Raumluft befeuchten, entfeuchten, lüften oder reinigen

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Welche Maßnahme ist wann sinnvoll?

Damit das Raumklima zuhause gesund ist, gibt es Luftbefeuchter, Luftentfeuchter und Luftreiniger. Ist die Luft zu trocken, zu feucht oder verunreinigt, kann dies das Wohlbefinden erheblich beeinflussen und sich sogar auf die Gesundheit auswirken. Das Raumklima verändert sich je nach Jahreszeit und Nutzung eines Raumes. Im Winter, wenn die Luft draußen sehr kalt ist, kann sie weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Drinnen ist die Luft ebenfalls sehr trocken durch die Zentralheizung. Lüften hilft nicht viel, weil die Außenluft ebenfalls sehr trocken ist.

Wie Sie mit der teilweise hohen Luftfeuchtigkeit im Badezimmer umgehen, sollte eingeplant werden © Mediaparts, stock.adobe.com
Wie Sie mit der teilweise hohen Luftfeuchtigkeit im Badezimmer umgehen, sollte eingeplant werden © Mediaparts, stock.adobe.com

Im Keller oder im Badezimmer ist es oft nur schwer oder sogar gar nicht möglich zu lüften. Dann sammelt sich die Feuchtigkeit und kann sich an den Wänden oder in schlecht belüfteten Ecken niederschlagen und zu Schimmelbildung führen. Baustoffe und Einrichtungsgegenstände können Schadstoffe ausgasen, von draußen und auch von Quellen im Haus belastet Feinstaub die Raumluft. Doch in welchen Fällen ist welches Gerät sinnvoll?

Luftbefeuchter helfen gegen trockene Heizungsluft

Elektrische Luftbefeuchter können bei sehr trockener Raumluft wieder für ein angenehmes Raumklima sorgen © maryviolet, stock.adobe.com
Elektrische Luftbefeuchter können bei sehr trockener Raumluft wieder für ein angenehmes Raumklima sorgen © maryviolet, stock.adobe.com

In Herbst und Winter, wenn vermehrt die Heizung läuft und die kalte Außenluft ebenfalls sehr trocken ist, kann die Luftfeuchtigkeit auf ein Niveau absinken, das gesundheitsschädlich ist. Trockene Heizungsluft verursacht unter anderem Schleimhautreizungen, tränende Augen und Kopfschmerzen. Angenehm ist die Luftfeuchtigkeit, wenn sie zwischen 40 und 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit beträgt. Oft hilft es, mehr zu lüften und die Raumtemperatur etwas abzusenken. Auch Zimmerpflanzen können das Raumklima verbessern. Doch das funktioniert nicht in jedem Raum. Wenn die Luftfeuchtigkeit dauerhaft unterhalb von 30 Prozent liegt und sich durch einfache Maßnahme nicht dauerhaft erhöhen lässt, kann ein Luftbefeuchter Abhilfe schaffen.

Tipp: Reinigen Sie Ihren Luftbefeuchter regelmäßig. Damit beugen Sie Schimmelbildung und Bakterienansammlungen im Gerät vor und es bleibt hygienisch einwandfrei.

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Luftreiniger sorgen für saubere Luft

Wenn sich in der Raumluft Schimmelsporen, Allergene, Rauch, Haus- und Feinstaub, Gerüche, Viren und Bakterien tummeln, kann ein Luftreiniger die Raumluft wesentlich verbessern. Zum Teil entfernen die Geräte sogar flüchtige Chemikalien oder Tierhaare aus der Luft. Sie sind dennoch kein Ersatz dafür, regelmäßig zum Lüften die Fenster zu öffnen. Asthmatiker, Allergiker und Menschen, die in Gebieten leben mit einer hohen Feinstaubbelastung, profitieren vom Einsatz eines Luftreinigers.

Luftreiniger sind mit mehreren Filtern ausgestattet, mit deren Hilfe sie effektiv die Raumluft selbst von Feinstaub, Viren und Bakterien befreien können © DG PhotoStock, stock.adobe.com
Luftreiniger sind mit mehreren Filtern ausgestattet, mit deren Hilfe sie effektiv die Raumluft selbst von Feinstaub, Viren und Bakterien befreien können © DG PhotoStock, stock.adobe.com

Luftentfeuchter helfen Schimmel vorzubeugen

Luftentfeuchter sind vor allem dort sinnvoll, wo die Raumluft sehr feucht ist, beispielsweise in Küche oder Bad. Reines Lüften reicht häufig nicht aus, um die gesamte Feuchtigkeit zu entfernen. Sie sind auch dort empfehlenswert, wo die Raumluft dauerhaft oberhalb von 40 bis 60 Prozent liegt. Luftentfeuchter nehmen die Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und binden sie. So nehmen sie Schimmelpilzen den Nährboden. Allerdings ist ein Luftentfeuchter keine Dauerlösung. Die Bausubstanz und auch die Atemwege können Schaden nehmen. Bei dauerhaft zu hoher Luftfeuchtigkeit ist es wichtig nach der Ursache zu suchen.

Luftentfeuchter, die die Feuchtigkeit nach außen leiten, sind besonders effektiv. Sie kommen häufig in Rohbauten zum Einsatz, um die Restfeuchte aus dem Mauerwerk zu entfernen © marog-pixcells, stock.adobe.com
Luftentfeuchter, die die Feuchtigkeit nach außen leiten, sind besonders effektiv. Sie kommen häufig in Rohbauten zum Einsatz, um die Restfeuchte aus dem Mauerwerk zu entfernen © marog-pixcells, stock.adobe.com

So lange und so oft ist Lüften sinnvoll

Es ist gar nicht so einfach, richtig zu lüften. Wer zu wenig lüftet, begünstigt die Bildung von Schimmel, wer zu lange lüftet, treibt die Heizkostenabrechnung in die Höhe. Das Fenster in Kippstellung lassen, kühlt den Raum aus, hat aber keinen nennenswerten Effekt auf die Luftqualität.

Richtig zu lüften hilft dabei, die Schimmelbildung zu reduzieren und den Sauerstoffgehalt der Raumluft zu erhöhen © Andrey Popov, stock.adobe.com
Richtig zu lüften hilft dabei, die Schimmelbildung zu reduzieren und den Sauerstoffgehalt der Raumluft zu erhöhen © Andrey Popov, stock.adobe.com

Beim Lüften geht es in erster Linie darum, die verbrauchte Luft nach draußen zu leiten und frische Luft hereinzulassen. Dabei ist es wichtig, dass insbesondere im Winter nicht zu viel Wärme verloren geht. Damit Schadstoffe, schlechte Gerüche und die Feuchtigkeit ihren Weg nach draußen finden, muss das Lüften ausreichend lange erfolgen. Doch wie gut das funktioniert, ist auch von der Außentemperatur abhängig. Dabei gilt: Ein großer Temperaturunterschied sorgt für einen schnellen Luftaustausch zwischen drinnen und draußen.

So lange sollten die Fenster offen bleiben

Wie lange ein Lüftvorgang dauern sollte, hängt vor allem von der Jahreszeit ab. Wenn die Außentemperatur höher ist, müssen Sie länger lüften. Dabei ist es wichtig, die Fenster ganz weit zu öffnen und die Heizung herunterzudrehen. Besonders effektiv ist Querlüften, das bedeutet, dass gegenüberliegende Fenster ganz geöffnet sind.

MonatRichtwert für die Dauer des Lüftungsvorgangs
Dezember, Januar, Februar5 min
März und November10 min
April und September15 min
Mai und Oktober20 min
Juni bis August25 min

Wie oft Sie lüften sollten

Die Häufigkeit hängt vor allem vom Feuchtigkeitsaufkommen in einem Raum ab. In einem Vier-Personen-Haushalt, der durch alltägliche Verrichtungen und natürliche Körperfunktionen etwa 10 bis 12 Liter Wasser pro Tag an die Raumluft abgibt, muss häufiger lüften als ein Ein-Personen-Haushalt. Im Schlafzimmer sollte jeder direkt nach dem Aufstehen einmal gründlich durchlüften.

Bei längerer Abwesenheit ist es tagsüber sinnvoll, wenigstens dreimal am Tag querzulüften. Bei mehr Anwesenheit, beispielsweise am Wochenende, sind vier- bis fünfmal pro Tag notwendig. Häuser, die gut gedämmt und mit neuen, dichten Fenstern ausgestattet sind, müssen Sie häufiger lüften als einen etwas zugigen Altbau. In Küche oder Badezimmer, wo immer sehr viel Luftfeuchtigkeit entsteht, ist es sinnvoll immer direkt nach dem Kochen oder Duschen zu lüften.

In der Küche entsteht durch das Kochen viel Dampf, daher ist es wichtig das Lüften nicht zu vergessen © NDABCREATIVITY, stock.adobe.com
In der Küche entsteht durch das Kochen viel Dampf, daher ist es wichtig das Lüften nicht zu vergessen © NDABCREATIVITY, stock.adobe.com

So bleibt der Schimmel draußen

Wenn Sie die Feuchtigkeit nicht richtig abführen, besteht die Gefahr, dass sich Schimmelpilze entwickeln. Denn die Raumluft hat nur eine begrenzte Kapazität, Feuchtigkeit aufzunehmen. Kommt sie an ihre Grenzen, schlägt sich die überschüssige Feuchtigkeit auf kühleren Oberflächen nieder. Dort, wo es besonders feucht ist, hat Schimmel den idealen Nährboden, um zu gedeihen. Wenn Sie allerdings clever heizen, lüften und die Luft entsprechend entfeuchten, hat Schimmelpilz keine Chance und die Luftqualität verbessert sich wesentlich.

Bei schwül-warmer Luft leiden nicht nur Mensch und Tier. Auch Möbel und Bausubstanz sind dabei stark strapaziert © Tomas Ragina, stock.adobe.com
Was bewirkt ein feuchtes Raumklima bei Mensch, Tier, Pflanze, Möbel etc.?

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