Der Fußboden für das Gartenhaus

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So finden Sie den richtigen

Ein Gartenhaus können Sie mit vielen verschiedenen Bodenbelägen ausstatten. Welcher für Sie der beste ist, hängt vor allem davon ab, welchen Zweck Ihr Gartenhaus erfüllen soll. Möchten Sie darin sitzen, spielt die Optik eine wichtige Rolle. Soll es für die Unterbringung von Gartengeräten dienen, ist dagegen ein möglichst robuster Belag zu empfehlen. Für die Lagerung von Maschinen mit einem hohen Gewicht ist außerdem ein tragfähiger Untergrund erforderlich. Denken Sie bei der Auswahl eines Bodenbelags aber auch an den späteren Reinigungs- und Pflegeaufwand.

Die Gartenlaube – zum Sitzen oder für die Gartengeräte © Marianna, stock.adobe.com
Die Gartenlaube – zum Sitzen oder für die Gartengeräte © Marianna, stock.adobe.com

Möchten Sie in Ihrem Gartenhaus Gegenstände abstellen, die schmutzig sein können, verursacht ein pflegeintensiver Fußboden zu viel Aufwand und wird dadurch schnell zu einem Ärgernis. Ein weiterer Punkt, der eine Rolle spielen könnte, ist die Möglichkeit, die einzelnen Elemente zuzuschneiden. So lässt sich zum Beispiel Holz selbst mit einer Handsäge auf das richtige Maß schneiden, während der Zuschnitt von Steinen gute Maschinen erfordert. Der Aufwand für den Zuschnitt wird umso größer, je verwinkelter Ihr Gartenhaus ist.

Die am häufigsten verwendeten Materialien für Fußböden in Gartenhäusern sind

  • Holz
  • OSB-Platten
  • PVC
  • Teppich
  • Betonplatten
  • Natursteine
  • Fliesen
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Holz

Ein Fußboden aus Holz macht Ihr Gartenhaus gemütlich. Er hat außerdem stets eine angenehme Temperatur. Holz ist daher ideal, wenn Sie in Ihrer Laube sitzen und sie zu diesem Zweck mit schönen Möbeln ausstatten möchten. Holz reagiert jedoch empfindlich auf Feuchtigkeit. Ein Holzfußboden benötigt deshalb eine gute Unterkonstruktion, durch die er keinen direkten Kontakt zum Erdreich hat.

Auf einem Holzfußboden sind die Gartenwerkzeuge gut geschützt © Forenius, stock.adobe.com
Auf einem Holzfußboden sind die Gartenwerkzeuge gut geschützt © Forenius, stock.adobe.com

Möchten Sie in Ihrem Gartenhaus einen Holzfußboden verlegen, sind die mit Nuten und Federn versehenen Holzdielen zu empfehlen. Sie lassen sich gut verlegen und sind in der Ausführung aus Fichtenholz sogar recht günstig. Sie können sich aber natürlich auch für Dielen aus einem etwas teureren Holz wie dem recht witterungsbeständigen Lärchenholz entscheiden. Achten Sie jedoch darauf, dass es optisch zum Holz der Wände passt. Im Idealfall verwenden Sie die selbe Holzart.

OSB-Platten

OSB-Platten werden aus breiten Spänen gefertigt © stockphoto-graf, stock.adobe.com
OSB-Platten werden aus breiten Spänen gefertigt © stockphoto-graf, stock.adobe.com

Eine mögliche Alternative zu echtem Holz sind OSB-Platten. Sie bestehen aus relativ breiten Spänen und haben dadurch eine ganz spezielle Optik, die durchaus ihren Charme haben kann. Alternativ verwenden Sie die Platten als Untergrund für einen Teppichboden oder einen anderen Bodenbelag wie zum Beispiel PVC. OSB-Platten sind oft mit Nuten und Federn versehen. Mehrere Platten lassen sich daher formschlüssig ineinander schieben, sodass eine ebene Oberfläche entsteht.

PVC

Glatt und pflegeleicht: Fußböden aus PVC © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Glatt und pflegeleicht: Fußböden aus PVC © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Bodenbeläge aus PVC sind unempfindlich und pflegeleicht. Von ihren glatten Oberflächen lässt sich Schmutz einfach mit dem Besen und bei Bedarf mit dem Wischmopp entfernen. PVC-Böden sind außerdem in vielen verschiedenen Farben und Designs erhältlich. Sie bieten Ihnen daher viel Spielraum bei der Gestaltung des Fußbodens. Weitere Vorteile sind der günstige Preis und die gute Verlegbarkeit.

Nicht ganz so gut geeignet ist ein PVC-Boden für Gartenhäuser und Geräteschuppen, in denen spitze Gegenstände direkt auf dem Fußboden abgestellt werden sollen. Dann entstehen schnell Löcher und Kratzer, die den Fußboden mit der Zeit unansehnlich machen. Kunststoffe haben außerdem den Nachteil, dass sie keine Luft in das Gartenhaus strömen lassen. Ein Gartenhaus mit PVC-Boden sollte deshalb öfter gelüftet werden als eine Laube mit einem luftdurchlässigen Fußboden.

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Teppich

Durch einen Teppich bekommt ein Gartenhaus einen sehr wohnlichen Charakter. Auch dieser Bodenbelag ist in vielen schönen Designs erhältlich, leicht zu verlegen und bequem in der Reinigung.

Ein Outdoorteppich macht die Sitzecke noch gemütlicher © feferoni, stock.adobe.com
Ein Outdoorteppich macht die Sitzecke noch gemütlicher © feferoni, stock.adobe.com

Für den Fußboden in einem Gartenhaus ist ein Outdoorteppich ideal, denn er wurde speziell für den Außenbereich entwickelt und ist weniger empfindlich als ein Teppichboden für die Wohnräume. Dennoch sollten Sie auch bei einem Outdoorteppich ein wenig vorsichtig sein und vor dem Betreten des Gartenhauses am besten die Schuhe wechseln. Achten Sie außerdem darauf, den Weg zum Gartenhaus so zu gestalten, dass Sie die Laube mit möglichst trockenen Schuhen erreichen. Als Alternative bietet sich ein Teppichboden aus Kunststoff an.

Betonplatten

Extrem robust: Waschbetonplatten © beatuerk, stock.adobe.com
Extrem robust: Waschbetonplatten © beatuerk, stock.adobe.com

Ein robuster Fußboden aus Betonplatten ist für den Geräteschuppen ideal. Ihm macht es nichts aus, wenn Sie einen Gegenstand aus Versehen auf den Boden fallen lassen. Betonplatten zeichnen sich außerdem durch eine hohe Tragfähigkeit aus. Auf ihnen dürfen Sie daher ruhig schwere Geräte abstellen. Weitere Vorteile sind die lange Lebensdauer, die Pflegeleichtigkeit und die Unempfindlichkeit gegenüber Wasser.

Natursteine

Auch für eine anschließende Terrasse bestens geeignet: Natursteine © marcobir, stock.adobe.com
Auch für eine anschließende Terrasse bestens geeignet: Natursteine © marcobir, stock.adobe.com

Natursteine lassen einen Boden interessant wirken, denn kein Stein sieht genau wie der andere aus. Wie Holz strahlen Natursteine daher Natürlichkeit und Lebendigkeit aus. Dieser Effekt lässt sich nochmals steigern, wenn Sie sogenannte Polygonalplatten, also Natursteine in unregelmäßigen Formen und verschiedenen Größen verwenden. Wie die Betonplatten und die Fliesen dürfen Natursteine ruhig nass werden. Durch andere Flüssigkeiten können einige Natursteine jedoch Flecken bekommen. Achten Sie bei der Auswahl eines Natursteins deshalb auch auf dieses Kriterium.

Fliesen

Fliesen sind für ein Gartenhaus ebenfalls geeignet. Es muss sich allerdings um Fliesen handeln, die für den Außenbereich zugelassen sind. Bei allen anderen könnte es passieren, dass im Winter Feuchtigkeit in die Fliesen dringt, dort gefriert und die Fliesen zum Platzen bringt. Auch Kratzer und andere Beschädigungen können auf empfindlichen Fliesen leicht entstehen. Für das Gartenhaus sind deshalb robuste Fliesen in einer hohen Abriebklasse zu empfehlen.

Eine saubere Lösung: Fliesen für den Außenbereich © hcast, stock.adobe.com
Eine saubere Lösung: Fliesen für den Außenbereich © hcast, stock.adobe.com

Fliesen sehen gut aus, haben eine lange Lebensdauer und lassen sich leicht sauber halten. Das Verlegen verursacht jedoch mehr Arbeit und ist nicht so einfach wie bei anderen Materialien. Ein weiterer Nachteil ist der im Vergleich mit anderen Bodenbelägen hohe Preis. Wenn Ihre Gartenlaube richtig schön werden soll, sind Fliesen jedoch sicherlich eine gute Wahl.

Tipp: Die Flächen rund um das Gartenhaus, eine eventuell anschließende Terrasse sowie den Weg zur Laube können Sie mit den gleichen Fliesen gestalten. So entsteht ein einheitliches Bild.

Wie Sie sehen, stehen Ihnen für die Gestaltung des Fußbodens zahlreiche Produkte zur Verfügung. Hier noch einmal die Vor- und Nachteile der einzelnen Werkstoffe:

MaterialVorteileNachteile
Holznatürliche Optik schön fußwarmempfindlich gegenüber Feuchtigkeit
OSB-Plattengünstig leicht zu verlegennicht jedermanns Geschmack
PVCin vielen Designs erhältlich günstig leicht zu verlegen leicht zu reinigenkann durch spitze Gegenstände Löcher und Kratzer bekommen luftundurchlässig
Teppichwohnliche Optik leicht zu verlegenempfindlich gegenüber Schmutz
Betonplattenrobust tragfähig langlebig unempfindlich gegenüber Wasser leicht sauber zu haltenweniger wohnlich
Natursteinenatürliche Optik unempfindlich gegenüber Wasserzum Teil empfindlich gegenüber bestimmten Flüssigkeiten
Fliesenhochwertige Optik langlebig unempfindlich gegenüber Wasser leicht zu reinigenteuer das Verlegen verursacht viel Arbeit

Unabhängig von Ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Material sollten Sie unter dem Fußbodenbelag eine Folie verlegen. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit sowie Insekten und andere Tiere von unten in das Gartenhaus dringen. Auch das Sprießen von Unkraut lässt sich durch eine Folie verhindern. Möchten Sie Ihr Gartenhaus zu jeder Jahreszeit nutzen, können Sie unter dem gewählten Bodenbelag außerdem eine Dämmung verlegen. Sie hält die Kälte aus dem Erdreich aus Ihrem Gartenhaus fern und macht es zusammen mit gut gedämmten Wänden ganzjährig nutzbar.

Von den Skandinaviern abgeguckt: die Kombination aus Rot und Weiß © schulzfoto, stock.adobe.com
Gartenhaus Materialien und Pflege

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