Ein Ständerwerk aus Metallprofilen bauen

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Eine Anleitung mit Material- und Werkzeugliste

Eine Zwischenwand, die einen Raum in zwei Zimmer aufteilt oder wie ein Raumteiler an einer bestimmten Stelle endet, lässt sich mithilfe von Metallprofilen und Gipskartonplatten relativ leicht bauen. Wir erklären Ihnen, wie Sie das Ständerwerk bauen, an dem Sie später die Gipskartonplatten befestigen, und welche Materialien Sie benötigen.

Metallprofile bilden das Grundgerüst einer Zwischenwand © freepeoplea, stock.adobe.com
Metallprofile bilden das Grundgerüst einer Zwischenwand © freepeoplea, stock.adobe.com

Metallprofile für Zwischenwände

Für das Ständerwerk einer Zwischenwand brauchen Sie U-Profile und C-Profile. Die U-Profile werden an der Decke und auf dem Fußboden montiert. Diese beiden Metallprofile dienen als Aufnahme für die senkrecht verlaufenden C-Profile. Beide Varianten bekommen Sie in verschiedenen Breiten und Ausführungen. Lesen Sie deshalb unseren Ratgeber „So finden Sie die richtigen Metallprofile für das Ständerwerk“, falls Sie noch unsicher sind, welche Metallprofile sich für Ihr Vorhaben am besten eignen. Bei Zwischenwänden kommen in der Regel UW- und CW-Profile zum Einsatz.

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Profile und Zubehör für Türen

Soll Ihre Zwischenwand eine Tür bekommen, benötigen Sie zusätzlich zwei Aussteifungsprofile, kurz UA-Profile, sowie ein Türsturzprofil für die Türöffnung. Diese Profile bestehen aus dickeren Blechen und halten dadurch der höheren Belastung besser stand. Für eine leichte Tür mit einem Gewicht von weniger als 25 Kilogramm können Sie aber auch herkömmliche C-Profile verwenden.

Große Türen benötigen Aussteifungsprofile © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Große Türen benötigen Aussteifungsprofile © Robert Kneschke, stock.adobe.com

So bauen Sie das Ständerwerk einer Zwischenwand

1. Im ersten Arbeitsschritt legen Sie den Verlauf der Zwischenwand am Boden, an der Decke und an der beziehungsweise den Wänden fest. Hierbei ist eine Schlagschnur hilfreich. Sie können den Verlauf aber auch mit Klebeband festlegen oder mit einem Stift anzeichnen. Sofern eine Tür geplant ist, markieren Sie bei der Vorbereitung auch die Stelle, an der sich die Türöffnung befinden soll.

Für den Zuschnitt der dünnen Profile reicht eine Blechschere © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Für den Zuschnitt der dünnen Profile reicht eine Blechschere © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

2. Die Metallprofile schneiden Sie mit einer Blechschere oder mit einer Metallsäge auf das benötigte Maß. Tragen Sie hierbei Handschuhe, damit Sie sich an den scharfen Schnittkanten nicht verletzen.

Hinweis: Verwenden Sie für den Zuschnitt der Metallprofile keine elektrischen Sägen, Trennschleifer oder Ähnliches. Sie zerstören durch die Hitzeentwicklung die Beschichtung der Profile, die als Korrosionsschutz dient.

3. Auf die Rückseiten der Metallprofile, also die Seiten, die nach der Montage an der Decke oder auf dem Boden liegen, kleben Sie Dichtungsbänder. Diese Bänder verbessern den Schallschutz, denn sie sorgen dafür, dass Geräusche durch beispielsweise Erschütterungen weniger stark übertragen werden. Daher werden sie auch Dämmstreifen genannt. Dämmstreifen sind meistens selbstklebend. Sollte dies nicht der Fall sein, befestigen Sie die Streifen mit doppelseitigem Klebeband.

Auch schräg verlaufende Raumteiler lassen sich mit Metallprofilen realisieren © artursfoto, stock.adobe.com
Auch schräg verlaufende Raumteiler lassen sich mit Metallprofilen realisieren © artursfoto, stock.adobe.com

4. Den Rahmen Ihres Ständerwerks befestigen Sie abhängig vom Baustoff mit Dübeln und Schrauben oder nur mit Schrauben an der Decke und dem Fußboden. Der Abstand zwischen den Befestigungspunkten sollte etwa 50 Zentimeter betragen. In Bereichen, in denen Bohrungen nicht möglich oder wie zum Beispiel bei einer Fußbodenheizung zu gefährlich sind, fixieren Sie die Profile mit Silikon. Überprüfen Sie zum Schluss mit der Wasserwaage, ob die Metallprofile absolut waagerecht verlaufen und nehmen Sie gegebenenfalls Korrekturen vor.

5. Zwei C-Profile dienen als Wandanschluss oder bei einem mitten im Zimmer endenden Raumteiler als seitliche Begrenzung. Diese Profile versehen Sie ebenfalls mit Dämmstreifen, stecken sie zunächst unten und danach oben in die U-Profile an Boden und Decke und schrauben sie an den Wänden fest.

6. Nachdem der Rahmen nun fertig ist, stecken Sie in die U-Profile weitere C-Profile. Beginnen Sie auch hierbei unten und schieben Sie die Profile erst danach in das U-Profil an der Decke. Achten Sie außerdem darauf, dass alle offenen Seiten in dieselbe Richtung zeigen. Danach richten Sie die Profile mit der Wasserwaage aus.

Die Stoßkanten zweier Platten sollten mittig auf dem Profil liegen © archideaphoto, stock.adobe.com
Die Stoßkanten zweier Platten sollten mittig auf dem Profil liegen © archideaphoto, stock.adobe.com

In welchem Abstand Sie die C-Profile setzen sollten, hängt von der Breite der Gipskartonplatten ab, die Sie verwenden möchten. Er beträgt die halbe Plattenbreite, bei Gipskartonplatten in der Standardbreite von 125 Zentimetern also 62,5 Zentimeter. Durch diesen Abstand ist sichergestellt, dass die Stoßkanten zweier Platten mittig auf dem C-Profil liegen und Sie beide Platten auf dem Profil befestigen können.

Denken Sie jedoch daran, dass die erste Platte vollständig auf dem Metallprofil aufliegen muss, damit zwischen der bereits vorhandenen Wand und der neuen Zwischenwand kein Spalt entsteht. Die Mittelachse des zweiten C-Profils muss deshalb 62,5 Zentimeter von der Anschlusswand entfernt sein, während Sie bei allen folgenden Profilen immer von Mittelachse zu Mittelachse messen.

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Eine feste Verbindung zwischen C-Profilen und U-Profilen ist nicht erforderlich, aber durchaus möglich und sinnvoll. Sie verhindert, dass die C-Profile beim Anschrauben der Gipskartonplatten verrutschen. Wenn Sie möchten, können Sie die C-Profile daher mit einer Blindnietzange an den U-Profilen festnieten. Eine weitere Möglichkeit ist die Fixierung mithilfe einer Verbundzange. Sie durchlöchert zwei Bleche gleichzeitig. Dadurch entstehen aufgebogene Ränder, die die beiden Metallprofile zusammenhalten. Diese Vorgehensweise, die auch im professionellen Bereich zum Einsatz kommt, wird als Crimpen bezeichnet. Dementsprechend finden Sie die Zange auch unter der Bezeichnung Crimper- oder Crimpzange.

Gipskartonplatten können Sie übrigens auch waagerecht montieren, falls dies bei Ihrem Vorhaben einfacher ist und weniger Verschnitt bedeutet. Auch in diesem Fall sollte der Abstand zwischen den C-Profilen jedoch nicht mehr als etwa 60 Zentimeter betragen. Über einem eventuell vorhandenen Türsturz setzen Sie die C-Profile dichter, denn dort sollten sich zwei C-Profile befinden.

Das Türsturzprofil bleibt nach dem Anschrauben der Gipskartonplatten von allein auf der richtigen Höhe © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
Das Türsturzprofil bleibt nach dem Anschrauben der Gipskartonplatten von allein auf der richtigen Höhe © contrastwerkstatt, stock.adobe.com

7. Bekommt Ihre Zwischenwand eine Tür, schneiden Sie die Aussteifungs- oder UA-Profile auf die benötigte Länge. Sie dienen als seitliche Türpfosten und werden wiederum zunächst unten und danach oben in die U-Profile gesteckt. Gleichzeitig schieben Sie ein Türsturzprofil auf die beiden Profile. Es stabilisiert die Türöffnung am oberen Ende der Tür und wird mit Klebeband auf der benötigten Höhe fixiert. Die offene Seite muss nach oben weisen. Danach überprüfen Sie, ob alle drei Elemente sich an der richtigen Position befinden und schrauben die beiden UA-Profile an den U-Profilen an der Decke und am Fußboden fest. Für diesen Zweck bieten die Hersteller von Metallprofilen passende Türpfosten-Steckwinkel.

Da Sie nun den Ablauf der Montage kennen, können Sie eine Skizze anfertigen und Ihre Einkaufsliste schreiben. Sie benötigen:

  • 2 U-Profile in der Länge der geplanten Wand
  • eine ausreichende Anzahl C-Profile in Raumhöhe
  • für eine Tür: 2 UA-Profile in Raumhöhe, ein Türsturzprofil und Türpfosten-Steckwinkel
  • Dämmstreifen
  • Dübel und Schrauben für die Montage der U-Profile

Für die Ausführung der Arbeiten brauchen Sie:

  • Werkzeuge zum Anzeichnen und Ausrichten (Zollstock, Wasserwaage & Co.)
  • Leiter
  • Blechschere oder Metallsäge
  • Cuttermesser
  • Bohrmaschine
  • Akkuschrauber
  • Hammer
  • evtl. eine Blindnietzange oder Crimperzange
Ein Grundgerüst aus Metall verleiht Wänden und Decken die nötige Stabilität © sveta, stock.adobe.com
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