7 Schritte für die Deckenverkleidung mit Paneelen

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Ob im Zuge groß angelegter Renovierungsarbeiten, nach einem Wasserrohrbruch oder einfach zwischendurch – hin und wieder wird die Neugestaltung einer Zimmerdecke erforderlich. Hierfür stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl: vom Decke abhängen mit Gipskarton bis hin zur Deckenverkleidung mit Spanndecken. Oder Sie entscheiden sich für eine Holzvertäfelung mit Paneelen – schließlich bietet diese Variante viele Vorteile. Überdies lassen sich Deckenpaneele leicht selbst montieren. Vorausgesetzt, Sie wissen, wie es geht. Genau das erklärt Ihnen unser nachfolgender Ratgeber – zusammen mit den wichtigsten Gründen dafür, warum es sich lohnt, eine Decke mit Holz zu vertäfeln.  

Holzvertäfelungen sorgen für modernes Landhaus-Flair © Gunnar Assmy, stock.adobe.com
Holzvertäfelungen sorgen für modernes Landhaus-Flair © Gunnar Assmy, stock.adobe.com

5 Gründe, warum es sich lohnt, eine Decke zu vertäfeln

Keine Frage: All diejenigen, die sich das Projekt „Deckenpaneele montieren“ bereits fest auf die To-do-Liste gesetzt haben, müssen wohl nicht mehr überzeugt werden, warum es sich lohnt, die Decke mit Paneelen zu verkleiden. Schließlich wissen sie vermutlich längst um die vielen Vorteile, die eine solche Deckengestaltung mit sich bringen kann. Für alle anderen fassen wir die Vorteile von Deckenpaneelen noch einmal zusammen.

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Vorteil 1: Deckenpaneele unterstreichen ein warmes Raumambiente

In puncto Innenraumgestaltung setzen Sie gern auf ein betont warmes Ambiente? Dann haben Sie mit Deckenpaneelen einen Volltreffer gelandet. Denn diese Deckenverkleidung senkt zwar die Raumhöhe, schafft damit jedoch ein Flair, das Behaglichkeit und Wärme ausstrahlt. Vor allem mit einer Holzvertäfelung gelingt dies geradezu perfekt. Schließlich verströmt das natürliche Material gekonnt Country- oder Landhaus-Feeling pur und kreiert damit ein Ambiente zum Wohlfühlen und Entspannen.

Vorteil 2: (Noch) Mehr Wärme genießen dank Deckenpaneelen

Deckenpaneele erzeugen nicht nur optisch ein warmes Raumklima. Im Gegenteil: Mit einer abgehängten Zimmerdecke können Sie tatsächlich die Wärmeisolierung verbessern – sofern Sie entsprechendes Dämmmaterial einbauen. Gute Nachrichten also für alle, die warme Temperaturen bevorzugen und in den Herbst- und Wintermonaten keine kalten Füße bekommen wollen.

Vor allem in Badezimmern sind vertäfelte Decken beliebt © archideaphoto, stock.adobe.com
Vor allem in Badezimmern sind vertäfelte Decken beliebt © archideaphoto, stock.adobe.com

Vorteil 3: Verkleidete Zimmerdecke, weniger Heizkosten

Nicht nur Ihr Wohlbefinden, auch Ihr Portemonnaie wird sich über Paneelen an der Decke freuen. Warum? Ganz einfach: Entscheiden Sie sich dafür, Ihre Zimmerdecke abzuhängen, wird der Raum niedriger. Und eine geringere Raumhöhe bewirkt wiederum, dass Sie weniger heizen müssen. Ideal für alle, die Heizkosten – und damit bares Geld – sparen möchten.

Vorteil 4: Deckenpaneele verbessern den Schallschutz

Mit einem Deckenabhang aus Paneelen können Sie das Ambiente für alle Sinne spürbar aufwerten. Neben einer ausgewogenen Raumtemperatur und Wohlfühl-Ausstrahlung zeigt sich dies anhand des verbesserten Schallschutzes. So profitieren Sie bei Deckenpaneelen von einem schalldämmenden Effekt, der vor allem bei Räumen mit überdurchschnittlich hohen Decken äußerst dienlich sein kann.

Vorteil 5: Clevere Integration von Elektroanlagen

Dass Deckenpaneele weitaus mehr als funktional sein können, beweisen sie, wenn es an die Installation von Elektroanlagen und dergleichen geht. So können Kabel und Leitungen für Lampen, Musikanlagen, Heizungen usw. quasi unsichtbar unter der abgehängten Zimmerdecke entlanglaufen. Netter Nebeneffekt: Alte Tapeten und unschöne Heizungsrohe können gleich mit versteckt werden. Damit sorgen Sie für eine ruhige, stimmige Deckengestaltung – praktisch, clever und stilvoll zugleich. 

Vorteile von Deckenpaneelen:

  • helfen Heizkosten zu sparen
  • verbessern die Wärmedämmung
  • fördern das Raumambiente
  • optimieren die Schallisolierung
  • clevere Abdeckung von Kabeln, Leitungen, Heizungsrohre etc.  

Checkliste: Das brauchen Sie, um selbst Paneele anzubringen

Die Vorteile von Deckenpaneelen wären geklärt. Als Nächstes müssen Sie wissen, was Sie an Material und Werkzeug brauchen, um selbst Paneele anzubringen. Kleiner Hinweis vorweg: Hiervon hat längst nicht jeder Heimwerker alles in seiner Standardausstattung vorrätig. Deshalb sollten Sie unsere Checkliste unbedingt durchgehen, ehe Sie sich in das Projekt „Paneele montieren“ stürzen.

Deckenpaneele lassen sich auch in Eigenregie montieren © Leonardo Franko, stock.adobe.com
Deckenpaneele lassen sich auch in Eigenregie montieren © Leonardo Franko, stock.adobe.com

Ausrüstung zur Montage von Deckenpaneelen:

  • Paneele
  • Akkuschrauber
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Befestigungskrallen
  • Holzlatten
  • Abschlussleisten und Winkel
  • Schrauben und passende Dübel
  • Handsäge
  • Stichsäge  
  • Hammer
  • Bleistift

optional:

  • Bohrmaschine
  • Dämmmaterial
  • Handkreissäge
  • Lochsäge

Anleitung: Decke mit Paneelen verkleiden

In Ihrer Werkstatt liegt alles zum Paneele verlegen parat? Perfekt! Dann kann es auch schon losgehen. Unsere Anleitung macht es Ihnen leicht, in 7 Schritten Paneele an die Decke zu montieren. Also, nichts wie ran an die Arbeit.

Schritt 1: Unterkonstruktion anfertigen

Für eine Decke mit Paneelen braucht es eine Basis, die alles sicher und stabil trägt. Soll heißen: Sie müssen eine Unterkonstruktion anfertigen, an deren Latten Sie die Paneele später befestigen. Schrauben, Dübel und Akkuschrauber helfen Ihnen dabei, die Lattung fest an der Decke anzuschrauben. Wasserwaage und Zollstock wiederum sorgen dafür, dass alles gerade und nach Maß sitzt. Wichtig: Die einzelnen Latten sollten maximal 40 cm auseinander liegen und sich an der Laufrichtung der Paneele orientieren.

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Schritt 2: Konterlattung und Dämmmaterial

Möchten Sie beispielsweise Dämmmaterial unter die Paneele einarbeiten, müssen Sie die Unterkonstruktion mit einer Konterlattung versehen. Diese wird quer zur Laufrichtung der Basislattung montiert. Dadurch entsteht ein gitterartiger Unterbau, hinter den Sie das Dämmmaterial einfügen können. Tipp: Verwenden Sie organischen bzw. mineralischen Dämmstoff, der mindestens 40 mm dick ist. Diese Stärke sollten Sie auch für die Konterlatten auswählen.   

Schritt 3: Paneele zuschneiden

Groß, klein, verwinkelt oder sogar rund – Decken sehen keineswegs alle gleich aus. Logisch also, dass Sie die Paneele zuschneiden müssen, damit diese die Zimmerdecke perfekt auskleiden. Zum Kürzen genügt es, eine Feinsäge oder Gehrungssäge zu verwenden. Sind die Ausschnitte komplizierter, empfiehlt es sich, zu einer Stichsäge zu greifen.

Insbesondere bei ungewöhnlichen Grundrissen ist das Zusägen der Paneele wichtig © dietwalther, stock.adobe.com
Insbesondere bei ungewöhnlichen Grundrissen ist das Zusägen der Paneele wichtig © dietwalther, stock.adobe.com

Schritt 4: Paneele mit Befestigungskrallen montieren

Paneele mit Nägeln oder Schrauben befestigen – das ist absolut tabu! Stattdessen müssen Sie hierfür Befestigungskrallen verwenden, welche Sie an der Nut der Deckenpaneele fixieren. Um am Ende eine Dehnungsfuge zu erhalten, sollte der Abstand zwischen Paneel und Deckenabschluss etwa 2 cm betragen. Verlegen Sie die Paneele nach dem Feder-in-Nut-Prinzip.

Schritt 5: Löcher für Beleuchtung, Steckdosen und Co. aussägen

Soll die Decke mit einer Beleuchtung, Steckdosen oder dergleichen ausgestattet werden, müssen Sie hierfür entsprechende Löcher sägen. Dafür verwenden Sie am besten eine Lochsäge. Bleibt die Decke frei, können Sie sich diesen Schritt sparen.

Schritt 6: Abschlussleisten anbringen

Als letztes Finish sollten Sie Ihre neu gestaltete Decke mit passenden Abschlussleisten versehen. Deckenleisten, Winkel, Fußleisten, Hohlkehlleisten – sie alle runden das Gesamtbild stilvoll ab. Daher sind sie weitaus mehr als ein dekoratives Extra, sondern gehören für alle Heimwerker, die auf Perfektion setzen, zum Standard. Dank Befestigungsclips und Montagekleber sind solche Abschlussleisten leicht anzubringen.

Schritt 7: Übergänge kaschieren

Kein Muss, aber oft das Tüpfelchen auf dem i: Kaschieren Sie die Übergänge zwischen den Deckenpaneelen und Abschlussleisten. Je nachdem, für welche Art von Zierleisten Sie sich entschieden haben, können Maleracryl oder Silikon dabei helfen, weiche Übergänge zu erzeugen.

Zierleisten und Rosetten aus Stuck sind beliebt © roostler, stock.adobe.com
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