Gartenhaus Dacheindeckung

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Von der Dachpappe bis zur Holzschindel – Dacheindeckungen für das Gartenhaus

Das Dach eines Gartenhauses benötigt einen guten Wetterschutz, sofern es aus Holz besteht. Um diesen Schutz vor Feuchtigkeit, Wind und Sonneneinstrahlung sicherzustellen, können Sie es mit folgenden Materialien decken:

  • Dachpappe oder Bitumenbahnen
  • Bitumenschindeln
  • Bleche oder Kunststoffplatten
  • Dachpfannen
  • Holzschindeln
Mit einer guten Eindeckung ist das Gartenhaus bestens geschützt © oceane2508, stock.adobe.com
Mit einer guten Eindeckung ist das Gartenhaus bestens geschützt © oceane2508, stock.adobe.com

Soll Ihre Laube etwas ganz Besonderes werden, gibt es außerdem weitere Werkstoffe, die sich als Dacheindeckung eignen. Eine außergewöhnliche Optik bekommt es zum Beispiel durch ein Kupfer- oder Schieferdach. Sollte Sie keine dieser Eindeckungen überzeugen, können Sie es aber auch begrünen. Das sieht gut aus, sorgt für ein angenehmes Klima in der Laube und wird auch die Insekten in Ihrem Garten freuen.

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Dachpappe und Bitumenbahnen

Die Dachpappe ist eine besonders kostengünstige Lösung, allerdings nicht sonderlich schön. Sie kommt daher vor allem auf Dächern zum Einsatz, deren Oberflächen nicht zu sehen sind. Ein typisches Beispiel ist ein Gartenhaus mit Pultdach, das nahe der Grundstücksgrenze steht.

Günstig und leicht zu verlegen: Dachpappe © SusaZoom, stock.adobe.com
Günstig und leicht zu verlegen: Dachpappe © SusaZoom, stock.adobe.com

Dachpappe wird außerdem häufig für Geräteschuppen verwendet, bei denen die Optik eine untergeordnete Rolle spielt. Zudem eignet sie sich gut als zusätzlicher Schutz. So können Sie auf dem Dach Ihres Gartenhauses zunächst Dachpappe anbringen und es im Anschluss zum Beispiel mit Schindeln decken. Diese Vorgehensweise kommt auch auf Dächern von Wohnhäusern zum Einsatz. Dachpappe eignet sich sowohl für flache als auch für steile Dächer.

Dachpappe verlegen ist auch für Laien machbar: Eine Kurzanleitung
Dachpappe verlegen ist auch für Laien machbar: Eine Kurzanleitung

Dachpappe wurde früher mithilfe von Teer hergestellt und war dementsprechend auch unter der Bezeichnung Teerpappe bekannt. Mittlerweile tränkt man die Pappe jedoch meist in Bitumen, das einen noch besseren Schutz bietet und weniger schädlich für die Gesundheit ist. Darüber hinaus wurden die Eigenschaften der Pappe durch Zusatzstoffe verbessert. So lässt sich beispielsweise durch eine Beschichtung aus Kies oder Sand die Abriebfestigkeit erhöhen. Dach- oder Bitumenpappe ist daher in verschiedenen Qualitäten und Dicken erhältlich. Zur Rubrik der Bitumenbahnen gehören außerdem Produkte, die sich verkleben oder verschweißen lassen, sodass eine geschlossene Oberfläche entsteht.

Dachpappe – auch als zusätzliche Schutzschicht bestens geeignet © Christine, stock.adobe.com
Dachpappe – auch als zusätzliche Schutzschicht bestens geeignet © Christine, stock.adobe.com

Dachpappe ist zwar günstig, hat aber nur eine begrenzte Lebensdauer. Sie wird porös, wenn sie ständig der Sonne ausgesetzt ist, und sollte deshalb nach einer gewissen Zeit erneuert werden. Nachteilig ist außerdem, dass sich das Material schnell aufheizt. Unter einem Dach mit einer Eindeckung aus Dachpappe kann es im Sommer daher heiß werden. Im Hinblick auf die Verarbeitung kann die Dachpappe jedoch punkten, denn sie lässt sich einfach auf das Holzdach nageln. Für diesen Zweck gibt es die Dachpappnägel. Ebenso leicht ist der Zuschnitt, der mit einem Cuttermesser erfolgen kann. Dachpappe ist deshalb auch für weniger geübte Heimwerker eine gute Lösung.

Bitumenschindeln

Biegbar und leicht zu verlegen: Bitumenschindeln © miss_mafalda, stock.adobe.com
Biegbar und leicht zu verlegen: Bitumenschindeln © miss_mafalda, stock.adobe.com

Bitumenschindeln eignen sich für Dächer mit einer Neigung von mindestens 12 bis 15°. Sie sind in verschiedenen Farben und Formen wie dem Sechseck, dem Rechteck oder dem Biberschwanz erhältlich und ähneln den Dachschindeln für Wohnhäuser. Gefertigt werden sie jedoch aus einem Glasvlies, das von beiden Seiten in Bitumen getränkt wird und im Anschluss eine Oberfläche aus Mineralgranulat bekommt. Das Granulat lässt sich beliebig einfärben, die meisten Bitumenschindeln sind jedoch rot, grün, schwarz oder grau.

Eine gute Wahl für das Gartenhaus: Bitumenschindeln sind in vielen Farben und Formen erhältlich
Eine gute Wahl für das Gartenhaus: Bitumenschindeln sind in vielen Farben und Formen erhältlich

Bitumenschindeln sind eine gute Wahl, wenn Sie das Dach Ihres Gartenhauses attraktiv gestalten möchten. Mit dieser Eindeckung wirkt eine Laube mit Satteldach fast wie ein kleines Wohnhaus. Bitumenschindeln haben aufgrund ihrer hohen Witterungsbeständigkeit außerdem eine lange Lebensdauer und sind in einer guten Qualität beständig gegen UV-Strahlen. Sie lassen sich zudem gut zuschneiden und in speziellen Ausführungen sogar biegen. In der besonders biegbaren Version werden sie vor allem für die Eindeckung von Saunafässern genutzt. Bitumenschindeln eignen sich aufgrund ihres geringen Gewichts selbst für weniger tragfähige Dächer. Ein weiterer Vorteil ist die geringe Geräuschentwicklung bei Regen.

Bleche und Kunststoffplatten

Robust und witterungsbeständig: Metallbleche © Maksym Yemelyanov, stock.adobe.com
Robust und witterungsbeständig: Metallbleche © Maksym Yemelyanov, stock.adobe.com

Auch Bleche aus Metall sind in einer guten Qualität witterungsbeständig und entsprechend langlebig. Sie werden meist aus Stahlblech oder Aluminium hergestellt. Stahlblech wird häufig verzinkt, damit es nicht rostet. Es lässt sich außerdem wie Aluminium beschichten oder lackieren. Bleche für das Gartenhausdach bekommen Sie daher auch in farbigen Ausführungen. Sie sind außerdem in verschiedenen Formen wie zum Beispiel als Trapezblech oder Wellblech und mittlerweile sogar in einem Ziegeldesign erhältlich. Es ahmt die klassische Eindeckung mit Ziegeln nach, lässt sich aber sehr viel leichter anbringen.

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Aufgrund der großen Auswahl bieten Ihnen Bleche viele Möglichkeiten, Ihr Gartenhaus ganz nach Geschmack zu gestalten. Der Lärm, der entsteht, wenn Regen auf das Dach prasselt, kann allerdings störend sein. Möchten Sie auch bei Regen in Ihrer Laube sitzen, ist ein Blechdach daher keine gute Wahl. In diesem Fall wären Kunststoff-Wellplatten eventuell die bessere Lösung. Diese Platten bekommen Sie ebenfalls in vielen Farben sowie in transparenten Ausführungen. Letztere lassen von oben zusätzliches Licht in das Gartenhaus strömen.

Dachpfannen

Wie Ihr Wohnhaus können Sie auch Ihr Gartenhaus mit Dachpfannen decken. Sie sind im Vergleich mit anderen Dacheindeckungen recht teuer, lassen Ihr Gartenhaus aber auch sehr schön aussehen. Vielleicht haben Sie sogar die Möglichkeit, die gleichen Pfannen wie die auf Ihrem Wohnhaus zu verwenden. Dadurch wirkt das Gartenhaus ein wenig wie der kleine Bruder des Wohnhauses und es entsteht ein harmonisches Gesamtbild.

Der Klassiker: die Dachpfanne © Alterfalter, stock.adobe.com
Der Klassiker: die Dachpfanne © Alterfalter, stock.adobe.com

Dachpfannen werden aus verschiedenen Materialien sowie in matten und glänzenden Ausführungen hergestellt. Neben dem Klassiker aus gebranntem Ton gibt es daher auch Betonziegel, Kunststoffziegel und Metallziegel. Alle haben eine lange Lebensdauer, sodass die Kosten in der Regel nur einmal anfallen.

Dachpfannen eignen sich für steile Dächer wie das Satteldach. Wichtig ist außerdem eine stabile Unterkonstruktion, denn Dachpfannen sind relativ schwer. Bei einem Gartenhaus-Bausatz kann daher eine zusätzliche Verstärkung erforderlich sein, denn Bausätze sind oft nicht für eine schwere Eindeckung ausgelegt. Auch das Verlegen ist nicht ganz so leicht wie bei anderen Eindeckungen und erfordert daher ein gewisses Know-how.

Holzschindeln

Soll Ihr Gartenhaus komplett aus Holz bestehen, können Sie es mit Holzschindeln decken. Sie werden unter anderem aus dem Holz von Eichen und Lärchen hergestellt, das sich gut für den Einsatz im Freien eignet und schon in früheren Zeiten für die Dächer von Gebäuden genutzt wurde. Bevor Sie Ihr Gartenhaus mit Holzschindeln decken, sollte Ihnen allerdings bewusst sein, dass sich durch die Witterungseinflüsse eine Patina bilden wird, sofern Sie dies nicht durch eine Oberflächenbehandlung verhindern. Die Patina verleiht dem Dach einen besonderen Charme und bietet dem Holz gleichzeitig einen Schutz. Durch sie können Dachschindeln aus Holz Jahrzehnte überdauern. Dies gilt im Besonderen für die gespaltenen Schindeln, die nicht gesägt, sondern entlang der Holzfasern aufgetrennt werden.

Sehr natürlich: Dachschindeln aus Holz © hydebrink, stock.adobe.com
Sehr natürlich: Dachschindeln aus Holz © hydebrink, stock.adobe.com

Holzschindeln sind eher für steilere Dächer zu empfehlen, denn von flachen Dächern kann Regenwasser nicht schnell genug abfließen. Dies kann dazu führen, dass sich Moos oder Algen auf dem Holz ansiedeln oder das Holz von Pilzen befallen wird. Ein Anstrich zum Schutz vor Witterungseinflüssen oder aus optischen Gründen ist möglich, aber nicht unbedingt erforderlich. Wer möglichst naturnah und gesund bauen möchte, trifft mit Holzschindeln daher eine gute Wahl.

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier noch einmal ein Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Eindeckungen:

MaterialVorteileNachteile
Dachpappe und Bitumenbahnengünstig leicht zu verlegen auch als Unterlage für eine weitere Eindeckung geeignetnicht dauerhaft weniger schön heizt sich auf
Bitumenschindelnoptisch attraktiv leicht zu verlegen biegbar geringes Gewichtweniger haltbar als Dachpfannen
Metallbleche und Kunststoffplattenwitterungsbeständig und langlebig transparente Kunststoffplatten sorgen für zusätzliches Lichtbei Regen laut
Dachpfannenhochwertige Optik lange Lebensdauerteuer hohes Gewicht relativ schwer zu verlegen
Holzschindelnnatürlichohne Anstrich entsteht eine Patina
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