So kommen Beete und Topfpflanzen gut durch die Urlaubszeit

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Garten und Balkon im Urlaub

Endlich steht der lang ersehnte Urlaub an. Wenn dieser auf die Sommermonate fällt, dann sind Maßnahmen für die geliebten Topfpflanzen auf dem Balkon und die Blumen- wie Gemüsebeete im Garten unablässig. So kommt Ihr grünes Reich gut durch die Urlaubszeit.

Das Gießen des Gartens oder Balkons in der Urlaubszeit macht vielen Menschen Kopfzerbrechen © Stefan Körber, stock.adobe.com
Das Gießen des Gartens oder Balkons in der Urlaubszeit macht vielen Menschen Kopfzerbrechen © Stefan Körber, stock.adobe.com

Mit Nachbarn zusammentun

Irgendwann ist praktisch jeder mal eine, zwei oder gar drei Wochen im Urlaub. Gut, dass das nicht alle in der Nachbarschaft gleichzeitig machen. Fragen Sie sich doch einfach mal durch und schließen Sie sich zu einer Gießgemeinschaft zusammen.

Vielleicht werden Sie überrascht sein, dass sich andere darüber freuen, wenn sie ebenfalls jemanden finden, der ihren Garten oder Balkon gießt.

Tipp: Topf- wie Balkongärtner können Ihrer Gießhilfe ein, zwei gefüllte Gießkannen parat stellen. Die Pflanzen schätzen das warme Wasser und Ihr freundlicher Helfer findet so bereits die erste Füllung für seinen Einsatz vor. Im Garten könnten Sie bereits den Schlauch auslegen.

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Vorbereitende Maßnahmen im Topfgarten

Töpfe und erst recht Balkonkästen sind nur allzu schnell ausgetrocknet, wenn schöne Sommertemperaturen herrschen und die Sonne permanent auf sie scheint. Eine Gegenmaßnahme: Alle Pflanzen vor dem Urlaub möglichst in den Schatten stellen. Das reduziert deutlich den Gießaufwand und sorgt für weniger Hitzestress im Topfgarten. So werden etwa Balkonkästen von der Brüstung genommen und schattig hinter der Brüstung aufgestellt. Auch ein (wirklich) stabiler Schirm kann hier für Schatten sorgen.

Töpfe werden idealerweise alle für die Urlaubszeit an schattigem Standort zusammengestellt © Brebca, stock.adobe.com
Töpfe werden idealerweise alle für die Urlaubszeit an schattigem Standort zusammengestellt © Brebca, stock.adobe.com

Gleiches gilt für Gartenbesitzer mit Topfpflanzen. Hier werden eventuell im Garten verteilte Töpfe alle noch zusammengetragen und dicht an dicht gestellt. So werden zum einen von der netten Gießhilfe nicht aus Versehen Töpfe übersehen und der Gießaufwand hält sich so in Grenzen. Eng zusammengerückt, beschatten sich Pflanzen gegenseitig. Das reduziert etwas die Verdunstung.

Tipp: Geben Sie bei der nächsten Bepflanzung von Töpfen Vermiculite zur Erde hinzu. Dieser Stoff ist ein natürliches Silikat, da auch in manchem Katzenstreu und für Terrarien Anwendung findet. Es ist völlig unschädlich, speichert aber bis zum 8-fachen seines Gewichtes an Wasser. So trocknen Töpfe nicht so schnell aus.

Gegen die Verdunstung hilft es zudem, die Topferde zu mulchen. Mit der Abdeckung der Erde wird die Verdunstung von Feuchtigkeit ebenfalls minimiert. Das Mulchmaterial kann mineralisch sein, beispielsweise Kies oder Split, oder organisch. Hier kommen Stroh, Hackschnitzel, Rindenmulch oder Rasenschnitt zur Abdeckung in Frage.

Vorbereitung der Blumen- und Gemüsebeete

Auch Blumen- und Gemüsebeete, Baumscheiben und die Basis von Hecken können Sie bereits im Frühjahr mulchen, um die Verdunstung und damit ein frühzeitiges Austrocknen an heißen Sommertagen zu verzögern. Auch hier sind die genannten Materialien ideal.

Mulchauflagen verhindern ein allzu schnelles Austrocknen von Blumen- und Gemüsebeeten oder Baumscheiben © ronstik, stock.adobe.com
Mulchauflagen verhindern ein allzu schnelles Austrocknen von Blumen- und Gemüsebeeten oder Baumscheiben © ronstik, stock.adobe.com

Keine Mulchauflage? Dann sollten Sie vor dem Urlaub die Beeterde oberflächlich nochmals lockern. Insbesondere schwere Böden profitieren davon, da hierdurch Gieß- und Regenwasser besser in die Erde eindringen können. So hat die Gießhilfe weniger Arbeit.

Bewässerungssystem für den Garten

Es gibt unterschiedliche Bewässerungssysteme, die bei nicht nur Abwesenheit im Urlaub völlig automatisiert die Arbeit übernehmen. Hierfür werden unterschiedliche Schlauchsysteme im Garten verlegt, die Sie mit einem programmierbaren Bewässerungscomputer am Außenwasserhahn steuern können.

Macht die automatische Bewässerung denkbar einfach: Ein Bewässerungscomputer und Tropfschläuche © BOOCYS, stock.adobe.com
Macht die automatische Bewässerung denkbar einfach: Ein Bewässerungscomputer und Tropfschläuche © BOOCYS, stock.adobe.com

So gibt es Tropfschläuche, oft auch Perlschläuche oder Micro Drip-Systeme genannt, die kleinste Perforationen oder winzige Löcher haben und entweder etwas eingegraben werden oder aber auf dem Beet zu verlegen sind. Idealerweise dort entlang, wo zu wässernde Pflanzen im Beet wachsen. Alternativ gibt es auch spezielle Systeme, die mit Verteilern arbeiten, um individuelle Lösungen zu errichten. Bei großen Blumenbeeten können Sie so die Schläuche verlegen, dass jede durstige Pflanze erreicht wird.

Nutzen Sie hier die genannte Zeitschaltuhr, dann werden die Pflanzen genau dann gewässert, wie programmiert. Die Dauer können Sie vor dem Urlaub spielend leicht bestimmen.

Tropfschläuche sind praktisch © asferico, stock.adobe.com
Tropfschläuche sind praktisch © asferico, stock.adobe.com

Abrunden können Sie so ein System mit einem Feuchtesensor. Dieser misst an einer ausgewählten Stelle die Feuchtigkeit im Garten. Bei den meisten Sensoren sind unterschiedliche Modi anwählbar, um den gewünschten Feuchtegrad festzulegen. Der Feuchtesensor wird mit dem Bewässerungscomputer verbunden und bei entsprechenden Bedingungen wird wie von Zauberhand die Bewässerung angestellt. Und dies so lange, wie es der Sensor bestimmt. Ein weiterer Vorteil: Ist die Erde durch einen sommerlichen Landregen ausreichend feucht, dann wird das Bewässerungssystem nicht in Gang gesetzt. So wird bedarfsgerecht in Abwesenheit bewässert.

Gut zu wissen: Bei großen oder auch Hanggärten kann es sein, dass der Wasserdruck nicht bis in die letzte Ecke ausreicht. Hierfür sollten Sie idealerweise Ihren Leitungsdruck kennen und auf das entsprechende System abstimmen. Den Druck kann Ihnen Ihr örtlicher Versorger sagen, oder die Druckanzeige am Hauswasseranschluss.

Wasserdruck bestimmen
Nicht einhundert Prozent exakt, aber hilfreich, wenn Sie keinen Druckregler direkt am Hauswasseranschluss haben, aber mit folgender Methode haben Sie einen ersten Hinweis auf die Stärke des Wasserdruckes.

  • Nehmen Sie einen 10 L Wassereimer.
  • Stellen Sie ihn unter einen Wasserhahn im Erdgeschoss und drehen diesen voll auf.
  • Mit dem Aufdrehen aktivieren Sie eine Stoppuhr (auf jedem Smartphone vorhanden).
  • Ist der Eimer in 25 Sekunden gefüllt, dann haben Sie einen Druck von 5 Bar.
  • Erst nach 40 Sekunden? Dann herrscht ein Druck von 3,5 Bar.

Ein Fachmann kann Ihnen bei Bedarf den Wasserdruck erhöhen.

Feuchtigkeitssensoren können den Bewässerungscomputer steuern © Deyan Georgiev, stock.adobe.com
Feuchtigkeitssensoren können den Bewässerungscomputer steuern © Deyan Georgiev, stock.adobe.com

Ein Nachteil des Feuchtesensors: Sie können immer nur an einer Stelle die Feuchtigkeit messen. Bei unterschiedlich besonnten Bereichen oder Pflanzen mit unterschiedlichen Bedürfnissen muss daher ein Mittelwert beim Modus gewählt werden.

Tipp: Ein sogenannter Rasensprenger könnte natürlich auch an den Bewässerungscomputer angeschlossen werden und Blumen- wie Gemüsebeete automatisch in der Zeit der Abwesenheit wässern.

Einen Rasensprenger für die automatische Bewässerung der Beete nutzen? © stenkovlad, stock.adobe.com
Einen Rasensprenger für die automatische Bewässerung der Beete nutzen? © stenkovlad, stock.adobe.com

Nur: Mit einem Rasensprenger gelangt vergleichsweise wenig Wasser direkt am Boden an, vieles landet auf dem Laub. Das wiederum lässt Pflanzen umkippen oder abknicken. Blattkrankheiten wie Mehltau werden dadurch auch noch gefördert. Fazit zum Wassersprenger: Ineffektiv, zu hoher Wasserverbrauch und teilweise auch noch schädlich, aber eine Notlösung, wenn es gar nicht anders geht.

TIPP

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Bewässerungssystem für den Balkon und Topfgarten

Es hat sich viel getan in den letzten Jahren, was die automatische Bewässerung von Balkonbepflanzungen und Topfgärten angeht. Das funktioniert bei manchen Systemen sogar ohne Wasseranschluss, der ja leider auf Balkonen selten vorhanden ist. Über Verteiler werden aus einem mit Wasser gefüllten Vorratsbehälter Pflanzen punktgenau gewässert. Es gibt Tropfsysteme, bei denen die Ventile sogar eingestellt werden können, um mehr oder weniger Wasser abzugeben. So kann jede Pflanze oder jeder Topf individuell gewässert werden.

Es gibt mittlerweile einige Systeme, um einen ganzen Topfgarten automatisch zu bewässern © Praewphan, stock.adobe.com
Es gibt mittlerweile einige Systeme, um einen ganzen Topfgarten automatisch zu bewässern © Praewphan, stock.adobe.com

Die meisten Systeme benötigen einen Stromanschluss, der eine Pumpe betätigt. Allerdings gibt es auch Systeme, die solarbetrieben sind.

Einfacher sind Tropfaufsätze für Wasserflaschen mit integriertem Anker. Die gefüllten Flaschen werden mit einem Tropfaufsatz einfach in Topferde gesteckt und geben bei trockener Erde Wasser ab. Ist die Erde gut feucht, dann stoppt der Prozess.

Es gibt zudem sogenannte Tonkegel für eine punktuelle Bewässerung. Sie sind aus Terrakotta gefertigt. Durch eine fehlende Lasur geben sie nach und nach Wasser aus einer aufgesteckten Wasserflasche ab.

Diese zwei einfachen Systeme sind optimal, wenn Sie nur wenige Töpfe und ein paar Balkonkästen in Ihrer Abwesenheit wässern möchten.

Fazit: Gießgemeinschaft oder eines der verschiedenen Bewässerungssysteme – bei Abwesenheit im Urlaub müssen Garten- und Balkonpflanzen nicht leiden. Nebenbei: Ein eingewachsener Garten kann auch mal eine Woche ohne Wasser auskommen. Selbst bei Sommerhitze und zumindest die blühenden Beete. Bei Gemüse wie etwa Salat ist das schon schwieriger. Hier sollte man vielleicht den Anbau entsprechend planen. Das heißt, den Salat vor dem Urlaub aufessen und erst nach der Rückkehr wieder säen oder Setzlinge kaufen.

Prachtkerze, Steppen-Salbei und Blut-Storchschnabel – 3 trockenheitsverträgliche Blühpflanzen © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
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