Renovieren, einrichten und umziehen

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Die Wohnung rechtzeitig vorbereiten

Im Idealfall läuft es genauso: Die neue Bleibe wird renoviert, eingerichtet und dann wird umgezogen. Dieser Idealzustand könnte es ermöglichen, dass die neue Wohnung oder das neue Haus komplett renoviert ist, bevor die Einrichtung kommt. Das spart Zeit, Nerven und Putzmittel, denn jede Renovierung in möblierten Zimmern ist aufwendiger als wenn eine unbewohnte Wohnung renoviert wird. Ziehen dann auch noch die neuen Möbel direkt in die neue Bleibe ein, dann wird der Umzug an sich vielleicht sogar recht schnell über die Bühne gehen. Umgezogen werden müssen dann nur noch das restliche Hab und Gut und damit vor allem private Dinge.

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Erst renovieren, dann umziehen. Das ist die beste Reihenfolge, um in Ruhe die neue Bleibe vorzubereiten. Allerdings könnte das auch für einen Monat doppelte Miete bedeuten © Superingo, stock.adobe.com

Was so praktisch klingt, bedeutet aber viel Planung im Vorfeld und ggf. höhere Kosten, weil die Miete für die neue Wohnung bereits bezahlt werden muss – auch wenn dort „nur“ renoviert und eingerichtet wird.

Die Wohnung auf den Einzug vorbereiten

Gängige Praxis ist es, dass ein Mieter die Wohnung an den Vermieter „besenrein“ übergibt. Alternativ können auch spezielle Vorgaben zur Wohnungsübergabe im Mietvertrag stehen, wie beispielsweise, dass die Wohnung weiß gestrichen sein muss oder dergleichen. Rechtens ist das übrigens nicht zwangsläufig. Die Praxis sieht so aus: Der Mieter muss die Wohnung so verlassen, dass der Vermieter ihm diese im Zuge der Wohnungsübergabe abnimmt – und zwar in dem Zustand, wie er sie bezogen hat, inkl. regulärer Abnutzungsspuren.

Welche Aufgaben unter Besenreinheit fallen – und welche nicht
Welche Aufgaben unter Besenreinheit fallen – und welche nicht

Für den Nachmieter heißt das auch, dass er in der Regel keine Komplettrenovierung fürchten muss, wenn er erst den Schlüssel übernommen hat. Defekte zu beheben, wie etwa an den Sanitäranlagen oder an der Heizung, ist ohnehin Sache des Vermieters. Der Mieter selbst kümmert sich bei der Vorbereitung der Wohnung auf den Einzug auf die Optik.

Wer „nur“ die Räume streichen möchte, sollte mit diesem Zeitrahmen kalkulieren:

Planen Sie genügend Zeit zum Streichen ein
Planen Sie genügend Zeit zum Streichen ein
  • Ein Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer kann binnen drei bis vier Stunden für den neuen Anstrich vorbereitet (z.B. Abkleben, Steckdosen ausbauen, …) und gestrichen werden.
  • Räume, die oft kleinteiliger, verwinkelter oder verbauter sind, sind Bad und Küche. Die Vorbereitungszeit ist hier meist aufwendiger, wohingegen die eigentliche Streicharbeit schnell erledigt ist. Zeitfaktor: 1,5 bis drei Stunden je nach Raumgröße.
  • Die Zimmerdecke ist mit Abstand am aufwendigsten zu streichen. Das kann bedeuten, dass das Streichen von 50 Quadratmeter Deckenfläche fünf Stunden dauern kann.

Mit diesen Richtwerten lässt sich gut abschätzen, wie lange es dauern könnte, um Farbe an die Wände der Wohnung zu bringen.

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Auch wer auf eigene Rechnung Laminat in der Wohnung verlegen will, muss Zeit im Vorfeld einkalkulieren. Für einen 20 Quadratmeter großen Raum muss mit einer Arbeitszeit von vier bis sieben Stunden gerechnet werden. Ist der Raum sehr verwinkelt, dauert es entsprechend länger, um den Laminatboden ordentlich zu verlegen. Neben Raumgröße und Raumschnitt kommt es auch auf das handwerkliche Geschick an. Wer geübt ist im Umgang mit Stichsäge oder Laminatschneider, Zollstock, Wasserwaage, Cuttermesser, Hammer und Schlagklotz, bekommt das Laminat im Raum natürlich deutlich schneller verlegt.

Achtung: Wenn die Wohnung vor der offiziellen Mietzeit übernommen werden kann, ist das zwingend zu dokumentieren – inkl. der Zählerstände von Wasser, Strom und Gas. Nur so kann späterer Ärger verhindert werden, der blühen könnte, wenn Renovierungsarbeiten die Stromkosten in die Höhe treiben.

Eine Renovierung braucht Zeit. Mieter haben hier die besseren Karten, denn eine Mietwohnung ist in der Regel bezugsfertig. In einer Eigentumswohnung könnten hingegen größere Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen anstehen © hanohiki, stock.adobe.com
Eine Renovierung braucht Zeit. Mieter haben hier die besseren Karten, denn eine Mietwohnung ist in der Regel bezugsfertig. In einer Eigentumswohnung könnten hingegen größere Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen anstehen © hanohiki, stock.adobe.com

Neue Möbel brauchen ihre Zeit

Wer einen Mietvertrag unterschreibt, weiß in der Regel recht genau, wann die neuen vier Wände bezogen werden dürfen. Dieser Tag X bedeutet dann auch: Jetzt beginnt die Zeit, in der die neue Wohnung auf den Einzug vorbereitet wird. Im besten Fall stehen keine großen Renovierungen oder Sanierungen an, sondern es gilt nur, die Wohnung auf den Einzug vorzubereiten: Um Wände zu streichen, Böden zu reinigen und Möbel liefern zu lassen, ist nun der Zeitpunkt.

Während es vergleichsweise einfach ist, der Wand eine neue Farbe zu geben oder den Boden zu reinigen, braucht es für die Lieferung neuer Möbel durchaus etwas Vorlaufzeit. Vorab müssen diese Fragen geklärt werden:

  • Welche Möbel müssen neu gekauft werden und welche ziehen mit um?
  • Mit welchen Lieferzeiten ist zu rechnen, wenn Möbel neu gekauft werden?
  • Lässt sich die Neuanschaffung mit dem Budget bestreiten?

Achtung: Acht bis zwölf Wochen Lieferzeit sind keine Seltenheit, sondern mittlerweile in Möbelhäusern und Küchenstudios gang und gäbe. Das ist bei dem neuen Schränkchen im Gang weniger dramatisch als in der Küche. Diese sollte im besten Fall bereits am Umzugstag in der Wohnung funktionsbereit sein. Küche und auch Schlafzimmer sind die wichtigsten zwei Bestellungen, die getätigt werden müssen, wenn eine Neuanschaffung geplant ist. Auch wenn die Einrichtung dieser zwei Räume umgezogen werden muss, gilt: Idealerweise passiert das bereits ein bis zwei Tage vor dem Umzugstag, denn der Küchenaufbau frisst allein schon ein bis zwei Tage Zeit.

Das Aufbauen einer Küche ist meist recht zeitintensiv. Im besten Fall wird die Küche bereits vor dem Einzug aufgebaut. Am Umzugstag selbst ist hierfür meist keine Zeit © kerkezz, stock.adobe.com
Das Aufbauen einer Küche ist meist recht zeitintensiv. Im besten Fall wird die Küche bereits vor dem Einzug aufgebaut. Am Umzugstag selbst ist hierfür meist keine Zeit © kerkezz, stock.adobe.com

Wenn die Zeit knapp ist …

… dann gibt es diese Ideallösung, bei der zunächst die Wohnung renoviert, eingerichtet und anschließend bezogen wird, natürlich nicht. Dann sollte die Wohnung nach Prioritäten eingerichtet werden. Also zunächst und Küche und Schlafzimmer und dann der Rest der Wohnung.

Wenn die Zeit drängt, richten Sie das neue Zuhause immer nach Prioritäten ein
Wenn die Zeit drängt, richten Sie das neue Zuhause immer nach Prioritäten ein

Eine Ausnahme gibt es in Familien mit Kindern zu beachten, denn natürlich braucht der Nachwuchs in den neuen vier Wänden seinen eigenen Rückzugsort. Kleinere Kinder freuen sich auf das Ende des Umzugstages, wenn sie ihr neues Zimmer beziehen dürfen. Jugendliche sollten im besten Fall mitwerkeln dürfen.

Das Pendant zu den ersten Zimmern, die fertig werden müssen, können dann auch die „Gruschtelzimmer“ sein, wie etwa ein Hobbyraum oder ein privat genutztes Büro. Um andere Zimmer frei von Kisten zu bekommen, ist es dann natürlich erlaubt, das Gruschtelzimmer zu füllen.

Farbkarten helfen bei der Entscheidung für eine neue Wandfarbe © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
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