Die Wasserversorgung im Gartenhaus

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Für die Blumen, den Kaffee und viele andere Zwecke

Für Mensch und Natur: Wasser im und am Gartenhaus © vlentz, stock.adobe.com
Für Mensch und Natur: Wasser im und am Gartenhaus © vlentz, stock.adobe.com

Ein Wasseranschluss in der Gartenlaube ist in vielerlei Hinsicht praktisch. Er ermöglicht es Ihnen, während der Gartenarbeit schnell einen Schluck Wasser zu trinken oder Ihren Kaffee direkt in der Laube aufzubrühen, sofern diese auch über einen Stromanschluss verfügt. Ebenso können Sie Ihre Werkzeuge unter fließendem Wasser reinigen und Ihre Gießkanne befüllen. Noch bequemer wird die Bewässerung Ihrer Pflanzen, wenn sich ein Gartenschlauch anschließen lässt.

Ein kleines Waschbecken ist immer nützlich © cornyleoa, stock.adobe.com
Ein kleines Waschbecken ist immer nützlich © cornyleoa, stock.adobe.com

In ein entsprechend großes Gartenhaus lässt sich durch einen Wasseranschluss außerdem eine Küche sowie ein WC oder ein kleines Bad integrieren. Mit diesen Extras entsteht ein Ferienhaus mitten im eigenen Garten, in dem sich selbst Ihre Gäste wohlfühlen werden.

So nützlich ist ein Wasseranschluss im Gartenhaus
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Diese behördlichen Vorgaben sind bei einem Wasseranschluss zu beachten

Durch einen Gartenwasserzähler zahlen Sie keine Abwassergebühren © Sabrina Umansky, stock.adobe.com
Durch einen Gartenwasserzähler zahlen Sie keine Abwassergebühren © Sabrina Umansky, stock.adobe.com

Die Versorgung eines Gartenhauses mit Wasser erfolgt meist durch eine Anbindung an den Hauswasseranschluss. Ein zusätzlicher Wasseranschluss im Gartenhaus kann allerdings genehmigungspflichtig sein. Dies gilt im Besonderen, wenn Sie ein WC in Ihre Laube integrieren möchten. In jedem Bundesland gelten jedoch unterschiedliche Vorschriften. Fragen Sie deshalb vorab beim Bauamt in Ihrer Gemeinde nach. Dort bekommen Sie auch Informationen hinsichtlich des vorgeschriebenen Gartenwasserzählers, den Sie für den Anschluss benötigen. Er ermöglicht es, die Abwassergebühren für das Wohnhaus und das Gartenhaus getrennt zu berechnen, denn das Wasser, das aus einem Anschluss im Gartenhaus entnommen wird, dient oft zur Bewässerung des Gartens. In diesem Fall zahlen Sie keine Abwassergebühren.

Die Zuleitung – unterirdisch oder oberirdisch

Rohre für Wasserleitung zum Gartenhaus: Wichtige Hinweise
Rohre für Wasserleitung zum Gartenhaus: Wichtige Hinweise

Die Rohre, durch die das Wasser zum Gartenhaus strömt, werden im Idealfall unterirdisch und in einer frostsicheren Tiefe von mindestens 80 Zentimetern verlegt.

Ab einer Tiefe von 80 Zentimetern sind die Wasserrohre vor Frost geschützt © Marko Duca, stock.adobe.com
Ab einer Tiefe von 80 Zentimetern sind die Wasserrohre vor Frost geschützt © Marko Duca, stock.adobe.com

Sollte dies einen zu großen Aufwand darstellen, können Sie die Wasserrohre aber auch über der Erde verlegen. In diesem Fall sollten Sie jedoch einen manuellen Ablauf integrieren, durch den Sie im Herbst sämtliches Wasser aus den Rohren entfernen. Es könnte sonst gefrieren, sich hierbei ausdehnen und die Rohre platzen lassen. Ein manueller Ablauf lässt sich beispielsweise durch Muffen mit Drehverschluss realisieren. Für Wasserrohre, die oberirdisch verlegt werden sollen, bekommen Sie in den Baumärkten außerdem vorgeformte Hüllen, die aus Polyethylen oder Neoprenschaumstoff hergestellt werden. Eine weitere Möglichkeit, Frostschäden zu verhindern, ist eine Rohrbegleitheizung, die sich bei niedrigen Temperaturen automatisch einschaltet und die Rohre erwärmt. Sie verursacht zwar zusätzliche Kosten, ermöglicht Ihnen aber eine ganzjährige Versorgung des Gartenhauses mit Wasser.

Wichtig: Frostschutz für eine oberirdische Wasserleitung
Wichtig: Frostschutz für eine oberirdische Wasserleitung

Hinweis: Denken Sie beim Einbau eines Waschbeckens oder eines WCs an den Anschluss an die Kanalisation und verlegen Sie zusammen mit den Rohren die nötigen Abwasserleitungen.

Die Rohre – aus Kupfer, verzinktem Stahl oder Kunststoff

Mit einer speziellen Schere oder einer feinen Säge lassen sich Kunststoffrohre kürzen © Zayne C., stock.adobe.com
Mit einer speziellen Schere oder einer feinen Säge lassen sich Kunststoffrohre kürzen © Zayne C., stock.adobe.com

Für die Zuleitung können Sie Rohre aus Kupfer, verzinktem Stahl oder Kunststoff verwenden. Das Standardrohr für Wasserleitungen hat einen Durchmesser von 32 Millimetern. Kunststoffrohre lassen sich leichter zuschneiden als Rohre aus Metall und im Unterschied zu Metallrohren ein wenig biegen. Zudem besteht bei Ihnen nicht die Gefahr, dass sie im Laufe der Jahre zu rosten beginnen. Ein weiterer Vorteil ist der günstigere Preis. Kunststoffrohre sind daher für den Heimwerker eine gute Wahl und mit einer DVGW-Zertifizierung auch für Trinkwasserleitungen bestens geeignet.

Ein Wasseranschluss an der Außenwand erleichtert die Bewässerung der Beete © Sina Ettmer, stock.adobe.com
Ein Wasseranschluss an der Außenwand erleichtert die Bewässerung der Beete © Sina Ettmer, stock.adobe.com

Die Zapfstellen können sich innerhalb des Gartenhauses oder an den Außenwänden befinden. Letztere Variante ist sinnvoll, wenn Sie einen Gartenschlauch anschließen möchten, denn durch einen Außenanschluss bleibt das Innere des Gartenhauses sauber.

Möchten Sie auch warmes Wasser in Ihrem Gartenhaus, können Sie einen offenen Kleinspeicher in der Nähe eines Wasserhahns montieren. Er hat ein Fassungsvermögen von einigen Litern und wird an eine herkömmliche 230 V-Steckdose angeschlossen. Noch mehr Komfort bietet ein geschlossener Kleinspeicher, der sämtliche Zapfstellen mit warmem Wasser versorgt.

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