Nachgefragt: Die Polizei über Einbruchschutz

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Mit der Kampagne „Zuhause sicher“ informieren die Polizeibehörden rund um den Einbruchschutz

In Deutschland wird alle sieben Minuten eingebrochen – meist nur mit einfachem Werkzeug und auf erschreckende einfache Art und Weise. Sicher hiervon ist niemand. Selbst wenn vermeintlich „nicht viel zu holen ist“ schreckt dies Einbrecher nicht davon ab, ihr Glück zu versuchen.

Die gängigste Methode der Einbrecher ist das klassische Aufhebeln von Türen oder Fenstern © Rainer Fuhrmann, stock.adobe.com
Die gängigste Methode der Einbrecher ist das klassische Aufhebeln von Türen oder Fenstern © Rainer Fuhrmann, stock.adobe.com

Die Methoden der Täter

Die meisten Täter sind keine Profis, sondern Gelegenheitsdiebe, die jedoch für rund 80 Prozent aller Einbrüche verantwortlich sind. Die Bewohner scheinen nicht Hause zu sein? Es kommt gerade niemand vorbei? Dann wird die Gelegenheit genutzt, um sich mit einem einfachen Werkzeug schnell zum Beispiel an einem gekippten Fenster Zugang zu verschaffen.

Wir stellen Ihnen die häufigsten Methoden der Einbrecher vor und wie Sie sich davor schützen können.

MethodeMechanischer SchutzAufhebeln mit Schraubendreher und KeilPilzkopfzapfen oder AufschraubsicherungenGlasdichtung durchstechen, um an Fenstergriff zu gelangenAbschließbare FenstergriffeProfilzylinder abmontierenInnen verschraubte SchutzbelägeEinschlagen des Fenster-/TürglasesAbschließbarer Fenstergriff oder einbruchhemmende Verglasung„Flippermethode“: Mit Kreditkarte Türschloss öffnenTüre immer abschließen und nicht nur zuziehenEinstieg über das HausdachDach- und Gaubenfenster ebenfalls mit entsprechender Verglasung und abschließbaren Griffen schützenQuelle: Polizei Münster
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Checken Sie Schwachstellen

Kennen Sie die Schwachstellen Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung, wenn es um Einbruchschutz geht? Nur wenn Sie hier einen Überblick haben, können Sie die richtigen Maßnahmen für Ihre Sicherheit angehen.

SchwachstelleJa/Nein
Haustüre oder Wohnungstüre
Nebeneingangstüren oder Kellertüren außen
Garagentor
Terrassentüren
Fenster im Erdgeschoss und oberen Etagen
Licht- und Kellerschächte
Balkone
Erkennen Sie die Schwachstellen Ihres Hauses, indem Sie es mit Einbrecher-Augen sehen
Erkennen Sie die Schwachstellen Ihres Hauses, indem Sie es mit Einbrecher-Augen sehen

Tipp: Grundsätzlich sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf alle Öffnungen im Gebäude richten – auch wenn sie Ihnen zu klein erscheinen, um hindurch zu kommen. Einbrecher sind erfinderisch und wendig!

Empfehlungen der Polizei zum Einbruchschutz

Egal, ob Sie neu bauen oder Ihr Heim sicherheitstechnisch nachrüsten – auf folgende drei Aspekte sollten Sie Wert legen:

  1. Achten Sie bei den Bauteilen auf eine Zertifizierung nach DIN
  2. Auch in Zeiten des Smart Homes: Mit mechanischer Sicherheitstechnik lassen sich 90 Prozent der Einbrüche verhindern.
  3. Die Sicherheitstechnik sollten Sie von Fachhandwerkern einbauen lassen.
Für Ihre Sicherheit: zertifizierte Bauteile fachgerecht von Profis einbauen lassen
Für Ihre Sicherheit: zertifizierte Bauteile fachgerecht von Profis einbauen lassen

Von Fenstersicherung bis Grundstücksbepflanzung – die Tipps der Polizei zum Einbruchschutz:

Was?Möglichkeiten der Sicherung
Fenster und FenstertürenDIN EN 1627 RC-2*-Fenster mit Pilzkopfzapfen-Beschlägen, einbruchhemmender Verglasung (P4A-Glas) und abschließbaren Fenstergriff RC-2-N*-Fenster RC-1-N*-Fenster in oberen Geschossen
RolllädenHochschiebesicherung in Verbindung mit dem Rollladenantrieb einbruchhemmende Rollläden nach DIN EN 1627
GitterRC-2-Gitter Alternativ: mind. 18 mm dicke Gitterstäbe Abstand max. 12 cm Berührungspunkte der Gitterstäbe verschweißt massive Befestigung im Baukörper mit nicht demontierbaren Befestigungsmitteln mehr als 4 Befestigungspunkte
Kellerfensterwie alle anderen Fenster
Kellerfenster mit StahllochblendenVorhängeschloss Verschraubung der Rahmen feststehende Gitter raumseitig montierte, abschließbare Fenstergitter vorgelegte Riegelstangen
Lichtschächtebetonierte Lichtschächte Lichtschachtabdeckungen aus stahlarmierten Glasbetonsteinen Gitterroste mit speziellen Abhebesicherungen
KunststofflichtschächteBefestigung im Mauerwerk
TürenRC-2-Türen
Türen mit NachrüststandardZylinderschlösser DIN 18251 ab der Klasse 3 oder als Einfachverriegelungen DIN 18251 in den Klassen 4 und 5 – mit Hakenschwenkriegeln Profilzylinder DIN 18252 in der Zylinderklasse 1 und in der Zylinderklasse 2 mit Bohrschutz Schutzbeschlag DIN 18257 in der Widerstandsklasse ES 1, ES 2 oder ES 3 mit Zylinderabdeckung als Ziehschutz Profilzylinder mit Bohr- und Ziehschutz (BZ) Fallensperre integrierte Türspaltsperre z. B. über ein Kastenriegelschloss Türspion s vier Bändersicherungen über Hintergreifhaken
Türen zum NachrüstenNachrüstsätze DIN 18104 Teil 2 Zusatzschlösser, Querriegelschlösser, Mehrfachverriegelungen mit Sperrbügel sowie Bandseitensicherungen und Bänder DIN 18104 Teil 1 Zylinderschlösser (Einsteckschlösser) als Mehrfachverriegelungen DIN 18251 ab der Klasse 3 oder als Einfachverriegelungen DIN 18251 in den Klassen 4 und 5 Profilzylinder DIN 18252 in der Zylinderklasse 1 (= 21 bzw. alt: P2) und in der Zylinderklasse 2 (= 82 bzw. alt: P3) mit Bohrschutz (BS) Schutzbeschlag DIN 18257 in der Widerstandsklasse ES 1, ES 2 oder ES 3 mit Zylinderabdeckung (ZA) als Ziehschutz Alternative: Profilzylinder mit Bohr- und Ziehschutz (BZ) Austausch von schwachen gegen massive Türblätter oder Verstärkung der schwachen Türblätter Weitwinkel-Spion mit mindestens 180°-Winkel Türsprechanlage in Kombination mit Videokamera
GaragentoreDIN/TS 18194, Widerstandsklasse RC 2
ZutrittskontrolleEinbruchhemmung des Verriegelungssystems Ein-/Mehrfachverriegelung DIN 18251, Klasse 4 und 5 / Klasse 3 Motorische, magnetische oder automatische Verriegelung Einbruchhemmung des Profilzylinders Profilzylinder mit Bohrschutz DIN 18251, Kasse 21 und 82, mit Schutzbeschlag und Zylinderabdeckung DIN 18257, Klasse ES 1, 2 und 3 Fingerprint-Systems Schließsystem aus Fingerprint-Einheit und mechatronischem Schloss, geprüft nach VdS 3112, Klasse A und B Sicherheit von Software, Smartphone und Internetzugang
Gefahrenwarnanlagenim Smart Home System
GefahrenmeldeanlagenEinbruch- und Überfallmeldeanlagen ab VdS-Klasse 2 bzw. Grad 2 nach DIN EN 50131 Verbindung mit einer nach EN 50518 zertifizierten, 24-Stunden besetzten Notruf- und Servicestelle (NSL) Grad-2-Einbruchmeldeanlagen
Videoüberwachung
Planung, Montage und Wartung durch Fachunternehmen
Smart-Home-Anwendungen zum Einbruchschutzsichere Passwörter für alle Smart Home-Komponenten Ändern der werksseitigen Passwörter WLAN-Verschlüsselung / Router-Sicherheit Verschlüsselungsstandard (WPA2) Sicherheits-Software Installieren Sie eine Firewall und ein Virenschutzprogramm Minimierung der Datenspeicherung auf das Notwendige
GartenZaun oder Hecke als Hindernis
AufstiegshilfenGartenmöbel, Mülltonnen usw. möglichst entfernen bzw. wegsperren
*DIN EN 1627 Widerstandsklassen (resistance class = RC): RC 1 N / RC 2 N / RC 2 / RC 3 / RC 4 / RC 5 / RC 6
Quelle: Netzwerk Zuhause sicher e. V.
Abschließbare Fenstergriffe bieten einen guten Basisschutz © thombach, stock.adobe.com
Abschließbare Fenstergriffe bieten einen guten Basisschutz © thombach, stock.adobe.com

Hinweis zur Videoüberwachung:

Einbruchschutz gilt als Zweck zur berechtigten Videoüberwachung, wenn alle anderen Sicherheitsmaßnahmen für den Einbruchsschutz nicht ausreichend erscheinen. Wichtig ist, dass Sie datenschutz-, zivil- und strafrechtliche Maßnahmen beachten und auf eine Videoüberwachung deutlich sichtbar hinweisen.

Überwachungskameras sollten von einem Fachhandwerker installiert werden © Andrey Popov, stock.adobe.com
Überwachungskameras sollten von einem Fachhandwerker installiert werden © Andrey Popov, stock.adobe.com
Per Smartphone lässt sich Ihre Haustür jederzeit digital öffnen und überwachen © Ralf Geithe, stock.adobe.com
Einbruchschützende Maßnahmen

Diese Mittel erhöhen die Sicherheit Ihrer Haustür Ein Einbruch kann traumatische Folgen haben. Neben dem Verlust der entwendeten Gegenstände wird… weiterlesen

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