Bananenstaude richtig überwintern

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Banane Musa basjoo überwintern

Bananen werden als Blattschmuckstaude in heimischen Gärten immer beliebter. Kein Wunder, begeistern sie doch durch ihre Größe und das schöne Blattwerk, welches in einer Saison auf drei Meter und mehr wachsen kann. Beliebt ist insbesondere die Japanische Faserbanane. Mit geeigneten Maßnahmen übersteht sie selbst den Winter im Freien.

Bananenstauden sind eine Bereicherung im Garten © Cora Müller, stock.adobe.com
Bananenstauden sind eine Bereicherung im Garten © Cora Müller, stock.adobe.com

Gleich vorab: Neben der Japanischen Faserbanane, Musa basjoo, die auch Winterharte Banane genannt wird, gibt es noch zahlreiche andere Arten. Jene aus den Tropen, die die beliebten, aus dem Supermarkt bekannten Bananenfrüchte tragen, aber auch Zierbananen mit nicht essbaren Früchten.

Gibt es Früchte von Musa basjoo?
Die Japanische Faserbanane kann bei idealer Pflege alle paar Jahre ebenfalls essbare Früchte bilden. Ob sie gänzlich ausreifen, ist vom Wetter abhängig.

Bananensorten: Von kälteempfindlich bis winterhart

Die gängigste Handelssorte der essbaren Varianten heißt ‚Cavendish‘.  und meist werden im Handel Pflanzen der kleineren Verwandten, der ‚Dwarf Cavendish‘ (Musa x paradisiaca), angeboten, die anstatt für Bananenpflanzen übliche 3 bis 4 m Höhe lediglich 1,8 bis 2,5 m erreicht. Diese und zahlreiche andere Sorten müssen frostfrei überwintern, hell und bei etwa bei 12 bis 18 Grad ist ideal. Frost überleben sie definitiv nicht.

Gewusst? Ob winterhart oder frostempfindlich – Bananen sterben oberirdisch ab, nachdem sie Früchte getragen haben. Doch zum Glück treibt sie immer einige „Nachkommen“ über Wurzelausläufer aus. Das gilt übrigens auch für die Faserbanane, die nach 4, 5 Jahren und guter Nährstoffversorgung kleine, schmackhafte Früchte trägt.

Anders die Faserbanane, die bis zu -10 Grad verkraftet. Sie nimmt Im Laufe einer Saison üppige Ausmaße an, warum man bei ihr auch gerne von einem ‚Bananenbaum‘ spricht. ‚Baum‘ trifft es allerdings nur in den Ausmaßen, denn der sich bildende Stamm verholzt nicht, sondern ist eher weich und faserig. Die Faserbanane ist eine mehrjährige Staude. Wie bei Stauden üblich sterben oderirdische Pflanzenteile, mindestens aber die Blätter bei kühlen Temperaturen ab.

Die Faserbanane ist, wie erwähnt, bis  – 10 Grad winterhart, kurzfristig auch mal etwas darüber. Damit ist sie in Mitteleuropa durchaus als Beetpflanze geeignet. Diese Gradzahl gilt allerdings nur, wenn ein Winterschutz angebracht wird. Ohne Schutz werden -3 Grad toleriert.

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Bananenstaude überwintern: So geht`s

Einpacken, noch mehr einpacken und vor Nässe schützen. So lautet das Motto für eine gute Überwinterung der prachtvollen Stauden. Was Sie bereits bei der Pflanzung berücksichtigen müssen: Bananen mögen es nährstoffreich und trinken – bei der Blattmasse nicht verwunderlich – jede Menge Wasser in der warmen Jahreszeit. Dennoch mögen sie keine Staunässe. Dadurch können sie gerade in nass-kalten Wintermonaten trotz guter Verpackung absterben. Dies sollten Sie bereits beim Pflanzen berücksichtigen und gerade lehmhaltige Böden sollten Sie entsprechend mit Sand und gerne auch Kompost verbessern.

Für die Überwinterung gibt es mehrere Methoden, um ein „Winterkleid“ zu schaffen.

Kann Musa basjoo im Haus überwintern
Wer die Japanische Faserbanane im Kübel gepflanzt hat, kann sie auch im Haus überwintern. Auch für diese Sorte sind um die 18 Grad bei gutem Licht ideal. Der Vorteil: Das Blattwerk stirbt nicht ab. Alternativ kann der Bananenbaum auch dunkel stehen. Dann entsprechend kühl bis kalt, etwa in einem sehr kühlen Kellerraum. Dort sterben dann die Blätter ab, sofern noch nicht im Freien geschehen.

Rhizom des Bananenbaums überwintern

Diese Methode wird eher selten angewendet. Macht allerdings am wenigsten Arbeit. Wie geht man vor?

  • Stamm vor drohenden Frösten bodennah mit einer Säge kappen (sauberste Methode).
  • Basis mit einer dicken Lage aus Stroh, Blättern und Reisig abdecken.
  • Das Mulchmaterial mit einem Wintervlies fixieren.
  • Gerne verwendete Plastikfolien sind schlecht. Sie fördern Kondenswasser und Staunässe, was schnell zum Absterben der Rhizome führt.

Warum wird diese Methode eher selten angewendet? Das Rhizom ist der wichtigste Teil der Pflanze. Aus ihr treibt die Banane jedes Jahr etwa im Mai neue Blätter. Nur: Die Bananenstaude wird durch diese radikale Maßnahme zukünftig vergleichsweise klein bleiben und eher keine von vielen erwünschte Blüte ausbilden, die in schmackhaften Früchten endet.

Gewusst? Die Winterharte Banane Musa basjoo stammt nicht, wie die anderen Exemplare, aus tropischen oder subtropischen Gefilden. Auch wenn die Pflanze Japanische Faserbanane genannt wird, so stammt sie doch ursprünglich aus China. Japanische Seefahrer brachten sie erst in ihre namensgebende Heimat.

Es gibt verschiedene Methoden einen Bananenbaum für die Überwinterung vorzubereiten © max5128, stock.adobe.com
Es gibt verschiedene Methoden einen Bananenbaum für die Überwinterung vorzubereiten © max5128, stock.adobe.com

Bananenbaum mit Stamm überwintern

Dies ist die gängige Methode. Mit den Jahren werden es dank der Wurzelaustriebe mehr und mehr Bananenbäume, die man wunderschön als Gruppe stehenlassen kann. Aber auch bei einzelnen Exemplaren gehen Sie am besten wie folgt vor:

  • Bei kleinen Exemplaren Stamm/Stämme auf ein Drittel mit einer Säge einkürzen. Bei größeren Exemplaren (über 2 m) etwa auf Hüfthöhe/ca. 80 cm.
  • Bei mehreren Exemplaren bleibt einer der mittleren Stämme ca. 20 cm länger.
  • Nun bauen Sie eine Konstruktion aus Hasendraht, Maschendrahtzaun, Schilfmatten, Holzbrettern oder dicken Styroporplatten nahtlos rings um den/die Stämme herum.
  • Der Innenraum wird komplett und dicht mit Stroh oder Laub aufgefüllt, bis die Stümpfe bedeckt sind.
  • Mit zwei Lagen Wintervlies alles komplett einpacken. Besser:
  • Sogenanntes Mulchgewebe zum Abdecken. Im Handel ist es als ‚Unkrautvlies‘ erhältlich, da es für die Wege- oder Beetgestaltung mit Mulch als Unterlage Verwendung findet.

Dieses Gewebe sorgt dafür, dass das Innere isoliert ist aber nicht komplett luftdicht. Bei winterlicher Sonne etwa kann Feuchtigkeit verdunsten. Das ist wichtig in Sachen Staunässe, weshalb oft verwendete Plastikfolien weniger gut sind. Der höhere mittlere Stamm sorgt zudem dafür, dass Wasser gut ablaufen kann. Geht man nach der zuvor beschriebenen Methode der Rhizomüberwinterung vor, dann ist das Mulchgewebe ebenfalls sinnvoll.

So eingepackt verbleibt die Konstruktion bis zu den Eisheiligen Mitte Mai auf der Bananenstaude, um Frostschäden bei der sehr spät austreibenden Pflanze zu vermeiden.

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