Alles im Blick: Videoüberwachung als Einbruchschutz

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In unserem Zuhause möchten wir uns sicher fühlen. Bei allen Maßnahmen zum Einbruchschutz gehört die Videoüberwachung schon zum Standard. Eine gut angebrachte Kamera an Ihrem Haus hat einige Vorteile:

  • Kontrolle: Sie sehen, wer ein und aus geht – auch, wenn Sie nicht zu Hause sind.
  • „Spion“: Eine smarte Kamera zeigt Ihnen, wer vor der Tür steht, bevor Sie öffnen.
  • Abschreckfunktion: Manchen Dieb hält eine Kamera vom Einbruch ab
  • Identifikation: Sollten Einbrecher in das Haus eindringen, können Sie evtl. mittels der Aufzeichnung identifiziert werden.
Eine Videoüberwachungsanlage bietet einen guten Einbruchschutz © m.mphoto, stock.adobe.com
Eine Videoüberwachungsanlage bietet einen guten Einbruchschutz © m.mphoto, stock.adobe.com

Bevor eine Videoüberwachung installiert wird, gilt es allerdings einige Punkte zu beachten. Es gilt Datenschutzrichtlinien zu berücksichtigen, die richtige Technik für Ihre Bedürfnisse auszuwählen und eine mögliche Kombination mit einer Alarmanlage zu überdenken.

Ein übersichtlicher Eingangsbereich schreckt Einbrecher ab
Ein übersichtlicher Eingangsbereich schreckt Einbrecher ab

Ihr gutes Recht: Das müssen Sie bei einer Videoüberwachung beachten

Als Hauseigentümer haben Sie das Recht, Ihr Anwesen zu schützen. Dabei müssen Sie aber darauf achten, dass Sie keine öffentlichen Bereiche, Straßen oder Nachbargrundstücke in Ihrer Videoübertragung sehen. Hier ist eine fest installierte Kamera sinnvoll, mit der Sie den Bereich klar skalieren können.

Wichtig: Sie müssen auf die Überwachung mit einem erkennbaren Schild oder Aufkleber hinweisen!

Abschreckung und Möglichkeit der Identifikation: Mit Videoüberwachung erhöhen Sie gezielt den Einbruchschutz
Abschreckung und Möglichkeit der Identifikation: Mit Videoüberwachung erhöhen Sie gezielt den Einbruchschutz

Technische Voraussetzungen für eine Videoüberwachung

Für den Betrieb einer Kamera können Sie diese ans Stromnetz anschließen oder eine wählen, die mit Batterien oder Akkus funktioniert. Im Außenbereich ist die Verlegung der Kabel oft umständlich, hier empfiehlt sich ggf. eine kabellose Variante zu wählen. Viele smarte Startersets zum Einbruchsschutz beinhalten bereits eine Kamera. Wer eine störungsfreie Datenübertragung möchte, kann auch eine Verbindung mit einem Koaxialkabel wählen, die den Außenbereich dann direkt auf einem Monitor anzeigt. Bei Neubauten kann dies im Vorfeld bereits mit geringem Mehraufwand eingeplant werden, das Gleiche gilt für ein komplettes Sicherheits-Starterset. Eine einfache Methode zur Datenübertragung, die sich auch gut zur Nachrüstung eignet, ist auch die Überwachung über WLAN. Hier können Sie eine Kamera einfach mit Ihrem Netzwerk verbinden und mittels Smartphone auf die Daten und Steuerung zugreifen.

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Die richtige Kamera

Welche Kamera, welches System ist für mich das Richtige? Folgende Punkte können Ihnen die Wahl erleichtern, als Grundlage bei der Abstimmung mit einem ausführenden Unternehmen oder bei Kauf helfen:

  • Wofür möchte ich die Videoüberwachung? Besucherkontrolle oder Einbruchschutz? Oder beides?
  • Welche Bereiche um mein Haus möchte ich überwachen?
  • Möchte ich kabellose Kameras?
  • Wo bestehen Möglichkeiten zum Anbringen einer Kamera?
  • Bin ich bereit, Umbaumaßnahmen zur Installation der Kamera durchzuführen?
  • Was soll meine Kamera können?

Gerade die letzte Frage sollten Sie bedenken, denn während eine Funkkamera schnell installiert, einsatzbereit und ohne großen Aufwand angebracht ist, eignen sich kabelgebundene Anlagen besser bei einem Neubau oder wenn Sie sowieso einen Umbau planen. Auch die Lichtverhältnisse spielen eine Rolle: Ist es an der Stelle, an welcher die Kamera angebracht werden soll ziemlich dunkel, empfiehlt sich eine Kamera mit Infrarotfunktion.

Smarte Überwachungskameras zeigen, wer vor der Tür steht © Foto-Ruhrgebiet, stock.adobe.com
Smarte Überwachungskameras zeigen, wer vor der Tür steht © Foto-Ruhrgebiet, stock.adobe.com

Die richtige Stelle für eine Videoüberwachung auswählen

Als Abschreckung und auch für die Überwachung des Außenbereiches bietet sich für die Installation der Kamera natürlich der Bereich um die Eingangstür, aber auch eine Terrassentür oder ein Kellereingang an. Letztendlich sollten Sie bei der Planung einer Videoüberwachung schon festlegen, wie viele Kameras Sie möchten. Wichtig ist, dass die Kamera in einem richtigen Winkel hängen, um möglichst viel der Umgebung aufzuzeichnen.

Das kann eine Überwachungskamera

Kamera ist nicht gleich Kamera. Das werden sie spätestens dann bemerken, wenn Sie sich schon einige Muster angesehen haben. Bei der Wahl gilt es vor allem auch auf die Funktionen zu achten, die einem wichtig sind:

  • Infrarotfunktion für dunkle Stellen und Nacht
  • Eingebautes Mikrofon
  • Gesichtserkennung zur Türöffnung
  • Möglichkeiten der Aufzeichnung und Speicherung
  • Material der Kamera
  • Kombinierbarkeit und Zusatzfunktionen
  • Reichweite der Videoüberwachung
Infrarotfunktion für dunkle Stellen und Nacht

Außenkameras sollte auf jeden Fall auch bei Dämmerung oder Dunkelheit ein gutes Bild liefern. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Eine Infrarotkamera oder eine sogenannte Hybridkamera.

Die Infrarotkamera funktioniert auch bei absoluter Dunkelheit und müssen auf jeden Fall am Gebäude installiert werden, da sie sonst die Fensterscheiben möglicherweise das Rotlicht zum Sensor der Kamera reflektieren und undeutliche Bilder liefert.

Eine Hybridkamera schaltet mittels Lichtsensor automatisch auf schwarz-weiß um, wenn es dämmrig wird. Verschlechtern sich die Lichtverhältnisse noch weiter, wechselt sie in den Infrarot-Modus und liefert auch in Dunkelheit gute Bilder.

Eingebautes Mikrofon

Möchten Sie mit der Kamera eine Gegensprechanlage kombinieren, kommen Sie um ein Mikrofon nicht herum. Zur reinen Aufzeichnung bringt es bei einer Außenkamera nicht allzu viel.

Verschiedene Funktionen der Videoüberwachung im Überblick: Welches System ist für Sie das richtige?
Verschiedene Funktionen der Videoüberwachung im Überblick: Welches System ist für Sie das richtige?
Gesichtserkennung zur Türöffnung

Sie möchten erkennen, wer vor der Tür steht, bevor Sie den Türöffner betätigen? Auch hierzu kann die Kamera nützlich sein. Mittlerweile gibt es auch smarte Videoüberwachungsmöglichkeiten, die über eine Gesichtserkennung verfügen und z. B. Familienmitglieder identifiziert.

Möglichkeiten der Aufzeichnung und Speicherung

Um die Bilder Ihrer Kamera aufzuzeichnen, brauchen Sie eine Festplatte zur Speicherung oder ein gutes HD-System, das auf einem im Netz integrierten Rekorder die Aufnahmen festhält. Wer über ein sehr gutes Internet verfügt, kann auch eine cloudbasierte Lösung wählen. Hier ist wichtig, mögliche Gebühren im Auge zu behalten.

Material der Kamera

Je nachdem welchen Wettereinflüssen die Kamera im Außenbereich ausgesetzt ist, müssen Sie auch auf das Material achten. Hier eignet sich ein Metallgehäuse am besten. Um die Widerstandsfähigkeit des Gerätes zu regeln, wurde hier eine IP-Norm festgelegt, die angibt, wie gut die Kamera gegen Nässe, Schmutz oder Kälte geschützt ist. Die Norm besteht aus zwei Buchstaben und einer Zahlenfolge.

Die IP-Schutzart

Die International Protection (IP) ist genormt nach DIN EN6029 und gibt den Schutzgrad einer Überwachungskamera an. Die erste Kennziffer steht für Berührungs- und Fremdkörperschutz. Die zweite Kennziffer gibt den Wasserschutz an. Eine Überwachungskamera für den Außenbereich sollte mindestens mit der Schutzklasse IP66 ausgestattet sein, d. h. vollständig staubdicht, vollständiger Berührungsschutz und Schutz gegen starkes Strahlwasser.

Kombinierbarkeit und Zusatzfunktionen

Bei der Anschaffung der Kamera sollten Sie überlegen, ob Sie ggf. die Anlage irgendwann erweitern möchten und inwieweit das gewählte Modell erweiterbar ist. Auch die Kombinierbarkeit mit einer Türöffnungsanlage oder einer Alarmanlage hat Einfluss auf die Wahl, ebenso, ob die Videoüberwachung in das Smarthome integriert werden soll. Es gibt auch smarte Startersets für Alarmanlagen, die bereits eine Kamera mit inkludiert haben.

Die Smart Home-Steuerung sorgt für optimale Nutzung und Einbruchschutz
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Reichweite der Videoüberwachung

Die Reichweite einer Überwachungskamera hängt vom Blickwinkel, der Brennweite und der Auflösung ab. Mit einem großen Sensor können Sie ein umfänglicheres Gebiet überwachen, eine große Brennweite sorgt für eine deutlichere Darstellung und eine gute HD-Auflösung bietet klare Bilder. Wenn Sie Daten per WLAN übertragen möchten, geht dies in der Regel bis zu 50 Metern sehr gut. Ist die Kamera allerdings zu weit vom Router entfernt, kann es Übertragungsschwierigkeiten geben. Auch die Beschaffenheit von Wänden kann die Signalstärke beeinflussen. Wenn Sie Ihre Kamera über WLAN einrichten möchten, empfiehlt sich die Anbindung an ein komplettes Smarthome-System.

Das kostet eine Videoüberwachung

Die Kosten für eine Videoüberwachung hängen natürlich von der Art der Kamera und den Funktionen ab und schwanken entsprechend stark. Die Spanne beginnt hier schon bei 30 Euro für einfache Überwachungsfunktionen und endet im vierstelligen Bereich, wenn eine komplette smarte Alarmanlage mit allen technischen Raffinessen geplant ist. Wie Sie bei der KfW eine Förderung für Einbruchschutz erhalten, erfahren Sie hier.

Auf eine Überwachung müssen Sie mit einem Schild oder Aufkleber hinweisen © Fiedels, stock.adobe.com
Auf eine Überwachung müssen Sie mit einem Schild oder Aufkleber hinweisen © Fiedels, stock.adobe.com
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