Kleine und pflegeleichte Bäume für den Garten

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In einem kleinen Garten kann es schwierig werden, die passenden Bäume einzupflanzen. Werden sie zu groß, kann das zu Problemen mit der Nachbarschaft, mit den Gebäuden auf dem Grundstück und der gesamten Bepflanzung Ihres Gartens führen. Daher sollten Sie sich sorgfältig überlegen, welche Sorten zu Ihrem Garten passen und welche maximale Größe diese Bäume höchstens haben sollten. Wenn Sie außerdem nur wenig Zeit für Ihre Gartenarbeit der übrigen können, sind pflegeleichte Arten eine gute Wahl. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche Bäume für einen kleinen Garten oder für einen Vorgarten zu empfehlen sind.

Beispiel für eine gelungene Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern auf einem kleinen Grundstück © Joanne Dale, stock.adobe.com
Beispiel für eine gelungene Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern auf einem kleinen Grundstück © Joanne Dale, stock.adobe.com

Wann ist es günstig, sich für einen kleinen Baum zu entscheiden?

Nicht nur für kleine Grundstücke, sondern auch auf einem großzügig gestalteten Gelände kann es sinnvoll sein, sich eher für klein wachsende Bäume zu entscheiden. Die Gründe dafür können vielfältig sein:

  • freie Sicht in die Landschaft
  • weniger Beschattung der Nutzflächen im Garten (Blumen oder Gemüsebeete)
  • bei Obstbäumen – kleine Exemplare lassen sich besser pflegen und ernten
  • geringerer Anfall von Laub
  • gestalterische Aspekte
  • Wohnhaus oder Solaranlage sollen nicht im Schatten liegen
  • weniger anfällig gegen Sturmschäden

Ebenso ist beim Pflanzen von Bäumen generell ein Mindestabstand zum Nachbargrundstück einzuhalten. Dieser hängt auch von der Wuchshöhe ab und wird größer veranschlagt, wenn es sich um hohe Bäume handelt. Zwergformen dürfen etwas näher an der Grundstücksgrenze oder am Haus wachsen. Die genauen Vorschriften gibt jeder Gemeinde individuell an und Sie können diese direkt beim Bauamt oder Grünflächenamt abrufen.

Tipp: Wenn Sie Ihren Garten neugestalten möchten, kann eine maßstabsgerechte Zeichnung, in der Sie größere oder kleinere Bäume einzeichnen, für eine Entscheidungshilfe sorgen. Machen Sie dafür Fotos vom Gelände und vom Haus und skizzieren Sie die Bäume in ihrer ungefähren maximalen Höhe ein.

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Diese Arten eignen sich für kleine Grundstücke und für den Vorgarten

Zu den langsam und relativ klein wachsenden Bäumen gehören folgende Arten:

  • Eibe (wird bis zu 7 m hoch, wächst sehr langsam, giftig)
  • Rotnerviger Ahorn (wird 4–7 m hoch, weist eine sehr attraktive Laubfärbung im Herbst auf)
  • Rotdorn (wird bis zu 6 m hoch, zeigt hübsche Blüten, die sich als Bienennahrung eignen, nur wenig Früchte)
  • Kupfer-Felsenbirne, ist eigentlich ein Strauch, kann aber auch als Baum mit Stamm gezogen werden (wird 4–7 m hoch, trägt kleine aromatische Früchte)
  • Japanische Nelkenkirsche (kann bis zu 10 m hoch und 8 m breit werden, lässt sich allerdings gut in Form schneiden und blüht herrlich)
  • Blumenesche (wird bis zu 8 m hoch, blüht im Frühling mit intensiv duftenden weißen Rispen)
  • Fächer-Ahorn (kann bis zu 15 m hoch werden)
  • Pagoden-Hartriegel (reichblühender Baum mit bis zu 10 m Höhe)
  • Winterkirsche (bis zu 6 m hoch, blüht zweimal im Jahr, einmal im November/Dezember und dann noch einmal in der Zeit von Januar bis März)
  • Mammutbaum (wächst sehr langsam, kann aber über die Jahre sehr hoch werden)

Mit Höhen zwischen acht und 15 m sind diese Bäume doch immer noch recht imposant. Wenn Sie nach noch kleineren Sorten Ausschau halten möchten, sind die folgenden Arten zu empfehlen:

  • Lorbeer (wird maximal 2 m hoch)
  • Latschenkiefer (bis zu 3 m hoch)
  • Buchsbaum (bis zu 3 m hoch, muss jedoch zum Hochstamm erzogen werden, da es normalerweise ein Strauch ist)
  • Flieder (2-6 m hoch, kann gut durch Rückschnitt klein gehalten werden)
  • Japanische Schmuck-Weide (wird 2–3,5 m hoch)
  • Johannisbeeren als Hochstamm (können maximal 2 m hoch werden)
  • Zierobst wie Zierapfel oder Zierbirnen (je nach Veredelung 2–4 m hoch)
  • Sumpfeiche (wird maximal 3 m hoch)

Tipp: Wenn Sie den neuen Baum in der Baumschule erwerben möchten, lassen Sie sich dort am besten zu geeigneten Arten beraten. Das könnten beispielsweise veredelte Obstsorten sein oder auch Sorten, welche noch nicht so verbreitet sind und die sich gut für Ihre Region eignen.

Aufpassen bei Veredelungen!

Haben Sie sich für einen Baum mit Veredelung entschieden? Dann ist es wichtig, bei der Pflege und bei einem eventuellen Rückschnitt besonders aufmerksam vorzugehen. Typischerweise werden Obstbäume veredelt, doch kann das auch für Magnolien, Wein oder blühende Zierbäumchen und Kugelbäume gelten. Bei einem Rückschnitt darf auf keinen Fall zu viel eingekürzt werden. Lassen Sie sich beim Kauf des Baums zeigen, wo sich die Veredelungsstelle befindet. Sie muss erhalten bleiben, wenn Sie das Bäumchen in Form schneiden möchten.

Falls Sie aus Versehen die Veredelung wegschneiden, wird der Baum deshalb nicht eingehen. Doch dann kann sich die Unterlage frei entwickeln, welche oft ganz andere Eigenschaften als die Veredelung hat. Meist sind diese Unterlagen Wildlinge, die schneller, kräftiger und höher wachsen als die durch die Veredelung aufgepfropften Sorten.

Achten Sie bei veredelten Bäumen darauf, dass Sie bei der Pflege nicht zu viel von den Ästen in Richtung der Unterlage wegschneiden und so aus Versehen die Veredelung entfernen © Alexander Raths, stock.adobe.com
Achten Sie bei veredelten Bäumen darauf, dass Sie bei der Pflege nicht zu viel von den Ästen in Richtung der Unterlage wegschneiden und so aus Versehen die Veredelung entfernen © Alexander Raths, stock.adobe.com

So bleiben Waldbäume wie Ahorn, Eiche und Esche klein

Möchten Sie gerne Waldbäume in den Garten ziehen, jedoch diese in ihrem Wuchs begrenzen? Dann könnten Sie sich für Kugelbäume entscheiden, welche in der Baumschule bereits vorerzogen wurden. Bei diesen Exemplaren ist jedoch ein regelmäßiger Rückschnitt nötig, damit die Krone ihre Form behält und der Baum nicht höher als gewünscht wird.

Auch an einem sehr trockenen Standort mit wenig fruchtbarem Boden werden sich Bäume relativ langsam entwickeln und vermutlich auch nicht so hoch wachsen wie unter idealen Bedingungen. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn sich das Grundstück auf einem felsigen Untergrund befindet.

Werden die Bäume in einen Kübel gepflanzt, können sie sich ebenfalls nur begrenzt entwickeln. Diese Methode nutzt man bei der Zucht von Bonsai-Bäumen aus, die bei entsprechender Pflege entzückende Miniaturen von großen Waldbäumen abgeben.

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Bonsai als Alternative für den Garten im japanischen Stil

Wer die japanische Kultur ansprechend findet, wird sich vielleicht für den traditionellen Bonsai begeistern. Diese Bäume werden durch eine kontrollierte Zufuhr von Nährstoffen und Wasser sowie durch ein regelmäßiges Beschneiden der Krone und der Wurzeln künstlich klein gehalten. Sie werden nie direkt in das Gelände gepflanzt, sondern stehen immer in flachen Keramikschalen, die ideal zu den Bäumchen passen. Äste und Wurzeln werden nicht nur zurückgeschnitten, sondern auch mit Draht vorsichtig in eine möglichst natürlich wirkende Form gebracht. Bei einem sehr jungen Bonsai sind die Blätter noch relativ groß, so wie sie es bei einem normalen Baum wären. Mit den Jahren werden sie automatisch immer kleiner und der Bonsai sieht dann tatsächlich aus wie eine Miniaturausgabe der großen Waldbäume.

Ein Bonsai kann in Ihrem Garten für einen interessanten Hingucker sorgen. Diese Miniformen eignen sich ideal für kleine Gärten und für Anlagen im japanischen Stil © Nori Wasabi, stock.adobe.com
Ein Bonsai kann in Ihrem Garten für einen interessanten Hingucker sorgen. Diese Miniformen eignen sich ideal für kleine Gärten und für Anlagen im japanischen Stil © Nori Wasabi, stock.adobe.com

Bonsai kann man vorgezogen kaufen. Je nach Anbieter sind sie sogar einigermaßen erschwinglich. Doch können für sehr alte und sorgfältig gepflegte Minibäumchen dieser Art sehr hohe Preise aufgerufen werden. Wenn Sie etwas Geduld haben und sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchten, kann sich daraus ein interessantes Hobby entwickeln. Normalerweise beginnt man die Anzucht eines Bonsai mit einem Sämling oder mit einer sehr jungen Pflanze, die weniger als ein Jahr alt ist. Nur dann lässt sich die Form und Größe wie gewünscht erzielen.

Geeignete Arten, die sich gut als Bonsai ziehen lassen, wären:

  • Mädchen-Kiefer
  • Dreispitz-Ahorn
  • Wacholder
  • Fächer-Ahorn
  • Japanische Aprikose
  • Chinesische Ulme

Hinweis: Auch heimische Bäume wie Eiche, Buche oder Birke lassen sich als Bonsai erziehen. Sie haben außerdem den Vorteil, dass sie winterhart sind und deshalb das ganze Jahr über im Außenbereich stehen können.

Sträucher als Alternative zu kleinen Bäumen

Bei einem kleinen Grundstück kann es sich anbieten, anstelle von Bäumen Sträucher anzupflanzen. Diese lassen sich durch einen gezielten Schnitt so formen, dass sie wie Miniaturbäumchen erscheinen. Dazu wird ein kräftiger Haupttrieb vereinzelt und alle Seitentriebe bis zur gewünschten Höhe (wo die Krone beginnen soll) entfernt. Seitentriebe und an der Basis austreibende Schosser müssen regelmäßig abgeschnitten werden. Die Krone formen Sie nach und nach durch einen Rückschnitt, der einige kräftige Hauptäste und füllende Nebenäste stehen lässt. Für diese Methode eignen sich unter anderem Flieder, Liguster und Buchsbaum.

Buchsbaum ist eigentlich ein Strauch. Er lässt sich jedoch durch einen gezielten und regelmäßigen Schnitt in verschiedenste Formen bringen © brozova, stock.adobe.com
Buchsbaum ist eigentlich ein Strauch. Er lässt sich jedoch durch einen gezielten und regelmäßigen Schnitt in verschiedenste Formen bringen © brozova, stock.adobe.com
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