Smarte Sicherheit: So machen Sie Einbrechern das Leben schwer

Teilen:

Der Anteil der missglückten Einbruchsversuche steigt Jahr für Jahr, was nicht zuletzt auf eine immer effektivere Sicherheitstechnik schließen lässt. Denn wo die Diebe auf Alarme und schwer zugängliche Häuser treffen, verweilen sie nicht lange.

Überwachungskameras sollten von einem Fachhandwerker installiert werden © Andrey Popov, stock.adobe.com
Überwachungskameras sollten von einem Fachhandwerker installiert werden © Andrey Popov, stock.adobe.com

Einbruchshemmende Sicherheitstechnik wird beim Neubau eines Eigenheimes ebenso thematisiert, wie die Integration eines Sicherheitssystems in ein bestehendes Haus. Da auch die Einbruchprofis zunehmend raffinierter werden, muss das System nicht nur gut vernetzt, sondern auch robust und manipulationssicher sein. Doch die verschiedenen Systeme auf dem Markt stellen manchen Bauherrn oder Hausbesitzer vor die Qual der Wahl. Reicht ein Smart-Home-Set für 100 Euro? Oder sollte hier in ein geprüftes System investiert werden?

Richtlinien der VdS Schadenverhütung bilden Grundlage der neuen Norm

Damit Verbraucher mehr Sicherheit bekommen, wurde von der „Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik“ in DIN und VDE (DKE) sowie des Deutschen Forums für Kriminalprävention (DFK) die Vornorm DIN VDE V 0826-1 für Überwachungsanlagen entwickelt. In der Norm sind die Anforderungen an ein System ebenso erfasst, wie Standards für Unternehmen, die solche Anlagen installieren. Daneben ist die DIN VDE V 0826-1 seit 2019 die Grundlage für eine Förderung durch die KfW. Auch viele Versicherungen setzen die Norm mittlerweile voraus.

bis zu 30% sparen

Alarmanlagen und Einbruchschutz

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos

Info: „Smart-Home-Norm“ DIN VDE V 0826-1

Die  DIN VDE V 0826-1 beschreibt zwingende technische Vorgaben für Sicherheitstechnik in Smart-Home-Anwendungen für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung. Zudem verweist die Norm auch auf die Mindestanforderungen, die Fachbetriebe bei Planung, Montage, Inbetriebnahme sowie Instandhaltung von Sicherheitslösungen erfüllen müssen. Diese Anforderungen sind in der DIN EN 16763:2017 – „Dienstleistungen für Brandsicherheitsanlagen und Sicherheitsanlagen“ fixiert. Letztlich sollten sich alle an einem Bauprojekt Beteiligten angesprochen fühlen, also auch Bauherren, Eigentümer, Planer und Architekten.

Effektive smarte Alarmanlagen haben Bewegungsmelder und Überwachungskameras © U. J. Alexander, stock.adobe.com
Effektive smarte Alarmanlagen haben Bewegungsmelder und Überwachungskameras © U. J. Alexander, stock.adobe.com

Das richtige smarte Sicherheitssystem

Verbraucher stehen bei der Wahl des richtigen Sicherheitssystems oft vor einer Vielzahl an Angeboten mit verschiedenen Ausstattungen.

Info: Das wichtigste Element einer Smart-Home-Alarmanlage ist die Basisstation. Sie löst den Alarm aus, sendet in den meisten Fällen eine Nachricht auf das Smartphone und sorgt somit für den Kontakt zwischen allen Komponenten.

  • Welches Überwachungssystem ist das Richtige?
  • Was passiert bei Stromausfall?
  • Wie hoch sind die Kosten?
  • Kann ich das System mit anderen Smart-Home-Anwendungen kombinieren?
Welches Überwachungssystem ist das Richtige?

Um gegen Einbrecher gerüstet zu sein, gibt es bei den Sicherheitssystemen verschiedene Techniken. Dazu gehören Bewegungsmelder, Tür- und Fensterkontakte und auch Überwachungskameras sowie akustische Alarme.

Was passiert bei Stromausfall?

Ein heftiges Gewitter, der Strom fällt aus – das kommt gerade in den Sommermonaten häufig vor. Auch der Versuch eines Einbrechers, mittels Kappung der Stromzufuhr die Alarmanlage zu umgehen, sollte unterbunden werden. Hier empfiehlt sich ein System, das zusätzlich über eine Batteriefunktion verfügt, sobald der Strom ausfällt.

Wie hoch sind die Kosten?

Bei den Kosten sollten Sie genau hinsehen. Denn je nach Anbieter und Hersteller können zu den Anschaffungskosten auch noch Gebühren für die Nutzung von App- oder Clouddiensten anfallen. Diese sind notwendig, um Warnhinweise zu empfangen oder auch Videoaufzeichnungen abzurufen.

Kann ich das System mit anderen Smart-Home-Anwendungen kombinieren?

In der Regel können alle smarten Sicherheitssystem mit anderen Produkten aus dem Smart Home kombiniert werden. So können zum Beispiel Sprachassistenten mit eingebunden oder Lampen gesteuert werden. Denn oft genügt es schon, dass ein Licht im Haus angeht, um einen potenziellen Einbrecher abzuschrecken.

Ihr smartes Sicherheitssystem: Welche Funktionen sind Ihnen besonders wichtig?
Ihr smartes Sicherheitssystem: Welche Funktionen sind Ihnen besonders wichtig?

Einrichtung per Smartphone

Die Einrichtung und Verwaltung der Anlagen erfolgt in der Regel per Smartphone. Im Idealfall hilft ein Assistent beim Hinzufügen der einzelnen Komponenten. Manchmal komfortabler, aber selten vorhanden ist die Möglichkeit, den Browser am PC dafür zu nutzen. Tipp: Halten Sie sich genau an die jeweilige Anleitung. Ziehen Sie vor allem erst die Isolierfolie aus dem Batteriefach, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Manche Geräte verlassen nach kurzer Zeit den Kopplungsmodus, andere behalten ihn bei, verschwenden aber Batteriestrom. Ist alles eingerichtet, sind Sie gewappnet, falls sich jemand unerlaubt an Ihrem Heim zu schaffen macht. Dann gehören Sie hoffentlich zu den fast 50 Prozent der Fälle, in denen die Ganoven leer ausgehen.

Smarte Sicherheitstechnik schützt vor ungebetenen Gästen © bilderzwerg, stock.adobe.com
Smarte Sicherheitstechnik schützt vor ungebetenen Gästen © bilderzwerg, stock.adobe.com

Jetzt vergleichen: 10 Smarte Sicherheitssysteme

Um ein wenig Licht ins Dunkel der unzähligen Systeme zu bringen, finden Sie hier zehn Systeme im Vergleich mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen.

  1. Funkbasiert und bequem: Homematic IP
  2. Ausbaufähig für Profis: Devolo Home Control
  3. Auf einen Blick: Netgear Arlo Pro
  4. Hoher Datenschutz: Lupusec XT1
  5. Schnell und vielseitig: Egardia
  6. Für große Häuser: Abus Z-Wave
  7. Der kleine Bruder der Z-Wave:Abus Smartvest
  8. Rund-um-Schutz auf Englisch: Ring Alarm
  9. Die Alarmanlage für Apple-Fans: Eve Home
  10. Sensortechnik vs. Sicherung: Gigaset Elements M

1. Funkbasiert und bequem: Homematic IP

Mit Homematic IP bietet Smart-Home-Pionier eQ-3 ein funkbasiertes System, welches mit vielen Komponenten wie Rauchmelder oder Heizungssteuerung kombinieren lässt. Das Starterset beinhaltet einen Bewegungsmelder, Tür- und Fenstersensor sowie einer Innensirene.

  • Ausbaufähig
  • Leichte Installation
  • Bequeme Einrichtung per App-Assistent
  • Keine Abfrage privater Daten
  • Keine Absicherung gegen Stromausfall
  • Keine Einbruchsmeldungen aufs Smartphone

Fazit: Starter Set mit einfacher Installation

2. Ausbaufähig für Profis – Devolo Home Control

Die Devolo Home Control ist sehr flexibel und ausbaufähig – allerdings fordert sie ein gewisses technisches Verständnis, da alles komplett selbst konfiguriert werden muss.

  • Praktische Add-ons wie Sirene und Fenster- und Türsensor
  • Kleinen Bewegungsmelder
  • Ausbaufähiges System
  • Steuerung über App und Browser
  • Komplexe Steuerungen
  • Eigene Konfiguration
  • Gründliche Einarbeitung notwendig

Fazit: Perfekt für Anwender, die gerne selbst konfigurieren

3. Auf einen Blick – Netgear Arlo Pro

Bekannt ist die Technik von Netgear für seine Kamerasysteme, die häufig auch in Unternehmen genutzt wird.

  • Wasserfeste Kameras
  • HD Qualität und Infrarotbild
  • Einfache, kabellose Installation

Fazit: Einfache Installation für Anwender, denen Videoüberwacher ausreicht.

4. Hoher Datenschutz: Lupusec XT1

Die All-in-one-Lösung des deutschen Unternehmens Lupus-Electronics besteht aus einer Basisstation, einem Bewegungssensor und einem Tür- und Fensterkontakt. Etliche weitere Komponenten, wie Gefahrenmelder, Sirenen, Kameras, Heizungs-, Rollladen- und Lichtsteuerungen und Überwachungstools können zusätzlich in das System integriert werden.

  • Viele zusätzlich integrierbare Komponenten
  • Hoher Datenschutzstandard
  • 24/7 – Service
  • Umständliche Einrichtung über DynDNX Dienst
  • Komplizierte Konfiguration

Fazit: Profi-System für Technikfreaks.

5. Schnell und vielseitig: Egardia

Laut Hersteller ist die Anlage von Egardia in nur einer halben Stunde installiert. Ein großer Lieferumfang und kleine Helfer wie eine Fernbedienung zeichnen das System aus.

  • Schnelle Installation
  • Viel Zubehör zum Starterset
  • Integrierte Sirene
  • Notstrombatterie
  • Viele zusätzliche Komponenten erhältlich
  • Einfache Bedienung über App
  • Einige Funktionen kostenpflichtig

Fazit: Gute Basis mit viel Zubehör

TIPP

Nutzen Sie unseren Service: Kostenlos Angebote für Alarmanlagen einholen

6. Für große Häuser: Abus Z-Wave

Für große Häuser ist das Abus Z-Wave ideal. Bis zu 100 Komponenten können in dem System interagieren und das Z-Wave-Starterset enthält neben der Basisstation auch eine Sirene und einen Mulitsensor mit mehreren Funktionen sowie Tür- und Fensterkontakte.

  • Leichte Handhabung per App
  • Umfangreiches Starterset
  • Keine kostenpflichtigen Zusatzfunktionen
  • Hoher Datenschutz
  • Keine Kamera enthalten
  • Kurze Stromausfallabsicherung

Fazit: Für große Häuser und Techniklaien

7. Der kleine Bruder der Z-Wave: Abus Smartvest

Ein weiteres System aus dem Hause Abus: Mit einer selbst installierbaren Plug-and-play-Alarmanlage kommt Abus Smartvest mit Schlüsselbundsender für Aktivierung und Deaktivierung.

  • Leicht zu bedienen
  • Integrierte Sirene
  • Stromausfallsicherung durch Stützbatterien
  • Verbindung mit Router nur über Netzwerkkabel
  • Kein Einrichtungsassistent

Fazit: Leicht installier- und bedienbar

8. Rund-um-Schutz auf Englisch: Ring Alarm

Ring-Alarm von der Amazon-Tochter Ring bringt ein System, das einfach einzurichten ist und mit den hauseigenen Überwachungsanlagen kombiniert einen guten Rund-um-Schutz bieten.

  • Einrichtung mit Assistent und Anleitung in der App
  • SIM-Karte sichert gegen Internetausfall
  • Basisstation 24 Stunden ohne Strom betriebsbereit
  • Einschalten über KeypadN
  • Nutzung der SIM gegen Gebühr
  • Sprachsteuerung nur auf Englisch

Fazit: Reine Alarmanlage, einfach und praktisch

9. Eve Home: Die Alarmanlage für Apple-Fans

Apple-Freunde dürften sich mit Eve Home sofort anfreunden. Als zentrale Steuerungseinheit dient ein Apple HomePod oder Apple TV 4K. Mittels App, iCloud und Siri ein Komplettsystem für Apple-Nutzer.

  • Einfaches und sicheres System
  • Window Guard zur Fensterüberwachung
  • Datenspeicherung über iCloud
  • Sprachsteuerung über Siri
  • Vernetzung über Apple-Infrastruktur
  • Selbstständige Zusammensetzung der einzelnen Module
  • Eingeschränkte Reichweite mit Bluetooth

Fazit: Ein „Must-have“ für Apple-Freaks

10. Sensortechnik vs. Sicherung: Gigaset Elements M

Ein großes Starter-Paket sorgt für schnelle und zuverlässige Sicherheit – allerdings mit einigen Schwachstellen in Sachen Einbruchschutz.

  • Großes Einsteigerpaket
  • Zuverlässige Funktion
  • App mit Fernüberwachung von Senioren
  • Intelligente Sensortechnik
  • Umständliche Einrichtung
  • Account beim Hersteller notwendig
  • Mangelhafte Beschreibung
  • Keine Sicherung bei Stromausfall

Fazit: Gutes Paket aber umständlich in der Installation

Mittels Apps lassen sich fast alle Alarmanlagen steuern und kontrollieren © maho, stock.adobe.com
Mittels Apps lassen sich fast alle Alarmanlagen steuern und kontrollieren © maho, stock.adobe.com
Eine Videoüberwachungsanlage bietet einen guten Einbruchschutz © m.mphoto, stock.adobe.com
Alles im Blick: Videoüberwachung als Einbruchschutz

In unserem Zuhause möchten wir uns sicher fühlen. Bei allen Maßnahmen zum Einbruchschutz gehört die Videoüberwachung schon zum Standard. Eine… weiterlesen

bis zu 30% sparen

Angebote Angebote für Alarmanlagen und Sicherheitstechnik

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Artikel teilen: