Putz oder Tapete für die Wand

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Tapezieren oder verputzen – Die Vor- und Nachteile

Putz oder Tapete – was eignet sich besser für die Wandgestaltung? Diese Frage stellen sich viele Heimwerker. Doch eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Schließlich haben beide Materialien ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Welche dies sind, erklärt Ihnen unser Ratgeber. So können Sie leichter entscheiden, ob Sie Ihre Wände tapezieren oder verputzen möchten.

Putz und Tapete sind bei der Gestaltung von Wänden gleichermaßen beliebt © Manuela Ewers, stock.adobe.com
Putz und Tapete sind bei der Gestaltung von Wänden gleichermaßen beliebt © Manuela Ewers, stock.adobe.com

Warum sind Putz und Tapete so beliebt?

Streichen, kacheln, verkleiden, verputzen, tapezieren – für die Wandgestaltung gibt es viele Möglichkeiten. Seit vielen Jahrhunderten beliebt: Putz und Tapete – schließlich werten sie jeden Raum optisch auf, garantieren ein gutes Wohngefühl und bieten außerdem die Option auf zahlreiche Individualisierungsmaßnahmen. Und das überall im Haus: Ob Bad, Schlafzimmer, Küche, Flur oder Wohnzimmer – so ziemlich jeder Raum kann tapeziert oder verputzt werden. Worauf es dabei ankommt: die passende Tapetenart bzw. dir richtige Art von Putz. Dabei spielen die verschiedenen Vor- und Nachteile der beiden Wandgestaltungsmöglichkeiten eine entscheidende Rolle.

Was sind die Vor- und Nachteile von Putz und Tapete?

Wer schon einmal im Baumarkt einen Blick auf die riesige Auswahl an Tapeten und Putz-Arten geworfen hat, der weiß, warum man sich im Vorfeld besser darüber informieren sollte, ob man seine Wände verputzen oder tapezieren möchte. Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind nämlich wenig empfehlenswert – dafür sollten einfach zu viele Dinge beachtet werden. Einen ersten Überblick bzw. eine kleine Hilfestellung liefert eine Betrachtung der folgenden Aspekte.

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Besseres Raumklima dank Putz oder Tapete?

Beim Tapezieren oder Verputzen von Wänden gibt es ein klares Ziel: das Raumklima zu verbessern. Grundsätzlich ist das mit beiden Materialien möglich, schließlich können sowohl Putz als auch Tapete diffusionsoffen sein. Das bedeutet, dass sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Luft abgeben können. Vor allem mineralischem Putz gelingt das mit Bravour. Dafür sorgt ein Mix aus Sand und natürlichen Bindemitteln, wie Gips, Zement oder Kalk. Lehmputz gilt diesbezüglich als Champion, weshalb er gern für Arbeiten verwendet wird, bei denen eine gesunde, natürliche Note im Fokus steht.

Doch auch Tapeten können sich positiv auf das Raumklima auswirken. Je nachdem aus welchem Material sie bestehen und mit welchem Kleber sie fixiert werden, tragen sie dazu bei, eine gesunde Wohlfühlatmosphäre zu kreieren. Vliestapeten sind diesbezüglich besonders zu empfehlen. Zusammengefasst heißt das: Putz und Tapete – beide können das Raumklima fördern. Es kommt dabei aber auf das passende Produkt an. Berücksichtigen Sie also stets, wie hoch Ihr Anspruch in puncto Raumklima ist.

Wichtig: Insbesondere Putz eignet sich nicht für jeden Untergrund. Während sich eine Raufasertapete relativ problemlos auf eine alte Raufasertapete kleben lässt, ist bei vielen Putzarten ein spezieller Untergrund vorgeschrieben oder sogar eine Vorbehandlung vonnöten.

Insbesondere Lehmputz sorgt für ein hervorragendes Raumklima © picunique, stock.adobe.com
Insbesondere Lehmputz sorgt für ein hervorragendes Raumklima © picunique, stock.adobe.com

Mehr Wohlfühlflair mit Putz oder Tapete?

Ob Putz oder Tapete mehr Wohlfühlflair bringen, ist eine Entscheidung, die jeder für sich persönlich treffen muss. Denn wie attraktiv die Wandgestaltung schlussendlich wirkt, bestimmen persönlicher Geschmack und individuelle Vorlieben. Sollten Sie sich unsicher sein, welche Wandgestaltung für Sie die beste ist, kann sich eine Beratung bei einem Fachmann lohnen. Oder: Sie lassen sich von Einrichtungstrends und Wohnideen inspirieren. Internet und Fachzeitschriften sind diesbezüglich wie immer eine hervorragende Ideenquelle.

Was Sie bei Ihrer Entscheidung unbedingt einfließen lassen sollten: Nicht nur die Optik, auch Akustik und Haptik eines Wandbelags tragen dazu bei, wie er wahrgenommen wird. Das bedeutet: Ob Sie eine Oberfläche mit grober Struktur auswählen oder doch einen Belag umsetzen, der sich warm und weich anfühlt – die Raumwirkung wird hierdurch maßgeblich bestimmt. Hierzu gibt es eine klare Tendenz: Meist wird Putz als kühler und härter empfunden als Tapete. Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein – Ihre persönlichen Vorlieben entscheiden hier maßgeblich.

Tipp: Ob Putz oder Tapete für mehr Atmosphäre in einem Raum sorgen, kann auch davon abhängen, um welchen Raum es geht. Manch einer will im Schlafzimmer nicht auf warme Tapeten verzichten, im Büro oder im Flur darf es dagegen die etwas kühlere Struktur von Rauputz sein.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor auf das Ambiente: das Design. Hier bieten Tapeten eine größere Bandbreite als Putz. Schließlich gibt es sie in unzähligen Farben, mit Prints, Strukturen oder Effekten, sowie aus unterschiedlichen Materialien wie Vlies, Papier, Vinyl oder Raufaser. Dennoch muss Putz sich in puncto Vielseitigkeit keinesfalls verstecken. Im Gegenteil: Beim Verputzen von Wänden sorgen Sie mit den verschiedenen Körnungen und Struktur-Effekten für Abwechslung – sowohl haptisch als auch optisch. Zudem können Sie mit der richtigen Farbauswahl die Raumwirkung zusätzlich beeinflussen.

Die Struktur des Wandbelags hat einen entscheidenden Einfluss auf das Wohlfühlflair © Iliya Mitskavets, stock.adobe.com
Die Struktur des Wandbelags hat einen entscheidenden Einfluss auf das Wohlfühlflair © Iliya Mitskavets, stock.adobe.com

Wichtig: Möchten Sie Tapeten oder Putz streichen, sollten Sie darauf achten, die richtige Wandfarben-Art auszuwählen. Gerade für die unterschiedlichen Putzarten ist längst nicht jede Wandfarbe geeignet. Gleiches gilt für Tapeten – bei der falschen Auswahl gehen die positiven Eigenschaften des Wandbelags verloren.

Weniger Arbeitsaufwand bei Putz oder Tapete?

Ein Aspekt, der vor allem für Anfänger relevant ist: Was lässt sich leichter an die Wand bringen – Tapete oder Putz? In puncto Anwendung hat ganz klar die Tapete die Pole Position – allem voran Vliestapeten, die sich schnell und einfach aufkleben lassen. Das gilt für glatte Vliestapeten genauso wie für gemusterte oder strukturierte. Bei Papiertapeten ist es mitunter etwas schwieriger – mit ein wenig Übung und dem richtigen Material bzw. Werkzeug funktioniert das Tapezieren aber auch hier hervorragend.

Auch das Tapezieren erfordert einiges an Aufwand © Manuela Manay, stock.adobe.com
Auch das Tapezieren erfordert einiges an Aufwand © Manuela Manay, stock.adobe.com

Eins gilt jedoch für alle Tapeten: Der Untergrund muss gut vorbereitet sein, damit sich später keine Unebenheiten auf der Oberfläche abzeichnen. Deshalb müssen Sie eine glatte, ebenmäßige Basis für die Tapetenschicht schaffen. Das gilt übrigens auch, wenn Sie die Wand erst verputzen und danach tapezieren wollen: Denn auf Rau- oder Strukturputz bleibt die Tapete nicht haften. In solchen Fällen muss mitunter die gesamte Putzschicht entfernt und durch eine neue ersetzt werden. Ist das erledigt, sind die Tapeten blitzschnell an der Wand -sofern man die richtige Technik beherrscht.

Etwas mehr handwerkliches Geschick erfordert das Verputzen von Wänden, insbesondere, wenn Sie ganz traditionell mit Schwammbrett, Formkellen und Co. ans Werk gehen möchten.

Soll das Ergebnis garantiert tadellos sein bzw. sind spezielle Effekte oder Putzstrukturen gewünscht, empfiehlt es sich, die Aufgabe einem Profi anzuvertrauen. Der beherrscht die verschiedenen Techniken aus dem Effeff und verputzt Ihre Wände genauso, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Tipp: Falls Sie Ihre Wände lieber selbst verputzen wollen, sind Streich- und Rollputze eine empfehlenswerte Alternative für Sie. Beide sind genauso leicht anzuwenden wie Wandfarbe und damit besten für Anfänger geeignet.  

Fazit: Tapete und Putz liegen (fast) gleich auf

Ob nun die Vorteile von Putz oder Tapete überwiegen, müssen Sie selbst abwägen und für sich bzw. Ihr Zuhause bestimmen. Eine Standardlösung gibt es hier nicht. Eine Erkenntnis wollen wir Ihnen allerdings mit auf den Weg geben: Anfänger tun sich mit dem Tapezieren oft leichter, wohingegen das Verputzen einiges an Übung erfordert. Wer auf die positiven Eigenschaften von Wandputz nicht verzichten möchte, sollte deshalb überlegen, ob sich die Investition in einen professionellen Handwerker lohnen kann.

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