Die eigene Sauna: der Wellnessurlaub Zuhause

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Eine Sauna im eigenen Haus ist – wenn man es mag – eine prima Sache. Gut beraten ist, wer schon bei der Planung seines Hauses daran denkt, einen solchen „Schwitzkasten“ im Keller einzubauen. Denn es gibt einige Dinge zu bedenken, damit man eine optimale Lösung bekommt und keine bautechnischen Probleme. Hier steht, worauf der Bauherr achten muss.

Eine Sauna im Keller ist eine entspannende Sache © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Eine Sauna im Keller ist eine entspannende Sache © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Von Anfang einplanen

Wer es gut macht, der plant schon den Grundriss seines Kellers so, dass alles auf den Einbau einer Sauna eingerichtet ist. Das beginnt mit der Raumgröße – eine Fläche von zwei mal zwei Metern kann ausreichend sein, um eine Sauna für vier Personen zu platzieren. Etwas eng – oder gemütlich – ist das aber schon. Rechnen sollte man mit 1,5 Quadratmeter pro Nutzer. Bei vier Personen sind das also sechs Quadratmeter. Vor Beginn der Planung sollte man aber die Frage beantworten, wie realistisch es ist, dass mehr als zwei Personen gleichzeitig die Sauna benutzen. Ein Mal im Jahr mit Freunden – dafür lohnt der Aufwand eher nicht.

Mit der eigentlichen Sauna ist es aber nicht getan. Ausruhen und Abkühlen – die Komponenten gehören dazu, wenn das Saunieren seine positive Wirkung entfalten soll. Also ist in unmittelbarer Nähe ein Platz für eine ausreichende Zahl von Liegen wichtig. Dieser soll freundlich und entspannend gestaltet sein – es ist keine Lösung, eine Liege zwischen Fahrrad und Heizungsanlage zu platzieren.

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Zum Abkühlen gibt es zwei Möglichkeiten – die Dusche und der Gang ins Freie. In unmittelbarer Nähe der Sauna eine kleine Dusche einzubauen, das ist schon sehr zu empfehlen. Das ist auch einer der Gründe, warum man schon beim Bau des Hauses an die Sauna denken sollte – die Dusche braucht Leitungen für Wasser und Abwasser. Für den Gang ins Freie wiederum ist es von Vorteil, wenn die Außentüre zum Keller in der Nähe der Sauna liegt. Dann wäre auch zu überlegen, ob draußen ein großes Fass als Tauchbecken aufgebaut werden kann.

Feuchtigkeit in den Griff bekommen

Ein ganz großes Thema beim Bau einer Sauna im Keller sind die Wärme und die damit verbundene Feuchtigkeit. Man muss damit rechnen, dass eine Sauna auch für höhere Raumtemperaturen in den angrenzenden, wenn nicht gar in allen Kellerräumen sorgt. Wissen muss man, dass die Luft umso mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, je wärmer sie ist. Dass das Wasser kondensiert, sobald es an kalte Bauteile kommt – oft sind das vor allem die Außenwände. Und dass Feuchtigkeit an den Wänden zu Schäden am Putz, zu Schimmel und schließlich auch zu Problemen für die Bausubstanz führen kann.

Deshalb ist zweierlei notwendig – ausreichend dämmen und ausreichend lüften. Und zwar nicht entweder das eine oder das andere, sondern beides. Bei der Lüftung kommt es darauf an, nach dem Saunieren ordentlich Durchzug im Keller zu bekommen. Das geht mit ausreichend großen Fenstern. Die elegantere Lösung ist freilich eine Lüftungsanlage.

Mit einem kurzen und gründlichen Durchlüften der Räume sorgen Sie für eine frische und angenehme Atmosphäre während der Besichtigung © Bonsales, stock.adobe.com
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Dämmen sollte man auch Kellerräume heute sowieso. Aber für einen Keller mit Sauna sollte die Dämmung stärker ausfallen als sonst. Wenn der Architekt bei der Planung des Hauses nicht ausreichend Bescheid weiß, muss man einen Energieberater einschalten. Rechnen kann man damit, eine bis zu 15 Zentimeter starke Dämmschicht sowohl an den Außenwänden als auch unter der Bodenplatte vorsehen zu müssen.

Holzofen besser nicht im Keller

Für den Saunaofen mit Holzfeuerung wird ein eigener Schornstein gebraucht © timofeev, stock.adobe.com
Für den Saunaofen mit Holzfeuerung wird ein eigener Schornstein gebraucht © timofeev, stock.adobe.com

Damit scheinen alle Aspekte genannt, die man vor der Planung eines Hauses beachten muss, wenn im Keller eine Sauna eingebaut werden soll. Dem ist aber nicht so. Zur Sauna gehört nämlich notwendigerweise ein Saunaofen. Und diese Geräte werden zumeist elektrisch betrieben, benötigen also einen entsprechenden Anschluss.

Mit Ausnahme der kleinen Saunaöfen für ganz kleine Saunen muss ein Drehstromanschluss gelegt werden, so wie zumeist auch für einen Küchenherd. Das macht man am besten gemeinsam mit der restlichen Haustechnik gleich nach Abschluss der Rohbauarbeiten. Und auf keinen Fall selbst – Elektroarbeiten sind ein Job für den Fachmann.

Und der Saunaofen ist auch nur ein Beispiel. Gebraucht werden auch Wasser- und Kanalanschluss für die Dusche; Strom für die Beleuchtung versteht sich ja von selbst. Der Ruheraum für die Zeit nach Sauna muss natürlich auch geheizt werden. Alle Rohre und Leitungen werden am besten beim Rohbau schon mit eingeplant und beim Ausbau der Haustechnik tatsächlich verlegt.

Zurück zum Saunaofen. Natürlich gibt es die Möglichkeit, eine Sauna mit einem Holzofen auf Temperatur zu bringen. Das ist besonders gemütlich, aber man muss natürlich in Kauf nehmen, dass die Steuerung etwas ungenauer ist. Vor allem braucht ein solcher Holzofen einen eigenen, von den anderen Schornsteinen unabhängigen Kamin; die Anlage muss vom Schornsteinfeger abgenommen werden. Gerade wenn diese Variante infrage kommt, sollte die Sauna zu einem ganz frühen Zeitpunkt eingeplant werden.

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Generell ist eine Sauna mit Holzofen wohl eher etwas für ein Gartenhäuschen. Das gilt auch für eine Niedrigtemperatursauna, eine Biosauna und eine Dampfsauna. Diese Varianten zeichnen sich durch eine hohe Luftfeuchtigkeit aus, die wie geschildert zu Problemen am Gebäude führen kann. Das Risiko ist bei einer finnischen oder bei einer klassischen Sauna geringer.

Abstände, Boden, Kabel, Holz

Für die Sauna selbst gilt es zu beachten, dass sie mindestens fünf Zentimeter Abstand zu den Wänden haben sollte, zu Außenwänden sogar zehn Zentimeter. Alles sollte auf glattem und wasserfestem Boden aufgebaut werden. Kabel und Lampen in der Sauna sollten Temperaturen von bis zu 140 Grad Celsius aushalten.

Auch bei den Sitzflächen kommt es auf die richtigen Materialien an © ronstik, stock.adobe.com
Auch bei den Sitzflächen kommt es auf die richtigen Materialien an © ronstik, stock.adobe.com

Zu raten ist zu einer Sauna aus kanadischer Hemlocktanne oder nordischer Fichte. Diese Hölzer zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders hart und fest sind. Damit die Sitzfläche nicht zu heiß wird, sollte das Holz im Innern eine nur geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen. Das trifft zu für Pappel, Espe und Linde. Generell wird unterschieden zwischen Massivholzsaunen, die sehr stabil sind und im Raum eine gute Belüftung rundum benötigen, und Elementsaunen, die aus mehreren Schichten zusammengebaut sind. Sie sind für geschlossene Räume besser geeignet, aber kein Muss.

Qualität kann man erkennen

Generell gibt es mehrere Kennzeichen, die auf eine gewisse Mindestqualität hindeuten. Der „Blaue Engel“ kennzeichnet die Unbedenklichkeit des verbauten Holzes mit Blick auf nachhaltige Produktion. Das FSC-Siegel steht ebenfalls für Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Das VDE-Prüfsiegel bestätigt, dass bestimmte Schutzanforderungen der elektrischen Anlagen eingehalten werden.

Wo die Haustechnik unterkommen soll, das muss bei der Planung unbedingt geklärt werden © BERLINSTOCK, stock.adobe.com
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