Theorien und Verfahren zur Trinkwasserbelebung

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Wasser ist ein besonderer Stoff, der gleich mehrere Anomalien aufweist. Eis, also Wasser in festem Zustand, ist leichter als flüssiges Wasser und schwimmt darauf. Die höchste Dichte erreicht es bei 4 °C. Diese Anomalie hat schon viele Forschende angeregt, das Wasser weiter zu untersuchen. Dabei sind weitere Theorien entstanden. Eine davon besagt, dass Wasser Informationen aufnehmen und speichern kann, als wenn es ein Gedächtnis hätte. Diesen Gedanken nimmt das Thema Wasserbelebung auf. Doch was bedeutet Wasserbelebung? Welche Verfahren stecken hinter den verschiedenen Namen wie levitiertes Wasser, ionisiertes Wasser, energetisiertes Wasser oder strukturiertes Wasser?

Wasser besteht chemisch betrachtet aus drei Atomen: zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Doch allein die vielen Anomalien von Wasser zeigen, dass Wasser viel komplexer ist © polesnoy, stock.adobe.com
Wasser besteht chemisch betrachtet aus drei Atomen: zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Doch allein die vielen Anomalien von Wasser zeigen, dass Wasser viel komplexer ist © polesnoy, stock.adobe.com

Die Struktur von Wasser – ist sie immer gleich?

Das Thema Wasserbelebung hat bereits viele Anhänger. Diese gehen davon aus, dass Quellwasser anders strukturiert ist als Leitungswasser. Leitungswasser fließt nicht einfach frei durch die Leitung. Es wird mit Druck durch die Leitungen gepumpt, was seine Struktur verändert. Diese Veränderungen lassen sich durch Wasserbelegung umkehren. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Anbieter variieren.

Wasser ist gewöhnlich, normal und alltäglich und zugleich auch sehr komplex. Üblicherweise sind Betrachtung und Beurteilung von Wasser auf wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt. Wasserbelebung und die dafür eingesetzten Verfahren und Technologien gehen darüber hinaus. Einige Menschen glauben daran und sind vom Ergebnis überzeugt, ähnlich wie bei der Homöopathie in der Medizin. Und andere Menschen tun das Thema Wasserbelebung als Quatsch oder Spinnerei ab. Deshalb ist es besser, wenn Sie sich ein eigenes Bild machen und belebtes Wasser selbst probieren.

Die Annahme: Quellwasser ist anders strukturiert als Leitungswasser © ILYA AKINSHIN, stock.adobe.com
Die Annahme: Quellwasser ist anders strukturiert als Leitungswasser © ILYA AKINSHIN, stock.adobe.com

Wasser wissenschaftlich betrachtet

Wissenschaftlich betrachtet ist Wasser eine chemische Verbindung aus zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Bei der Aufbereitung von Wasser geht es immer um chemisch nachweisbare Inhaltsstoffe, die im Wasser gelöst sind. Das ist wissenschaftlich erklärbar.

Doch Wasser ist so gewöhnlich gar nicht und auch nicht einfach erklärbar. Im Vergleich zu anderen vergleichbaren Stoffen steckt Wasser voller Anomalien, die sich wissenschaftlich nicht erklären lassen. Wissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten zufolge müsste Eis im Wasser untergehen, doch es schwimmt an der Oberfläche.

Aus physikalischer Sicht verhält Wasser sich ebenso wenig normal. Wasserstoff- und Sauerstoffatome sind negativ oder positiv beladen, wodurch sie einander anziehen. Wasserstoffbrücken entstehen. Theoretisch müsste Wasser fest sein. Es ist stark vernetzt. Einige Forscher gehen davon aus, dass sich im Wasser Cluster bilden aus mehreren Wassermolekülen, die sich immer wieder auflösen und mit anderen Molekülen neue Cluster bilden. Deshalb heißt Wasser bei Wissenschaftlern auch flüssiger Kristall. Von Kristallen ist bekannt, dass sie Frequenzmuster, also Informationen, aufnehmen können. Diese Anomalien sind mittlerweile gut beschreibbar. Eine Erklärung, warum sie auftreten, gibt es allerdings keine.

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Was bedeutet nun Wasserbelebung?

Wasserbelebung ist mehr als nur Wasser mit seinen chemischen und physikalischen Eigenschaften. Wasser gilt als Lebenselixier, das an allen biochemischen Prozessen im Körper beteiligt ist. Wasser hat großen Einfluss auf die Gesundheit und ist entscheidend an wichtigen Abläufen bei der Nährstoffaufnahme und -verwertung beteiligt. Chemische Analysen allein können das nicht erklären, weshalb die biophysikalischen Eigenschaften für Forschende so interessant sind. Insbesondere interessieren sie sich für die Struktur von Wasser.

Die Struktur macht einen großen Unterschied

Dass die Struktur von Elementen in einem Stoff einen großen Unterschied ausmacht, ist an Kohlenstoff sehr gut erkennbar. Als Graphit ist Kohlenstoff weich und lässt sich leicht pulverisieren, während ein Diamant, der ebenfalls aus Kohlenstoff besteht, das härteste Material überhaupt ist. Auch bei Nährstoffen hat die Struktur der Moleküle Einfluss auf deren Bioverfügbarkeit, also darauf, wie leicht der Körper sie aufnehmen kann.

Die Zellen im menschlichen Körper kommunizieren mithilfe elektrischer Impulse miteinander, wobei extra- und intrazelluläres Wasser für die Weiterleitung verantwortlich ist. Das legt die Vermutung nahe, dass Wasser Informationen speichern kann. Wasser hat die natürliche Fähigkeit zur Regeneration und Aufbereitung.

Vitalisiertes oder belebtes Wasser soll deshalb für diese Vorgänge im Körper besser sein. Der bekannte Wasserforscher Masaru Emoto aus Japan geht sogar so weit zu sagen, dass Wasser eine wichtige Rolle bei Denkvorgängen und im Bewusstsein spielt. Außerdem soll es Stimmungslagen und Gefühle beeinflussen können.

Wie lässt sich Wasser beleben?

In der Natur ist Wasser stets in Bewegung. So wird Wasser auf natürliche Weise energetisiert; die Struktur des Wassers erhält neue Kraft. Leitungswasser hingegen ist nicht natürlich in Bewegung. Es steht unter hohem Druck, der es durch sehr lange Leitungen presst. Die losen und normalerweise sehr agilen Wassermoleküle und Molekülgruppierungen bilden große, unbewegliche Strukturen. Das legt die Vermutung nahe, dass dem Wasser seine Vitalität verloren geht, dass es an Qualität einbüßt. Solche verfestigten Strukturen können, so die Meinung dieser Forschenden, ihre Aufgaben im menschlichen Körper nicht richtig erfüllen.

Wasser wird durch Bewegung auf natürliche Weise mit Sauerstoff angereichert und energetisiert. Diese natürliche Bewegung fehlt beim Leitungswasser © frolova_elena, stock.adobe.com
Wasser wird durch Bewegung auf natürliche Weise mit Sauerstoff angereichert und energetisiert. Diese natürliche Bewegung fehlt beim Leitungswasser © frolova_elena, stock.adobe.com

Moderne Technologien ahmen die Bewegung und Verwirbelung des Wassers nach und aktivieren es so wieder. Die ursprüngliche Struktur wird wiederhergestellt. Die unbeweglichen Strukturen lockern sich wieder und vergrößern die innere Oberfläche der Wassermoleküle. Spiralbewegungen sind gut dafür geeignet, Wasser mit Sauerstoff anzureichern und zu energetisieren.

Was bedeutet levitiertes Wasser?

Bei levitiertem Wasser handelt es sich um Wasser, das mithilfe unterschiedlicher Verfahren verbessert wurde. Dabei lassen sich verschiedene Arten unterscheiden.

  • Grander-Wasser ist das am weitesten verbreitete levitierte Wasser, das viele Menschen als hochwirksam ansehen. Mithilfe einer speziellen Technologie, die Johann Grander entwickelt hat, wird das Wasser belebt. Die Technologie verbessert die innere Struktur des Wassers, was sich positiv auf die Selbstreinigungs- und Widerstandskraft auswirken soll.
  • Verwirbelung von Wasser ist eine weitere Methode, das Wasser zu verbessern.
  • Auch die Bestrahlung mit positiven Informationen kann das Wasser beleben.

Es gibt zurzeit noch keine wissenschaftlichen Belege, die zuverlässig die Veränderungen des Wassers belegen. Oft widersprechen die Aussagen der Unternehmen sogar anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Oft zitieren sie Studien, die sie selbst durchgeführt haben oder die sie nicht mit Quellenangaben unterlegen, sodass sie nicht überprüfbar sind. Ohne wissenschaftliche belegbare Grundlage dürfen die Hersteller die Gesundheitswirkung nicht in der Werbung verwenden.

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Was ist ionisiertes Wasser?

Mithilfe der sogenannten Ionisierung entsteht ionisiertes oder auch basisches Wasser. Durch ein spezielles Verfahren erhöht sich der pH-Wert des Wassers. Das so behandelte Wasser soll helfen, den Körper zu entsäuern und verschiedenen Erkrankungen entgegenwirken, wie Diabetes, Osteoporose oder Bluthochdruck. Wissenschaftliche Belege gibt es für die Wirksamkeit allerdings keine.

Was ist energetisiertes Wasser?

Um Wasser zu energetisieren, kommen Kristalle, Magneten oder Edelsteine zum Einsatz, die die elektrischen oder magnetischen Felder des Wassers positiv beeinflussen. Durch die erhöhte Schwingungsfrequenz soll das Wasser eine höhere Bioverfügbarkeit haben. Einige Hersteller nutzen auch Frequenzen oder Schwingungen, um das Wasser zu energetisieren. Auch diese Methoden haben keine wissenschaftliche Grundlage.

Kristalle sind eine Möglichkeit, Wasser zu beleben und zu energetisieren © Heike Rau, stock.adobe.com
Kristalle sind eine Möglichkeit, Wasser zu beleben und zu energetisieren © Heike Rau, stock.adobe.com

Was ist Detox-Wasser?

Detox-Wasser ist Wasser, das mit verschiedenen Zutaten angereichert wird. Dabei kann es sich um Obst und Gemüse, Kräuter oder Gewürze handeln, die das Wasser zugleich auch aromatisieren. Das Detox- oder Entgiftungswasser soll helfen, den Stoffwechsel anzukurbeln und Giftstoffe aus dem Körper zu befördern.

Detox-Wasser kann sich jeder zu Hause selbst herstellen. Es hilft bei der Entgiftung und bringt außerdem geschmacklich viel Abwechslung ins Wasser © Africa Studio, stock.adobe.com
Detox-Wasser kann sich jeder zu Hause selbst herstellen. Es hilft bei der Entgiftung und bringt außerdem geschmacklich viel Abwechslung ins Wasser © Africa Studio, stock.adobe.com

Was ist Reinwasser?

Reinwasser ist Wasser, das keine Verunreinigungen enthält und für den menschlichen Verzehr sicher ist. Zur Reinigung des Wassers gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Umkehrosmose, Filtration oder Destillation. Reinwasser ist häufig in Laboren oder der Industrie im Einsatz. Dort ist es wichtig, dass das Wasser keine Verunreinigungen enthält. Einige verwenden es auch als Trinkwasser.

Was ist entmineralisiertes Wasser?

Entmineralisiertes enthält keinerlei Mineralien und auch keine anderen gelösten Feststoffe. Andere Bezeichnungen dafür sind deionisiertes oder demineralisiertes Wasser. Entmineralisiertes Wasser entsteht durch Ionenaustausch.

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Was ist Heilwasser?

Heilwasser ist natürliches Mineralwasser, das nachweisbar eine therapeutische Wirkung hat. Die Konzentration von Mineralstoffen und Spurenelementen ist höher als bei normalem Trinkwasser. Es kommt häufig in medizinischen Therapien zum Einsatz. In Deutschland regelt das Heilquellenrecht, welche Eigenschaften Heilwasser haben muss.

Kritik an der Wasserbelebung

Wasser ist spannend. Es hat viele Eigenschaften, die ungewöhnlich sind und es von anderen Verbindungen unterscheiden. Wasser ist lebenswichtig. Jeder braucht es. In seiner ursprünglichen Form als Quellwasser oder Leitungswasser hat es alle Eigenschaften, die der menschliche Körper benötigt. Dennoch kaufen die Menschen teures Wasser, von dem die Hersteller heilsame Wirkungen und teilweise Wunderwirkungen versprechen.

Forschende haben versucht, levitiertes oder belebtes Wasser zu untersuchen. Ziel war es, Unterschiede zu herkömmlichem Leitungswasser zu finden. Einige Untersuchungsmöglichkeiten, die die Struktur des Wassers verändern, waren von vornherein ausgeschlossen. Die durchgeführten Versuche ließen keine Veränderungen erkennen.

Zudem haben Forschende nicht beobachten können, dass Wassermoleküle sich zu festen Verbünden zusammenschließen. Wassermoleküle verbinden sich immer nur für den Bruchteil von Sekunden mit anderen Wassermolekülen. Das widerspricht der Theorie derjenigen, die Wasser beleben, um diese „Cluster“ aufzulösen.

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