Wände und Decken aus Gipskarton mit geeigneten Farben streichen

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Eine Anleitung und Tipps

Zwischenwände, abgehängte Decken und Verkleidungen aus Gipskarton lassen sich leicht im gewünschten Farbton streichen. Wie Sie hierbei am besten vorgehen und welche Farben sich für den Trockenbau am besten eignen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Sorgfältig geschliffene und saubere Wände sind eine Voraussetzung für ein perfektes Ergebnis © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Sorgfältig geschliffene und saubere Wände sind eine Voraussetzung für ein perfektes Ergebnis © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Äußerst wichtig: eine sorgfältige Vorbereitung

Vor einem Anstrich sollten Sie die Flächen gründlich reinigen, denn der Staub der Platten und anderer Schmutz verhindern eine Haftung der Farbe. Säubern Sie die Platten deshalb mit einer Bürste, einem Staubsauger oder einem feuchten Tuch. Bei dieser Gelegenheit können Sie mit der Hand über die verspachtelten Stellen streichen und gegebenenfalls noch einmal nachschleifen, damit die Oberfläche vollkommen glatt ist. Achten Sie außerdem darauf, dass die Gipskartonplatten absolut trocken sind.

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Empfehlenswerte Farben für den Trockenbau

Möchten Sie Gipskartonplatten streichen, haben Sie die Wahl zwischen herkömmlichen Farben und Trockenbaufarben, die auch Gipskartonfarben genannt werden. Letztere wurden speziell für den Anstrich von Gipskartonplatten entwickelt und eignen sich häufig auch für die grün ummantelten Gipskartonplatten für Feuchträume. Bei der Verwendung einer Trockenbaufarbe brauchen Sie die Gipskartonplatten vorab nicht zu grundieren, sodass Sie sich einen Arbeitsschritt ersparen. Die Auswahl im Hinblick auf die Farbtöne ist allerdings begrenzt. Bei speziellen Wünschen müssen Sie daher meist auf herkömmliche Farben zurückgreifen.

Es muss nicht immer Weiß sein – Wandfarben bekommen Sie in unzähligen Farben © Felix Vogel, stock.adobe.com
Es muss nicht immer Weiß sein – Wandfarben bekommen Sie in unzähligen Farben © Felix Vogel, stock.adobe.com

Gut geeignet für den Anstrich von Gipskartonplatten sind diffusionsoffene Wandfarben und Kalkfarben, denn sie lassen einen Austausch von Wasserdampf zu. Diese Farben können Sie in der Regel auch in Räumen wie der Küche oder dem Bad verwenden. Ein diffusionsoffener Anstrich unterstützt den positiven Effekt von Gipskartonplatten auf das Raumklima, denn die Gipskerne sind atmungsaktiv und damit in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben. Diese Fähigkeit bleibt bei einem Anstrich mit einer Kalkfarbe oder einer diffusionsoffenen Wandfarbe erhalten. Grundsätzlich können Sie aber auch jede andere Farbe verwenden, sofern sie vom jeweiligen Hersteller für Gipskartonplatten zugelassen ist.

Anleitung zum Grundieren und Streichen von Gipskartonplatten

1. Haben Sie sich für eine herkömmliche Farbe entschieden, tragen Sie als Erstes eine Grundierung auf. Sie sorgt dafür, dass der Gips, die Kartonummantelung und die Spachtelmasse die Farbe gleich stark aufnehmen. Ein Tiefengrund verhindert außerdem, dass der Gipskarton zu viel Bindemittel aus der Farbe saugt. Dies ist vor allem bei farbigen Anstrichen problematisch, denn es reduziert die Leuchtkraft der Farbe und lässt sie in verspachtelten Bereichen eventuell stumpf aussehen.

Die Grundierung trägt man am besten mit einem Quast auf © Gavial, stock.adobe.com
Die Grundierung trägt man am besten mit einem Quast auf © Gavial, stock.adobe.com

Darüber hinaus können durch ein zu starkes Aufsaugen des Bindemittels Risse in der Farboberfläche entstehen. Besteht die Unterkonstruktion aus Holz, verhindert eine Grundierung auch Vergilbungen durch das im Holz enthaltene Lignin. Es bahnt sich im Laufe der Zeit seinen Weg bis an die Oberfläche der Platten, sodass Vergilbungen durch Lignin oft erst nach einigen Jahren auftreten. Nicht zuletzt benötigen Sie aber auch weniger Farbe, wenn der Untergrund weniger stark saugt. Ein vorbereitender Anstrich mit einer Grundierung oder einem Tiefengrund, der relativ schnell erledigt ist, lohnt sich daher in vielerlei Hinsicht.

Hinweis: Eine Grundierung muss zur gewählten Farbe passen und stammt im Idealfall vom selben Hersteller.

Eine Grundierung streichen Sie mit einem breiten Pinsel, einer Malerrolle, einem Quast oder einer Bürste auf die Gipskartonplatten. Achten Sie darauf, das Mittel an den Kanten, Ecken und im Bereich der Fugen besonders satt aufzutragen. Danach muss der Anstrich einige Stunden trocknen. Berücksichtigen Sie hierbei die Angaben des Herstellers.

Tipp: Möchten Sie Wände und eine Decke aus Gipskartonplatten grundieren, beginnen Sie mit den Wänden. Beim Streichen der Decke lässt es sich kaum verhindern, dass etwas Grundierung auf eine Wand tropft. Diese Tropfen verursachen Flecken, die sich unter Umständen nach dem abschließenden Anstrich abzeichnen.

2. Noch vorhandene Fugen wie zum Beispiel zwischen Wand und Decke verschließen Sie nach dem Grundieren mit Acryl. Es lässt sich im Gegensatz zu Silikon überstreichen.

Die Ecken streichen Sie mit dem Pinsel oder einer kleinen Rolle vor © Superingo, stock.adobe.com
Die Ecken streichen Sie mit dem Pinsel oder einer kleinen Rolle vor © Superingo, stock.adobe.com

3. Ist die Grundierung trocken, streichen Sie die Gipskartonplatten mit der gewünschten Farbe. Hierbei gehen Sie wie bei jedem anderen Anstrich vor, streichen die schwer zugänglichen Stellen vorab mit dem Pinsel und die großen Flächen mit der Malerrolle.

4. Gipskarton saugt relativ viel Feuchtigkeit und damit Farbe auf. In den meisten Fällen sind daher zwei Anstriche erforderlich, damit das Ergebnis zufriedenstellend ist. Wenn Sie von vornherein zwei Anstriche planen, streichen Sie am besten einmal längs und einmal quer. Der letzte Anstrich sollte vor allem bei einer Decke immer von der Lichtquelle weg, also in einem 90°-Winkel zum Fenster erfolgen.

Mit dem Schwingschleifer sind die verspachtelten Fugen schnell glatt © auremar, stock.adobe.com
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