Trinkwasserqualität zu Hause prüfen

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Die Trinkwasserqualität in Deutschland macht vielen Menschen Sorgen. Die Behörden sagen zwar immer, deutsches Trinkwasser sei das sicherste Lebensmittel. Doch immer wieder werden Verbraucher von ihrem Wasserversorger aufgefordert, das Leitungswasser nicht pur zu trinken, sondern es vor dem Verzehr abzukochen. Manchmal riecht das Wasser komisch oder hat einen merkwürdigen Geschmack. Das verunsichert die Menschen. Um sicherzugehen, dass das Wasser in Ordnung ist, prüfen sie ihr Wasser selbst oder lassen eine teilweise kostspielige Wasseranalyse durchführen. Doch was nützen diese Tests? Welche Möglichkeiten haben Sie, das Leitungswasser zu prüfen und auf welche Parameter kommt es letztlich an?

Viele Menschen fragen sich, ob sie das Wasser zu Hause aus dem Wasserhahn wirklich bedenkenlos trinken können © Zehra, stock.adobe.com
Viele Menschen fragen sich, ob sie das Wasser zu Hause aus dem Wasserhahn wirklich bedenkenlos trinken können © Zehra, stock.adobe.com

Trinkwasser wird häufig kontrolliert

Trinkwasser unterliegt in Deutschland der Trinkwasserverordnung mit sehr strengen Regeln. Die Einhaltung der Regeln und der darin festgelegten Grenzwerte überwachen die Behörden mit engmaschigen Kontrollen. Das lässt vermuten, dass deutsches Trinkwasser sicher und hochwertig ist. Dennoch finden sich des Öfteren Verunreinigungen im Leitungswasser, die dort nicht sein dürften.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Für einige Schadstoffe gibt es keine Grenzwerte, sondern nur Empfehlungen. Aber auch veraltete Rohrleitungen können die Qualität des Wassers beeinträchtigen. Wenn Sie wissen wollen, inwieweit Ihr Trinkwasser zu Hause von Verunreinigungen betroffen ist, können Sie eine Trinkwasseranalyse durchführen.

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  • Einfache Probeentnahme inkl. Anleitung
  • Wasseranalyse im akkreditierten Wasserlabor
  • Analyse nach DIN-EN-ISO 17025

Was passiert bei einer Trinkwasseranalyse?

Wasser hat verschiedene chemische und physikalische Eigenschaften und mikrobiologische Parameter, die Sie bei einer Trinkwasseranalyse untersuchen lassen können. Besonders wichtig sind dabei:

  • pH-Wert
  • Sauerstoffgehalt
  • Wasserhärte und
  • Konzentration von
    • Ammonium
    • Chlorid
    • Nitrat
    • Nitrit
    • Phosphat
    • Sulfat

Diese Werte geben Aufschluss über die Qualität des Wassers.

Bei einer Wasseranalyse können Sie das Wasser auch auf Arzneimittelrückstände, Pestizide und andere Schadstoffe untersuchen lassen.

Bei einer umfangreichen Trinkwasseranalyse, wie sie die Wasserversorger vornehmen müssen, sind viele Werte zu berücksichtigen © luchschenF, stock.adobe.com
Bei einer umfangreichen Trinkwasseranalyse, wie sie die Wasserversorger vornehmen müssen, sind viele Werte zu berücksichtigen © luchschenF, stock.adobe.com

Hinweis: Wenn das Leitungswasser die Vorgaben der Trinkwasserverordnung einhält, bedeutet das nicht, dass keine Schadstoffe enthalten sind. Es bedeutet, dass der Gehalt an bestimmten Stoffen die gesetzlichen Grenzwerte nicht übersteigt. Für einige Stoffe gibt es bislang nur Empfehlungen, aber keine Grenzwerte, dennoch können sie eine gesundheitsschädliche Wirkung entfalten.

Manche Stoffe gelangen auch erst ins Trinkwasser, wenn das Wasser die Wasserwerke längst verlassen hat. Blei, Kupfer, Nickel oder Zink können aufgrund veralteter Leitungen oder Armaturen ins Trinkwasser gelangen.

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Wann sollten Sie das Leitungswasser testen?

Unter bestimmten Umständen können Verunreinigungen ins Trinkwasser gelangen. Manchmal sind die gesetzlichen Vorgaben auch nicht ausreichend für die persönlichen Anforderungen. Zudem gibt es Situationen, in denen Sie das Leitungswasser nicht einfach so trinken sollten. Das gilt insbesondere, wenn:

  • das Trinkwasser einen komischen Geruch oder Geschmack hat.
  • das Trinkwasser trüb ist, eine komische Farbe hat oder unnatürlich aussieht.
  • Schwangere das Wasser trinken oder das Wasser für Säuglinge verwendet wird.
  • die Installationen im Haus veraltet oder der Verdacht besteht, dass Bleileitungen eingebaut sind.
  • gerade die Wasserleitungen repariert wurden oder Sie neue Leitungen oder Armaturen haben einbauen lassen.
  • der Wasserversorger in der Vergangenheit häufiger zu Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Wasserverzehr aufgefordert hat.
  • Sie eine private Brunnenanlage betreiben, für deren Wasserqualität Sie selbst verantwortlich sind.

Tipp: Es gibt spezielle Tests für die Tauglichkeit von Trinkwasser für Säuglinge. Das Wasser muss beispielsweise einen besonders niedrigen Nitrat- und Nitritgehalt haben. Die gesetzlichen Grenzwerte liegen dabei über den für Säuglinge empfohlenen Werten. In vielen Gemeinden hält das Wasser die für Säuglinge empfohlenen Werte ein. Doch mancherorts liegen die Werte sehr nah am Grenzwert.

Neben den Trinkwasseranalysen für Säuglinge, die viele Labors anbieten, gibt es weitere spezielle Tests, die sich auf den Härtegrad, den Chlorgehalt, den pH-Wert oder den Rost- sowie Kalkanteil im Wasser beschränken.

Welche Parameter können Sie mit einem Wasserteststreifen überprüfen?

Wasserteststreifen gibt es für verschiedene Werte. Einige überprüfen gleich mehrere Wasserwerte, wie den pH-Wert, den Chlorwert, die Gesamthärte, Nitrat- und Nitritgehalt. Sie eignen sich weniger für eine Aussage zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Trinkwasser als vielmehr für die Eignung von Leitungswasser als Wasser für den Pool, aus dem Brunnen oder für Aquarienfische. Auch Wasserschnelltests eignen sich nur zur schnellen Überprüfung bestimmter Werte. Damit lassen sich weder Schwermetalle noch Keime im Wasser nachweisen.

Mit Wasserteststreifen können Sie verschiedene Parameter überprüfen. Für eine gründliche Trinkwasseruntersuchung sind sie allerdings weniger geeignet © luchschenF, stock.adobe.com
Mit Wasserteststreifen können Sie verschiedene Parameter überprüfen. Für eine gründliche Trinkwasseruntersuchung sind sie allerdings weniger geeignet © luchschenF, stock.adobe.com

Sind spezielle Messgeräte besser geeignet?

Bei der Bewertung der allgemeinen Wasserqualität spielt der TDS-Wert eine wichtige Rolle, der sich mithilfe spezieller Geräte messen lässt. TDS steht für Total Dissolved Solids und gibt an, wie viele Feststoffe im Wasser gelöst sind. Die Angabe erfolgt in Parts per Million, kurz PPM und laut Grundwasserverordnung gibt es dafür auch einen Grenzwert.

Allerdings sagt dieser Wert nichts darüber aus, welche Art Stoffe im Wasser enthalten sind. Es kann sich dabei um hochgiftige Schwermetalle handeln oder auch um ganz harmlose Mineralien. TDS-Messgeräte erkennen zudem nur Stoffe mit elektrischer Leitfähigkeit. Medikamentenrückstände, Pestizide oder Mikroplastik spüren diese Geräte nicht auf.

Wassertests im Labor

Wer wissen will, was in seinem Leitungswasser zu Hause alles enthalten ist, kann einen Wassertest von einem Labor durchführen lassen. Entsprechende Test-Sets gibt es in Apotheken oder im Internet zu kaufen. Die Auswahl ist dabei enorm groß, genauso wie die Preisspanne. Es gibt Tests für einzelne Schadstoffe und Schadstoffgruppen und auch Kombi-Tests, die auf mehrere Stoffgruppen testen können.

Damit die Wasseranalyse im Labor ein exaktes Ergebnis liefert, ist es notwendig, die Probe genau nach Anweisung zu nehmen © Natali, stock.adobe.com
Damit die Wasseranalyse im Labor ein exaktes Ergebnis liefert, ist es notwendig, die Probe genau nach Anweisung zu nehmen © Natali, stock.adobe.com

Die Analyse findet in einem Labor statt. Hochwertige Tests führen nach DIN-EN-ISO 17025 akkreditierte Labore durch. Dort bekommen Sie besonders genaue Messwerte. Bei den örtlich zuständigen Wasserwerken gibt es ebenfalls Tests zur Wasserqualität. Die Ergebnisse Ihres Tests können Sie dann eventuell mit den offiziellen Werten des Wasserwerks vergleichen. Wenn die Unterschiede sehr groß sind, ist davon auszugehen, dass sich die Schadstoffquelle in Ihrem Haus befindet.

Hinweis: Wenn Sie einen Test auf mikrobiologische Verunreinigungen, wie beispielsweise Bakterien, durchführen lassen, sollten Sie sich einen guten Dienstleister aussuchen. Ein wichtiges Qualitätskriterium ist der sorgsame Umgang mit den Wasserproben. Außerdem müssen Sie sich an bestimmte Vorgaben halten, wenn Sie die Proben abgeben.

Ablauf eines Wassertests

Die Handhabung der Wassertest-Sets ist in der Regel einfach. In der Anleitung ist die Probenentnahme genau beschrieben, damit die Probe nicht verunreinigt wird. Je nach Test bringen Sie die Probe dann in die Apotheke oder schicken sie selbst per Post ans Labor.

Die Analyse kann je nach Umfang ein paar Tage in Anspruch nehmen. Das Ergebnis bekommen Sie am Ende per Post und meist auch per E-Mail oder Sie können es online einsehen. Zudem stellen die Anbieter meist Erklärungen zu den verschiedenen Messwerten zur Verfügung.

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Was kostet ein Wassertest?

Die Kosten einer Wasseranalyse können sehr unterschiedlich sein, da sie von vielen verschiedenen Faktoren abhängen, beispielsweise dem Umfang der Analyse oder der Art des Labors. Oft spielt auch die Geschwindigkeit, in der die Untersuchung fertig sein soll, eine Rolle beim Preis. Es gibt Wassertests schon für 40 oder 50 EUR, aber auch Tests, die 150 EUR oder mehr kosten.

Kritik an den gängigen Wassertests

Wenn Sie sich für eine ganzheitliche Überprüfung Ihres Wassers interessieren, kann das sehr aufwendig sein. Es gibt nicht den einen Test, der auf alle Verunreinigungen überprüfen kann. Einige Schadstoffe erfordern sehr spezielle Tests. Unter Umständen müssen Sie mehrere Tests durchführen, wenn Sie eine umfangreiche Analyse erwarten. Dadurch steigen natürlich die Kosten.

Für einige bedenkliche Stoffe gibt es noch keine hinreichenden Testmöglichkeiten, wie beispielsweise Mikroplastik. Das ist auch der Grund, warum es dafür in der Trinkwasserverordnung noch keinen Grenzwert gibt.

Wenn Sie Ihre Wasserqualität messen, kann es bei diesem umfangreichen Prozess gleich an mehreren Stellen zu menschlichen Fehlern kommen. Teilweise ist die Probeentnahme unter sterilen Bedingungen notwendig, sonst können nachträgliche Verunreinigungen die Ergebnisse verfälschen.

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