Wie wirkt sich das Heizsystem auf das Raumklima aus?

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Infrarotstrahlung ohne Störeinflüsse ist die beste und gesündeste Wärme. Im Idealfall kommt sie aus senkrecht wahrnehmbaren Wärmequellen, so wie die Sonne. Doch im Winter reicht die Wärme der Sonnenstrahlen nicht aus, um Häuser und Wohnungen ausreichend zu wärmen. In der Praxis gibt es ein Heizgerät, das gesunde Strahlungswärme so gut hinbekommt wie die Sonne: der Kachelofen.

Ein Kachelofen erzeugt eine ganz andere Art Wärme als andere Heizungsarten und verbreitet wohlige Gemütlichkeit im ganzen Haus © Gottfried Carls, stock.adobe.com
Ein Kachelofen erzeugt eine ganz andere Art Wärme als andere Heizungsarten und verbreitet wohlige Gemütlichkeit im ganzen Haus © Gottfried Carls, stock.adobe.com

Kachelofen für wohlige Wärme

Der Kachelofen gibt gleich drei verschiedene Wärmearten ab:

  • Infrarot-C-Strahlungswärme über die Oberfläche des Ofens. Obwohl die Raumluft gar nicht so warm ist, ist das Wärmeempfinden sehr hoch, weil diese Strahlung Nervenenden knapp unter der Haut berührt. Die Wärme ist direkt beim Betreten eines Raumes spürbar.
  • Mittel- und kurzwellige Infrarotstrahlung entsteht im Brennraum und ist direkt vor der Glastür intensiv spürbar. Die dort entstehende mittel- (B) und kurzwellige (A) Infrarotstrahlung kann sogar Beschwerden lindern und heilen, wenn sich jemand etwas verkühlt hat.
  • Die Wärme über die Ofenkeramik hat eine entspannende Wirkung bei direktem Kontakt mit dem Körper. Das wärmt die Muskulatur durch und kann Verspannungen nach Überanstrengungen oder intensivem Sport lösen.

Die Energiequelle Holz ist nachhaltig und umweltfreundlich. Der Kachelofen kommt zudem ohne Wasserkreislauf und ohne Strom aus. Es genügt meist einmal Holz nachzulegen. Bei extremer Kälte kann es auch zweimal notwendig sein. Es entsteht wohlige und gesundheitsfördernde Wärme.

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Konvektionswärme verursacht trockene Heizungsluft

Im Unterschied zur Infrarotheizung verteilt sich die Wärme einer auf Konvektion basierenden Heizung anders im Raum. Infrarotheizungen erhitzen alles, nur nicht die Luft. Ein auf Konvektion basierende Heizung heizt außer der Luft sonst nichts. Die Luft um den Heizkörper erwärmt sich, steigt nach oben bis an die Decke. Auf ihrem Weg nach oben kühlt sie immer weiter ab und sinkt schließlich wieder an den Boden, wo sie ihren Weg zum Heizkörper zurückfindet. Im Raum entsteht Luftzirkulation, die die gesamte Luft im Raum erwärmt. Nach diesem Prinzip funktioniert beispielsweise die klassische Zentralheizung mit wassergefüllten Heizkörpern. Dieses System hat einige Nachteile, die viele gar nicht kennen.

Konvektionswärme verursacht häufig trockene Heizungsluft © New Africa, stock.adobe.com
Konvektionswärme verursacht häufig trockene Heizungsluft © New Africa, stock.adobe.com

Wird die Luft so erwärmt, verändert sich die relative Luftfeuchtigkeit. Es entsteht die typische trockene Heizungsluft im Winter, die fast jeder kennt. Die Folgen hat fast jeder schon an sich selbst erlebt: trockene Haut, ausgetrocknete Schleimhäute, Husten, trockene Augen und allgemeine Infektanfälligkeit.

Nachteile der Konvektionswärme, die kaum jemand kennt

Viele Konvektionsheizkörper besitzen Lamellen oder Ähnliches, um die Wirkung zu optimieren und den Wirkungsgrad zu verbessern. Sie sorgen dafür, dass die Luft stärker beschleunigt wird, was die Luftzirkulation erleichtert. Allerdings wirbeln sie dabei auch sehr viel Staub auf und verteilen ihn im ganzen Raum.

Ist die Raumluft zu trocken, reizt das die Schleimhäute, führt zu Husten und trockener Haut © Pormezz, stock.adobe.com
Ist die Raumluft zu trocken, reizt das die Schleimhäute, führt zu Husten und trockener Haut © Pormezz, stock.adobe.com

Dabei wirbelt nicht nur der Staub durch die Luft, sondern auch der Milbenkot, der darin enthalten ist. Menschen mit einer Hausstauballergie haben damit sehr große Probleme.

Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf, die an den kühlsten Stellen im Raum wieder kondensiert. Das sind meist die Fenster oder Außenwände. Das kann Schimmelbildung zur Folge haben, weil die Feuchtigkeit auf einer Wand beispielsweise die ideale Lebensgrundlage für Schimmelpilze ist. Zudem gelangen dann auch Schimmelsporen in die Raumluft, die sich durch die Zirkulation gut verteilen können.

Ein weiteres Problem ist die Luftschichtung. Sie entsteht durch warme aufsteigende und kalte absteigende Luft. Im Raum entstehen verschiedene Temperaturniveaus. Diesen Effekt nehmen viele als unbehaglich wahr, weil die Füße kalt und der Kopf warm werden.

Konvektionswärme fliegt beim Lüften schneller zum Fenster raus. Was sich im Raum gut hält, ist die Wärme in Oberflächen, wie Wänden oder Möbeln.

Für mollige Wärme: die Infrarotheizung © stock56876, stock.adobe.com
Für mollige Wärme: die Infrarotheizung © stock56876, stock.adobe.com

Eine Infrarotheizung hat all diese Nachteile nicht, weil sie nicht direkt die Luft beheizt. Es findet keine Luftzirkulation statt, sodass die genannten Folgen der Konvektionswärme bei einer Infrarotheizung nicht entstehen.

Elektroheizungen als Alternative

Alternativ gibt es noch die Möglichkeit, eine Elektroheizung zu installieren. Dabei gibt es Nachtspeicheröfen oder Elektrofußbodenheizung.

Der Nachtspeicherofen ist mit einem Stromspeicher ausgestattet, der den Strom zum Niederstromtarif nachts in die Speicher lädt. Die Heizung gibt die Wärme meist mit Ventilatoren an die verschiedenen Räume ab. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine sehr ineffiziente und unwirtschaftliche Form der Heizung.

Bei der Elektrofußbodenheizung liegt ein Draht im Fußboden, der für Wärme sorgt © bildlove, stock.adobe.com
Bei der Elektrofußbodenheizung liegt ein Draht im Fußboden, der für Wärme sorgt © bildlove, stock.adobe.com

Für die Elektrofußbodenheizung kommt ein Draht unter den Bodenbelag, ähnlich wie bei der Fußbodenheizung mit Wasserleitungen. Auch diese Heizmethode ist sehr ineffizient, denn der heiße Draht muss erst die Zwischenräume alle auf Temperatur bringen, bevor Sie die Temperaturerhöhung spüren können. Zudem ist die Elektrofußbodenheizung sehr energieintensiv.

Ist die Luftfeuchtigkeit drinnen zu hoch, kann Lüften direkt Abhilfe schaffen, vorausgesetzt draußen ist die Luftfeuchtigkeit niedriger als drinnen © nadisja, stock.adobe.com
Hilfe bei der Bestimmung und Optimierung des Raumklimas

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