Einen Schwimmteich anlegen

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So bauen Sie einen natürlichen Pool in Ihrem Garten

Ein Schwimmteich hat gegenüber einem Swimmingpool den Vorteil, dass er weitestgehend ohne Technik und den Einsatz von Mitteln wie Chlor auskommt. Gleichzeitig fügt er sich besser in einen Garten ein, denn wie jeder andere Teich wird ein Schwimmteich bepflanzt. Diese Pflanzen, die mit Unterstützung vieler Mikroorganismen auf ganz natürliche Weise das Wasser säubern, bekommen einen eigenen Bereich, der auch als Regenerationszone bezeichnet wird. So stören sie nicht beim Baden und werden umgekehrt von den Badenden nicht beschädigt.

Nicht nur für Kinder ein großer Spaß: der Schwimmteich © Luckyboost, stock.adobe.com
Nicht nur für Kinder ein großer Spaß: der Schwimmteich © Luckyboost, stock.adobe.com

Bevor Sie mit der Planung eines Schwimmteichs beginnen, sollte Ihnen allerdings bewusst sein, dass das Wasser in einem Schwimmteich nicht so klar sein wird wie in einem Swimmingpool. Eventuelle Trübungen, Pflanzenrückstände, Schlamm auf dem Boden und Ähnliches sollten Ihr Badevergnügen daher nicht beeinträchtigen.

Einen Schwimmteich planen: worauf Sie achten sollten
Einen Schwimmteich planen: worauf Sie achten sollten

Ebenso wird die Pflanzenzone Insekten und vielleicht sogar Frösche anlocken. Sie sollten daher bereit sein, Ihren Teich mit Tieren zu teilen. Wenn Ihnen diese Vorstellung gefällt, können Sie auch Fische in Ihrem Schwimmteich halten. Die Fische haben durch den bepflanzten Bereich einen Rückzugsort, sodass Sie sich keine Sorgen zu machen brauchen, dass Sie die Tiere durch Ihre Anwesenheit stressen.

Daran sollten Sie bei der Planung eines Schwimmteichs denken

Die Einteilung in eine Schwimm- und eine Pflanzenzone kann durch eine Trennwand unter Wasser erfolgen. Sie verhindert, dass sich die Pflanzen in die Schwimmzone ausbreiten. Alternativ legen Sie für die beiden Zonen einzelnen Becken an und verbinden diese miteinander. Wenn Sie möchten, können Sie die Pflanzenzone auch in mehrere Bereiche aufgliedern und rund um die Schwimmzone einige kleinere Regenerationszonen für die Pflanzen anlegen.

Die Pflanzen in der Regenerationszone säubern das Wasser © josefkubes, stock.adobe.com
Die Pflanzen in der Regenerationszone säubern das Wasser © josefkubes, stock.adobe.com
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Sollen allein die Pflanzen das Wasser sauber halten, muss das Verhältnis zwischen Pflanzenzone und Schwimmzone 50:50 bis 60:40 betragen. Bei einem 100 Quadratmeter großen Teich stehen Ihnen daher nur 40 bis 50 Quadratmeter zum Schwimmen zur Verfügung. Ein Schwimmteich ohne jede Technik sollte außerdem mindestens 50 bis 60 Quadratmeter groß sein.

Hinweis: Für einen großen Schwimmteich kann eine Baugenehmigung erforderlich sein. Erkundigen Sie sich daher vorab beim Bauamt Ihrer Gemeinde.

Ein Schwimmteich kann auch rechteckig sein © 2mmedia, stock.adobe.com
Ein Schwimmteich kann auch rechteckig sein © 2mmedia, stock.adobe.com

Wählen Sie für Ihren Schwimmteich eine Stelle, die nicht zu sonnig ist und in der Mittagszeit möglichst im Schatten oder zumindest im Halbschatten liegt. Durch dauerhafte Sonneneinstrahlung wärmt sich das Wasser in den Sommermonaten zu stark auf und es entstehen leicht Algen. Achten Sie außerdem darauf, dass rund um den Teich keine Bäume oder große Sträucher stehen sollten. Ihr Laub erhöht den Nährstoffgehalt des Wassers. Auch dies führt schnell dazu, dass sich Algen bilden.

Anleitung für den Bau eines Schwimmteichs

1. Bei einem großen und tiefen Schwimmteich lohnt es sich, einen Minibagger in einem Baumarkt auszuleihen. Sie können die Gruben aber natürlich auch von Hand mit Spaten und Schaufel ausheben. Überlegen Sie jedoch vorab, wo Sie die Erde lassen. Bei einem großen Schwimmteich sind es einige Kubikmeter.

Grafische Darstellung der ersten beiden Schritte der Anleitung für den Bau eines Schwimmteiches
Grafische Darstellung der ersten beiden Schritte der Anleitung für den Bau eines Schwimmteiches

Die Regenerationszonen für die Pflanzen sollten aus einer 10 bis 20 Zentimeter tiefen Sumpfzone, einer 40 bis 50 Zentimeter tiefen Flachwasserzone und einer mindestens 80 Zentimeter tiefen Tiefwasserzone bestehen. Die Schwimmzone darf dagegen ruhig schon ab dem Ufer die gewünschte Tiefe haben. So steht Ihnen mehr Platz zum Schwimmen zur Verfügung. Für Erwachsene empfiehlt sich eine Tiefe von mindestens 1,50 Meter.

Steile Seitenwände schaffen mehr Platz zum Schwimmen © photo 5000, stock.adobe.com
Steile Seitenwände schaffen mehr Platz zum Schwimmen © photo 5000, stock.adobe.com

Denken Sie beim Ausheben der Grube für die Schwimmzone an einen Ein- und Ausstieg, sofern Sie einen brauchen. Mögliche Lösungen sind Stufen oder eine Leiter.

Steg und Leiter machen den Schwimmteich komplett © Zeitgugga6897, stock.adobe.com
Steg und Leiter machen den Schwimmteich komplett © Zeitgugga6897, stock.adobe.com

2. Sowohl die Schwimmzone als auch die Pflanzenzone legen Sie mit Teichfolie aus. Sie verhindert, dass das Wasser im Untergrund versickert. Damit die Erde in den angrenzenden Bereichen das Wasser nicht aufsaugt, lassen Sie die Folien über den Rand Ihres Teichs ragen und bedecken sie später. Um Beschädigungen von unten durch beispielsweise Pflanzenwurzeln oder Steine im Boden zu verhindern, legen Sie die Folien auf eine circa zehn Zentimeter dicke Schicht Sand. Mit dem Sand gleichen Sie gleichzeitig Unebenheiten aus.

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3. Möchten Sie eine Trennwand zwischen Schwimm- und Pflanzenzone installieren, ist es wichtig, dass diese etwa 40 Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche endet. Nur so kann ein Wasseraustausch stattfinden. Für eine Trennwand können Sie jedes beliebige wasserfeste Material verwenden. Am einfachsten lässt sie sich sicherlich mit Steinen realisieren.

4. Auf die Teichfolien in der Schwimm- und Pflanzenzone geben Sie eine Schicht Sand. Den Sand in der Pflanzenzone bedecken Sie mit feinem Kies oder Teicherde. Verwenden Sie hierfür keine andere Pflanzerde, denn Teicherde enthält sehr viel weniger Nährstoffe und reduziert dadurch die Gefahr einer Algenbildung. Alternativ können Sie die Pflanzen auch einzeln in Pflanzkörbe setzen. Diese Variante ist vor allem für Wasserpflanzen zu empfehlen, die nicht winterhart sind.

Schritte vier bis sieben: von Sand und Teicherde über Wasserpflanzen zur Verwendung einer Pumpe. Zum Schluss lassen Sie das Wasser in mehreren Etappen ein
Schritte vier bis sieben: von Sand und Teicherde über Wasserpflanzen zur Verwendung einer Pumpe. Zum Schluss lassen Sie das Wasser in mehreren Etappen ein

5. Achten Sie beim Setzen der Wasserpflanzen darauf, dass in den unterschiedlich tiefen Zonen nur bestimmte Gewächse gedeihen. Sie benötigen daher für die Sumpf-, die Flachwasser- und die Tiefwasserzone verschiedene Pflanzen. Die richtige Wassertiefe wird in den Gärtnereien, die Wasserpflanzen verkaufen, stets angegeben. Hier einige für einen Schwimmteich geeignete Pflanzen:

  • Tiefwasserzone: Wasserpest, Seekanne, Seerose, Laichkraut, Tausendblatt, Wasserknöterich, Wasserähre
  • Flachwasserzone: Schilf, Binse, Wasserminze, Rohrkolben, Schwertlilie, Blutweiderich, Hechtkraut, Froschlöffel, Zyperngras
  • Sumpfzone: Sumpfdotterblume, Sumpf-Vergissmeinnicht, Zwergbinse, Zwerg-Rohrkolben, Wasserlilie, Gauklerblume
Ein Wasserfilter mit hübschen Blüten: der Froschlöffel © Enrique del Barrio, stock.adobe.com
Ein Wasserfilter mit hübschen Blüten: der Froschlöffel © Enrique del Barrio, stock.adobe.com

Tipp: Um die Regenerationszone zu verschönern, können Sie zwischen die Pflanzen Steine legen oder größere Mengen Kieselsteine verteilen.

Liegestühle machen die Erholung perfekt © R. Erler, stock.adobe.com
Liegestühle machen die Erholung perfekt © R. Erler, stock.adobe.com

6. Möchten Sie Ihren Schwimmteich von vornherein mit einer Filteranlage ausstatten, benötigen Sie eine Pumpe und einen Filter. Die Pumpe stellen Sie an eine der niedrigsten Stellen im Teich, aber nicht direkt auf den Boden. Dort würde sie Schlamm ansaugen und schnell verstopfen. Verwenden Sie deshalb eine Unterlage wie zum Beispiel einen dicken rechteckigen Stein, auf dem die Pumpe sicher steht. Grundsätzlich können Sie einen Schwimmteich aber auch nachträglich mit einer Filteranlage ausstatten, falls Sie feststellen, dass eine Filterung des Wassers durch die Pflanzen nicht ausreicht.

7. Das Wasser lassen Sie am besten in mehreren Etappen ein. Es sollte möglichst wenig Kalk enthalten. Regenwasser wäre daher ideal, wenn Sie in einer Region mit hartem Leitungswasser wohnen.

Auf einem Schwimmteich können Sie in länger andauernden Frostperioden sogar Schlittschuh laufen. Solch ein Teich ermöglicht es Ihnen daher selbst im Winter, im Garten ein wenig Sport zu treiben.

Mit der richtigen Pflege sieht Ihr Gartenteich immer gut aus © sonne_fleckl, stock.adobe.com
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