Diese Mittel bringen trockene oder feuchte Raumluft in Balance

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Welchen Effekt haben Grünpflanzen, Salz- oder Wasserschalen oder andere Methoden auf das Raumklima?

Zuhause den Wert der Raumluftfeuchtigkeit regelmäßig zu kontrollieren, ist wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit. Wenn dabei der Wert immer wieder unterhalb von 40 Prozent oder über 60 Prozent liegt, ist es notwendig, etwas zu unternehmen. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich die Luftfeuchtigkeit wieder erhöhen oder verringern. Dazu sind nicht immer teure technische Geräte notwendig. Hausmittel können ebenso zuverlässig funktionieren, um die Luftfeuchtigkeit wieder in einen angenehmen Bereich zu bringen.

Eine kleine Schale mit Salz kann helfen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren © ji_images, stock.adobe.com
Eine kleine Schale mit Salz kann helfen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren © ji_images, stock.adobe.com

Nicht nur Salz reduziert die Luftfeuchtigkeit

Salz ist ein gutes Hausmittel, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Es entzieht der Luft Feuchtigkeit und bindet sie. Dafür eignet sich ganz normales, grobes Salz. Es gibt auch farbiges Salz, das sehr dekorativ aussieht, beispielsweise in einer originellen Teelichtschale. Es ist wichtig das Salz regelmäßig auszutauschen, da es eine begrenzte Speicherkapazität hat. Als Alternative funktionieren auch Reis oder Katzenstreu als Luftentfeuchter.

Lüften hilft ebenfalls die Luftfeuchtigkeit zu senken

Beim Lüften kommt es darauf richtig zu lüften, wenn in Räumen eine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Drei- bis viermal am Tag sollten Sie die Fenster weit öffnen oder sogar für Durchzug sorgen, damit die Feuchtigkeit effektiv nach draußen gelangt. Am besten lüften Sie gleich nach dem Aufstehen das erste Mal, denn nachts gibt der menschliche Körper durch Atmen und Schwitzen sehr viel Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Wenn die Temperaturen angenehm sind, kann das Fenster über Nacht auch in Kippstellung bleiben, damit die Luftfeuchtigkeit nicht so stark ansteigt. Beim Lüften sollten Sie die Heizkörper immer ausschalten.

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Luftfeuchtigkeit in der Küche und im Bad senken

Beim Kochen und Duschen entsteht immer sehr viel Wasserdampf. Daher ist es wichtig, danach immer ordentlich zu lüften.

Tipp: Verwenden Sie beim Kochen einen passenden Deckel zum Topf. Der Wasserdampf kann so nicht austreten und kondensiert am Deckel. Das hilft obendrein dabei, Energie zu sparen.

Waschmaschine, Wäschetrockner und die feuchte Wäsche sollten Sie in einen separaten Raum mit einer guten Lüftung stellen.

Zimmerpflanzen sollten nicht alle in einem Raum stehen.

Massivholz-Möbel regulieren das Raumklima

Nicht nur Massivholzmöbel, sondern Baustoffe aus Holz tragen dazu bei, das Raumklima zu regulieren © mhp, stock.adobe.com
Nicht nur Massivholzmöbel, sondern Baustoffe aus Holz tragen dazu bei, das Raumklima zu regulieren © mhp, stock.adobe.com

Massives Holz, das im Haus verbaut ist oder Massivholz-Möbel können ebenfalls mit ihren positiven Eigenschaften das Raumklima beeinflussen. Wichtig dabei ist, dass das Holz nicht versiegelt ist. Dann reagiert es nämlich auf sich verändernde Temperaturen und auch auf die Luftfeuchtigkeit. Bei zu trockener Luft schwindet das Holz etwas, weil es Feuchtigkeit an die Raumluft abgibt und dabei hilft, das Raumklima zu regulieren. Ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, nimmt das Holz einen Teil davon auf und dehnt sich etwas aus. Es kann die Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum speichern und gibt sie erst wieder ab, wenn die Luft trockener wird.

Was hilft bei zu trockener Luft?

Auch bei zu trockener Luft gibt es einige Hausmittel, die sich leicht anwenden lassen und die sehr kostengünstig sind.

Feuchte Tücher oder Wasserschalen

Wenn die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist, hängen Sie einfach ein paar feuchte Tücher direkt über die Heizung. Die Tücher geben die Feuchtigkeit nach und nach an die Raumluft ab und steigern die Luftfeuchtigkeit.

Es gibt spezielle Gefäße, die Sie an die Heizkörper hängen können. Das darin befindliche Wasser verdunstet langsam und befeuchtet die Raumluft © Budimir Jevtic, stock.adobe.com
Es gibt spezielle Gefäße, die Sie an die Heizkörper hängen können. Das darin befindliche Wasser verdunstet langsam und befeuchtet die Raumluft © Budimir Jevtic, stock.adobe.com

Ein anderer einfacher Trick ist das Aufstellen von kleinen Schalen mit Wasser, ebenfalls direkt auf die Heizung. Durch die aufsteigende Wärme verdunstet das Wasser. Das sorgt für eine feuchtere Raumluft. Dafür gibt es im Handel auch spezielle Gefäße, die Sie einfach an die Heizkörper hängen.

Feuchte Vorhänge

Wenn Sie Vorhänge an den Fenstern haben, eignen sich diese ebenfalls dazu, die Luftfeuchtigkeit auszugleichen. Feuchten Sie sie regelmäßig an. Sie trocknen nach und nach. So sorgen sie für mehr Luftfeuchtigkeit. Achten Sie dabei darauf, dass die Vorhänge das vertragen, nicht wellig oder beschädigt werden.

Wasser kochen

Ein kleines Notprogramm, um bei trockener Raumluft schnell Abhilfe zu schaffen, ist ein Topf mit Wasser, den Sie ohne Deckel auf den Herd stellen. Bringen Sie das Wasser zum Kochen, und zwar so lange, bis das Hygrometer wieder eine angenehme Luftfeuchtigkeit anzeigt.

Sie können auch den Wasserkocher zur Hälfte mit Wasser füllen und bei offenem Deckel betreiben. Lassen Sie das Gerät dabei allerdings auf keinen Fall unbeaufsichtigt © Avocado_studio, stock.adobe.com
Sie können auch den Wasserkocher zur Hälfte mit Wasser füllen und bei offenem Deckel betreiben. Lassen Sie das Gerät dabei allerdings auf keinen Fall unbeaufsichtigt © Avocado_studio, stock.adobe.com

Trocknen Sie die Wäsche in der Wohnung

Wenn Sie die Wäsche drinnen trocknen müssen, können Sie das bei sehr trockener Luft einfach in den Wohnräumen tun. Das hilft ebenfalls die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Zimmerpflanzen helfen

Pflanzen haben einen positiven Effekt auf das Raumklima. Sie filtern Giftstoffe und Kohlendioxid, reichern die Luft mit Sauerstoff an. Darüber hinaus erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit. Das Gießwasser, das Sie in die Erde geben, nehmen die Pflanzen über die Wurzeln auf und geben es über die Blätter wieder an die Raumluft ab. Am besten eignen sich Zimmerpflanzen, die viel Feuchtigkeit entwickeln, wie Echter Papyrus oder Zyperngräser.

Tipp: Stellen Sie gleich mehrere Pflanzen in jedem Zimmer auf. Pro 20 Quadratmeter Wohnfläche dürfen es ruhig drei Zimmerpflanzen sein oder auch mehr.

Trinken Sie viel

Dieser Tipp überrascht wahrscheinlich viele. Aber wenn die Luft zu trocken ist, trocknen die Schleimhäute aus. Um dem entgegenzuwirken, hilft es, viel zu trinken und so den Flüssigkeitsverlust über die Schleimhäute wieder auszugleichen. Zwei bis drei Liter am Tag sind empfehlenswert. Dadurch steigt zwar die Luftfeuchtigkeit nicht an, aber es hilft den Atemwegen.

Einfache Hilfe gegen trockene Schleimhäute: Wasser trinken © bigfoot, stock.adobe.com
Einfache Hilfe gegen trockene Schleimhäute: Wasser trinken © bigfoot, stock.adobe.com

Die Badezimmertür offen lassen

Direkt nach dem Baden oder Duschen ist die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer sehr hoch. Anstatt das Fenster zu öffnen, können Sie das Bad auch über die Tür belüften. So kommt die hohe Luftfeuchtigkeit im Bad den anderen Räumen mit zu trockener Luft zugute.

Richtig lüften

Was bei zu feuchter Luft hilft, kann auch bei zu trockener Luft helfen. Dafür ist es allerdings wichtig, dass die Luftfeuchtigkeit draußen hoch ist, beispielsweise bei Nieselregen oder Nebel. Wenn die Luft drinnen immer sehr trocken ist, ist es bei diesen Wetterlagen empfehlenswert, etwas länger zu lüften, damit die feuchte Luft nach drinnen kommt.

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Die Blumenspritze zum Befeuchten der Luft benutzen

Bei akut trockener Luft hilft auch eine mit Wasser gefüllte Blumenspritze. Damit können Sie das Wasser fein in der Luft verteilen und die unangenehmen Beschwerden, die durch zu trockene Luft entstehen, schnell etwas lindern.

Zimmerbrunnen oder Aquarium aufstellen

Damit die Luft nicht zu trocken wird, hilft auch ein Aquarium, das oben offen ist oder ein Zimmerbrunnen. Sie sehen dekorativ aus und können je nach Größe erheblich zu einem feuchteren Raumklima beitragen. Ein Zimmerbrunnen macht weniger Arbeit als ein Aquarium.

Ein Zimmerbrunnen ist eine gute Idee, wenn die Raumluft viel zu trocken ist. Sein leises Plätschern wirkt zudem sehr beruhigend © FotoHelin, stock.adobe.com
Ein Zimmerbrunnen ist eine gute Idee, wenn die Raumluft viel zu trocken ist. Sein leises Plätschern wirkt zudem sehr beruhigend © FotoHelin, stock.adobe.com

Nicht zu stark heizen

Wenn die Außentemperaturen stark sinken, tendieren die meisten dazu, stärker zu heizen. Oft liegt dann die Temperatur in den Wohnräumen deutlich über der Wohlfühltemperatur. Ist es häufig zu warm in der Wohnung, kann das zu einer extrem trockenen Luft führen. Für Wohn-, Arbeits- und Kinderzimmer sind 20 °C vollkommen ausreichend. In Schlafräumen sollte die Temperatur nicht höher als 18 °C liegen.

Tipp: Vermeiden Sie übermäßiges Heizen im Winter, das verbessert das Raumklima ganz wesentlich.

Luftentfeuchter, die die Feuchtigkeit nach außen leiten, sind besonders effektiv. Sie kommen häufig in Rohbauten zum Einsatz, um die Restfeuchte aus dem Mauerwerk zu entfernen © marog-pixcells, stock.adobe.com
Raumluft befeuchten, entfeuchten, lüften oder reinigen

Welche Maßnahme ist wann sinnvoll? Damit das Raumklima zuhause gesund ist, gibt es Luftbefeuchter, Luftentfeuchter und Luftreiniger. Ist die Luft… weiterlesen

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