Farbe sprühen statt streichen

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Farbsprühsysteme: Vor- und Nachteile von Farbsprühgeräten

Egal, ob Sie Ihr Badezimmer streichen oder Ihren kompletten vier Wänden einen neuen Look verpassen möchten – wer Malerarbeiten klassisch mit Farbwalze und Pinsel erledigt, muss einiges an Zeit und Arbeit einkalkulieren. Und je umfangreicher das Malerprojekt ausfällt, desto größer ist auch der Aufwand. Um sich diesen zu ersparen, lautet bei vielen Heimwerkern die Lösung: Farbe sprühen statt streichen – damit ist die Arbeit ruckzuck erledigt. Doch ist das Streichen mit einem Farbsprühgerät tatsächlich immer die bessere Alternative? Welche Vor- und Nachteile bieten sich hier genau? Wir erklären Ihnen, wer, wann und warum Farbe sprühen statt streichen sollte.

Mit einem Farbsprühsystem lassen sich alle gängigen Farben verwenden © Olga, stock.adobe.com
Mit einem Farbsprühsystem lassen sich alle gängigen Farben verwenden © Olga, stock.adobe.com

Sprühen vs. Streichen: Vor- und Nachteile von Farbsprühsystemen

Vor allem Heimwerker-Projekte der XXL-Kategorie verleiten schnell dazu, Farbe zu sprühen, statt zu streichen. Immerhin eilt modernen Farbsprühgeräten der Ruf voraus, dass mit ihnen der Anstrich blitzschnell und perfekt gelingt. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein? Finden wir auch. Deshalb haben wir das Spezialwerkzeug genauer unter die Lupe genommen und die Vor- und Nachteile von Farbsprühsystemen ermittelt.

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Vorteile von Farbsprühgeräten: Praktische Allrounder für Top-Anstriche

Ob drinnen oder draußen, für Haus, Garage oder den Outdoor-Bereich – Farbsprühgeräte glänzen so ziemlich überall als praktische Allzweckwaffe. Ihre Spezialität: Fassadenanstriche und Wände streichen – beispielsweise, wenn das Zuhause von oben bis unten renoviert werden soll.

Wer weiß, wie die Farbsprühgeräte funktionieren, darf sich über eine leichte Handhabung und ein Top-Ergebnis freuen. Denn durch das Aufsprühen verteilt sich die Farbe wunderbar gleichmäßig – ohne dabei Streifen, Nasen oder Ähnliches zu bilden. Vielmehr legt sie sich als feiner Sprühnebel auf die Oberfläche und das sogar an schwer zugänglichen Stellen, wie Ecken, Ritzen oder Rillen. Beim Streichen der Decke bieten die Farbsprüher noch mehr Komfort: Dank ihnen werden Rücken, Nacken und Schultern während des Überkopfarbeitens entlastet.

Darüber hinaus ist der Farbverbrauch geringer, wenn Sie Farbe sprühen statt streichen. Somit sparen Sie sowohl Zeit und Kraft als auch bares Geld. Wem das noch nicht genug ist, der dürfte sich vielleicht hierüber freuen: Auf gesprühten Wänden können Keime und Bakterien sich nicht so leicht anlagern. Schimmel beugen Sie somit effektiv vor. Und auch aus rein praktischer Sicht kann sich ein Farbsprühsystem lohnen: Statt vieler verschiedener Malerwerkzeuge, kaufen Sie ein Tool zum Streichen von Wänden, Möbeln und dergleichen.

Die richtige Schutzkleidung ist beim Aufsprühen der Wandfarbe essenziell © Kadmy, stock.adobe.com
Die richtige Schutzkleidung ist beim Aufsprühen der Wandfarbe essenziell © Kadmy, stock.adobe.com

Damit Sie jederzeit mit Ihrem Farbsprüher im Einsatz sein können, eignen sich die meisten Geräte für verschiedene Farbarten, darunter Dispersionsfarben genauso wie Lacke und Lasuren. Sie sehen: Vieles spricht dafür, sich ein Spritzgerät zu kaufen, um Farbe zu sprühen, statt zu streichen.

Wichtig: Es gibt zwei verschiedene Techniken, mit denen sich Farbe sprühen statt streichen lässt: das Airless Spritzverfahren und das Airbrush Niedrigdruckverfahren, kurz HVLP. Während Letzteres ideal für kleinere DIY-Projekte geeignet ist, beweist das Airless Sprühsystem auch bei größeren Flächen sein Können. Deshalb schwören die Profis auf das Airless Farbspritzgerät, wenn Sie Farbe sprühen statt streichen wollen.

Nachteile von Farbsprühgeräten: Nur für Profis?

Farbe sprühen statt streichen – so einfach wie viele in der Handwerkerszene behaupten, ist es leider nicht immer. Schließlich kann das Arbeiten mit einem Farbsprühgerät ganz schön viel Dreck machen: Der feine Sprühnebel dringt in jede noch so kleine Ritze ein, verteilt sich großzügig auf jeder Oberfläche und färbt so alles kunterbunt, was ihm in die Quere kommt. Heißt für Sie: Bevor Sie mit dem Malern beginnen, müssen Sie alles schön sorgfältig abdecken – von den Möbeln über die Fenster bis hin zum Boden, vorzugsweise mit Malerfolie oder -vlies.

Und auch Sie selbst müssen sich vor dem Sprühnebel schützen: Dafür brauchen Sie eine Spezialausrüstung bestehend aus Schutzanzug, Schutzbrille, Atemmaske und Handschuhen. Damit ist die Liste der Investitionen aber noch nicht vorbei: Auch die Farbsprühgeräte schlagen mit ordentlichen Kosten zu Buche. Schon allein deshalb sollte man sich zweimal überlegen, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt.

Der richtige Umgang mit dem Farbsprühgerät will gelernt sein © sakarin14, stock.adobe.com
Der richtige Umgang mit dem Farbsprühgerät will gelernt sein © sakarin14, stock.adobe.com

Außerdem gilt: Das Arbeiten mit dem Farbsprühgerät will gelernt sein. Nicht jedem gelingt auf Anhieb ein gleichmäßiger und überzeugender Farbauftrag. Wer die Chance hat, sollte sich ein Gerät zum Farbe aufsprühen deshalb lieber leihen und erst einmal ausgiebig üben. Und je länger das dauert, umso mehr stellt sich die Frage, ob man mit Rolle und Pinsel nicht vielleicht doch schneller gewesen wäre.

Malern mit Farbsprühgeräten: Darauf sollten Sie achten

Sie möchten Farbe sprühen statt streichen, um Ihr Zuhause schnell und einfach zu renovieren? Oder wollen Sie Ihr Carport streichen, Möbel mit Farbe aufarbeiten oder den Gartenzaun lackieren? Welches Heimwerker-Projekt auch immer bei Ihnen ansteht, ein paar Dos and Don’ts sollten Sie kennen, ehe Sie das Farbsprühgerät anschmeißen.

Wie bei allen Handwerker-Projekten lautet das Motto: Safety first! Daher müssen Sie sowohl den Arbeitsbereich als auch sich selbst vor dem Sprühnebel schützen. Hierfür decken Sie Raum und Möbel mit Malervlies oder Folie ab und tragen Schutzkleidung. Um den Farbauftrag perfekt umzusetzen, müssen Sie Lack, Lasur bzw. Farbe gründlich umrühren. Das dürfte Ihnen vom klassischen Streichen der Wände bestens bekannt sein.

Arbeiten Sie zum ersten Mal mit einem Farbsprühsystem, sollten Sie vorher ein paar Proberunden machen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Werkzeug funktioniert. Sprühen Sie also erst einmal eine kleine Ecke an und tasten Sie sich langsam vor. Damit Sie beim Farbe sprühen stets einen kühlen Kopf bewahren, achten Sie darauf, dass genügend Frischluft im Raum vorhanden ist. Sollten Sie nicht draußen, sondern drinnen mit dem Farbsprühgerät arbeiten, heißt das: Regelmäßig Fenster auf und lüften

Farbe zu sprühen bietet einen zeitlichen Vorteil – wenn man es richtig macht © H_Ko, stock.adobe.com
Farbe zu sprühen bietet einen zeitlichen Vorteil – wenn man es richtig macht © H_Ko, stock.adobe.com

Untergründe müssen trocken und sauber, also fett- und staubfrei sein. Denn schon wenige Verschmutzungen genügen, um das Ergebnis später zu trüben. Auch die Umgebungstemperatur muss stimmen – es darf weder zu kalt noch zu warm sein. Beachten Sie diesbezüglich unbedingt die Angaben des Herstellers.

Farbe sprühen oder streichen – Was ist besser?

Die Frage, ob Sie nun lieber Farbe sprühen oder streichen sollten, entscheiden Sie allein. Grundsätzlich ist das Arbeiten mit Farbsprühgeräten etwas komplizierter und bedarf zumindest ein wenig Know-how und Übung. Anfänger sollten daher nichts überstürzen und keinesfalls mit einem XXL-Projekt, sondern lieber mit etwas Leichtem starten.

Unser Fazit: Farbsprühgeräte sind eine vielversprechende Ergänzung zum klassischen Malerwerkzeug – insbesondere für diejenigen, die anstelle von Putz oder Tapete eine Wandgestaltung mit Farbe bevorzugen. Dementsprechend kann es sich durchaus für so manchen (Hobby-)Handwerker lohnen, ein Farbsprühsystem zu kaufen oder zu leihen.

Selbst zu streichen, kann große Kostenvorteile bieten © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
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