Praktische Hinweise zum Raumklima

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Welches Raumklima herrscht in welchem Raum?

Sich in einem Raum wohlzufühlen, ist nicht nur eine Frage der Einrichtung oder der Farbenwahl. Es kommt vor allen Dingen auf das richtige Raumklima an. Dabei sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit wichtige Parameter.

Ist die Raumluft zu trocken, reizt das die Schleimhäute, führt zu Husten und trockener Haut © Pormezz, stock.adobe.com
Ist die Raumluft zu trocken, reizt das die Schleimhäute, führt zu Husten und trockener Haut © Pormezz, stock.adobe.com

Ideal ist eine Raumtemperatur von 20 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, kommt es sehr häufig zu Reizungen der Schleimhäute, der Haut und der Augen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Bildung von Schimmel.

Luftfeuchtigkeit – absolut, relativ, optimal

Die Luftfeuchtigkeit gibt Auskunft darüber, wie viel Wasserdampf in der Luft enthalten ist. Dabei lassen sich absolute und relative Luftfeuchtigkeit unterscheiden.

  • Absolute Luftfeuchtigkeit
    Das ist die einfache Angabe, wie viel Wasser in Gramm in einem Kubikmeter Luft enthalten ist.
  • Relative Luftfeuchtigkeit
    Die relative Luftfeuchtigkeit zu bestimmen, ist etwas schwieriger. Sie gibt an, wie viel Prozent der Luft bereits mit Wasserdampf gesättigt sind.
    Dabei ist zu beachten, dass kühlere Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme Luft. Je höher die Temperatur ist, umso mehr Wasserdampf kann darin enthalten sein. Bei null Grad Celsius kann Luft etwa fünf Gramm pro Kubikmeter aufnehmen. Bei 30 Grad Celsius sind es 30 Gramm. Wie hoch die relative Luftfeuchtigkeit ist, lässt sich anhand von zwei Werten ermitteln. Zum einen die absolute Luftfeuchtigkeit und zum anderen die maximale Luftfeuchtigkeit.
  • Optimale Luftfeuchtigkeit
    Bei der optimalen Luftfeuchtigkeit handelt es sich nicht um eine feste Größe. Es ist eine prozentuale Spanne, wie hoch die Luftfeuchtigkeit sein darf, ohne dass gesundheitliche Schäden oder Schäden an der Bausubstanz zu befürchten sind. Erst in Verbindung mit der richtigen Temperatur entsteht das optimale Raumklima.
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Je nach Wohnraum unterscheiden sich die Werte der optimalen Luftfeuchtigkeit

Mit einer relativen Luftfeuchte von 50 Prozent und einer Temperatur im Raum von 20 Grad Celsius herrscht das optimale Klima in einem Raum. Allerdings ist das nicht in jedem Raum gleich. Verschiedene Faktoren beeinflussen das Raumklima.

Die Anzahl der Personen, die sich in einem Raum aufhalten, wie oft und wie lange sie immer da sind, wirkt sich auf das Raumklima aus. Ebenso verändert die Art der Tätigkeit das Raumklima. In der Küche oder im Badezimmer ist die Luftfeuchtigkeit für gewöhnlich etwas höher.

Welches sind die idealen Raumbedingungen in den verschiedenen Räumen?

Im Keller beispielsweise liegt die Temperatur in der Regel niedriger, bei nur 10 bis 15 Grad Celsius. Dadurch ist auch die Luftfeuchtigkeit niedriger, denn die kühle Luft kann nicht so viel Wasserdampf aufnehmen. Auch hier ist es ratsam, die Luftfeuchtigkeit niedrig zu halten.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Bedingungen in den verschiedenen Wohnräumen:

RaumOptimale TemperaturOptimale Luftfeuchte
Küche16 bis 18 °C50 bis 60 %
Badezimmer23 °C50 bis 70 %
Wohnzimmer und Büro20 °C40 bis 60 %
Schlafzimmer16 bis 18 °C40 bis 60 %
Kinderzimmer20 bis 22 °C40 bis 60 %
Keller10 bis 15 °C50 bis 65 %

Das Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflusst das Raumklima. 50 Prozent Luftfeuchtigkeit ist ein guter Wert. Je nach Raum sind die Werte jedoch unterschiedlich.

In der Küche entsteht durch das Kochen viel Dampf © NDABCREATIVITY, stock.adobe.com
In der Küche entsteht durch das Kochen viel Dampf © NDABCREATIVITY, stock.adobe.com

In der Küche schlägt sich der Wasserdampf vom Kochen als Kondenswasser auf kalten Flächen niederschlägt. Ein guter Wert für die Luftfeuchtigkeit beträgt 50 bis 60 Prozent.

Den höchsten Wert erreicht das Badezimmer, wo die Luftfeuchtigkeit schnell 70 Prozent erreichen kann. Damit die Raumluft den hohen Feuchtigkeitsgehalt gut aufnehmen kann, der beim Baden und Duschen entsteht, muss dort eine höhere Temperatur herrschen als in den anderen Räumen einer Wohnung.

Die Luftfeuchtigkeit messen

Mit einem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit kontrollieren, um gegebenenfalls etwas gegen zu feuchte oder zu trockene Raumluft zu unternehmen © peterschreiber.media, stock.adobe.com
Mit einem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit kontrollieren, um gegebenenfalls etwas gegen zu feuchte oder zu trockene Raumluft zu unternehmen © peterschreiber.media, stock.adobe.com

Die wichtigste Grundlage für die Regulierung des Raumklimas ist die Messung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Es wäre sehr aufwendig, jeweils die absolute und die maximale Luftfeuchtigkeit zu messen, um die relative Luftfeuchtigkeit selbst zu berechnen. Stattdessen hilft ein Hygrometer dabei.

Hygrometer sind kleine Messgeräte, die Sie aufstellen oder aufhängen können. Um das Raumklima zu bestimmen, sind regelmäßige Messungen der Luftfeuchtigkeit notwendig. Denn durch verschiedene Einflüsse verändert sich der Wert ständig. Erst wenn Sie merken, dass der Wert ständig über oder unter dem optimalen Wert liegt, sollten Sie etwas unternehmen.

Tipp: Der beste Standort für ein Hygrometer befindet sich nicht zu nah an einer Außenwand und weit genug entfernt von Türen, Fenstern oder Heizkörpern.

Das richtige Raumklima beugt nicht nur Schimmel vor, sondern unterstützt unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden © Antonioguillem, stock.adobe.com
Richtwerte für das Raumklima – wann ist es zu trocken oder zu feucht?

Menschen produzieren in ihrem Wohnumfeld sehr viel Feuchtigkeit. Zum einen beim Atmen und Schwitzen, zum anderen auch beim Kochen, Duschen… weiterlesen

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