, stock.adobe.com
Beim Anmischen von Farbe müssen sich die Pigmente gut verbinden © andrea lehmkuhl, stock.adobe.com

Schritt 2: Arbeitsbereich vorbereiten

Beim Streichen von Decken und Wänden kann mitunter auch mal was daneben gehen, davor ist niemand gefeit. Das gilt auch, wenn Sie zu Hause selbst Farbe anmischen. Deshalb sollten Sie Ihren Arbeitsbereich entsprechend vorbereiten und vor möglichen Farbspritzern schützen. Soll heißen: Legen Sie den Boden mit einer Abdeckfolie aus und bedecken Sie Möbelstücke ggf. mit einem Malervlies.

Schritt 3: Farben gründlich verrühren

Damit der Anstrich schön gleichmäßig wird, müssen die Farbpigmente gut miteinander verbunden sein. Sowohl Abtön- als auch Grundfarbe sollten Sie zunächst separat gründlich durchrühren, ehe Sie die beiden zusammen mischen.

Tipp: Verwenden Sie immer sortengleiche Farben zum Anmischen – idealerweise sogar vom selben Hersteller. Denn harmonieren die Rezepturen der Farben nicht miteinander, können Klümpchen entstehen oder der Anstrich ungleichmäßig bzw. fleckig werden. Orientieren Sie sich an den Empfehlungen der Hersteller, dürfen Sie sich auf der sicheren Seite wähnen.

Schritt 4: Farben mischen

Nun dürfen Abtön- und Dispersionsfarbe miteinander gemischt werden. Dafür füllen Sie zunächst die weiße Dispersionsfarbe in den Eimer. Danach gießen Sie nach und nach vorsichtig etwas Abtönfarbe hinzu und rühren diese gründlich unter – so lange, bis der gewünschte Farbton erreicht ist. Damit sich auch hier die Farbpigmente gut miteinander vereinen, nehmen Sie einen Farbrührer zur Hilfe, den Sie von unten nach oben führend durch die Farbmasse bewegen.

Tipp: Damit Sie das perfekte Mischungsverhältnis nicht vergessen, sollten Sie sich die verwendeten Mengenangaben notieren. So können Sie auch im Nachhinein jederzeit Ihre Wunschfarbe noch einmal anrühren. Zum Dosieren der Farbmengen empfehlen sich Messbecher, Tassen oder Löffel.

Das richtige Mischverhältnis sollte man sich beim Anmischen von Farben genau merken © Sigtrix, stock.adobe.com
Das richtige Mischverhältnis sollte man sich beim Anmischen von Farben genau merken © Sigtrix, stock.adobe.com

Schritt 5: Testdurchlauf

Gehen Sie beim Streichen besonnen vor: Anstatt gleich in die Vollen zu gehen und die ganze Wand mit der angemischten Farbe streichen, lohnt es sich, erst einmal eine Testrunde zu starten und nur einen kleinen Teil der Wand mit der selbst angemischten Farbe zu streichen. Der Vorteil: Sie sehen direkt, wie der Farbton an der Wand wirkt und ob er sich harmonisch in das Raum- und Einrichtungskonzept einfügt. Falls nicht, haben Sie jetzt noch die Chance einen anderen Farbton anzumischen oder das Mischungsverhältnis der Farbe zu verändern. 

Eine praktische Alternative: Im Baumarkt Wandfarbe anmischen lassen

Wer es sich ganz besonders leicht machen möchte, lässt sich die Farbe im Baumarkt anmischen. Der Vorteil: Die Profis treffen garantiert exakt den Farbton, den Sie sich herausgesucht haben. Vor allem, wenn Sie später erneut nachstreichen und etwas Nachschub an Farbe kaufen müssen, kann Ihnen das äußerst gelegen kommen. Bedenken Sie jedoch: individuell abgemischte Farben aus dem Baumarkt sind tendenziell etwas teurer.

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Farben selbst anmischen oder die Aufgabe einem Fachmann anvertrauen, denken Sie daran: Kaufen Sie genügend Farbe für Ihr Malerprojekt und planen Sie auch einen möglichen Zweitanstrich oder Nachbesserungen ein! Vor allem, wenn Sie vorhaben, farbige Wände zu überstreichen oder Sie sich einen ganz speziellen Farbton ausgesucht haben.

Hochwertige Farbrollen und Pinsel sind als Malerwerkzeuge mehrfach verwendbar © svort, stock.adobe.com
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