Bäume im Garten – so gestalten Sie Ihren Außenbereich optimal

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Bäume im Garten bieten einen wundervollen Anblick, spenden Schatten und sorgen für ein angenehmes Mikroklima. Sie sollten von der Größe und Art her zum Gelände und zur geografischen Lage passen. Auch die Gemeinschaft mit anderen Pflanzen und eine Harmonie mit weiteren Grundstücksbestandteilen sind wichtig, um die Bäume optimal in Ihren Außenbereich zu integrieren. Der folgende Beitrag liefert Ihnen einen Überblick zu diesem Thema und bietet Ihnen Anregungen zur Planung und Pflege von Bäumen im Garten.

Mit einer detaillierten Skizze für die Bepflanzung in Ihrem Garten können Sie besser abschätzen, welche Bäume sich für das Gelände eignen © Sonja Birkelbach, stock.adobe.com
Mit einer detaillierten Skizze für die Bepflanzung in Ihrem Garten können Sie besser abschätzen, welche Bäume sich für das Gelände eignen © Sonja Birkelbach, stock.adobe.com

Eine akribische Planung sorgt für langfristige Lösungen

Sowohl bei einem bereits vorhandenen Bestand als auch bei der Neuanlage des Gartens ist eine ausführliche Planung für die Bepflanzung mit Bäumen hilfreich. Bäume lassen sich normalerweise nicht einfach wieder verpflanzen, wenn sich der gewählte Platz doch nicht als so günstig herausstellt. Sie können sich mit der Zeit in Bezug auf Wuchshöhe, Kronenumfang und Wurzelwerk stärker entwickeln, als anfangs gedacht wurde. Es wäre immer recht schade, wenn dann eine Fällung vorgenommen werden müsste.

Legen Sie daher entweder selbst einen Gartenplan an, der die Grundstücksbestandteile, die Bäume, Sträucher und Hecken sowie Grünflächen und Beete berücksichtigt oder beauftragen Sie einen professionellen Gartenbaubetrieb damit. Informieren Sie sich, in welcher Zeit die jeweiligen Arten sich entwickeln und mit welchem durchschnittlichen Zuwachs pro Jahr zu rechnen ist. Auch die Kronenform, die anfallende Laubmenge sowie Früchte, Samen oder Blütenstände sollten bei der Planung berücksichtigt werden. Im Bereich der Baumscheibe gedeihen meist nur wenige andere Pflanzen. Auch dieser Aspekt sollte in Ihre Planung einfließen.

Tipp: Viele Baumschulen, Gartenbaubetriebe und Versandhäuser für Pflanzen bieten in ihren Produktbeschreibungen ausführliche Daten zu Platzbedarf, Wuchshöhen, Kronenform und Pflege der entsprechenden Arten an. Hier können Sie sich vorab gut informieren und passende Bäume für Ihren Garten auswählen.

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Flächenbedarf kalkulieren

Der Flächenbedarf für Bäume im Garten hängt von der Sorte, ihrer Wuchsform und der Art der Wurzelbildung ab. Flachwurzler benötigen mehr Raum im Bodenbereich, damit sich ihr Wurzelgeflecht optimal entwickeln kann. Tiefwurzler eignen sich weniger für felsigen Boden, können aber oft sehr gut in kleinen Grundstücken gedeihen.

Die Kronenform der Bäume in Ihrem Garten können Sie mit einem Rückschnitt individuell beeinflussen. Doch denken Sie daran, dass diese Arbeit dann jedes Jahr fällig wird, damit die gewünschte Form und Größe der Baumkronen erhalten bleibt. Ein gutes Beispiel dafür bieten Obstbäume, die durch einen regelmäßigen Schnitt bessere Erträge und gesündere Früchte liefern.

Tipp: Als Faustregel für den Platzbedarf eines Baumes gilt, dass die Baumscheibe ungefähr den gleichen Durchmesser wie die Krone hat.

Wuchshöhen und Kronenform beachten

Einige Bäume werden von Natur aus nicht sehr hoch. Sie eignen sich ideal für kleine Gärten. Dazu zählen unter anderem Zier- und Wildobstbäume, Zwergsorten normaler Laubbäume, Flieder und Eibe. Ein Baum mit säulenförmiger Krone benötigt sehr wenig Platz und kann gut in einen kleinen Vorgarten oder in einen kleinen Nutzgarten gepflanzt werden. Säulen-Arten werden meist durch einen speziellen Schnitt erreicht, doch gibt es auch einige Sorten, die von Natur aus eine schlanke Krone zeigen. Sehr hübsch können auch Kugelkronen aussehen, die es sowohl für kleinere als auch für große Baumarten zu finden gibt.

Hinweis: In einigen Gemeinden oder Wohngebieten sind bestimmte Baumarten (zum Beispiel Waldbäume wie Eiche, Ahorn oder Buche) für die Pflanzung im Garten nicht erlaubt, da sie zu groß werden und dann die Nachbarschaft, die Wege oder den Straßenverkehr beeinträchtigen könnten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Bauamt, ob es diesbezüglich Einschränkungen gibt, bevor Sie Ihre Pflanzungen planen.

Die Felsenbirne ist ein sehr beliebter und dekorativer kleinwüchsiger Baum, der wundervoll blüht und köstliche Früchte trägt © M. Schuppich, stock.adobe.com
Die Felsenbirne ist ein sehr beliebter und dekorativer kleinwüchsiger Baum, der wundervoll blüht und köstliche Früchte trägt © M. Schuppich, stock.adobe.com

Abstände zur Nachbarschaft und zu Bauwerken einhalten

In den Bauvorschriften der Länder sind auch die Mindestabstände für Bäume, Hecken und Sträucher zu benachbarten Grundstücken und Häusern geregelt. Diese richten sich unter anderem nach der Wuchshöhe und nach der Art der Grundstücksbestandteile. Beispielsweise sollte ein mehr als zwei Meter hoch wachsender Baum einen Mindestabstand von 1,50 Metern zum Nachbarzaun haben. Die genauen Zahlen lesen Sie bitte in den Vorschriften Ihres Bundeslandes nach. Sie erhalten die aktuellen Dokumente über das zuständige Bauamt oder finden sie auf den Internetseiten der Städte und Gemeinden.

Auch im eigenen Interesse sollten Sie bei der Neupflanzung von Bäumen einen ausreichenden Abstand zum Haus einhalten. Bei einer zu dichten Pflanzung könnten folgende Nachteile entstehen:

  • Wurzel beschädigen Grundmauern oder Kellerwände
  • Zu viel Schatten auf dem Gebäude
  • Laub in der Regenrinne
  • Astwerk kann Fassade oder Dach beschädigen, wenn der Baum zu dicht steht
  • Unterschlupf für Insekten, die von hier leichter ins Haus gelangen

Bei einem bereits vorhandenen Baumbestand werden immer Ausnahmen gemacht. So können zum Beispiel die Nachbarn nicht verlangen, dass ein älterer Baum gefällt wird, nur weil er zu dicht am Zaun steht. Anders sieht es aus, wenn eine Gefährdung vorliegt, wie morsche Äste oder eine zu starke Neigung des Stamms.

Stehen Bäume sehr dicht am Haus, kann das negative Auswirkungen auf die Bausubstanz haben oder, wie im Bild, zu häufig verstopften Regenrinnen führen © M.Rode-Foto, stock.adobe.com
Stehen Bäume sehr dicht am Haus, kann das negative Auswirkungen auf die Bausubstanz haben oder, wie im Bild, zu häufig verstopften Regenrinnen führen © M.Rode-Foto, stock.adobe.com

Pflege für die Bäume auf dem Grundstück einplanen

Normalerweise benötigen Laub- und Nadelbäume auf dem Grundstück nur sehr wenig Pflege. Gelegentlich sind abgestorbene oder vom Wind angebrochene Äste zu entfernen. Auch ein Rückschnitt kann notwendig werden, wenn die Kronen zu ausladend geworden sind oder sich ungleichmäßig entwickeln.

Bei Obstbäumen sieht das anders aus. Sie benötigen normalerweise einmal im Jahr einen Schnitt, bei dem Wasserreiser entfernt und die Krone geformt werden. Das lässt sich bei kleineren Exemplaren gut selbst durchführen, wenn Sie sich vorher entsprechend informieren. Haben Sie einen bestehenden Garten übernommen, in dem Obstbäume stehen, die längere Zeit nicht geschnitten wurden? Dann kann es nötig sein, sich professionelle Hilfe für einen ersten Grundschnitt zu holen, um den Bestand mit seinen alten Sorten weitgehend zu erhalten.

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Neu pflanzen oder den Bestand mit einem Schnitt sanieren?

Ältere Bäume können schief gewachsen sein, eine ungleichmäßige oder zu lichte Krone aufweisen oder durch viele abgestorbene Äste unsicher werden. Nicht immer ist es nötig, diese Exemplare zu fällen. Einige Arten vertragen einen starken Rückschnitt sehr gut und können danach wieder frisch austreiben. Dazu zählen beispielsweise:

  • Linde
  • Esche
  • Ahorn
  • Maulbeere
  • Flieder
  • Holunder
  • Weiden
  • Obstbäume, die nicht zu alt sind

Sind die Bäume jedoch von Schädlingen befallen oder tragen keine Früchte mehr, dann kann eine Neupflanzung sinnvoll sein. Auch wenn der Standort ungünstig ist, bietet sich eventuell das Fällen und Neupflanzen an. Das könnte sein, wenn der vorhandene Baum zu dicht am Haus steht oder an diesem Platz nur vor sich hin kümmert. Auch wenn Sie zusätzliche, robustere oder besser tragende Obstsorten für Ihren Garten wünschen, kann eine Neupflanzung für mehr Vielfalt sorgen.

Manchmal kann es nötig sein, einen alten und kranken Baum zu fällen. Überlegen Sie gut, welche Sorte sich für die Ersatzpflanzung eignet und an welchem Ort der neue Baum stehen soll © VRD, stock.adobe.com
Manchmal kann es nötig sein, einen alten und kranken Baum zu fällen. Überlegen Sie gut, welche Sorte sich für die Ersatzpflanzung eignet und an welchem Ort der neue Baum stehen soll © VRD, stock.adobe.com

Wann können Bäume gefällt werden?

Wenn Bäume entfernt werden sollen, sind verschiedene Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen zu berücksichtigen. Lesen Sie in der für Ihr Grundstück geltenden Baumschutzverordnung nach, wann und unter welchen Umständen eine Baumfällung stattfinden darf. Gründe für eine Fällung könnten sein:

  • Zu dichter Bestand durch Wildwuchs
  • Gefahr durch krankes Holz
  • Nichteinhaltung der Mindestabstände zu Gebäuden und Zaun
  • An der Stelle soll ein Bauwerk (z. B. Garage, Carport, Mauer, Gästehaus, Zufahrt) entstehen

Je nach Vorschriften in Ihrer Gemeinde kann es nach dem Fällen nötig werden, eine Ersatzpflanzung vorzunehmen. Überlegen Sie daher rechtzeitig, wo dafür Platz auf dem Grundstück ist und welchen Baum Sie neu pflanzen möchten.

Aktiver Naturschutz im eigenen Garten

Mit dem Pflanzen oder dem Erhalt von Bäumen in Ihrem Garten tragen Sie aktiv zum Naturschutz bei. Viele Arten bieten Insekten und Kleinlebewesen Nahrung und Unterschlupf. Sie sind wichtig für Symbiosen mit anderen Pflanzen und mit einer Vielzahl von Pilzen, deren Existenz oberflächlich betrachtet kaum zu bemerken ist. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren, lesen Sie am besten auch unseren Beitrag zu Bäumen und Naturschutz im Garten, der Ihnen viele Tipps und Informationen dazu liefert.

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