Markisen nachrüsten, aufrüsten und finanzieren

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Planen Sie, eine Markise anzuschaffen, um Terrasse und Balkon vor der Sonne zu schützen? Oder haben Sie bereits eine Markise und möchten diese mit einem Elektromotor nachrüsten? Wir klären für Sie alle wichtigen Fragen rund um das Thema Nachrüstung der Markise. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen, welche Möglichkeiten es gibt und wie Sie die Maßnahme für mehr Sonnenschutz am besten finanzieren. 

Markisen als Sonnenschutz ganz einfach nachrüsten

Markisen bieten den idealen Sonnenschutz, um Balkone, Terrassen, Fenster und andere Außenbereiche zu verschatten. Ob Sie überhaupt eine Markise anbringen können, hängt in erster Linie von den baulichen Gegebenheiten ab. Zunächst sollten Sie also prüfen, ob das Mauerwerk für eine Montage geeignet ist. Weiterhin muss auch der Platz vorhanden sein. Ein paar Zahlen geben einen Überblick:

  • Die meisten Markisen messen in der Breite zwischen 2 Meter und 7 Meter.
  • Die Ausfalltiefe liegt zwischen 1,50 Meter und 4 Meter.
  • Der Neigungswinkel sollte mindestens 15 Grad betragen, damit Regenwasser nach vorn abfließen kann.
Moderne Gelenkarmmarkise für die Terrasse © Jérôme Rommé, stock.adobe.com
Moderne Gelenkarmmarkise für die Terrasse © Jérôme Rommé, stock.adobe.com

Markisenhersteller bieten auf dem Markt sowohl Standardmaße als auch Maßanfertigungen an. Letztere sind kostenintensiver, werden aber exakt auf die bauliche Situation und Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.  

Vermieter informieren

Ist der Platz für eine Markise ausreichend, steht für Mieter nach das Einverständnis des Vermieters aus. Dieser muss der Installation zunächst zustimmen, kann diese aber gesetzlich nicht verbieten – eine juristische Feinheit. Eine Markise, wenn nicht anders im Mietvertrag festgehalten, gehört nicht zur Mietsache. Insbesondere dann, wenn sie vom Mieter nachträglich angebracht wird. Ziehen Sie aus, müssen Sie üblicherweise die Markise wieder rückstandslos entfernen. Das heißt, auch die Löcher im Mauerwerk fachgerecht verschließen. Aus diesen Gründen untersagen Vermieter in vielen Fällen die Montage einer Markise, da keine Beschädigungen der Fassade gewünscht werden.

Tipp: Wünschen Sie sich direkt zu Beginn des Mietvertrags eine Markise, bitten Sie den Vermieter, die Markise mit in den Mietvertrag als Mietgegenstand aufzunehmen. Die Montage, Wartung und Reparatur der Markise obliegt dann dem Vermieter.   

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Fachbetrieb beauftragen

Egal für welche Markise Sie sich entscheiden: Für die Montage und Installation sollte immer ein Fachbetrieb für Sonnenschutztechnik beauftragt werden. Das Montageumfeld ist oft mit einem hohen Risiko verbunden, da die Arbeitsschritte auf Leitern und in großer Höhe erfolgen. Hinzu kommt, dass elektrische Bauteile, Anschlüsse und Einstellungen fundierte Fachkenntnisse erfordern. Allein die Einstellung der Endlagen der Markise verlangen Erfahrung, da sonst ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht garantiert werden kann.

Beauftragen Sie professionelle Handwerksbetriebe für die Installation der Markise © Anselm, stock.adobe.com
Beauftragen Sie professionelle Handwerksbetriebe für die Installation der Markise © Anselm, stock.adobe.com

Hinweis: Wer geübter Handwerker ist und über Erfahrung im Umgang mit Elektrizität verfügt, kann eine Markise auch selbst nachrüsten und anschließen. Kommt es aber zu Schäden oder gar Unfällen, sind Sie versicherungstechnisch nicht abgesichert, da die Markise nicht von einem geprüften Fachbetrieb installiert wurde.    

Markisen mit Elektromotor aufrüsten

So gut wie alle Markisenarten können nachgerüstet werden. Wenn von einer „Nachrüstung“ die Rede ist, ist häufig die Modernisierung einer alten Markise, die häufig noch mit einer Kurbel bedient werden, gemeint. Moderne Markisen verfügen in der Regel über einen Elektromotor. Dieser erleichtert den Betrieb der Markise, da keine Muskelkraft erforderlich ist. Zudem wird es damit möglich sein, das Ein- und Ausfahren der Markise zu automatisieren. Es steigert den Komfort und die Flexibilität – vor allem, wenn Sie nicht zu Hause sind und den Balkon, die Terrasse und Fenster verschatten möchten.

Um einen Motor nachrüsten zu können, müssen Sie folgende Punkte beachten:

  • die Größe der Markise (Breite und Ausfallweite)
  • die Neigung
  • das Gewicht und die Federkraft

Diese drei Faktoren legen fest, welche Kraft der Motor für den Antrieb der Tuchwelle aufbringen muss. Wählen Sie den Motor dementsprechend aus. Ein Motor mit zu wenig Leistung wird eine große Terrassenmarkise nicht ein- und ausfahren können. Das kann zu Störungen und Schäden führen.

Welche Markisenmotoren gibt es?

Grundsätzlich werden zwei Motorentypen unterschieden: Ein Aufputzmotor ersetzt direkt die Kurbel. Er wird an der Kurbelachse angesetzt und bewegt die Tuchwelle. Vorteil: Der Aufputzmotor ist so gut wie mit jeder Markisenart kompatibel. Allerdings leidet die Ästhetik, da der Motor nicht verputzt wird und jederzeit sichtbar ist. Im Gegensatz dazu verschwindet ein Rohrmotor unsichtbar im Inneren der Tuchwelle. Verfügt die Markise über eine Rundwelle, können Sie problemlos einen Rohrmotor nachrüsten.   

Solarmotor nachrüsten

Der Solarantrieb wird für Markisenbesitzer immer relevanter. Der Rohrmotor sitzt in der Kassette der Markise. Ein Solarpanel sammelt Solarenergie, die in einem integrierten Akku gespeichert wird. Per Funk oder Schalter steuern Sie die Markise. Moderne Akkus können Energie für bis zu 30 Tage speichern. Sollte einmal der Akku leer sein, haben Sie immer die Möglichkeit, die Markise über eine Notfallkurbel manuell einzufahren. Die Umrüstung auf Solarbetrieb ist nur möglich, wenn ein Elektromotor vorhanden ist.   

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Markisen mit Zusatzfunktionen und Sensoren nachrüsten

Eine automatisierte Markise verspricht Komfort und noch mehr Flexibilität. Mit dem passenden Zubehör rüsten Sie die Markise smart auf und steigern so die Qualität von Balkon und Terrasse. Der Markt bietet eine Vielzahl an Erweiterungen und Sensoren. Manche dienen eher ästhetischen Ansprüche, andere haben einen rein funktionellen Nutzen. Werfen wir einen Blick auf sie:

  • Windwächter: Der Windwächter registriert aufkommenden Wind. Je nach Einstellung fährt er die Markise automatisch ein, sobald eine festgelegte Windstärke erreicht ist.
  • Sonnenwächter: Ähnlich funktioniert der Sonnenwächter. Bei Sonneneinstrahlung fährt die Markise aus, bei Wolkenbildung bleibt die Markise geschlossen. Über Lichtstärke-Einstellungen kann die Funktion justiert werden, um ein ständiges Ein- und Ausfahren bei wechselhaftem Wetter zu verhindern. Wind- und Sonnensensor sind häufig in einem Gerät vereint.
  • Heizstrahler: Elektrische Infrarot-Heizstrahler sorgen an kühlen Abenden für eine angenehme Temperatur unter der Markise. Achten Sie unbedingt auf die Kompatibilität mit der Kassette.
  • Lichtleisten: LED-Lichtleisten spenden in den Abendstunden ein angenehmes Licht auf der Terrasse. Die Leisten werden direkt unterhalb der Markisenkassette angebracht. Je nach Modell sind auch LEDs entlang des Ausfallrohrs möglich. Die Steuerung erfolgt über die Markisenfernbedienung.
  • Stützbeine: Zusätzliche Stützbeine sorgen bei extrem großen Markisen für mehr Stabilität. Dadurch sind diese Markisen auch bei höheren Windstärken einsetzbar. Auf die Empfehlung der Hersteller ist in jedem Fall zu achten.
  • Markisen-Volant: Ein Volant ist das überstehende Stoffteil, das die untere Kante der Markise abschließt. Dadurch bietet die Markise zusätzlichen Schutz bei einer tiefstehenden Sonne. Moderne Volants lassen sich per Fernbedienung oder Kurbel in der Länge einstellen.
Markisen setzen in knalligen Farbtönen auffällige Akzente © Studio Harmony, stock.adobe.com
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Die Markise wird ganz einfach über eine Funkfernbedienung gesteuert © Patryssia, stock.adobe.com
Die Markise wird ganz einfach über eine Funkfernbedienung gesteuert © Patryssia, stock.adobe.com

Für wen lohnt sich eine Nachrüstung der Markise?

Wer eine kurbelbetriebene und vollständig intakte Markise betreibt, kann diese ohne Weiteres mit einem elektrischen Motor und anderen Funktionen nachrüsten. Die Anschaffungskosten und die Montage des Motors liegen meist unter denen einer vollständigen Neuanschaffung. Anders verhält es sich, wenn die Markise beschädigt ist oder deutlichen Verschleiß aufweist. Dann kann es sinnvoll sein, eine neue Markise mit Elektromotor anzuschaffen, statt die alte Markise nachzurüsten. Wägen Sie die Optionen gut ab und vergleichen Sie die Kosten.     

Finanzierung und Förderung von Markisen

Wer eine Markise nachrüsten oder erstmals eine Markise anschaffen möchte, muss mit Kosten von bis zu 3.000 EUR rechnen, inklusive Kauf und Handwerkerkosten. Die Kosten sind somit für viele Vermieter oder Eigentümer überschaubar. Ein zusätzlicher Kredit muss nicht aufgenommen werden. Viele Hersteller und Händler bieten aber durchaus Finanzierungen mit monatlichen Raten an.

Dazu können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eine Förderung für eine Einzelmaßnahme, die dem Sonnenschutz dient, beantragen. Möglich sind 15 % Zuschuss. Die Förderung ist nur vor Beginn der Sanierung und Anschaffung der Markise möglich. Nachträglich wird keine Förderung gewährt.

Außerdem können Sie die Lohnkosten der Handwerker steuerlich geltend machen. Hier sind bei der Einkommensteuerlast nochmals 20 % der Handwerkerlohnkosten absetzbar (maximal 1.200 EUR / Jahr).

Über die App legen Sie individuelle Szenarien fest, wann die Markise ein- und ausfahren soll © ltstudiooo, stock.adobe.com
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