Die Haustechnik im Keller unterbringen

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Vor 50 Jahren gab es im Keller die Heizungsanlage, eine Wasserleitung kam ins Haus, ein Kanalrohr verließ es. Wo der elektrische Strom noch über Dachreiter geliefert wurde, war mehr Haustechnik im Keller nicht unterzubringen. Längst ist der elektrische Strom dazu gekommen, außerdem die Telefonleitung. Und es wird immer mehr. Der Batteriespeicher für die Solaranlage, der Server für das Smart Home, die Lüftungsanlage – nicht jeder hat all das, aber generell wird es immer mehr und immer vielgestaltiger.

Es gibt gute Gründe dafür, die Haustechnik im Keller unterzubringen © Stockfotograf, stock.adobe.com
Es gibt gute Gründe dafür, die Haustechnik im Keller unterzubringen © Stockfotograf, stock.adobe.com

Für viele ist es gar keine Frage, dass all dies am besten im Keller unterzubringen ist. Ausnahmen sind vorstellbar, zum Beispiel kann man sich in einem sehr hochwassergefährdeten Gebiet anders entscheiden. Aber die Heiztechnik im Keller ist schon der Normalfall. Hier kommen die Details sowie die wichtigsten Argumente dafür und dagegen.

Warum die Haustechnik in den Keller gehört

Zuallererst, weil es auf der Hand liegt, ist da der Platzbedarf zu nennen. Zehn Quadratmeter muss man für die Haustechnik schon veranschlagen, wenn die vorgegebenen Abstände eingehalten werden sollen. Es können auch noch mehr werden. Zehn Quadratmeter, das ist im Keller nicht so viel, aber zehn Quadratmeter mehr im Erdgeschoss oder den Stockwerken darüber, das ist schon eine Menge. Schon deshalb sollte in den meisten Fällen bei der Planung die Entscheidung fallen, dass die Haustechnik in den Keller gehört.

Zweitens gehen von der Haustechnik oft Geräusche aus, oder sie gibt Wärme ab. Daran denkt man nicht gleich, aber auf die Dauer kann sich dies negativ bemerkbar machen. Manches, wie einen Homeserver, kann man auch später noch in einen Keller verlegen, wenn man einen solchen hat. Bei der Heizungsanlage ist das nicht so leicht – deshalb gilt es, gleich die richtige Entscheidung zu treffen. Im Keller stört die Haustechnik einfach nicht. Und wird auch nicht gestört.

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Drittens und nicht zuletzt bietet die Unterbringung der Haustechnik im Keller einen besseren Schutz vor unerwünschten Manipulationen. Kleinkinder zum Beispiel finden schnell einmal Gefallen daran, irgendwelche bunten Knöpfe zu drücken. Mit Folgen, die sie selbst gar nicht überblicken. Deshalb ist es auch keine schlechte Idee, den Raum für die Haustechnik abschließbar zu machen.

Technikbox als Alternative

Wer sich übrigens gegen eine Unterkellerung entscheiden und trotzdem die Haustechnik nicht in den Wohngeschossen haben möchte, der kann sich für eine Technikbox oder einen Modulkeller entscheiden. Das sind vorgefertigte kleine Keller, die nur so groß sind, dass die Haustechnik hineinpasst. Sie sind gedämmt, trotzdem bekommt die Bodenplatte darüber noch einmal eine komplett flächendeckende Dämmung. Vor allem für Bauherren, die über einen Fertigkeller nachdenken, dabei aber die Kosten scheuen, ist das eine erwägenswerte Alternative.

Bei der Planung eines Hauses ist die Haustechnik sicher eines der schwierigsten Kapitel, eventuelle Fehler können besonders schwerwiegend sein. Deshalb kommt man dabei an einem Fachmann nicht vorbei, der alles plant und baut. Aber mitreden möchte man schon, und deshalb kommt hier ein Überblick mit den möglichen haustechnischen Anlagen – zwingend ist natürlich längst nicht alles.

Wo die Haustechnik unterkommen soll, das muss bei der Planung unbedingt geklärt werden © BERLINSTOCK, stock.adobe.com
Wo die Haustechnik unterkommen soll, das muss bei der Planung unbedingt geklärt werden © BERLINSTOCK, stock.adobe.com

Was alles zur Haustechnik gehört

Wenn es sich nicht um ein Passivhaus handelt, gehört eine Heizung auf jeden Fall zur Haustechnik. In vielen Fällen ist sie durch ein Brennstofflager zu ersetzen. Die klassischen Heizöltanks gehören im Neubau nicht mehr dazu – diese Technik gehört demnächst der Vergangenheit an. Aber auch Holzpellets benötigen Platz, ebenso wie Alternativen zur herkömmlichen Heizung wie etwa Geothermie. Beim Passivhaus wiederum muss an den Platz für eine Lüftungsanlage gedacht werden.

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Dazu kommt das Thema Wasser. Das Abwassersystem braucht auf jeden Fall Rückstausicherungen, gelegentlich auch eine Hebeanlage. Für das Trinkwasser bauen manche ein Hauswasserwerk ein, unter anderem zur Entkalkung des Wassers. Gelegentlich wird unter Hauswasserwerk auch eine Anlage zur Erzeugung von Wasserdruck verstanden, wenn ein Haus nicht an das öffentliche Netz angeschlossen werden kann und eine Versorgung etwa aus Tanks oder einer Quelle organisiert werden muss. Je nach Technik der Warmwasserbereitung muss auch ein Warmwasserspeicher eingebaut werden. Verfügt das Haus über Brauchwasserleitungen, muss es irgendwo eine Regenwasserzisterne geben.

Auch aus Gründen des Klimaschutzes möchten immer mehr Bauherren selbst Strom erzeugen, zumeist mit Solaranlagen. Die notwendigen Solarmodule gehören natürlich auf das Dach. Aber in den Keller gehört auf jeden Fall der Wechselrichter und, sofern der Strom selbst genutzt werden soll, auch der Stromspeicher.

Zur Solaranlage auf dem Dach gehört ein Wechselrichter im Keller © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Zur Solaranlage auf dem Dach gehört ein Wechselrichter im Keller © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Was kommt noch hinzu? Wer einen Homeserver aufstellen möchte, kann dies im Haustechnikraum tun, angesichts der geringen Größe findet sich zumeist aber auch an anderer Stelle ein Platz. Auch der Stromkasten mit Zählern und Sicherungen kann in den Haustechnikraum, aber zwingend ist das nicht. Internet- und TV-Kabel bedeuten auch keinen großen Platzverbrauch – aber warum nicht wirklich die gesamte Haustechnik komplett in einem Raum unterbringen?

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